Fragen an Gemeinde/ Stadt in Sachen Klima

  • Dieser Fragenkatalog kann als Vorlage dienen, um im eigenen Wohnort den Sachstand beim Klimaschutz zu erhaltenIn diesen Fragen sind meine eigenen Denkansätze und sehr viele Anregungen aus dem Buch: Decken, O. und Herrman, R. (Hrsg.), Kommunale Klimapolitik von der Heinrich Böll Stiftung, Bielefeld, 2018.
  • Meine Erfahrungen in Buchholz waren gerade (05.02.2020): Ich konnte zwei/drei Fragen beim Umweltausschuss stellen, nichts konnte wirklich beantwortet werden, ich konntedie Fragen nicht ans Protokoll anhängen lassen („Bürgerfragestunde wird nicht protokolliert“). Da ich damit gerechnet hatte, habe ich die Fragen einer mir nahe stehenden Fraktion gegeben und diese hat den gesamten Fragenkatalog unter §17 (so heißt es zumindest in Buchholz) eingereicht, sie werden jetzt schriftlich beantwortet.

Es waren viele Menschen quasi jeden Alters da, die kritische Fragen stellten. Sie haben auch die Ablehnung eines guten Antrags durch die Mehrheit der anwesenden Fraktionen ausgebuht (die richtige Reaktion!). Der Antrag lautete in Ungefähr, man müsse von der Verwaltung in Zukunft vor/zu anstehenden Entscheidungen die jeweiligen Co2 Auswirkungen erfahren, um klimagerecht entscheiden zu können. Die Mehrheit der anwesenden Fraktionen will dies nicht wissen und hat den Antrag  abgelehnt (5:4).

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung, des Rates und auch der Presse

Sehr geehrte/r Frau/Herr Bürgermeister*in.

Dieser offene Brief an Sie ist voller Fragen, unsere Gemeinde/Stadt betreffend.

Wir bitten Sie dringend um Antworten, die uns verdeutlichen können, wie unsere nächsten Schritte aussehen sollten. Nur Klarheit darüber, wie wir alle unseren gemeinsamen Weg in Richtung Klimagerechtigkeit, in Fairness zu unserer Mitwelt und damit in eine lebenswerte Zukunft beschreiten können, wird Ängste, genauso Leugnen und Abwehr verhindern und damit den Transformationsprozess, wie Frau Angela Merkel es genannt hat, erleichtern.

1. Zum Transport und Verkehr:

1.1 In welcher Form werden sie den öffentlichen Nahverkehr vereinfachen, für die Nutzer*in verbilligen, inklusiv gestalten und damit letztlich im Verhältnis zum Individualverkehr erhöhen?

  1. Sind kostenlose Jahreskarten für Haushalte ohne PKW geplant? – Wer sich mit dem Gedanken trägt auf das Auto ganz zu verzichten, hat darin einen großen Anreiz.
  2. Inwieweit intensivieren Sie Carsharing? – Jedes Carsharing-Auto ersetzt vier bis sechs individuelle PKW. Auch auf dem Land haben sich inzwischen die Grundlagen verändert.
  3. Wird eine Innenstadtmaut für PKW eingeführt? Oder wann werden die Parkgebühren für den Individualverkehr genauso teuer wie die Bustickets in die Innenstadt oder umgekehrt? – Solange es günstiger ist, mit dem PKW in die Innenstadt zu fahren und dort zu parken, wird der Bus nicht ausgelastet sein und die Stadt muss immer mehr Parkplätze vorhalten, evt. weitere Parkhäuser bauen. In vielen Großstädten wurde dies schon begonnen, in Kleinstädten ist das Parken häufig kostenfrei, während der Bus selten fährt und teuer ist.
  4. Werden die Bereiche um die Schulen, die zu einer Buskartenberechtigung für die Schüler*innen führen, erweitert? – Insbesondere im Winter werden dadurch Mamitaxis vermieden.
  5. Wird es PKW freie Zonen um die Schulen herum geben? – Die Autos (und damit ausgerechnet die Mamitaxis) sind die größte Bedrohung für die Schüler*innen.
  6. Gibt es autofreie Tage? – Man könnte zu einem CO2 Spartag aufrufen.
  7. Wann wird die Stadt autofrei (Sondergenehmigungen muss es natürlich zum Beispiel für Taxen, Krankenwagen etc. geben)?
  8. Wenn sie weiterhin auf Individualverkehr setzen, inwieweit fördern Sie den Aufbau von Wasserstofftankstellen? – Diese müssen vorbereitet sein, damit Wasserstoffantrieb möglich ist. Es ist dabei auf Bio-Wasserstoff zu achten.
  9. Wenn Sie weiterhin auf E-PKW setzen, ist der Strom in den Tankstellen dafür ökologisch verträglich? – Wenn E-PKW mit Kohlestrom angetrieben werden, bedeutet dies, dass sie genauso klimaschädlich sind, wie Benzin/Diesel/Gas-angetriebene PKW. Wird dafür Atomstrom genutzt, bereiten sie eine Altlast, die über Jahrtausende bestehen bleibt.
  10. Müllabfuhr, Stadtwerke, Feuerwehr, Busse etc – Inwieweit sorgen Sie bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen für saubere Antriebsenergie (Frei von Kohle, Atom, Biosprit, fossilen Brennstoffen)?
  11. Wäre es z.B. eine Überlegung wert, ein nächtliches Tempolimit von 30km/h, oder eines in der Innenstadt einzurichten?

1.2 In welcher Form fördern Sie den Fahrradverkehr?

  1. Wann werden die Ampeln für Fahrradfahrer*innen mit den Ampeln für PKW an Kreuzungen gleichgeschaltet? (Zur Zeit muss man oft erst absteigen und auf den Knopf drücken, bevor die Ampel auf Grün springt, dies verzögert sehr den Fluss auf Fahrradwegen.)
  2. Wann werden Sie die jährlichen Investitionen für Fahrradwege/-straßen und Abstellmöglichkeiten, auf die Höhe der Investitionen in Straßen für PKW und LKW bringen?
  3. Wann/Wo gibt es Fahrradschnellwege?

1.3 In welcher Form fördern Sie die Aufenthaltsqualität in der Stadt/Innenstadt für Fußgänger*innen?

  1. Wann werden Sie mit einer intensiven Begrünung von Plätzen, Fassaden, Dächern beginnen? – Diese vermitteln Lebendigkeit und damit ein Sicherheitsgefühl, senken die Feinstaubbelastung, reduzieren CO2 und produzieren Sauerstoff.
  2. Inwieweit haben Sie inzwischen die Straßenlaternen auf LED umgestellt und auf biologisch verträgliche Wellenlängen des Lichts? – Fußgänger sollen sich sicher fühlen, aber die Einflüsse auf die Tierwelt (Anziehen nachtaktiver Insekten, Störung des Vogelflugs bei Zugvögeln) und die allgemeine Aufhellung der Erdatmosphäre (Lichtverschmutzung, die astronomische Beobachtungen infolge Streuung des Lampenlichts in der Atmosphäre des Nachthimmels behindert) verhindert werden. Eine Beleuchtung für Bürger*innen auf Kosten der Mitwelt ist zu meiden.
  3. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, damit Lebensräume für die Bürger*innen, die zur Zeit noch von Autos besetzt sind, wieder für den Menschen und seine Lebensqualität erschlossen werden?

Inwieweit reduzieren Sie Lastkraftverkehr auf ein Minimum?

  1. Wie stellen Sie sicher, dass Logistikunternehmen in und um den Ort vermieden werden? Wann werden Sie diesbezüglich eine Vorgabe verabschieden?
  2. Werden Sie tägliche Zeiten ausweisen, in denen der Lastkraftverkehr aus dem Ort ausgeschlossen ist (Sondergenehmigung für Lebensmittel, Umzüge)?

2. Energie

Wie weit sind wir mit unserer Stadt/Gemeinde auf dem Weg der Dekarbonisierung? Inwieweit ist die Energie dezentral? Inwieweit sind wir als Gemeinde unabhängig in Sachen Energie? Inwieweit haben Sie für unsere Stadt/Gemeinde eine Doppelstrategie aus Energie-Einsparung und Energie-Wende?

  1. Könnten Sie Klimaschutzberichte stärker kommunizieren, bitte? – Deutliche Klärung hilft gegen Unsicherheiten und Ängste.
  2. Inwieweit bekommen Bürgerenergiegenossenschaften politische Unterstützung von der Stadt / der Gemeinde oder können ihre Anlagen zu günstigen Pachtkonditionen auf kommunalen Grund errichten? – Bürgerenergiegenossenschaften investieren in die dezentrale Energieversorgung mit Geld, das die Kommune oft nicht hätte.
  3. Ab wann ist der eigene Strommix der Stadtwerke komplett frei von Kohle- und Atomstrom, wie ist der Ausstieg geplant? – Transparenz hilft gegen Fehlinvestitionen der Bürger*innen.
  4. Inwiefern ist der Strom für die kommunalen Gebäude (Rathaus/Gemeindehaus, Schulen, Sporthallen etc.) zum heutigen Zeitpunkt schon aus erneuerbaren Energien? Ab wann ist er es komplett?
  5. Inwieweit erschließt ein systematisch betriebenes Energiemanagement weitere wirtschaftliche Potenziale? Z.B. dass Wärmequellen und Wärmeabnehmer zusammen finden, die Energiebeschaffung optimiert, Fördermittel genutzt, Heizungen und Lüftungsanlagen laufend optimiert werden, Monitoring, Einsparprojekte in Kindergärten, Schulen, Dienststellen durchgeführt werden, Sanierungsfahrpläne aufgestellt und umgesetzt werden, genauso gesetzliche Vorgaben etc. – Gerade bei knapper Kasse lohnt es sich, auf erneuerbare Energie umzusteigen.
  6. Inwieweit lernen die zuständigen Verwaltungsbeamt*innen wie die Energiewende im eigenen Planungsamt voranzubringen sind? – Die zuständigen Verwaltungsangestellten, können bei den Klimaschutz- und Energieagenturen lernen, in Niedersachsen und Baden-Württemberg ist das kostenfrei.
  7. Sind bei der Veräußerung gemeindeeigener/städtischer Grundstücke im Kaufvertrag ökologische Energienutzungen vorgeschrieben? Ist dies für den Weiterverkauf bindend festgelegt?
  8. Gibt es fortschrittliche Pionierunternehmen, Change Agents? Werden Sie in irgendeiner Form gefördert, öffentlich geehrt, ausgezeichnet?
  9. Ist auf den Dächern in den Gewerbegebieten Platz für Solaranlagen, die den Firmen zur Nutzung angeraten oder von der Stadt/Gemeinde genutzt werden können? Kann die Stadt/Gemeinde darauf Einfluss nehmen?
  10. Haben Sie ein Gründachkataster?
  11. Gibt es ein Wärmekonzept für die Zukunft?
  12. Wann wird der stadt-/gemeindeeigene Gebäudestand saniert sein?
  13. Inwieweit ist die energetische Sanierung für Eigentümer und Mieter sozialverträglich, wird dieses verifiziert und wird dies für die Zukunft eingehalten? – Langfristig entlastet der Umstieg auf saubere Energie und Wärme private wie kommunale Haushalte erheblich.
  14. Ist der Ort Mitglied im Netzwerk 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen?

3. Bauen und Wohnen / Arbeiten und Leben

  1. Wann gibt es einen Baustop? – Jeder neue Raummeter, der umbaut wird, benötigt Baumaterial und Heizwärme, erhöht also den Energieverbrauch, wodurch die CO2 Bilanz des Ortes steigt.
  2. Wenn dies nicht geplant ist, inwieweit ist beim Neubau Ausrichtung, Kompaktbauweise, Passivhausbauweise, die Nutzung erneuerbarer, ökologisch verträglicher Energien, Bepflanzung im Bebauungsplan vorgegeben?
  3. Inwieweit ist der Bau von Gebäuden selbst klimaneutral? Inwieweit haben Sie dazu verpflichtende Anforderungen aufgestellt? – Beton ist eine große Klimabelastung, Sand wird beim Bau gebraucht, ist aber inzwischen Mangelware auf der Erde und birgt großes Konfliktpotenzial in anderen Teilen der Erde.
  4. Inwieweit ist der Klimaschutz seitens der Gewerbe, auch der Gewerbegebiete sichergestellt. Gibt es Anreize und Ausschlüsse?
  5. Wieviel Boden (Fläche) wurde in den letzten 15 Jahren versiegelt und durch neue Bauten/Straßen verbraucht?
  6. Wieviel Boden wurde/wird im Gegenzuge entsiegelt?
  7. Wo haben Sie im Ort Hitzeinseln und wie steuern Sie gegen?
  8. Haben Sie einen Hitzeaktionsplan?
  9. Inwiefern werden im Ort Schadstoffkonzentrationen in der Luft gemessen und im Folgenden angemessen zu ihrer Verringerung vorgegangen?
  10. Wie sehen die Messergebnisse des Parameters AOT40 (kumulierte Ozonbelastung) aus?
  11. Entsprechen die Flächennutzungspläne, Bebauungspläne dem neuesten Stand des Klimaschutzes?
  12. Inwieweit gibt es Beratung und Unterstützung für ältere Mitbürger mit Eigenheimen eine Einliegerwohnung für mögliche Mieter*innen abzutrennen? Inwiefern wird dieses bekannt gegeben? – Ältere Bürger*innen legen Wert auf Selbständigkeit, sie leben in ihren Eigenheimen mietfrei, aber oft mit geringer Rente. Auch sind sie mit steigendem Alter verstärkt mit der Haus- und Gartenpflege überfordert. Eine Mieter*in  bringt eine finanzielle Erleichterung, könnte bei Gartennutzung auch in der Gartenpflege integriert werden und stellt einen Sozialkontakt dar. Einer Übernahme des Hauses durch Immobilienspekulanten wird entgegen gearbeitet und damit einer Verarmung der älteren Bürger*innen. Außerdem wäre der umbaute und zu heizende Wohnraum nun mit mehr Personen genutzt, das ist energieeffizient und klimaschützend. Es entsteht Wohnraum ohne Neubau und die damit verbundene Umweltbelastung wird vermieden. Es könnten auf diese Weise in sehr kurzer Zeit viele Wohnungen für junge Leute ausgewiesen werden.

4. Wasser

  1. Wie energieeffizient sind die Wasserwerke? Sind die mittelbar oder unmittelbar genutzten Kläranlagen energieautark?
  2. Wird Regen konsequent aufgefangen? Wird Regenwasser vom Schmutzwasser getrennt gesammelt? – Lässt sich so einfacher nutzen und überfordert die Kläranlagen weniger.
  3. Gibt es Konzepte für Starkregenereignisse? Retentionsräume? Sind Bach- und Flussläufe renaturiert? – Es gibt Fördertöpfe für Entschädigung der Landwirt*innen, wenn das Wasser auf Felder ausweicht, ausweichen darf.
  4. Inwieweit nutzt die Gemeinde / die Stadt Regenwasser beim Bewässern, in privaten wie öffentlichen Toiletten, bei der Fuhrparkreinigung, in Waschkellern von Gemeinde/Stadt-Wohnungen
  5. Inwieweit nutzt der Ort die Abwärme in den Kanälen mittels Wärmepumpen oder Wärmerückgewinnung? – Siehe in Hamburg Jenfelder Au.
  6. Inwieweit hat der Ort auf wasserdurchlässiges Pflaster umgestellt? – Bei Starkregenereignissen , aber auch für das Kleinklima sehr wichtig.
  7. Sind Quellen/ Ist das Grundwasser geschützt? Vor Pestiziden und Dünger ebenso wie vor Hochwasser?
  8. Gibt es inzwischen einen Güllekataster?
  9. Inwieweit ist das Wasser im Ort belastet und wie groß ist der Aufwand, es aufzubereiten?
  10. Wie ist dafür gesorgt, dass z.B. in der Landwirtschaft auf wassergefährdende Stoffe  verzichtet wird?
  11. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt die Phosphorelimination vor, inwieweit halten Sie dieses ein oder planen Sie Phosphor sogar zu recyceln? – Phosphor ist Problemstoff und endlicher Rohstoff, er muss sehr energieaufwendig gewonnen werden und trägt zur Überdüngung der Gewässer bei, muss also energieaufwendig wieder entfernt werden.
  12. Hat das Wasser bei Hochwasserereignissen genügend Platz? – Retentionsraum ist wichtig und kann, auch bei einer Deicherstellung/-sanierung, geschaffen werden.

5. Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsschutz

  1. Gibt es Unterstützung für Landwirtschaftliche Betriebe in und um den Ort herum, damit diese ihre Höfe und ihr Land erhalten können und eine Umstellung auf ein ökologisches Arbeiten erleichtert wird? Sind Sie diesbezüglich im Gespräch?
  2. Inwieweit unterstützt Die Stadt durch die Verpflegung in Schulen etc den ökologischen Anbau im Ort? – Das Biostädte-Netzwerk gibt einen Leitfaden heraus, wie die Kommunen sich rechtssicher Bio-Produkte im kommunalen Kontext besorgen.
  3. Gibt es eine Förderung für Produkte aus der Region für die Region?
  4. Ist es verpflichtend, bei Land- und Grundstücksverkauf aktuelle, aussagekräftige Bodenproben nehmen zu lassen? Gibt es ein Monitoring dazu? Gibt es dazu öffentlich einsehbare Karten? Wie wird dies kommuniziert? – Vergifteter Boden muss erkannt werden, um Schäden für die darauf oder in der Nähe lebenden Menschen, Tieren und Pflanzen zu verhindern oder die Ursache für Schäden erkennen zu können. Auch rechtlich ist dies wichtig. Gesunder Boden ist eine wertvolle und endliche Ressource und muss erhalten bleiben.
  5. Inwieweit haben Sie Flächen in der Stadt/Gemeinde und Landschaft biologisch/ökologisch aufgewertet, inwiefern sind Sie dabei?
  6. Ist der kommunale Forst, die Landschaft auf naturnahe, nachhaltige Bewirtschaftung ungestellt? Wieviel Prozent der Fläche ist dem Naturschutz und Landschaftsschutz gewidmet? Wieviel Prozent des Waldes ist Naturwald? – Es gibt finanzielle Unterstützung beim Waldklimafond des Bundes.
  7. Sind Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete tatsächlich für die Zukunft geschützt? – Es wurde teils Interesse bekundet, im Landschaftsschutzgebieten Gewerbegebiete zu bauen, ist das zuverlässig unterbunden? 
  8. Gibt es inzwischen ein Fällverbot (Ausnahmen nur mit geprüften und berechtigten Sondergenehmigungen)? –  Die jetzige Baumschutzsatzung ist nicht ausreichend, Bäume und Pflanzen sind die einzigen Landlebewesen, die CO2 verringern und Sauerstoff erzeugen.
  9. Inwiefern unterstützen Sie in diesem Jahr Initiativen, die für Klimaschutz, Landschaftsschutz, Tierschutz, Insektenschutz aktiv sind? Inwiefern erhalten Sie das von diesen Initiativen bereits Erreichte oder inwiefern geht es wieder verloren?
  10. Hat die Stadt / Gemeinde Biodiversitätsbeauftragte?
  11. Sind Sie Mitglied oder hat sich aus der Mitgliedschaft bei dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt irgendeine Handlung seitens der Stadt/Gemeinde ergeben?
  12. Inwiefern wird dafür gesorgt, dass die Landschaften um die Wanderwege herum natürlich und ökologisch wertvoll sind? Schönheit macht sich auch bezahlt: Die Wanderwege bringen erheblich mehr Geld durch Tourismus in die Kassen, als noch 2015 zu erwarten war. Hier entsteht regionale Wertschöpfung durch Natur- und Klimaschutz.
  13. Inwiefern verbessern Sie die Standorte der hiesigen Bäume?
  14. Inwieweit verbessern Sie in der Kommune die Bedingungen für heimische Wildtiere, z.B. indem Sie die Setz- und Schonzeit regelmäßig ab 1. Februar eines Jahres kommunizieren, dabei verdeutlichen, dass bestehende Nist- und Ruhestätten Pflegemaßnahmen und Fällungen unzulässig machen. und setzen die Einhaltung verlässlich durch? – Veränderte Vegetationsperioden führen zu sehr viel früherem Nestbau, früherer Laichzeit. Wenn in der bisher ausgeübten Praxis weiter gefällt wird, dann trifft das in erheblicher Weise die Aufzucht der Tiere, für die wir eine Fürsorgepflicht haben, solange sie bei uns sind.
  15. Inwieweit sind die Grüngebiete, in denen sich Tiere leben, so miteinander verbunden, dass die Fußgänger unter den Tiere gefahrlos von einem Gebiet zum nächsten kommen? – Dies vermeidet Inzucht und Krankheiten.
  16. Inwieweit wird die Klimaschutzfunktion der Böden, insbesondere moor- und humusreiche Oberböden, bedacht? Werden Sie gesondert geschützt und aufgebaut? – Moore zum Beispiel machen nur 3% des weltweiten Bodens aus, speichern aber 30%  des  in der Pedosphäre gespeicherten Kohlenstoffs.
  17. Verpachtet die Stadt Land an Landwirt*innen? Sind Pachtbedingungen und Preise der kommuneneigenen Flächen für ökologischen Landbau günstiger?
  18. Inwieweit gibt es schon Kombinationen von Solardach und  Gemüse-Anbau?
  19. Wie stark ist der Wald durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt worden, inwieweit musste gefällt werden und wie wird dies ausgeglichen?
  20. Sind groß angelegte Baumpflanzaktionen geplant? Inwieweit gibt es Unterstützung für private Pflanzungen?
  21. Wann werden Kiesgärten verboten? – dies ist wegen der schlechten Wirkung auf Mikroklima, Flora und Fauna bereits in einigen Bundesländern/Orten der Fall.

6. Geld / Plan

  1. Ist die Stadt / Gemeinde ein Vorbild in ihren Handlungen im Sinne des Klima-/Umweltschutzes, der Klimagerechtigkeit, im Ressourcenverbrauch, im Sinne der Lebensqualität der kommenden Generationen? Hat sie einen Plan /ein Konzept wie dies gelingen kann? Inwieweit folgt sie diesem Plan / Konzept?
  2. Inwieweit erkennen Sie den Schutz der Bürger*innen als Notwendigkeit und Ihre Verantwortung? Wann werden Sie für unseren Ort eine öffentliche Selbstverpflichtung erklären? – Leistungen der Daseinsvorsorge werden den Pflichtaufgaben zugeordnet.  In das Gebot der Wirtschaftlichkeit fällt die CO2 Einsparung, die auch eine Entlastung des kommunalen Haushaltes einhergeht.
  3. Inwieweit stellt die Stadt/Gemeinde sicher, dass die Banken, mit denen sie arbeitet, Gerechtigkeit und Erhaltung der Lebensgrundlagen fördern? in welche Projekte investiert die Bank oder Sparkasse, wohin verleiht sie? Sind da Waffen bei? Atomwaffen, Kampfpanzer, Drohnen  (mit Waffen werden Milliarden-Geschäfte gemacht, außerdem arbeiten Militär und Rüstungsindustrie sehr unökologisch). Nahrungsmittelspekulationen? Gentechnik, Tierversuche, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen? Bremsen sie gar die Energiewende? Haben sie Schattenfinanzplätze? Das müsste recherchiert werden, die aktuellen Nachrichten dazu beachtet werden.
  4. Inwieweit nutzt die Stadt/Gemeinde grüne Versicherungen / ist die Pensionskasse klimafreundlich?  – Auch Versicherungen  investieren, aber ist ihr Handeln ethisch vertretbar?
  5. Gibt es Kommunikation bezüglich dieser Themen zwischen Bank/Sparkasse und dem Ort, fragen Sie nach, bzw. wird dem Geldinstitut, der Versicherung nahe gelegt, sich ethisch und im Sinne einer Gerechtigkeit, z.B. Klimagerechtigkeit, zu verhalten?
  6. Hat die Stadt selbst einen grünen Fond, oder mit anderen Kommunen zusammen, in den die Bürger investieren können?
  7. Wieviel Geld ist für diese vielfältigen, alle hier genannten, Aufgaben im jetzigen Haushalt, genauso im mittelfristigen und im langfristigen?
  8. Ist für all diese Themen ein Umweltmanager/-beauftragter eingestellt oder wer koordiniert? Oder hofft die Stadt/Gemeinde noch, das ginge kosten- und personalneutral? – In der Regel ist der Personalbestand schon ausgedünnt und solche Großbaustellen Energiewende und Natur/Klimaschutz lassen sich erfahrungsgemäß nicht nebenher erledigen.
  9. Wer hat die Verantwortung?
  10. Nutzen Sie die Energieagentur des Landes? Erhalten Sie schon die Förderinformationen des Difu (Deutsches Institut für Urbanistik)?
  11. Inwieweit nutzen Sie den Konvent der Bürgermeister, den Deutschen Städtetag, das Klimabündnis, um die kommunale Stimme aus dem Ort hören zu lassen und Unterstützung zu bekommen?
  12. Sind schon Mittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative oder aus anderen Programmen in unseren Ort geflossen, ins Rathaus oder zu lokalen Akteuren?
  13. Gibt es ein Controlling / Monitoring zusätzlich zum Nachhaltigkeitsbericht, Klimaschutzbericht, sodass die Erfolge oder Nichterfolge der Maßnahmen erkannt werden, dass man Entwicklungen und Tendenzen sieht und fördern oder umleiten kann? – Ein Nachhaltigkeitsbericht als Muster wird vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt.
  14. Nutzt man die Multiplikatoren wie Vereine, soziale Organisationen, Gewerke, Handel, Netzwerke, Zeitung etc, um Maßnahmen für Natur-/Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit in die Bevölkerung zu tragen und zum Mitmachen zu bewegen? Gibt es dazu weitere Öffentlichkeitsarbeit?
  15. Ist der Stadt/Gemeinde klar, dass wir in einer Gründerzeit leben, in der neue Ideen und Lösungen gebraucht werden und schnell Erfolg haben können und fördert solcherlei Ideen im Ort/für den Ort?
  16. Gibt es Veranstaltungen wie „So halbiere ich meine Stromrechnung“, „Wir entrümpeln unser Haus von Stromfressern“ oder „Ich dusche mit der Sonne“ von der Gemeinde/Stadt oder werden von ihr gefördert?
  17. Inwieweit wollen wir im Ort Prioritäten setzen, um die Fülle der Maßnahmen zu strukturieren?

7. Katastrophenschutz

  1. Inwieweit wird der Klimawandel wahrgenommen? Welches Handlungsfeld, welcher Ortsteil ist wie betroffen?
  2. Haben Sie neben dem Klimaschutz Anpassungsstrategien an den Klimawandel? – Vom Bund gibt es schon seit 2008 den politischen Rahmen durch die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). Dieser wendet sich gezielt an die Kommunen. Oder es gibt das Webtool Stadtklimalotse. Es gibt Fördermöglichkeiten.
  3. Inwieweit bekommt die Feuerwehr gezielte Unterstützung? – Wald- und Vegetationsbrände benötigen ein anderes Know How als Gebäudebrände, werden beispielsweise Fortbildungen diesbezüglich von der Stadt/Gemeinde finanziert?

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! Wir wissen, dass sich vielleicht noch nicht alle Fragen beantworten lassen. Für manches benötigt es sicherlich erst Beschlüsse. Doch kann die Verwaltung auch eigenverantwortlich an Themenfelder gehen bzw. notfalls Anträge stellen.

Wir bitten Sie dringend, diesen Fragenkatalog  als eine Art Ideenfundus zu betrachten, so dass sich im Sinne von Natur- und Klimaschutz / Klimagerechtigkeit  und Lebenserhalt / Lebensgrundlage auch für die anderen Teile dieser Erde möglichst schnell und ebenso für die kommenden Generationen messbare Verbesserungen ergeben.

Herzlichen Dank  (Eure Unterschrift und Datum)

Klima: Eine Recherche. Teile 1-3

Hier ist die ganze Recherche in einem PDF (die Bilder haben beim Umformen etwas gelitten, aber es ist gut lesbar).

Teil 1. Erkennen und Verdeutlichen

Teil 2 Anzeigen, Aufzeigen

Teil 3 Handeln

Wahrscheinlich ist es so besser für Euch zu lesen.

Vielen Dank für das Interesse!

Cornelia Cornels-Selke

Sehen wir uns morgen?

Liebe Freunde

Wie inzwischen viele, viele Organisationen, ob Umwelt-, Tierschutzvereinigung oder Gewerkschaft, unterstütze auch ich morgen die Jugend in ihrem Ruf nach Besinnung: Es ist weltweiter Friday for Future.

Ich möchte, dass ALLES, WAS NÖTIG ist, unternommen wird, damit alle Kinder dieser Erde (aber natürlich auch Tiere und Natur) eine gute Zukunft auf dieser Erde erleben können.

Teilweise ist das ganz einfach, MAN LÄSST EINFACH MAL EIN PAAR SACHEN WEG: In diesem Falle sparen wir uns einmal, morgen zur Arbeit zu gehen. Das wäre ein Statement, morgen wegzubleiben und stattdessen bei der nächsten Friday for Future Demo zu erscheinen (also jede/r so wie sie/er kann. Ich selbst arbeite bis kurz vor 12.00 Uhr und dann komme ich zur Paulus Kirche in Buchholz, um den Jugendlichen dort zu zeigen, dass ich sie unterstütze). Und außerdem sollten wir Überstress und Überarbeitung grundsätzlich vermeiden. Das was uns quält, das quält auch den Planeten. Unsere Überproduktivität, höher, schneller, besser, weiter, mehr, möglichst von allem 100% bekommen, aber billiger, macht alles platt – uns und die Erde (wir können dies bei unserem Körper abschauen: Kein Organ hat das gesamte Blut. Es wird hin und her gegeben, immer dorthin, wo es gebraucht wird. So haben alle reichlich).   Wer häufig alleine ist, kann sich auch das morgen nebenbei ersparen, so eine Demo ist ein Bad in der Menge.   Grübeln kann man genauso bleiben lassen wie “alles-alleine-machen”. Morgen merken wir, dass wir viele sind, die eine gute, also lebenswerte, Zukunft wollen. Zusammen geht es leichter und gibt Mut.   Morgen lassen wir auch das Fitnessstudio weg, jedenfalls in Buchholz in der Nordheide. Soweit ich gehört habe, treffen sich stattdessen spontan gegen 18.30 Uhr am Rathaus ein paar Freunde zu einer kleinen Fahrradtour.   Ach, es gibt noch vieles, was man einfach weg lassen kann und dann geht’s allen sogar besser, aber davon kommt sicherlich etwas in meinem nächsten Rundbrief, da geht es mal wieder um Gesundheit (dauert aber noch ein bisschen).   Heute, am 19.9.19, erst einmal viele liebe Grüße und vielleicht sehen wir uns morgen, am 20.9., oder gehen im Geiste gemeinsam auf einer der weltweiten Demos mit Kindern, Jugendlichen, Eltern und Großeltern und allen anderen zusammen.   Ich würde mich freuen, Euch zu sehen.  

Eure Cornelia Cornels Selke

Ein offener Brief

Am Weltbienentag, den 20.05.2019, übergaben Bärbel
Schmidt und Cornelia Cornels-Selke stellvertretend für die ehrenamtlichen
Initiativen, die sich im Raum Buchholz für das Thema Insektenschutz
engagieren, einen offen Brief mit konstruktiven Vorschlägen zur Verbesserung
der Lebensbedingungen für Bienen, Hummeln & Co an den ersten Stadtrat Dirk
Hirsch, mit dem Ziel gemeinsam mit der Stadt dieses wichtige Thema
voranzubringen. “Buchholz muss agieren, statt nur zu reagieren. Wir wünschen
uns dringend, dass die Stadt Buchholz grundsätzlich mit gutem Beispiel
vorangeht und ihre Bürger dabei mitnimmt”, meint Cornelia Cornels-Selke.
Buchholz hat sich mit der Teilnahme am Bündnis für Kommunen für biologische
Vielfalt klar für ein Engagement in Sachen Naturschutz positioniert,- aber
wird die Stadt dieser Rolle auch gerecht? “Die Übergabe des Banners
“Insektenfreundliches Buchholz i.d.N.” werden wir noch etwas vertagen
müssen. Wir hoffen, dass dies recht bald geschieht, denn die Uhr tickt”, so
Bärbel Schmidt von den “Bienenbotschaftern”. Auf ein weiterhin großes
Engagement der Initiativen kann die Stadt sich allerdings verlassen, das
haben beide Vertreterinnen verdeutlicht.”

Offener Brief

Sehr geehrter Herr Röse,

Heute, am 20. Mai ist Weltbienentag, gefolgt vom internationalen Tag der Artenvielfalt nur zwei Tage später. Das Thema „Insektensterben“ bzw. „Verlust der Biodiversität“ ist mittlerweile ins Bewusstsein der meisten Menschen gerückt und als eines der großen Dramen unserer Zeit erkannt. Aber es braucht nicht nur bienenfleißige Bürger sondern auch mutige, entschlossene Politiker, die bereit sind neue Wege zu gehen und wirklich etwas für den Erhalt der Natur und damit unserer Lebensgrundlage zu tun.

Viele gute und inhaltlich nicht schwierig umzusetzende Vorschläge und Eingaben der Umweltverbände und Parteien sind in den letzten Jahren ungehört geblieben. Aber es gibt Hoffnung. Im Raum Buchholz engagieren sich seit einiger Zeit mit enormen Aufwand an Zeit, Energie, Muskelschmalz aber auch Spaß einige ehrenamtlichen Organisationen sowie Projekten an Schulen und Einrichtungen, die versuchen Bienen und anderen Insekten eine Stimme zu geben. Und das mit Erfolg. Viele Menschen konnten durch den direkten Vor-Ort-Bezug begeistert und zum Mitmachen bewegt werden.

Die Buchholzer Bürger wünschen sich eine naturnahe und gesunde Umwelt und Stadt; das ist z.B. über das ISEK-Verfahren sehr deutlich geworden. Die Zeit ist reif für einen Wandel – das zeigt uns auch das „Volksbegehren Artenvielfalt“ in Bayern. 1,75 Millionen Menschen sind dafür persönlich in ihre Rathäuser gegangen und dieses Thema ist in den Medien weltweit täglich präsent.

Aber auch wir in Buchholz können gemeinsam eine Menge mehr bewirken. Sie selbst haben letztes Jahr dem NDR in einem Interview gesagt „Bienen haben Priorität“.

Wir, die Initiativen und Ehrenamtlichen, die sich dem Thema „Insektenschutz“ verschrieben haben, sehen durchaus den Willen und den guten Ansatz der Stadt uns in unserem Vorhaben zu unterstützen, wünschen uns von der Stadt Buchholz jedoch diesbezüglich ein deutlicheres Bekenntnis und Engagement. Die Stadt Buchholz hat unserer Meinung nach eine klare Vorbildfunktion und sollte wichtige Impulse an die Bürger geben. Wer unser Ökosystem als Existenzgrundlage erhalten will, sollte für die Natur mehr als nur ein Taschengeld bereitstellen und Umweltaspekten bei der Planung den notwendigen Raum geben. Buchholz kann nicht ins Unermessliche wachsen; wir müssen mehr zum Erhalt unser aller Lebensgrundlage tun und die Investitionen in dieselbige deutlich erhöhen.

2012 ist die Stadt Buchholz mit der Unterzeichnung einer Deklaration dem Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt“ beigetreten und damit eine Art Selbstverpflichtung eingegangen. Darüber freuen wir uns sehr. Oft ist die Akzeptanz naturnah gestalteter Flächen in der Bürgerschaft jedoch ein großes Problem. Dieses Thema kann die Abteilung Stadtgrün allein nicht meistern. Es braucht jemanden, der all die aus unserer Sicht notwendigen Schritte lenkt / koordiniert. Sonst versandet die schönste Idee im Beton der zunehmenden Flächenversiegelung. Daher wünschen wir uns von der Stadt Buchholz:

  • Benennung einesAnsprechpartners und Verantwortlichen „Umweltschutz“
  • Einstellung von Mitarbeitern im Bereich Arten- und Umweltschutz als bürgernahe Ansprechpartner für Kindereinrichtungen, Bewohner, Landwirte, Waldpächter, etc. (z.B. über ein Freiwilliges ökologisches Jahr)
  • Einbindung, Schulung und Verpflichtung der Bauhofmitarbeiter zu einem ökologischen Grünflächenmanagement. Das bedeutet z.B.
    – Reduktion der Schnittfrequenz (bestenfalls nur einmal jährlich im Herbst) mit konsequenter Abfuhr des Schnittgutes
    – weitestgehender Verzicht auf Pestizide und Düngung
    – Straßenbegleitgrün als ökologisches Potenzial nutzen
  • Ausschließliche Verwendung von heimischen und gebietsspezifischen Arten auf naturnahen Flächen und Naturerlebnisräumen im Siedlungsbereich
  • Wir fordern eine verständliche Erklärung, warum sich gegen die Begrünung / Bepflanzung von Regenrückhaltebecken gesperrt wird.
  • Reduzierung von Lichtverschmutzung durch die Umrüstung sämtlicher Straßenlaternen auf energiesparende und insektenfreundliche Amber LED Lampen
  • Konsequenter Schutz von bestehenden Naturschutzgebieten und naturnahen Flächen
  • Konsequente Umsetzung der in den Bebauungsplänen festgeschriebenen Vorgaben zur Versiegelung / Bepflanzung
  • Offenlegung der „Karte für Blühinseln“ mit dem Ziel der konsequenten und kontinuierlichen Erweiterung und Pflege
  • Umsetzung der durch die CDU vorgestellte Teilnahme am Projekt „BienenBlütenReich“ des Netzwerkes Blühende Landschaft
  • Umsetzung der geplanten Begrünungsvorhaben auf den Buchholzer Friedhöfen

Es gibt viel zu tun. Setzen Sie sich mit uns an einen Tisch und lassen Sie uns daran arbeiten, dass die Stadt Buchholz mit Recht und Fug von sich behaupten kann,

eine „Insektenfreundliche Stadt Buchholz“ zu sein.

Bärbel Schmidt für „Die Bienenbotschafter“

Cornelia Cornels-Selke für „Eine Wiesenpatenschaft“

Monika Köster-Zahlten
für „Unsere Dörfer für Bienen und Insekten“

ONE LESS CAR

ONE LESS CAR

Liebe Freunde

Wir haben ein neues Projekt.

Sicherlich wisst Ihr, dass wir mit der Delfinbotschaft erstens direkt Gutes tun wollen, einfach damit es den Menschen gut geht, indem wir Ihnen Beratungen und Behandlungen geben. Damit dies sowohl gleich heute, aber eben auch für die Zukunft Verbesserungen bringt, liegt unser Hauptaugenmerk insbesondere auf Kindern und jungen Menschen.

Und genau aus diesem Grunde, gehören auch Projekte dazu, die sich für die Umwelt einsetzen und uns allen indirekt ebenfalls Gutes tun. Und so ein Projekt haben wir diesmal.

Es heißt: ONE LESS CAR.

Jeder, der Fahrrad fährt und/oder die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt oder auch Fahrgemeinschaften bildet, ist in unseren Augen ein Klimaheld/eine Klimaheldin! Er oder sie verbraucht kaum Ressourcen – sondern eher eigene Kalorien – und tut uns allen damit einen Gefallen.

Mit dem ONE LESS CAR – Projekt wollen wir andere ein bisschen anstecken. Ihr seht schon auf den Bildern, wie es funktioniert, nicht wahr? Jeder/Jede, die auf dem Fahrrad, auch zu Fuß oder per Bus und Bahn mit diesem T-Shirt durch die Gegend fährt und läuft, hinterlässt eine Botschaft. Wer an ihnen vorbei geht oder fährt, sieht vielleicht nur kurz den Schriftzug. Aber das Wort hallt nach und bringt zum Nachdenken.

ONE LESS CAR — WOLLT IHR DABEI SEIN?

Ihr könnt uns passiv unterstützen:

Jede Spende an uns, die ONE LESS CAR als Betreff hat, hilft uns T-Shirts drucken zu lassen, damit wir sie an die fleißigen Radfahrer verteilen können.

  • Jetzt gerade findet zum Beispiel das „Stadtradeln“ statt: www.stadtradeln.de/home/. Hier in Buchholz, aber bei Euch sicherlich auch, wird jetzt im Mai im Wettbewerb kräftig in die Pedale getreten.
  • Dazu kommen all die Kinder, die selbst zur Schule radeln und sich nicht von der Mutter chauffieren lassen.
  • Die Studenten fahren Rad oder nehmen die Öffis.

Auch hier wollen wir bewusst vergeben. Die T-Shirts haben gute Qualität, sie werden gerne getragen.  

Wir wollen damit danken und loben, also bestärken und wach machen. Und anstecken!

Ihr könnt uns aktiv unterstützen: Wenn Eure Spende über 20€ liegt, dann können wir direkt auch Euch so ein T-Shirt senden. Ob Ihr das selbst tragt oder an Eure Rad fahrenden Kinder verschenkt, wir freuen uns! Jeder Aktive gibt damit eine gute Botschaft weiter, die zum Nachdenken und Nachmachen einlädt. Schreibt dann bei Eurer Spende in die Betreffzeile ONE LESS CAR und dazu Eure Adresse, die gewünschte Größe und Rund- bzw. V-Ausschnitt, dazu männlich oder weiblich und wir senden Euch genau so ein T-Shirt zu. Und natürlich die Spendenquittung (Wir können leider nichts umtauschen, es ist ja kein Verkauf, wir senden einfach genau die gewünschte Größe zu). Das Spendenkonto findet Ihr unten in der Signatur.

Lasst uns gemeinsam die Menschen um uns herum anstecken und so miteinander etwas für Natur und Umwelt tun.

Macht mit, bitte!

Ich grüße und danke herzlich

Cornelia Cornels-Selke

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Aushang und Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

Mitglied im Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH)

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten: 2105820200, Volksbank Nordheide, Blz. 24060300 und

90209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Blz. 20750000

IBAN: DE75240603002105820200, Volksbank Nordheide, BIC: GENODEF1NBU  und

Iban: DE54207500000090209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, BIC: NOLADE21HAM

Büroadresse: Reit 25A · 21244 Buchholz i. d.N. · Tel.: 04181/217878  · Mobil: 01522/8595480

info@Delfinbotschaft.de

www.Delfinbotschaft.de

Die Jugend schreibt Geschichte – Fridays for Future weltweit!

Kurze Erklärung: Ich habe möglichst, aus Datenschutzgründen, die Gesichter aus dem jeweiligen Bild geschnitten (obwohl gerade sie mich bewegen). Doch manche waren bewusst im Bild und wollten dies auch so.

Wann gab es schon einmal einen Kinderaufstand? In der Geschichte? Es ist mir nichts in der Form bekannt. Auch während meiner eigenen Zeit erinnere ich quasi nichts Derartiges, – einmal in Nürnberg vielleicht, als den damaligen Sozialpädagogen gekündigt werden sollte, 2010 war das, glaube ich. Ansonsten sind es nur hübsche Romanvorlagen…

Jetzt aber sehen wir sie tatsächlich, die demonstrierenden Kinder und Jugendlichen. Sie streiken außerdem, denn zur Schule gehen sie während dieser Zeit nicht. Diejenigen Erwachsenen, die schon an dieser Stelle ihre Kritik üben (Zitat: “Geht das denn nicht außerhalb der Schulzeit?”), möchte ich fragen: Die Rettung des Klimas soll bitteschön als Hobby betrieben werden, nur damit keiner gestört wird? Alles soll weiter gehen, wie gehabt, und die Jugend darf jetzt mal ein bisschen rumquengeln, that’s it? Habt Ihr das Instrument „Streik“ verstanden? Und ich lasse Greta Thunberg sprechen und die vielen anderen Kinder, die ihrem Beispiel folgen: “Wir machen unsere Hausaufgaben, wenn Ihr Eure macht”. Denn es sind die Erwachsenen, die unser aller Hauptaufgabe, nämlich die Bewahrung der Erde, den Schutz alles Lebendigen, das Wohl des Einzelnen und das Allgemeinwohl, vernachlässigen.

Lange, lange Jahre haben Kinder und Jugendliche ertragen, was die Erwachenen aus dieser Welt gemacht haben. Sie mussten allerorten erkennen, dass sie erst am Ende der Liste aller Wichtigkeiten stehen. “Später, später!” Und nun müssen sie erleben, dass wir ihnen nichts übrig gelassen haben. Ich verstehe, wenn sie wütend sind. Ich bin begeistert, dass sie aufbegehren. Und ich gleichzeitig voller Kummer und frage mich, wo hätte ich mehr, anders handeln können. In den Achtzigerjahren haben wir mit Umweltschutz begonnen. Dennoch ist der Raubbau im Prinzip ungebremst weiter fortgeschritten. Oder wäre es sonst womöglich noch schlimmer? Ein Beispiel: Wir haben fleißig Müll getrennt, belächelt von anderen Ländern, haben wir das bis heute durchgezogen und nun sehen wir, dass der Handel mit Müll eine gigantische Geldmaschine geworden ist. Statt der versprochenen Wiederverwertung wurde China mit gelben Säcken zugemüllt (leider kein Scherz) und nun, seit China sich weigert, unseren Müll weiter anzunehmen, Indonesien. Dort wird nun die Luft verpestet durch illegale Verbrennungen. Und die Plastikindustrie produziert immer noch weiter. Wo ist da ein Ende zu sehen?

Irgendeiner scheint immer da gewesen zu sein, der aus guten Bestrebungen das Gegenteil entwickelt hat, um schnell noch einmal richtig abzusahnen. Und alle diese Vereitler der guten Tat wissen ja was sie tun. Wenn ich nur an den Dieselskandal denke, ja, das war bewusster Betrug. Oder wenn ich an die krebskranken Arbeiter der Pesitzidindustrie denke, ja, es ist allen bekannt, dass Biozide auch den Menschen schädigen, es wird billigend in Kauf genommen.

Oder ein anderes Beispiel: Während die einen bewusst auf’s Autofahren verzichten, müssen andere sich immer größere Geschosse (SUV und Co) zulegen – und tun so, als seien sie auch noch im Recht, wenn sie mehr und breitere Straßen fordern. Noch mehr Raubbau… Es ist bitter. Und die Jugendlichen haben das gute Recht es anzuprangern.

Lasst uns aufhören, die Schulden unsern Kindern zu überlassen. Lasst uns neu beginnen. Jetzt. Wir alle wissen doch was zu tun ist, denn es ist logisch: Arbeite ich mit Pestiziden, sterben die Insekten. Also hören wir jetzt sofort auf, Pestizide herzustellen, zu erlauben und zu benutzen. Dann erholt sich die Natur. Nur dann können sie und auch wir weiter leben.

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Die Kinder, die ich fragte, haben aus Eigeninitiative gehandelt, teils wurden sie gebremst, teils unterstützt, aber sie waren die Impulsgeber! Meine Hochachtung!

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Ich selbst komme aus Buchholz in der Nordheide, nahe Hamburg. Dieses letzte Wochenende aber, an dem weltweit von jungen Menschen demonstriert wurde, war ich in Bayern und deshalb sind dies hier Bilder aus Landshut, wo der Regen die Schüler und Studenten nicht abhielt zu kommen, auch wenn die Arcaden in der Nähe des Rathauses beim Warten auf den Beginn gerne angenommen wurden.

Und noch etwas: Diverse Erwachsene in alter Besserwissermanier fragen ihre Kinder, was sie denn wohl tun wollten, nur demonstrieren bringe ja schließlich nichts. Ehrlich, das ist ein ganz dickes Armutszeugnis! Diejenigen, denen nichts einfällt, bzw. die das Tun seit Jahrzehnten versäumen oder gar behindern, wollen nun Lösungen von den Kleinsten. Und die haben auch welche! In bester kindlicher und jugendlicher Radikalität. Ich glaube, wir jetzt-Erwachsenen, die wir damals auch gute Ideen hatten, haben uns letztlich doch viel zu sehr angepasst, immer artig, immer fleißig. So kommt man aber, wie es ausschaut, gar nicht voran.

Hier in Buchholz schlagen die Jugendlichen z.B. vor: Biologen in die Stadtplanung einbeziehen! Stoppt den Ausbau der Infrastruktur für Autos, baut stattdessen Alternativen aus, ÖPVN, bessere Situation für die Radfahrer. Die Stadtwerke müssen sich von der Kohle verabschieden. Biotope, wo immer es geht. Stoppt die Rodungen. Andere Wellenspektren für Straßenlaternen, weil bei den bisherigen Lampen die Insekten sterben. Einwegverpackungen besteuern, aus dem Geld Umwelt- und Klimaschutz machen.

Die Liste geht noch weiter! Fritz Volkers und Jannes Mittelbach haben die Demonstrationen in Buchholz für Friday for Future organisiert und diese Liste jedem Ratspolitiker zugänglich gemacht. Wer von den Adressaten wird etwas daraus machen?

Eins ist jedenfalls klar: Diejenigen, die da demonstrieren, das sind die Intelligenten. Und sie haben Herz. In beidem sind sie den ganzen anderen Mitbürgern, die nicht auf so gute Ideen kommen, oder sie nicht umsetzen, obwohl sie etwas darüber wüssten, oder dies sogar behindern, weil sie lieber für sich selbst als für die Zukunft sorgen, – diesen allen sind sie weit überlegen!

Ich wünsche Ihnen bei jedem Schritt Erfolg!

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Und diese letzten drei Bilder sind aus Bremen, wo unsere Kinder mitgegangen sind.

Ich darf mich mal wiederholen: Dies ist eine ganz wunderbare Jugend! Sie sollen auch eine wundervolle, lebenswerte Zukunft erleben!

Cornelia Cornels-Selke

Jahresbericht 2018

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2018

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2018 gewesen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz, Inklusionsbeirat, Blindenverein, Stadt Buchholz usw.)
  • Projektentwicklung.
  • Projekt One Less Car.
  • Projekt Eine Wiesenpatenschaft
  • Sprechstunde für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden und Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit.

Näheres zu der Jugend in der Stadt Buchholz i.d.N. (ca. 41.000 Einwohner, Ausländer Anteil 2009 bei 3%. Aufnahme von derzeit 500 Flüchtlingen) und Umgebung: Hier gibt es finanziell und sozial vielfach gut situierte Familien.[1] Der gute finanzielle Durchschnitt ändert aber nichts daran, dass es Familien in prekärer finanzieller Lage gibt. [2] Nicht nur dadurch sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Anteil der unter 25 jährigen an Einwohnern 23%) eine sehr heterogene Gruppe.

In der Sprechstunde der Delfinbotschaft erscheinen sie in derselben Vielfalt. Natürlich gibt es in und um Buchholz viele intakte Familien mit sehr engagierten Eltern, wo es den Kindern gut geht und sie dementsprechend eine gute Entwicklung erleben. Um ein anderes Beispiele zu nennen, findet sich daneben fallweise auch „Wohlstandsverwahrlosung“, womit ich ausdrücken möchte, dass die davon betroffenen Kinder und Jugendlichen, zwar finanziell aber nicht emotional gut versorgt sind. Weiter habe ich es mit Jugendlichen zu tun, die intelligent, gesund und aktiv sind, die aber teilweise mit Terminen überladen und gestresst sind. Sehr oft erscheinen Kinder mit Problemen, die mit der Schule, den Lehrern und den Mitschülern zu tun haben. Wenn innerhalb der Schulzeit diese Problematik nicht erkannt oder gelöst werden konnte, setzt sie sich dementsprechend bei den jungen Erwachsenen fort, so finden sich hier vielfach ähnliche Themen.

[1]Statistik Niedersachsen,  www.statistik.niedersachsen.de/download/49176ww.unofluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/fragen-antworten.html.

[2] Vgl.: Jahrersbericht Reso, S.4, Pkt. 3.1,  https://www.landkreis-harburg.de/allris/___tmp/tmp/45-181-136789575585/789575585/00149396/96-Anlagen/01/AnlagezurVorlageVA09262015-02.pdf ,27.02.2019,12:47.

Näheres zu 2018:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dies ist einerseits eine Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot. Doch da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums in diesem Jahr verschiedene Praktika durchgeführt werden mussten, wurde in diesen Zeiten (März und September 2018) keine Jugendarbeit von der Delfinbotschaft in Buchholz angeboten. Telefonische Beratung und Weiterleitung zur Reso-Fabrik fanden in dieser Zeit statt. Allerdings nutzte sie die Chance, sich in der anderen Gemeinde über deren Jugendarbeit zu informieren und dort vor Ort mitzuhelfen und praktisch dazu zu lernen.

Frau Cornels-Selke ist weiterhin im Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz und arbeitet hier mit daran, in Buchholz für Menschen mit Behinderungen Verbesserungen und mehr Aufmerksamkeit zu erwirken. Der Blick für bauliche Notwendigkeiten, um Menschen mit Einschränkungen Zugang zu Orten und Gebäuden zu gewähren, wurde inzwischen sehr geschärft und hilft auch der Delfinbotschaft. Ein spezialisierter Architekt aus Kiel, Herr Axel Kreutzfeld, mit dem Frau Cornels-Selke seit längerem vernetzt ist, konnte uns in dieser Hinsicht viel beibringen. Die Teilname am Inklusionsbeirat hilft außerdem bei der Vernetzung mit Müttern betroffener Kinder, Blindenverein etc..

Das Projekt „One Less Car“ konnte durch einen erheblichen Schaden am Emailprogramm eine lange Zeit nicht weiter verfolgt werden. Alle Emailadressen waren verloren gegangen, mussten mühevoll wieder hervorgeholt werden, das Folgeprogramm verweigerte Rundbriefe an große Adressenlisten. Erst Anfang 2019 ergibt sich nun wieder die Möglichkeit Rundbriefe zu versenden. Damit kann die Idee von „One Less Car“ 2019 erst wieder richtig in Angriff genommen werden.

Es wurde aber aus gegebenem Anlass ein neues Projekt entwickelt. Es heißt „Eine Wiesenpatenschaft“: In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation nicht nur für Honig- und Wildbienenarten, sondern für alle Nektar und Pollen sammelnden Insekten, in unserer Landschaft enorm verschlechtert. Mit unseren Maßnahmen tun wir etwas für die Wildkräuter und – blüten, die Insekten- und Vogelwelt und für anderes Kleingetier. Wir tun also etwas für die Biodiversität, zur Bodenverbesserung und für das Klima. Und natürlich etwas für die Zukunft der jetzigen Jugend. Wir regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Nebenbei verschönern wir Buchholz.

Und außerdem hatten wir sehr viel Freude bei unserem bisherigen Tun miteinander und die Gespräche mit den mithelfenden Studenten kreisten um wichtige Zukunftsthemen. Weiter unten ist sehr viel mehr zu diesem Projekt, dass weiterhin andauert und dokumentiert wird.

Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen finden weiterhin regelmäßig statt. Durch Empfehlungen finden Mütter, Jugendliche und junge Erwachsenen, teils auch ältere Menschen zur Delfinbotschaft. Wenn ein Raum benötigt wird, steht das Büro in der vormals, gemeinschaftlich mit Jugendlichen, gebauten Hütte zur Verfügung für Gespräche, Beratung und Seelsorge seit Mitte des Jahres zur Verfügung (Vorher gab es noch Probleme mit der Elektrik). Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Der Facebookaccount, Whatts App und anderes wurde aus Datenschutzgründen gekündigt. Durch den zeitweisen Verlust der Emailadressen, der zusätzlich stattfand, konnten wir in diesem Jahr nicht gut Kontakt mit entfernteren Menschen pflegen. Der persönliche Kontakt aber war mit vielen vorhanden und wir wurden dennoch gefunden, sowohl an der Uni in Hamburg von Studenten, wie auch in Buchholz.

Bei einem neuerlichen Start der Rundbriefe wird, ebenfalls aus Datenschutzgründen, zunächst um das Einverständnis der Adressaten gefragt werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Liste dadurch etwas verjüngt.

Ende des Jahres konnte die Delfinbotschaft noch einen Erfolg verzeichnen, da sie unter den Preisträgern des Umweltpreises der Stadt Buchholz 2018 war. Wir konnten ein Preisgeld in Höhe von 300€ entgegennehmen. Dies wurde aufgeteilt und deckt zum Teil die Kosten für dieses Projektes.

 

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 30.1.2019

Meine Hütte – Dankeschön

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Aktive Helfer und Helferinnen

Ein Rundbrief an Thanksgiving:

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Freunde

Heute ist ein Tag, an dem man sich wunderbar bedanken kann. Heute morgen bin ich vollkommen beglückt los gegangen, habe die letzten goldenen Birken bewundert, die Sonne genossen, die Menschen beobachtet. Und das macht mich froh und macht mich dankbar.

Ich mache das, was ich so alles tue, sehr, sehr gerne. Es bringt mich mit wunderbaren Menschen zusammen, es hält mich wach, es macht mir Freude, ich lerne dabei, ich darf wundervolle Erlebnisse miterleben, ich erlebe das Leben in sehr lebendiger Form, ich kann von all dem Schönen weitergeben, immer wieder sehe ich Entwicklungen, sehe ich Träume und Ideen wahr werden.

Besonders schön ist es, wenn ich etwas mit anderen gemeinsam tun kann (und für die gemeinnützige Kinder-, und Jugendsprechstunde, die Delfinbotschaft, geht es tatsächlich auch nur so).

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Neben Beratungen und Behandlungen haben wir ja auch noch den Hüttenbau: Aktive Mithilfe, liebe Spenden, nützliche Gutscheine, Holz, Rigipsplatten, Spachtelmasse, gute Tipps, Interesse an unserem Fortkommen – Es tut mir unendlich gut. Ich fühle mich eingewoben in die Gemeinschaft.

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Manchmal gehe ich auch alleine in die Hütte und säge oder schraube was, manchmal sitze ich da auch nur und stelle mir vor … ich habe ja so viel vor mit dieser Hütte … und freue mich.

ich hatte mich eine Weile doll auf das Graecum konzentrieren müssen, ich erzählte schon davon. Wir sind also noch nicht fertig – wann werde ich je mit meinen Ideen fertig? – aber doch viel weiter.

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Ich bin total begeistert, wie es doch, ja tatsächlich, vorankommt, obwohl die Arbeit immer mal wieder wochenweise ruht (Das Isolieren zum Beispiel habe ich weiter und weiter hinausgeschoben, mit Mundschutz usw. zu arbeiten, habe ich als ganz schön anstrengend empfunden).

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Aber meine Familie, junge Leute, liebe Freunde haben dann einen Schupps gegeben, der Korken war raus und es ging wieder voran.

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Also, vielmehr will ich heute gar nicht sagen als:

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DANKE – DANKE – DANKE!

Mit Unterstützung kommt man soviel weiter – DANKE an Euch ALLE!

Cornelia Cornels-Selke

Diesmal für die Delfinbotschaft.

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Danke für dieses wunderschöne Bild dazu, liebe Ute!

 

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Aushang und Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

Mitglied im Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH)

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten:

IBAN: DE75240603002105820200, Volksbank Nordheide, BIC: GENODEF1NBU und

Iban: DE54207500000090209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, BIC: NOLADE21HAM

Büroadresse: Reit 25A · 21244 Buchholz i.d.N.

Tel.: 04181/217878

Mobil: 01522/8595480

delfinbotschaft@yahoo.de

www.Delfinbotschaft.de

 

 

 

 

Eine Rede für die Jugend

Liebe Leser,

ich durfte vor kurzem eine Rede zu unserem, demnächst entstehenden, Jugendrat halten. die möchte ich gerne an euch weiterreichen:

Ratssitzung am 21.7.2015 – Rede zum Jugendrat.

Sehr geehrter Herr Vorsitzender
Sehr geehrter Herr Bürgermeister
Sehr geehrte Damen und Herren im Rat und von der Bürgerschaft

Bei unserer letzten Sitzung wurde deutlich, dass wir uns alle über diese Arbeit freuen.

Sowohl über diese theoretische Planung auf dem Blatt Papier, wie auch auf die praktische hinterher.
Dieses Konzept wurde gut und gedankenvoll ausgeführt, wir glauben, dass die Verwaltung hier gute Arbeit geleistet hat. Was die Jugendlichen noch ändern möchten, können sie selbst in die Hand nehmen. Zumindest nach einiger Zeit wird ihnen das möglich sein.
Bevor es soweit ist, ist klar, dass noch viel Arbeit, nun praktischer Natur zu leisten sein wird.
Und der Herr Jugendpfleger hat sich zu dieser Aufgabe bereit erklärt, was ich beachtenswert finde und hervorheben möchte. Es ist ein neues Aufgabenfeld innerhalb seiner Arbeit entstanden und ich wünsche ihm und uns allen damit sehr viel Erfolg!
Die Jugend von heute, ich meine jetzt die Ab-Vierzehnjährigen, die für dieses Jugendparlament in Frage kommen, gefällt mir!
Es wird häufig genug gesagt, sie sei uninteressiert und zu unpolitisch, doch vielleicht ist sie nur unparteilich (von den rechten und linken Extremen mal abgesehen). Denn sie äußert sich politisch, sie ist in Unterschriftenlisten zu finden, sie nimmt an Demonstrationen teil, sie achtet auf ihr Kaufverhalten, sie ändert ihre Ernährungsweise, um ihr Kaufverhalten ändern zu können, um auf diese Weise eine bestimmte – auch politisch wirksame – Richtung zu stärken. Das fängt bei den Vierzehnjährigen natürlich erst an, doch sie eifern den etwas Größeren bereits nach und diese sind sehr konsequent.
Unser Verhalten, unsere Vorgehensweise mit Ressourcen und Natur, auch in Sachen Klima, machen ihnen Angst und sie reagieren darauf. Und das intelligent!
Ihnen nun mit einem Jugendrat das Ruder nahe zu bringen, sie mit einzubeziehen, ist der richtige Schritt.
Schauen wir einmal kurz in die Zukunft: Wir Babyboomer sind wohl recht vital, und ich wünsche uns allen noch langes Wohlergehen, aber nicht jeder wird so alt wie Helmut Schmidt und in spätestens 25 – 30 Jahren bin ich Oma, wenn nicht Uroma. Könnte bei Ihnen ähnlich aussehen….
Diese Generation mit den unfassbar vielen Menschen dankt ab. Die jetzt frisch Geborenen, aber auch die jetzt schon Zwanzigjährigen werden es noch erleben: Leere Straßen, Platz, auch Arbeitsplätze. Sie merken es jetzt schon. Richtig, sie werden noch ein paar Schulden abzubezahlen haben, aber auch das wird wohl gelingen, wenn wir ihnen weiteres unmäßiges Wachstum auf Pump ersparen.
Mit unseren Renten werden sie besser klarkommen, als wir jetzt noch ahnen. Es kommen ja Menschen in unser Land. Und die sind hoch motiviert, hier ihr Leben auf gute Weise aufzubauen. Gerade hat eine Buchholzer Schule Abschlussfeier gehabt. Fünf der über hundert Schulabgänger haben einen besonders guten Abschluss geschafft, drei davon sind Flüchtlingskinder, eines hat Migrationshintergrund, sprich, seine Eltern waren noch Flüchtlinge. Eines dieser Kinder hat sogar den besten Notendurchschnitt überhaupt erzielt, ein Kind, das erst vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Super!
Da gibt es doch Menschen, die sagen: „Flüchtlinge nicht in unser Sozialsystem!“, das ist natürlich komplett weltfremd! Denn solche engagierten Wesen können wir gut gebrauchen.
Ich sehe die Zukunft also ganz positiv für die jetzigen Kinder. Wichtig ist natürlich, dass sie unterstützt werden in ihrer Entwicklung, auch in ihrer emotionalen Entwicklung, sozial und in der Schule. Und, ja, auch in ihrer politischen Urteilsfähigkeit. Wenn wir sie ganz praktisch mit auf den Weg nehmen, ist das genau richtig.
Also, auf gutes Gelingen! Ich freue mich, wenn wir alle gemeinsam diese Arbeit unterstützen.

Cornelia Cornels-Selke

Der I Like Button

Ja, der fehlt hier noch, wurde mir mehrfach geschrieben und es gibt ihn grad auch noch nicht …  außer auf einigen Posts. Aber Ihr seid herzlich eingeladen, ihn bei Facebook direkt zu drücken! Wir würden uns freuen!

Eure Cornelia Cornels-Selke