Was man tun kann

Buchholz, den 8. April 2013

Liebe Freunde,

die Frankfurter Allgmeine Sonntagszeitung hat in ihrer vorletzten Ausgabe sowohl die Titelseite, wie die zweite, wie auch die dritte Seite einem einzigen Thema gewidmet:

Was geschieht mit Kindern in Chatrooms, die extra für Kinder ausgewiesen sind?

Und man wies in diesem langen, langen Text immer wieder daraufhin, dass IMMER – SOFORT – und DEUTLICH, die Kinder auf Sex angesprochen und dazu gedrängt wurden. So wurden Testpersonen, die z.B. als zehnjährige Kinder auftraten, bei Knuddels.de, Toggo.de, ICQ, usw. immer, sofort und sofort eindeutig zu sexuellen Praktiken aufgefordert und mit sexuellen Bildern überfordert.

Und auch in der gestrigen Folgeausgabe der FAS war es WIEDER AUF DER TITELSEITE: Es habe bei Knuddels.de eine Reaktion auf diesen Artikel gegeben, eine Umstellung in den Sicherheitseinstellungen, aber diese waren reine Kosmetik. Der Schutz der Kinder ist nicht gewährleistet! Fahnder sind jetzt auf der Spur der aggressiven Kinderabgreifer.

Außerdem auch in dieser Zeitung von gestern war unter POLITIK ein Bericht darüber, wie ein Junge von seinen „Freunden“ zu Tode gequält wurde.

Also, ich habe das nicht alles gelesen, dann wäre ich ja gleich wieder krank … Drei, vier Sätze haben völlig gereicht, mir zu zeigen, wie heftig das Ganze ist.

Auch so, bei den kurzen Absätzen, die ich Euch gerade schreibe, ist ausreichend zu erkennen, dass unsere Kinder ERNSTHAFT in Gefahr sind, in dieser Welt aus falschen Gefühlen und falschen Werten und falschen Freunden – und anscheinend fehlenden Eltern. Nicht nur in Chatrooms, sondern täglich in der Schule. Und zwar so sehr, dass wir es nun alle hören müssen – die FAS gibt sich deutlich Mühe, es an uns heranzutragen (deshalb auf den vollen ersten drei Seiten der Zeitung, deshalb am Sonntag, wo man in der Familie Zeit hat, Zeitung zu lesen, deshalb noch einmal zusätzlich ausgerechnet im Politikteil).

Da ich schon vor einer Weile von bereits erfolgten Ereignissen um mich herum und von der wachsenden Bedrohung im Allgemeinen erfahren habe, habe ich, wie Ihr wisst, vor einer Weile dadurch reagiert, dass ich sowohl die Delfinbotschaft gegründet, wie auch (ein bisschen später) ein Ratsmandat angenommen habe. –

  • Gerade habe ich mit meiner Freundin Ute telefoniert und ihr in groben Zügen berichtet, worüber ich Euch im Moment schreibe, nämlich meine Vorgehensweise und Maßnahmen, um hier in Buchholz und im Landkreis Harburg für weniger Kinder- und Jugendkriminalität und gleichzeitig mehr Jugendschutz zu sorgen. Wir haben einen dreiviertel Stunde telefoniert und sie ist kaum zu Wort gekommen…

Das kann man also niemandem zumuten, alles darüber zu hören oder zu lesen, (obwohl ich gar nicht viel tue und dabei noch ein Großteil fachlicher Arbeit von Sozialpädagogen und politischer Arbeit von meinem Mann getan wird).

So werde ich Euch all dieses erst an das Ende dieser Nachricht packen und Ihr entscheidet, wie viel Ihr davon lesen mögt, ja? Es ist schon spannend und muss auch einmal aufgeschrieben werden, damit Ihr wisst, DASS ich etwas tue und DASS es langsam auch Fortschritte gibt.

Mir ist jedenfalls mal wieder überdeutlich geworden, dass ich mit der „Delfinbotschaft“ sehr viel Gutes tun kann und wie sehr ich das auch will!

Außerordentlich dankbar bin ich für jede Hilfe, die Ihr uns spendet! Ich bin auch dankbar über große Spenden, aber im Prinzip wäre es schon einfach wundervoll, wenn jeder der Leser einfach nur 20€ spenden würde! Dann käme so leicht soviel zusammen, dass ich das Projekt für die traumatisierten Kinder (Durch Schock, Mobbing, Gewaltakt, Krankheit, Unfall, Verlust eines Elternteil etc.) sofort beginnen könnte, weil für alle Kosten gesorgt wäre.

Dass ein dreizehnjähriger Teenager von seinen Klassen-„kameraden“ zu sexuellen Handlungen gezwungen wird und dieses auch noch gefilmt und auf Youtube gestellt wird, sodass nun alle Welt ihn in seinem Elend zusehen kann, ist furchtbar, aber kein Einzelfall! Das Kind fühlte sich der Klasse komplett ausgeliefert und hat seinen Eltern nichts gesagt… Als die Geschichte endlich von einem Erwachsenen erkannt wurde, haben die Eltern glücklicherweise richtig reagiert. Aber es gibt dann keine Chance mehr auf Befriedung der Situation, das Kind kann nur überleben und geheilt werden, wenn es diese Schule und das gesamte Umfeld verlässt, also die Familie umzieht. Dennoch ist so ein Kind meist für sein Leben gezeichnet. Gott sei Dank ist es überhaupt entdeckt worden!!!!

Ich kann Euch viele ähnliche Fälle aus dem Buchholzer Umfeld bzw. aus dem Landkreis Harburg berichten – ein Landkreis, dem es sogar recht gut geht – heile Welt gewissermaßen …

Jedenfalls müssen wir, wollen wir Hilfe geben! Bitte helft uns, dass wir überhaupt helfen können!

Und nun zu all dem, was ich so tue, um ein bisschen zu bewirken:

Ich habe mich erkundigt, was man tun kann, was auch wirklich Verbesserung verspricht. Was muss man also tun, um irgendwie geeignete Hilfe zu bringen? Natürlich biete ich schon die Schülersprechstunde an, aber es wäre gut, zusätzlich direkt zu den Kindern und Jugendlichen zu gehen. Je mehr Menschen dies täten, umso mehr Kinder sind zu erreichen.

Eine befreundete Sozialpädagogin berichtete mir von Nürnberg. Dort war die J ugendsituation bis vor ein paar Jahren noch überaus schlecht. Dann hat Nürnberg reagiert, indem die Stadt in großer Anzahl Schulsozialpädagogen eingestellt hat. 2011, als ich recherchierte, waren schon 85 Schulsozialpädagogen an 60 Schulen beschäftigt (mit steigender Tendenz – inzwischen hat Nürnberg anscheinend schon an die 140 Sozialpädagogen an Schulen aller Schultypen verteilt). Die Auswirkungen sind deutlich. Ich habe mir die Kriminalstatistik angesehen: Schon von August 2009 (als man mit dem Projekt begann) bis Anfang 2010 ist die KINDERkriminalität bereits um ein Viertel zurück gegangen. Auch bei den Jugendlichen und den jungen Erwachsenen sah man schon eine Auswirkung auf die Kriminalitätsrate, nicht ganz so hoch, wie bei den Kindern, aber deutlich. Es fällt also auf, dass Aufmerksamkeit auf die Schüler, denn das sollen Schulsozialpädagogen auf geeignete Weise ja geben, verhindert, dass diese kriminell werden. Und natürlich ist so ein Ansprechpartner auch gut, um Kindern Unterstützung zu geben, wenn diese selbst bedroht sind – im Elternhaus, im Internet oder in der Schule. Ich rief in Nürnberg an, um mit der Polizei und dem Jugendamt zu sprechen und man bestätigte mir:

  • Das Hauptmerkmal der Schulsozialarbeit ist die schnelle Auswirkung, der schnell sichtbar werdende und messbare Erfolg, weil sie so nah am Menschen und zwar am jungen, noch positiv beeinflussbaren, Menschen, arbeitet.
  • Das zweite Merkmal ist, dass sie zusätzlich zu diesem schnellen Erfolg außerdem eine Präventivmaßnahme ist, die also auch langfristig in den nächsten Jahrzehnten Erfolge bringt.
  • Ich möchte ergänzen, dass auch die Kinder aus liebevollem Elternhause sicherer sind, wenn es den auffälligen oder vernachlässigten Kindern besser geht.

So kam dieses Thema also in das Wahlprogramm der Grünen für die Kommunalwahl in Buchholz 2011, wo ich parteilos mit auf der Liste stand.

Nach der Wahl war ich selbst erst noch nicht im Stadtrat, aber ich habe sowohl beim Schulausschuss im Buchholzer Stadtrat, wie bei zwei verschiedenen Ausschüssen im Landkreis Fragen gestellt und jeweils auf die Nürnberger Vorgehensweise und Erfolge hingewiesen.

Dazu muss ich berichten, dass das Amt für Jugend und Familie im Kreis über den Bund 2,3 Millionen Euro zum Verteilen bekommen hatte, insbesondere auch für Schulsozialpädagogen. Anscheinend sollte dieses Geld aber nur projektbezogen vergeben werden. Ich habe den bereits vorhandenen Kontakt zu den Schulen genutzt, um sie auf dieses Thema und ihre Möglichkeiten hinzuweisen (sie mussten ja ihrerseits erneut Anträge schreiben, damit Stadt und Kreis und Land auf ihre prekäre Lage aufmerksam wurde).

Außerdem habe ich sowohl die Politiker im Kreistag, wie im Stadtrat bewegen können, jeweils einen Antrag auf Schulsozialpädagogen für die Schulen zu stellen. Die gestellten Anträge auf Schulsozialpädagogen wurden aber leider von den Politikern an beiden Stellen wieder zurückgezogen. Immerhin wurde das Thema einmal angedacht und öffentlich besprochen und die Anträge der Schulen wurden mit etwas mehr öffentlicher Aufmerksamkeit betrachtet.

Ich machte zum Beispiel auf den Umstand aufmerksam, dass für 6 (sechs) Schulverweigerer 100.000€ im Landkreis ausgegeben werden, um diesen einen Ersatzunterricht anzubieten und sie hinzubringen. Im Gegensatz dazu wünschte sich ein Schulleiter für eine weiterführende Schule mit 1600 Kindern NUR EINEN Schulsozialarbeiter. Das macht das finanzielle Ausmaß, das entsteht, wenn wir uns nicht rechtzeitig kümmern, schon ein bisschen deutlicher.

Dann bin ich selbst in den Stadtrat gekommen und es wurde nun über einen Antrag abgestimmt (das war nun schon Mai 2012), ein Konzept zu entwickeln, wie man Schulsozialarbeit an Buchholzer Schulen bringen könne. Ich plädierte für ALLE Buchholzer Schulen, um wenigstens unseren Teil des Landkreises schon komplett zu versorgen, aber die Mehrheit der übrigen Politiker empfanden den Landkreis als „zuständig“ für die weiterführenden Schulen (mit anderen Worten, dort solle das Geld herkommen) und man einigte sich auf ein Konzept für die Grund- und Hauptschulen. Dieses Konzept sollte nach den Herbstferien 2012 fertig gestellt sein, ist es aber bis jetzt noch nicht.

Nebenbei: „Zuständig“ wäre eigentlich das Land Niedersachsen, aber von dort war keine Hilfe zu erwarten, da der Landkreis Harburg einer der reichsten im Lande ist. Außerdem wird vom LK Harburg KEINE Statistik über Jugendkriminalität oder Gewalt an Jugendlichen geführt (ich glaube eher, diese wird nur nicht veröffentlicht) und so kann man nicht darauf pochen, dass Hilfe nötig wäre.

Also, so dachte ich mir, weiß der Buchholzer Rat einfach nicht genug über die Lage der Kinder und habe (genau wie Christoph) diverse Anfragen gestellt,

wie viele Mobbingfälle es gebe (dazu muss man aber nach anderen Straftaten fragen, denn Mobbing ist keine gültige Straftat, man muss nach „übler Nachrede“, Körperverletzung usw. fragen)
wie viele Inobhutnahmen es durch das Jugendamt gegeben habe
wie viel Geld durch Vandalismus verloren gehe
Aber auch dort, angeblich  gibt es keine Aufzeichnungen….

Ich machte auf das Kinderschutzgesetz aufmerksam, bat um Offenlegung der Korrespondenz der beantragenden Schulen mit dem zuständigen Bereich (Abteilung Jugend und Familie) im Landkreis, um zu wissen, warum das Amt Hilfen ablehnt , ich stellte einen Antrag, dass man sich in dem Ausschuss, der sich mit den sozialen Themen beschäftigt, in dem ich auch sitze, regelmäßig die Jugendhilfeträger und Organisationen einlädt, um zum Stand der Jugendsituation Berichte zu erhalten. Auch diese Anträge wurden von der Mehrheit der anderen Politiker abgelehnt …

Indirekte Reaktionen aber gab es, insofern war das ganze Aufmischen wohl doch irgendwie förderlich: Es wurden die Bund-Gelder, die vorher nur in Projekte fließen sollten, nun doch vom Landkreis Harburg in (leider zeitlich befristete) Stellen für Schulsozialpädagogen umgewandelt. Diese werden jetzt gerade peu a peu eingestellt.

Das Buchholzer Konzept, das noch nicht begonnen wurde, soll nun mit Hilfe dieser Sozialpädagogen aufgestellt werden.

Im Jahr 2010 hatte Christoph im Rat einen Antrag auf Medienkompetenzunterricht in den Schulen gestellt. Das hat sich sehr bewährt, denn lernen die Kinder verantwortungsvoll mit dem Internet, mit Facebook und in Chatrooms usw. umzugehen und bei Cybermobbing Hilfen einzuholen. Das finde ich großartig und an dieser Stelle scheint es auch jetzt zu gelingen, dass alle Fraktionen eine weitere Erleichterung für die Schulen zumindest für dieses Jahr befürworten. Nebenbei, schon die 5.Klässler haben in großer Zahl schlechte Erfahrungen mit dem Internet…

Als nächstes bin ich also wieder als Fragensteller im Jugendhilfeausschuss im Kreistag, um für Schulsozialpädagogen zu werben, schreibe ans Land, um da einen alten Antrag wieder aufzurollen und werde, wenn das Konzept fertig gestellt ist, wieder aufgreifen, dass die weiterführenden Schulen es genauso nötig hätten (übrigens gibt es bei uns gar keine Hauptschulen mehr, sie wurden zwischenzeitlich umgewandelt in IGS und Oberschule – das wusste man eigentlich schon bei der Abstimmung zum Konzept).

Ich habe natürlich, um alles zu untermauern noch ein bisschen im Internet recherchiert und bin auf viel zu viel Material gestoßen, das aber EINHEITLICH beweist, dass frühe Unterstützung der Kinder und Jugendlichen die richtige Vorgehensweise ist, um späteren Schaden abzuwenden – und nebenbei, um dem Staat sehr, sehr viel Geld zu sparen…

Die Studien kommen gleich am Schluss, falls Ihr sie für irgendetwas selbst nutzen wollt.

Natürlich haben wir auch bei der „Delfinbotschaft“ direkt, also in der Praxis und nicht politisch, fleißig weitergemacht. Es wissen längst noch nicht alle Kinder von uns, so machen wir auf uns aufmerksam, erzählen auch, was es überhaupt an Hilfen hier gibt. Wir stehen in der Schülersprechstunde zur Verfügung, wir geben auch telefonisch Rat und demnächst werde ich bei gutem Wetter auch beim Emporeteich in der Stadtmitte sitzen, damit mich die Kinder oder Jugendlichen direkt ansprechen können, falls sie Sorgen haben.

Als nächstes ist übrigens eine Baumpflanzung mit Schulkindern geplant, unter dem Motto „Eine Buche für Buchholz“ , auch Naturschutz als Lernziel steht ja in der Satzung…

Liebe Freunde,

to make a long story short:

Es ist Hilfe nötig! Sie lohnt sich! Denn sie bringt Erfolge! Das ist viele Male bewiesen worden.

Wir sind fleißig, aber wir benötigen Hilfe, um helfen zu können (und helfen bedeutet bei uns: Unterstützung der Eigenverantwortlichkeit und des Selbstbewusstseins und der eigenen Fähigkeit ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu führen).

Das betrifft alles Deutschland, also uns, also unsere Zukunft. Denn auch unsere Zukunft hängt von dem inneren Frieden, von der sozialen Lage hier in Deutschland ab. Wenn wir in zwanzig Jahren, da sind wir dann ja auch älter und evt. schwächer, auf friedfertige Mitmenschen treffen wollen, dann müssen wir den jetzigen 14jährigen auch die Chance auf eine gute Entwicklung geben.

Und noch einmal: Auch die Kinder „aus gutem Hause“, mit den besten Anlagen und dem besten Willen sind sicherer, wenn wir uns um die auffälligen oder vernachlässigten Kinder liebevoll kümmern!

Ich grüße Euch sehr herzlich, auch im Namen der Delfinbotschaft, für die ich Euch heute geschrieben habe! Ich freue mich über jede Unterstützung, probiert es vielleicht doch mal mit den 20€, bitte!

Eure Cornelia Cornels-Selke

Nun zu den Studien:

Da gibt es den Sherman Report

Basierend auf der Auswertung vorhandener Forschungsergebnisse von 500 verschiedenen Evaluationen wird in der Metaevaluation der Frage nachgegangen, wie sich die berücksichtigten Programme auf Jugendgewalt ausgewirkt haben, welche Beeinflussungsfaktoren sich im Hinblick auf Jugendkriminalität als wesentlich erwiesen haben und welche Risikofaktoren sich daraus ableiten lassen. Das ist ein Riesentext, spricht aber deutlich aus, wie sehr es sich lohnt.

Der Sherman Report ist sehr bekannt. Manchmal wird aber dagegen gesagt, das sei eine amerikanische Studie und wir seien hier in Deutschland.

Hier in Deutschland haben wir aber zum Beispiel das „Düsseldorfer Gutachten“.

Das Gutachten basiert auf 61 Studien zur Kriminalprävention. Bei der Analyse des Gesamtgeschehens ist schnell zu erkennen, dass die Erziehung im Elternhaus sowie in Kindergärten und Schulen erheblichen Einfluss auf Kriminalitätsentwicklungen haben.

Zu bemerken ist dabei das 5% Problem. Nicht „die“ Kinder, Jugendlichen oder bestimmte Gruppen von Menschen sind intensiv sozial auffällig, sondern vornehmlich die relativ wenigen Intensivtäter mit dem kriminologisch bekannten Syndrom der sozialen Bindungslosigkeit: funktional gestörte Familie; fehlende Kontrolle und Zuwendung in der Familie; wechselndes oder gewaltorientiertes Erziehungsverhalten der Eltern; wechselnde Aufenthaltsorte; erhebliche Auffälligkeiten wie Schwänzen und Aggressivität in der Schule; kein Schulabschluss und keine Lehre; negative Arbeitseinstellung; unstrukturiertes Freizeitverhalten; keine tragenden menschlichen Beziehungen; Unfähigkeit zur emotionalen Kommunikation.

Die Forschung zeigt, dass die Risikofaktoren durch Resilienzfaktoren ausgeglichen und neutralisiert werden können. Schutzfaktoren in der Schule und außerfamiliären Bindungsbereichen können tatsächlich für Ersatz sorgen. Natürlich kann die Schule im Rahmen des sozialen Normenlernens die Rolle der Eltern und der engen familiären Umgebung nicht ersetzen. Andererseits ist die Schule aus den genannten Gründen jedoch immer noch besser geeignet zur erfolgreichen normativen Sozialisation als die erst später und mit weniger sozialer Nähe und intensivem Personenbezug wirkenden Institutionen wie Vereine, kommunale Einrichtungen oder gar das Recht.

Die Beteiligten sind oft überrascht, dass eine Problematik wie Gewalt in der Schule, die sich in Erpressungen, Bedrohungen und Körperverletzungen meist jüngerer und unterlegener Schüler äußert, auch andere Institution betrifft und nur eine Vernetzung und Abstimmung von Gegenmaßnahmen wirklich Erfolg bei der Eindämmung dieser schädlichen Verhaltensweisen mit sich bringt.

In all diesen Sozialbereichen bedarf es freilich mutiger Menschen, die hinsehen und soziale und individuelle Schädigungen nicht hinnehmen. Eine Kultur des Wegsehens (Schwind u.a. 1998) verhindert schon die Thematisierung der Kriminalitätsprävention, was sich in relativ geschlossenen sozialen Räumen fatal auswirkt.

Nicht der Überbringer, d. h. Anzeigeerstatter, einer Straftat darf als Störer der Gemeinschaft verurteilt werden, sondern es geht um die Nachricht und deren Realitätsgehalt. Wer in einem rechtsstaatlichen System aus moralischen Gründen eine Straftat offenkundig macht – z. B. im Bereich der Schule oder häuslicher Gewalt – ist kein Denunziant sondern ein verantwortlicher Bürger, dem es um den Schutz von Opfern geht. Der entscheidende Präventionsfaktor der Aufdeckung strafbaren Verhaltens ist nur durch eine Kultur des Hinsehens und Interessierens zu aktivieren.

Und so geht es immer weiter in all den Studien, die ich auch noch beschaut habe.

Diese Studien wurden ja nicht umsonst gemacht, sie sollten klarstellen, dass Hilfe benötigt wird und dass sie auch tatsächlich Nutzen bringt.

Bertelsmannstudie von 2010 – Unzureichende Bildung: Folgekosten durch Kriminalität

Wäre es im Jahr 2009 gelungen, die unzureichende Bildung um

50 Prozent zu reduzieren, hätte es in Deutschland mindestens 416 Fälle von Mord und Totschlag, 13.415 Fälle von Raub und Erpressung sowie 318.307 Fälle von Diebstahl weniger geben können. Dadurch hätten neben dem persönlichen Leid, das vielen Betroffenen erspart geblieben wäre, insgesamt 1,42 Milliarden Euro an Kosten der Kriminalität „eingespart“ werden können

Besonders eindringlich ist die Perry Studie:

Die Kosten-Nutzen-Analyse der Perry-Studie im Alter von 27 – nachdem die Teilnehmer als Kinder eine Frühprävention von nur zwei Jahren erhalten hatten:

Nur ein Auszug: Die durchschnittlichen Kosten pro Teilnehmer am Programm betrugen

$14.716. Der aus dem Programm erzielte Gewinn betrug jedoch – pro Teilnehmer – $105.324. (Bis zum 40.Lebensjahr sogar 195.000 $ pro Kind)

Das Anti-Bullying-Programm des Norwegers Dan Olweus
Es handelt sich um eines der wenigen Programme gegen Aggressivität und Gewalt (was wir Mobbing nennen heißt im internationalen Sprachgebrauch häufig: Bullying), das in mehreren Ländern erprobt wurde und deutliche gewaltreduzierende Effekte (Rückgang um bis zu 50 %) zeigen konnte. Die Untersuchungen zeigen, dass Opfer sich allein gelassen fühlen und selbst andauernde Opferwerdungen verschweigen. Sie erfahren sehr selten Unterstützung durch Mitschüler, Eltern und Lehrer.

Auf Täterseite zeigt sich ein Zusammenhang zwischen aggressiven Auffälligkeiten in der Schule und späterer Straffälligkeit: Etwa 30 – 40 % der Täter wurden später 3- oder mehrfach verurteilt.

 

 

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Aushang und Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

Mitglied im Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH)

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten: 2105820200, Volksbank Nordheide, Blz. 24060300 und

90209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Blz. 20750000

Neue Straße 9 · 21244 Buchholz i. d.N. · Tel. 04181/217877

delfinbotschaft@yahoo.de

www.Delfinbotschaft.de

Bedenklich: Kinder finden sich “zu dick”

Nach einer Studie des LBS-Kinderbarometers schätzt jedes vierte Kind sein Körpergewicht als zu hoch ein. Diese Ergebnisse wurden am Mittwoch von der Bausparkasse LBS West in Berlin vorgestellt. Bundesweit waren in einer repräsentativen Umfrage 10.000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren für das LBS-Kinderbarometer befragt worden.

Jedes 20. Kind denkt über eine Fettabsaugung nach.”Wenn Kinder in einem so radikalen Schritt die einzige Möglichkeit sehen, sich in ihrer Haut wohlzufühlen, ist das mehr als bedenklich. Die Zufriedenheit mit dem eigenen Körper beeinflusst das Wohlbefinden der Kinder in allen Lebensbereichen”, erläuterte Sprecher Christian Schröder.

 

Quelle: http://www.welt.de/politik/deutschland/article114243546/Jedes-vierte-Kind-in-Deutschland-fuehlt-sich-zu-dick.html

Warnung:

Folgender Link wird unter Jugendlichen versendet:

http://akk.li/pics/annjpg (Ich habe ihn minimal verändert, damit man ihn zwar erkennen, aber nicht aus Versehen öffnen kann).

 

Abgebrühte Jugendliche empfinden es wahrscheinlich als Scherz, oder wollen ein bisschen herumstänkern, wenn sie dies an ihre Mitschüler versenden. Normal sensible Kinder aber stehen, nachdem sie diese Kombination von Bild und Ton unversehens erleben mussten, unter Schock.

Sozialpädagogen kennen diesen Link und seine Wirkung, aber Jugendliche und deren Eltern sollten meiner Meinung nach auch gewarnt werden.

Dass wir durch eine Hintertür den „Feind“ nichtsahnend direkt in unsere Kinderzimmer einlassen, könnte damit zumindest teilweise vermieden werden.

Bitte lasst Euch zeigen, was Eure Kinder öffnen wollen. Und warnt Sie aktiv sowohl vor diesem Link wie außerdem auch davor, unvorbereitet Links von Freunden (und Fremden sowieso) zu öffnen. Lasst lieber einmal telfeonisch abklären, was da kommt!

 

Vielen Dank und mit freundlichen Grüßen

Cornelia Cornels-Selke

Hilfen suchen und finden

 Buchholz, den 13.1.13

 Die dunkelste Zeit ist vorbei. Hier in Norddeutschland war der späteste Sonnenaufgang am 29.Dezember (fragt mich nicht, warum das bei uns so spät ist, aber es gibt dafür natürlich eine wissenschaftliche Erklärung). Und damit geht es nun hoffentlich auch insgesamt, also für Gesundheit, Kraft, Laune, Glauben, Hoffnung, Erfolg, wieder bergauf.

Ich schrieb in einem Rundbrief  (siehe meine eigene Seite www.Cornels-Selke.de ), dass ich kurz vor Weihnachten einen PC Virus hatte und inzwischen stellt sich immer mehr heraus, dass ich dadurch so manche Post von Euch gar nicht bekommen habe. Das ist natürlich besser, als wenn ich Euch (dann mit Virus) darauf geantwortet hätte. Aber es tut mir doch leid, weil ich nun weiß, dass so mancher seinen ganz persönlichen „Fast – Weltuntergang“ um die Weihnachtszeit herum erfahren musste. Bei manchen ist die Situation dadurch letztlich sogar (endlich) besser geworden. Und darüber freue ich mich sehr! Ich weiß, es gab für Euch eine Zäsur (einen Zusammenbruch, eine Operation, eine schwerwiegende Erkenntnis), aber nun ist genau dadurch wieder Licht da, zumindest schon ein Silberstreif (es hatte wohl seinen Sinn).

Ich wünsche Euch dafür sehr, sehr herzlich, dass Ihr nun wieder zu Kraft kommt und es wieder bergauf schafft!

Nebenbei: Ich kann Euch schnell einmal empfehlen, „Rosen-Eisen-Graphit“ von Wala, oder auch „Kräuterblut“, oder auch „Ferrotone“, als Wiederaufbaukur einzunehmen. Eisen gibt als Sauerstoffträger im Blut dem Körper Kraft und als Element dem Willen Stärke! Irgendwoher müsst Ihr ja den nötigen Schwung erhalten. Bewährt hat sich auch „Bi-Apserum“ von Dr. Nobis mit Gelee Royale. Denkt auch an solche „Kleinigkeiten“, Ihr sollt ja alles heile überstehen!

Und ansonsten bitte ich Euch, wenn Ihr vielleicht doch noch nicht durch (weil Ihr in der Sache selbst überfordert) seid, Euch Hilfe zu holen. Es gibt so vieles an Unterstützung, Ihr wisst vielleicht nur nicht davon.

Bei uns in Buchholz habe ich so manche Nummern schon herausgeschrieben. Die kommen hier jetzt alle einmal geordnet. Das ist besonders für Jugendliche notiert worden, da diese sich alleine noch viel weniger helfen können, und womöglich ist bei Euch außerdem behördlich einiges anders zugeordnet. Aber es wird ähnlich sein! Scheut Euch nicht, Stellen zu kontaktieren, zu fragen und ruhig auch noch einmal nachzuhaken. Es gibt ihn tatsächlich, den Sozialstaat. Man muss aber den ersten Schritt wagen und darf sich bitte auch nicht von einer evt. Fehlauskunft bremsen lassen.

 Ich grüße Euch sehr, sehr herzlich und wünsche uns allen einen wunderbaren Aufwind für alle guten Ideen und Projekte!

 

Eure Cornelia

 

Wo finde ich Hilfe im Notfall?

 

  Landkreis HarburgSozial-psychiatrischer DienstLindenstraße 12

21244 Buchholz

Tel.: 04181-131924

 

 

- Lebensmüde- Was ist mit mir los? (ritzen, traurig, aggro usw.)-Sucht
  Polizeiinspektion BuchholzSchützenstraße 1721244 Buchholz

Tel.: 04181-2850

In Notfällen 110

 

 

 

- Akute Krisensituation- Sexueller Missbrauch- Sucht

– Kriminalität

– Gewalt

 

  Kinderschutzbund im Landkreis HarburgKirchenstraße 10 a21244 Buchholz

Tel.: 04181-380636

 

 

 

- Stress in der Familie- Akute Krisensituation- Sexueller Missbrauch

– Gewalt gegen Kinder

– Fragen zum Schutz bei / vor Gewalt einschließlich sexueller Übergriffe

  Landkreis Harburg- Abt. Jugend und Familie -(Jugendamt)

Hamburger Str. 23

21244 Buchholz

Tel.: 04181-969393

 

 

 

 

 

- Stress in der Familie- Akute Krisensituation- Konflikte in der Schule

– Orientierungslosigkeit bezüglich

Schule, Ausbildung, Beruf

– Gewalt

– Kriminalität

– Zwangsverheiratung

– Fragen zum Jugendschutzgesetz

  DiakonieHamburger Str. 16Tel.:04181- 4000 (Sucht)

04181- 36218 (Flüchtlingsberatung)

Diakonie und BISS

Hamburger Str. 30

04181- 282780 (Schwangerschaft)

04181- 217181 (Schulden)

04181- 4080 (Lebensber.)

04181- 217152 (BISS)

04171- 69260 (Soziale Beratung)

 

 

- Sucht und Suchtprävention- Migrationsberatung- Flüchtlingsberatung

 

– Schwangerschaftskonfliktberatung

– soziale Schuldnerberatung

– Lebensberatung

– Beratung und Hilfe bei häuslicher Gewalt (BISS)

 

– soziale Beratung

  Stadt BuchholzJugendzentrumJugendpflege

Rathausplatz 2

21244 Buchholz

Tel.: 04181-214322

 

 

 

- Was mache ich in meiner Freizeit?- Wo treffe ich andere Jugendliche?- Tipps

– Informationen

 

 

  Delfinbotschaft gUGNeue Straße 921244 Buchholz

Tel.: 04181-217877

 

 

- Körperliche Beschwerden- Stress- Angst

– Sorgen

  Reso-Fabrik e.V.- Jugendsozialarbeit -- PACE -

Kirchenstraße 6

21244 Buchholz

04181-35602

- Konflikte in der Schule- Orientierungslosigkeit bezüglich Schule, Ausbildung, Beruf- Stress in der Familie

– Gewalt

– Kriminalität

– Akute Krisensituation

-Sucht

 

Ruf an, komm vorbei, frag oder erzähle!

Zwei Projekte

Ich möchte Euch erzählen, wie wir vorankommen und was wir vorhaben. Ihr sollt wissen, dass wir fleißig sind, was wir aus den Spenden machen. Und ich schreibe auch, um weitere Unterstützung zu erbitten und natürlich um mich im Namen aller Beteiligten herzlich, herzlich zu bedanken!

Einmal hat nach den Sommerferien wieder die gemeinnützige Schülersprechstunde begonnen und zwar gestern von 14.00 bis 16.00 Uhr. Sie wird nun wieder fortlaufend stattfinden.

Und jetzt im Moment stehen zwei Projekte an, ein kleineres und ein größeres, von denen ich Euch gerne berichten möchte:

  • Die Delfinbotschaft hat für ihren diesjährigen Stadtfeststand einen Quiz für Kinder und Jugendliche vorbereitet. Dabei ist es die Aufgabe der Kinder, Fotos von Hilfsorganisationen den jeweils dort angebotenen Leistungen zuzuordnen. Wer das richtig schafft, bekommt als Sofortbelohnung eine leckere Waffel am Stand und nimmt außerdem an der Verlosung für 30 Kinokarten teil.

Aus diesem Anlass wird das Buchholzer Movieplexx den Film  „Ziemlich beste Freunde“ noch einmal zeigen: Am 25. September um 17.30 Uhr findet die Vorstellung statt, bei der alle Kinder ihren Gewinngutschein einlösen können.

(Falls Ihr auch Interesse habt: Dies gibt auch allen anderen Kinobesuchern Gelegenheit, diesen besonderen Film  noch einmal in Kinoleinwandgröße sehen zu können).

Auf diese Weise haben die Kinder einmal einen Überblick, wer ihnen im Notfall helfen könnte, sie bekommen diese Liste natürlich mit nach Hause, und einige von ihnen sehen den, wie ich finde, wertvollen Film und bekommen hoffentlich auch dadurch Mut für Ihr Leben.

Nun suche ich noch „Karten-Paten“! Eine Karte kostet 5,50€. Habt Ihr Lust und Freude daran, für eine, zwei oder mehr Karten zu spenden?  Kinderschutzbund, Reso-Fabrik, die Stadt Buchholz und auch mein lieber Mann übernehmen jeweils ein paar Karten, aber wir könnten noch ein paar Spenden gebrauchen….

 

  • Das größere Projekt heißt: „Ich seh mein Leben vor mir –  Ein besonderes Jahr für traumatisierte Kinder und Jugendliche“ ,  es braucht auch etwas mehr Raum für die Erklärung und Ihr bekommt hier einen kurzen Einblick in das Konzept dafür:

„Kinder und Jugendliche, denen Traumata, körperliche Gewalt und/oder seelische Gewalt (wie z.B. Mobbing) in Familie, Umfeld oder Schule widerfahren sind, erleben dadurch häufig einen bedrohlichen Riss in ihrem Lebenslauf. Dieser schädigt sie zusätzlich zu dem Ereignis und bewirkt häufig genug, dass sie zu dem Erlebten nun auch noch selbst vermehrt Mechanismen entwickeln, die eine gesunde weitere Lebensentwicklung verhindern. So kommt es, dass ein einziges Ereignis gleichzeitig Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines Kindes zerstören kann.

„Misshandelte und vernachlässigte Kinder leiden häufig ein Leben lang unter den psychischen Folgen. Hinzu kommt, dass sich viele in einen ungesunden Lebensstil flüchten, rauchen, Drogen konsumieren und Alkohol trinken, um den permanenten Stress durch ‚Flashbacks‘ und ‚Triggern‘ zu kompensieren. Die Kompensation kann zu einem insgesamt erhöhten Risiko für körperliche Krankheiten oder Infektionen führen“, wie Professor Johannes Kruse während einer Veranstaltung auf dem diesjährigen Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Essen im März diesen Jahres berichtete.“

Quelle im Internet 12.12.2011:

 http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/kindesmisshandlungen-hinterlassen-narben-in-gehirn-5030623.php 2011

 

Heilung Gesunderhaltung – Selbsterkenntnis – Persönlichkeitsentwicklung –  Selbstmanagement – Zielsetzung. So könnte man also den Prozess beschreiben, den die Kinder und Jugendlichen, auf die dieses Konzept zugeschnitten ist, innerhalb einer Zeit von ca. 15 Monaten durchlaufen. Dabei wird durch eine Kombination von Schulung und ganzheitlicher Behandlung eine größtmögliche Unterstützung angeboten. Angestrebt wird dabei in jeder Hinsicht die ganzheitliche Gesundheit im Sinne der WHO. Da der kindliche und jugendliche Organismus dankbar auf jede Art der gesundheitlichen Unterstützung reagiert, kann innerhalb dieses recht kurzen Zeitraumes Grundlegendes geschaffen werden. Die Gruppe sollte idealerweise vier bis sechs Teilnehmer umfassen.

Die Kinder und Jugendlichen sollen größtmögliche Heilung ihrer persönlichen Geschichte, ihrer Persönlichkeit und ihrer Gesundheit erhalten. Sie sollen ermöglicht werden, sich selbst anzunehmen, Ihre persönlichen Chancen zu erkennen und auszubauen und sich wieder dem Leben und den Menschen zuzuwenden. Sie sollen die Fähigkeit erhalten, sich selbst gesund zu erhalten und eigene Ziele sowohl zu gestalten, wie zu erreichen.

Traumaopfer, Mobbingopfer, Kinder bzw. Jugendliche mit besonderem familiärem Hintergrund sind die Zielgruppe“

 

Auch für dieses Projekt haben wir schon einen Spender, die Firma Vorwerk hat uns eine Anschubspende überwiesen und ich freue und bedanke mich sehr dafür! Doch benötigen wir dafür noch einiges mehr…

Und so bitte ich hiermit herzlich um weitere Spenden oder Sponsoring für dieses weitreichende Projekt!

Meint Ihr, Ihr könnt etwas dazu geben?

Seit Frühjahr dieses Jahres dürfen wir Spendenquittungen ausstellen, die Ihr beim Finanzamt einreichen könnt und ich wäre dankbar und würde mich freuen, wenn ich Euch viele, viele Auch für dieses Konzept habe ich schon einen Spender: Die Firma Vorwerk hat uns eine Spendenquittungen ausschreiben dürfte!

Und ich möchte bei dieser Gelegenheit einmal alle Spender und Förderer nennen, die uns schon unterstützt haben oder es immer noch tun. Ihr erhaltet demnächst die ersten Spendenbescheinigungen!

 

Ich bedanke mich sehr herzlich bei Euch allen, für Bisheriges und Künftiges!

Ich werde mich bemühen, es immer sorgfältig zu vergeben!

 

Lasst Euch herzlich grüßen und ich hoffe, ich sehe einige von Euch vielleicht sogar auf dem Stand auf der Piazza Cultura beim Stadtfest, am 8. oder 9. September in Buchholz in der Nordheide.

 

Eure Cornelia

 

DANKE DANKE DANKE

Löns-Apotheke, W.H. Weber, Buchholz

Printhouse, Buchholz

DHU, Deutsche Homöopathische Union

IRENE UND FRIEDRICH VORWERK-STIFTUNG

Loges, Winsen

Arnold Mahlmann

NIESTROJ A R C H I T E K T E N, Benjamin Niestroj

Ilona Selke

Silke Scheiderer

Kerrin Hussi-Carbonari

Waltraud Sorg-Aeffke

Andrea Daniel

Anja Kroening

Jürgen Habermann

Susi Winkler

Margaretha Mayr

Holger und Christel Sellmann

Marie-Luise Hartkämper

Anna Lyszio

Deborah Schmied

Birgit Müller-Scheeßel

Christina Weiland

Nina Alphonso

Souza Kock

Andrea Lucca

Karin Sass

Katrin Groß

… und natürlich immer wieder an Christoph Selke, meinen Mann

Metastudie: Misshandelte Kinder altern schneller

Traumata in der Kinderheit lässt schneller Altern

 24.04.2012

Wissenschaftler der Duke-Universität in Durham haben anhand einer Forschungsarbeit herausgefunden, dass misshandelte Kinder, die vielfach körperliche Gewalt erfahren mussten, unter einem schnelleren Alterungsprozess leiden. Durch die schwerwiegenden äußeren Einflüsse werden die Telomeren, also die Schutzkappen der Träger des Erbguts, nachhaltig beschädigt. Dadurch verkürzt sich die Schutzwirkung der Erbinformationen.

10 Prozent der Kinder sind körperlichen Misshandlungen ausgesetzt
Laut des Deutschen Kinderschutzbundes sind rund 10 Prozent der Kinder in Deutschland „regelmäßig schweren körperlichen Schlägen“ ausgesetzt. Das bedeutet, dass rund 1,2 Millionen Kinder bis zu ihrem 14. Lebensjahr zum Teil schwere Gewalterfahrungen durchleben müssen. Neben den psychischen Folgen, die fast immer mit den Misshandlungen einhergehen, leiden die Betroffenen ein Leben lang an den körperlichen Folgen. Eine Studie von Forschern unter fünf bis zehnjährigen Kindern zeigte, dass die Gewaltanwendungen eine verkürzte Telomere provozieren. Diese gelten allgemein als Anzeichen einer fortgeschrittenen Alterung des Menschen. Daraus folgend besteht ein erhöhtes Risiko für Krankheiten und eine kürzere Lebenserwartung.

Schutzfunktion der Zellen
Die Erbinformationen des Menschen sind im Kern in allen Körperzellen, in den Chromosomen, verankert. In der Wissenschaft werden die Strukturenden als Telomere bezeichnet. Diese enthalten zwar keine Entstehungsanweisungen für Steuermoleküle oder Proteine, bestehen aber aus Nukleotide. Diese enthalten die gleichen Bausteine wie die Gene selbst. Während der Zellteilung wird die DNA kopiert und es entstehen an den Telomeren neue DNA-Stränge. Dabei kommt es immer zu einem Verlust der Nukleotide. Ohne diese Funktion an den Enden würden bei jeder Zellteilung genetische Erbinformationen verloren gehen. Eben jener Prozess ist laut gängiger Forschermeinung für die Alterung der Zellen verantwortlich. Sind die Telomeren nach einer Vielzahl von Teilungen der Zellen aufgebraucht, werden die Erbinformationen angegriffen. Daraus folgend kommt es zur Bildung von schädigenden Zellen.

Einige wissenschaftliche Arbeiten weisen daraufhin, dass zum Beispiel Rauchen, ungesunde Ernährung, übermäßiger Alkoholkonsum oder dauerhafter Stress den beschriebenen Alterungsprozess beschleunigt. Andere Studien zeigten auch, dass ein emotionsloser Umgang oder soziale Vernachlässigung des Kindes zu einer beschleunigten Alterung führt. Diese vorangegangenen Studienarbeiten kann nun das Forscherteam um Idan Shalev von der Duke-Universität in Durham bestätigen.

Schnellerer Alterungsprozess durch Vernachlässigung und Gewalterfahrungen
Bei ihrer Metaanalyse verwendeten die Wissenschaftler die Daten einer Langzeitstudie über den Werdegang von Kindern aus Großbritannien. Die insgesamt 236 Probanden waren in den Zeiträumen 1994 und 195 zur Welt gekommen. Jeweils im fünften und zehnten Lebensjahr wurden den Kinder Proben der DNA entnommen. Diese wurden im Anschluss labortechnisch untersucht und miteinander verglichen. Während der Studienzeit wurden die Eltern zur Erziehung und Werdegang befragt. Dabei stellte sich heraus, dass einige Kinder unter Gewalteinflüssen litten.

Bei der anschließenden Auswertung zeigte sich, dass rund 42 Prozent der Kinder stellenweise Opfer von Mobbing, sozialer Vernachlässigung, seelische und körperliche Misshandlungen oder häusliche Gewalt erlebten. Bei eben jenen Kindern zeigten sich im Gegensatz zu den anderen Kindern auch größere Veränderungen im Erbgut. Die Telomere hatte sich dem Zeitabschnitt der letzten fünf Jahre deutlich stärker verkürzt, als bei den Altersgenossen, die keine derartigen Negativerfahrungen erlebt hatten. Zudem sei „ein bedrückender Dosis-Effekt zu verzeichnen“ gewesen, schreiben die Forscher im Studienbericht. Um so heftiger und fortlaufender die Misshandlungen waren, um so stärker hatte sich auch die Telomere verkürzt. Das bedeutet, die Zellen der Kinder waren einem größeren Alterungsprozess ausgesetzt.

Vermutlich überschießende Immunreaktionen verantwortlich
Der genaue Kontext, der zu diesem Effekt führt, ist noch nicht abschließend geklärt, wie das Wissenschaftsteam betonte. Sie vermuten aber, dass durch die Gewaltanwendungen eine übermäßige Immunreaktionen hervorgerufen wird. Diese wiederum nagt den Strukturenden. Möglich sei aber auch, dass freie Radikale für die Reaktion verantwortlich sind. Sind Menschen einem erhöhten Stressbelastung ausgesetzt, werden gleiche Vorgänge in Gang gesetzt. Andere Studien zeigten bereits, dass ein höheres Erkrankungsrisiko durch Traumatisierungen besteht. Kindesmisshandlungen sind außerdem auch Jahre später mit Narben in Gehirn nachweisbar. (sb)

Quelle: Idan Shalev (Duke-Universität in Durham) et al.:Molecular Psychiatry, doi: 10.1038/mp.2012.32

Misshandlungen: Narben im Gehirn sichtbar

Kindesmisshandlungen hinterlassen Narben in Gehirn

Spuren von Misshandlungen im Kindesalter im Gehirn nachweisbar – Narben bleiben ein Leben lang

12.12.2011

Mehr als 10.000 Kinder werden jährlich körperlich, seelisch oder sexuell allein in Deutschland missbraucht. Die Traumatisierung hält für die Betroffenen oft lebenslang an. Forscher des interdisziplinären Otto-Creutzfeldt-Zentrums für kognitive und Verhaltensneurowissenschaften der Universität Münster wiesen nunmehr sichtbare Zeichen eines Traumas in einer Studie nach, in der Gehirne Betroffener mittels Magnetresonanz-Tomografie (MRT) untersucht wurden. Im Vergleich zu Menschen ohne gravierende Gewalt- oder Missbrauchserfahrungen zeigten die Gehirne Betroffener deutlich veränderte Strukturen auf, die den Gehirnstrukturen von Patienten mit manifestierten Depressionen sehr ähnlich sind. Das Studienergebnis legt den Schluss nahe, dass missbrauchte und vernachlässigte Kinder ein Leben lang anfälliger für psychischen Erkrankungen sind.

Missbrauchte Kinder leiden ein Leben lang
Misshandelte und vernachlässigte Kinder leiden häufig ein Leben lang unter den psychischen Folgen. Hinzu kommt, dass sich viele in einen ungesunden Lebensstil flüchten, rauchen, Drogen konsumieren und Alkohol trinken, um den permanenten Stress durch „Flashbacks“ und „Triggern“ zu kompensieren. Die Kompensation kann zu einem insgesamt erhöhten Risiko für körperliche Krankheiten oder Infektionen führen, wie Professor Johannes Kruse während einer Veranstaltung auf dem diesjährigen Deutschen Kongress für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Essen im März diesen Jahres berichtete.

Die psychischen Langzeitfolgen von Missbrauch und Vernachlässigung wurden in einer Studie nachgewiesen. Unter der Leitung von Dr. Dr. Udo Dannlowski und Dr. Harald Kugel befragten die Münsteraner Wissenschaftler 148 psychisch gesunde Erwachsene zu Missbrauchs- und Gewalterfahrungen sowie zu Vernachlässigungen in der ihrer Kindheit. Anschließend wurden die Probanden mit Bildern von wütenden und angstvollen Gesichtern konfrontiert, wobei gleichzeitig die Aktivität des sogenannten Mandelkerns (Amygdala), das Angstzentrum des Gehirns, gemessen wurde.

Bei misshandelten Menschen treten heftigere Angstreaktionen im Gehirn auf
Bei den Untersuchungen kam heraus, dass misshandelte Probanden deutlich stärkere Angstreaktionen im Gehirn zeigten als Studienteilnehmer, die keine Missbrauchserfahrungen oder Vernachlässigungen in ihrer Kindheit erlebt hatten. Dannlowski erklärt: „Die Betroffenen fürchten sich schneller, haben einen stärkeren Schreckreflex, haben Angst vor Nähe zu anderen Menschen und sind im Alltag ängstlicher als andere Menschen.“

Veränderte Gehirnstrukturen bei Betroffenen
Die Wissenschaftler untersuchten außerdem die Größe bestimmter Gehirnareale. Dabei entdeckten sie, dass der Hippocampus – wichtig für Lernen und Gedächtnis – und der Stirnlappen, der zuständig für die Emotionsregulation ist, bei in der Kindheit missbrauchten Probanden kleiner ausgebildet ist, als bei Probanden ohne eine solche Erfahrung. Amerikanischer Forscher veröffentlichten in dieser Woche ebenfalls eine Studie in „Archives of Pediatrics & Adolescent Medicine“, die zum selben Ergebnis kam.

Sowohl die verkleinerten Hirnareale als auch das über erregbare Angstzentrum entdeckten Wissenschaftler bereits bei Patienten mit Depressionen und Angstzuständen. Die Münsteraner Wissenschaftler schlussfolgern daraus ein erhöhtes Risiko für in der Kindheit missbrauchte Menschen, im Verlauf ihres Lebens Depressionen oder andere psychischen Erkrankungen zu entwickeln.

Mit den gravierende Folgen einer Traumatisierung in der Kindheit müssen die Betroffenen zum Teil ein Leben lang kämpfen. Oberstes Ziel ist daher zunächst eine Alltagstauglichkeit herzustellen, wie der Sozialarbeiter Sebastian Bertram gegenüber „Heilpraxisnet“ sagte. „Erst wenn eine gewisse Stabilität erreicht ist, können weitere Therapieziele verfolgt werden“, erklärte der Experte und Teamleiter einer Therapeutischen Einrichtung. Das Abstrakt der Studie ist im Wissenschaftsmagazin “Biological Psychiatry” erschienen. (ag)

Quelle:http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/kindesmisshandlungen-hinterlassen-narben-in-gehirn-5030623.php

Gefangen in der verführerische Werbeflut der Industrie / Kinder- und Jugendärzte fordern mehr Kinderbewusstsein nicht nur in der Weihnachtszeit

NewsAktuell/Ots – Mi., 7. Dez 2011

Bad Kreuznach (ots) – Die deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) fordert alle Eltern auf, sich mit verführerischen Werbebotschaften an Kinder auseinanderzusetzen und diese in gegebenen Fällen auch deutlich als Täuschungen zu entlarven.

Jüngstes Beispiel dafür ist die «Milchschnitte», die 2011 von der Verbraucherorganisation foodwatch mit dem “Goldenen Windbeutel” als gravierendste “Werbelüge des Jahres” bedacht worden war. Begründung: Die Milchschnitte “ist keine sportlich-leichte Zwischenmahlzeit! Sie hat mehr Zucker, mehr Fett und mehr Kalorien als eine Schoko-Sahnetorte”. “Eine so irreführende Werbung von Ferrero fördert die Entwicklung von Übergewicht.” Die zweifelhafte Ehrung war nach Angaben von Dr. Johannes Oepen, Leiter des DGSPJ-Fachausschusses Stationäre Prävention und Rehabilitation, zuvor im Jahr 2010 bereits der Molkerei Zott für “Monte Drink”, und 2009 Danone für den Joghurt “Actimel” zuerkannt worden.

Wie wichtig solche Gegenkampagnen zu den Tricks und Machenschaften der Werbeindustrie sind, belegen nur einige wenige Daten und Fakten: Kinder in Deutschland sind eine hochattraktive Zielgruppe für Werbung und Marketing. Die 11 Millionen Kinder, die zwischen 6 und 19 Jahren sind, verfügen über mehr Geld als jemals vorher: Im Durchschnitt 1.800 EUR. Deshalb versucht die Werbewirtschaft, Kinder immer früher an Markenprodukte zu binden und ihr Konsumverhalten zu beeinflussen. Gut die Hälfte aller 20.000 bis 40.000 Werbespots, die pro Jahr allein über das Fernsehen auf Kinder einströmen, vermarkten Süßwaren, Limonaden und Knabberartikel, hat die Ernährungskommission der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin festgestellt. Schon 2- bis 5-jährige Kinder stehen heute im Visier der Hersteller, damit diese sich an den Konsum bestimmter Marken, Produkte oder Ess- und Trinkgewohnheiten frühzeitig gewöhnen. Mit Softdrinks als wahre Kalarienbomber und mit immer größeren Packungen für Schoko- und Fastfood-Produkte wird schon Kleinkindern ein hoher Wohlfühlfaktor suggeriert.

Bis zum Alter von 8 Jahren können sich Kinder der Faszination von in ihren Augen attraktiven Produkten (DVDs, Spielzeug oder Genussmittel, verziert mit ihren Lieblingshelden) nicht entziehen. Erst ab dem Alter von 8 bis 10 Jahren beginnen Kinder die Glaubwürdigkeit von Werbung allmählich in Zweifel zu ziehen, so Johannes Oepen. Auf dem Wege zu einem abwägenden und kritischen Konsumenten benötigen sie jedoch auch weiterhin orientierende Unterstützung.

Doch was können Eltern, (Kinder)-Ärzte und Politiker tun, um Kinder aus der verführerischen Welt der Werbeindustrie zu befreien? Dazu hat die DGSPJ folgende 6 Handlungs-Richtlinien aufgestellt:

1) Vorbild sein! Tabakrauch ist ein Risikofaktor für Asthma. Dennoch wird bei einem Drittel der asthmakranken Kinder und Jugendlichen zu Hause geraucht und ein Fünftel der asthmakranken jungen Menschen raucht dann auch selbst. Eltern sollten daher auf Tabakkonsum in den eigenen vier Wänden verzichten! 2) Aufklären! Werbung ist zwar Teil des Alltags im Fernsehen, in Zeitschriften und selbst auf der Straße. Dennoch müssen Eltern darüber informieren, was hinter Werbespots steckt und dass diese Kinder manipulieren können. 3) Aktiv werden! Gesundheitsfürsorge für Kinder ist mühsam, zahlt sich auf Dauer aber aus. So ist es nicht zuletzt auch auf Druck der Verbraucher gelungen, die Gesundheitsrisiken von Tabakkonsum deutlich zu benennen und so den gesundheitlichen Schutz von Kindern zu verbessern. 4) Politischen Druck aufbauen! Nur durch Druck von Eltern können Hersteller zur Aufgabe fragwürdiger Werbespots wie etwa bei der Milchschnitte (etwa über E-Mail Ketten) gezwungen werden. Doch ein solcher Weg ist langwierig. Erst jüngst ist der Vorschlag gescheitert, in der EU nach dem Vorbild des britischen Ampelsystems auch in Deutschland Gesundheits-Ampeln auf Lebensmittel (Rote Punkte für ungesunde Produkte) einzuführen. 5) Alltagswissen stärken! Kochkurse, Ernährungsberatung oder ein verbindlicher Gesundheitsunterricht an Schulen müssen verbindlich eingeführt werden. 6) Werbeverbote: Bei Sendungen, die nachgewiesenermaßen von sehr vielen Kleinkindern angeschaut werden, muss auch über ein Werbeverbot für Genussmittel nachgedacht werden.

Ein Patentrezept, um rasch gegen den an Kinder gerichteten Missbrauch von Werbung vorzugehen, gibt es für Johannes Oepen zwar nicht. Doch alle Maßnahmen zusammen, so die DGSPJ, werden auf Dauer ihre Wirkung nicht verfehlen und könnten zu dem Kinderbewusstsein führen, am dem es derzeit in- und außerhalb der Werbebranche so sehr mangelt.

Originaltext: Dt. Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55202 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55202.rss2

Pressekontakt: Dr. med. Johannes Oepen Fachausschuss “Stationäre Präventions- und Rehabilitationsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche” 55543 Bad Kreuznach E-Mail: Johannes.Oepen@viktoriastift.de