Jahresbericht 2017

 

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2017 gewesen:

 

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte, Beendung des Projektes.
  • Projektentwicklung.
  • Projekt One Less Car.
  • Weiteres Sockenstricken, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln.
  • Dazu eine Sammlung gut erhaltener Kleidung.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit.

 

Näheres dazu:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dies ist einerseits eine Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot.

Doch da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums in diesem Jahr verschiedene Praktika durchgeführt werden mussten, wurde in diesen Zeiten (Februar und November) keine Jugendarbeit angeboten. Allerdings nutzte sie die Chance, sich in der anderen Gemeinde über deren Jugendarbeit zu informieren und dort vor Ort mitzuhelfen und praktisch dazu zu lernen.

Die Beschäftigung im Studium ging diesmal unter anderem um den Koran, seinen Inhalt und seine Umsetzung in der Bundesrepublik, eine Moschee wurde dazu besucht, damit ein Verständnis für die jugendlichen Flüchtlinge verbessert werden konnte. Die Delfinbotschaft hat hier verschiedene junge Menschen, die sich beraten lassen. Und auch die Seelsorge wurde vertieft.

Frau Cornels-Selke ist außerdem seit Anfang des Jahres mit in den Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz berufen und arbeitet hier daran, in Buchholz für Menschen mit Behinderungen für Verbesserungen und mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Dies schult auch ihren Blick für ihre Arbeit bei der Delfinbotschaft.

Auch in diesem Jahr bestand ein Teil unserer Arbeit darin, eine Hütte mit Jugendlichen und inzwischen jungen Erwachsenen zu bauen. Das Dach musste noch einmal verbessert werden. Ansonsten gab es dieses Jahr nur noch Abschlussarbeiten, die wir hauptsächlich Ende des Sommers und Anfang Herbst durchgeführt haben. Ein Einweihungsfest wurde noch nicht gefeiert. Das hing aber eher mit der Zeit der beteiligten jungen Menschen zusammen, sie sollen alle daran teilnehmen können – und die Idee, dort Beratungen zu erhalten, auch weiter tragen.

Es wurden im Jahr 2016 recht wenig Spenden gesammelt und dies wurde auch in einem Rundbrief Anfang des Jahres kommuniziert, woraufhin am 19. Januar mit Herrn Donald Vogel ein Gespräch stattgefunden hat. Er hatte verschiedene Vorschläge und sich deshalb für dieses Gespräch angeboten. Diese Ideen sind allerdings recht zeitaufwendig und konnten aus den oben erwähnten Gründen 2017 nicht durchgeführt werden.

Im Prinzip hat sich die Delfinbotschaft davon verabschiedet sehr viel Zeit in Spendenrekrutierung zu legen. Es wird nicht Geld gesammelt, um daraus Gutes zu machen. Sondern bei guten Projekten wird dafür gezielt gesammelt. Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen finden auch ohne diese Spenden statt. Naturheilkundliche Firmen senden auf Anfrage Muster zu, die weiter gegeben werden können, ohne dass dafür Geld ausgelegt werden muss. Die aufsuchende Arbeit hat sich bewährt. Und wird ein Raum benötigt, kann jetzt die Hütte zur Verfügung gestellt werden.

Ein neues Projekt wurde entwickelt. Es trägt den Namen „One Less Car“ und soll im weitesten Sinne der Klimaverbesserung dienen, bzw. dazu aufrufen. Die Delfinbotschaft will für die Zukunft der jetzt jungen Menschen Förderliches tun und Umweltschutz ist ein dazugehöriger Punkt. Das Projekt wurde Ende 2017 initiiert, wird aber erst 2018 richtig gestartet.

Ganz nebenbei wurden wieder Socken gestrickt, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden. Es war eine kleine Menge, aber sie konnte doch ein paar Kindern Freude bereiten. Es wurden dazu noch gut erhaltene Kleider, bzw. Kleidungsstücke gesammelt, so war es doch eine große Menge an Säcken, die Ende Oktober weiter gegeben werden konnten.

Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) wurden 2017 gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.05.2018

Jahresbericht 2016

 

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2016 gewesen:

 

  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte
  • Eine weitere Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen.

 

Näheres dazu:

Auch in diesem Jahr bestand ein Teil unserer Arbeit darin, eine Hütte mit Jugendlichen zu bauen, dieses Jahr war der Innenausbau dran. Die Arbeit mit der unangenehmen Isolierung hat sich lange hingezogen, aber mit der engagierten Hilfe der jungen Menschen, ist sie schließlich geschafft worden. Danach ging es an den „Kleinkram“, wie Fensterumrahmung, der erstaunlich viel Zeit einnimmt und tatsächlich noch nicht ganz geschafft ist. Am Ende des Jahres hätten wir die Hütte als Schuppen bereits nutzen können, aber da wir es im Innenraum auch schön haben wollen, ist noch einiges zu tun. Trotzdem: Man kam zusammen, war gemeinsam erfolgreich und sah unter den eigenen Händen etwas entstehen, dass auch später von Nutzen sein wird. Nebenbei wurde immer die Chance, Gespräche zu führen, aber auch zu lachen und gemeinsam zu essen, genutzt.  Ein Sachverständiger kam, der für einen Nutzungsänderungsantrag für die Hütte begutachtet hat.

Ein schon länger schwelendes Thema für die Delfinbotschaft ist die Wohnungsnot junger Erwachsener: Das Jugendamt ist nur bis zum 18. Lebensjahr zuständig, der Herbergsverein erst ab 21. Es wurde jetzt verstärkt Kontakt mit dem Herbergsverein, der Reso-Fabrik, der Stadt Buchholz und dem Landkreis Harburg aufgenommen. Es gab verschiedene Schwierigkeiten in der Buchholzer Verwaltung, die aber Ende des Jahres behoben werden konnten. Erste Hilfe konnte gegeben werden, es sind ein paar Konzepte in Aussicht. Hier will die Delfinbotschaft sich weiter engagieren, wobei wir eher diejenigen sind, die aufmerksam machen, Anträge stellen und Verknüpfungen initiieren, da wir selbst keine Gebäude zur Unterbringung haben.

Eine engere Zusammenarbeit wird außerdem mit dem NaBu angestrebt, da auch die Umweltthemen wichtig für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen sind. Es kam zu verschiedenen Treffen mit Herrn Wiesmaier, dem Vorsitzenden des NaBu.

Genauso gab es verschiedene Treffen mit dem Jugendrat der Stadt Buchholz, um auch mit ihm über das Thema der Wohnungslosigkeit junger Erwachsener zu sprechen. Außerdem über die Idee einer neuen Jugendherberge in Buchholz.

Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war wiederum erfolgreich. Auch in diesem Jahr kamen viele warme Socken in allen Größen! Sie konnten an Mütter, Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie genau diese gut gebrauchen konnten.

 

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dieses Semester war verstärkt dem Thema Inklusion gewidmet. Die Zeiten, die sie an der Uni verbringt, sind immer auch aufsuchende Arbeit. Ob auf dem Gang, in den Unicafes oder in der Mensa: Es wurden Gespräche geführt, Tür-und-Angel-Seelsorge durchgeführt, Behandlungen und Beratungen gegeben, manchmal wurden die Studenten in die Mensa eingeladen. Diese kleine Hilfe stellt für sie manchmal genau die Unterstützung dar, die sie benötigen. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Unterstützung mehr und mehr bekannt und immer leichter auch angenommen. Die Studenten nehmen inzwischen weitere Wege auf sich, um zur Beratung zu kommen.

 

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher auch Telefonberatung gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

 

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.05.2017

Jahresbericht 2015

 

 

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2015

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2015 gewesen:

 

  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte
  • Eine Kooperation mit Jugendzentrum Buchholz und Paulus Kirche
  • Eine weitere Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, Behandlungen für Geflüchtete, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen.
  • Wir haben dieses Jahr weniger Zeit in die Beschaffung von Spendengeldern gesteckt. Es geht sehr viel Zeit und Porto und Tinte dabei verloren, ohne, dass wir einen echten Spendeneingang zu verzeichnen hätten. Nach wie vor sind die Spenden eher aus dem Kreis von Menschen gekommen, die die Delfinbotschaft schon länger kennen und sich persönlich angesprochen fühlen oder durch die Rundbriefe entstanden. Wir haben unsere Kraft stattdessen mehr in unsere Projekte und deren Dokumentation gebracht und sind dort gut voran gekommen.

 

Näheres dazu:

2015 waren sowohl in Hamburg an der Uni wie auch in Buchholz die Lebenssituationen der Flüchtlinge in ihren Heimatländern wie auch in Deutschland große Themen. Die Delfinbotschaft hat sich ebenfalls verantwortlich gefühlt. Sowohl durch Behandlungen für Geflüchtete, wie auch durch ein Projekt in Kooperation mit dem Jugendzentrum und der Pauluskirche haben wir dem Rechnung getragen: Auch dieses Jahr ist vom Jugendzentrum Buchholz ein weiterer Teil der „Weltreise“ durchgeführt worden. Dabei wurden durch Basteln, Kochen, Tänze, Spiele andere Länder und ihre Sitten nahe gebracht, aber auch die Kinder miteinander vertraut gemacht.

So wollten wir, durch die steigende Anzahl der Flüchtlinge im Ort angeregt, einen weiteren Baustein hinzuzufügen, indem am Ende der 3-wöchigen „Weltreise“ ein Fest der Kulturen stattfindet. Bei diesem Fest der Kulturen sollte es nach dem gemeinsamen Essen einmal um die Themen gehen, die nicht nur ein einziges Land sondern eine Vielzahl von Ländern, wenn nicht die ganze Erde betreffen, so z.B. Klima, Umweltverschmutzung, Krisen und Kriege.

Dementsprechend haben wir zu den Themen Flucht und Migration bewusst Zeitzeugen zur Sprache kommen zu lassen. Einmal durch Interviews und zweitens durch persönliche Erzählungen direkt bei dem Fest im Kreise aller. Und zwar aus den verschiedenen Zeitabschnitten, in denen Flucht verstärkt zur Geschichte dazu gehörte. Es sollte deutlich werden, dass es immer wieder Flüchtlinge gab und dass sie inzwischen mitten unter uns leben. Sie sollten zu Wort kommen dürfen (aus dem 2. Weltkrieg, aus der ehemaligen DDR, aus dem Iran, auch aus dem Kosovo und Syrien), ihre Erlebnisse erzählen und die Kinder und Jugendlichen auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, wie auch auf die Machbarkeit und die Chancen, sodass es zu weiterem Verständnis untereinander kommt. Im Anschluss an diese offenen Worte haben wir miteinander Wünsche ausgesprochen, die die Jugendlichen selbst formuliert haben.

Das Ganze wurde dokumentiert durch eine Arbeit im Proseminar „Flucht und Migration als Thema für Schule und Gemeinde“, einen Vortrag in der Hamburger Rathauspassage im Rahmen der „Montagsgespräche“ und ein Plakat.

Ein weiterer großer Teil unserer Arbeit in diesem Jahr bestand darin, eine Hütte mit Jugendlichen zu bauen, diese Arbeit hat viel Zeit gekostet und ist noch nicht abgeschlossen. Das gemeinsame Arbeiten mit den jungen Leuten (zwischen 17 und 26) war eine Freude, die sich auf jeden übertrug. So wurde nicht nur eine Hütte gebaut, die demnächst als Büro und für Gespräche dienen kann, sondern man kam zusammen, war gemeinsam erfolgreich und sah unter den eigenen Händen etwas entstehen, dass auch später von Nutzen sein wird. Nebenbei wurde immer die Chance, Gespräche zu führen, aber auch zu lachen und gemeinsam zu essen genutzt.

Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war wiederum erfolgreich. Allerschönste warme, weiche Socken in allen Größen sind angekommen! Sie konnten an Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie einerseits Zuwendung und Aufmerksamkeit, andererseits Wärme im wörtlichen Sinne gebrauchen konnten. Insbesondere eine Mutter hat fleißigst gestrickt und viele Kinder glücklich gemacht.

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Die Zeiten, die sie an der Uni verbringt, sind immer auch der aufsuchenden Arbeit gewidmet. Ob auf dem Gang, in den Unicafes oder in der Mensa, es wurden Gespräche geführt, Tür-und-Angel-Seelsorge durchgeführt, Behandlungen und Beratungen gegeben. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Unterstützung mehr und mehr bekannt und immer leichter auch angenommen.

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher auch Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

 

Cornelia Cornels-Selke

Jahresbericht 2014

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind (auch) in 2014 gewesen:
• Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
• Projektentwicklung
• Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
• Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Schulen, Polizei usw.)
• Aktionen, um Kinder und Jugendliche an das Lesen und das Medium Buch heranzuführen.
• Eine Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
• Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, Schülersprechstunden, Telefonsprechstunden

Näheres dazu:

Zunächst waren wir überglücklich, im Februar des Jahres den Umweltpreis der Stadt Buchholz für unsere Aktion „Eine Buche für Buchholz“ – in Kooperation mit der Heideschule – im Buchholzer Rathaus entgegennehmen zu dürfen! Wir fühlten uns belohnt und bestärkt in unserem Tun. Das Preisgeld wurde mit der Heideschule geteilt.

Ansonsten brachte das Jahr 2014 der „Delfinbotschaft“ insofern eine Veränderung, bzw. Vertiefung, als dass Frau Cornels-Selke sich Anfang des Jahres entschloss Evangelische Theologie zu studieren und dies seitdem auch durchführt. Da sie die Hauptarbeit der Delfinbotschaft leistet, ergaben sich dadurch verschiedene Veränderungen.
• Die Beratungen, die durchgeführt werden, haben nun einen zusätzlichen Schwerpunkt in Seelsorge.
• Behandlungen werden jetzt auch in Hamburg angeboten.
• Es kommen zu den kleinen Kindern und den Schulkindern, die meist mit ihren Müttern in die Beratung kommen, nun auch verstärkt junge Erwachsene zur Beratung.
Das junge Erwachsene gesundheitliche Unterstützung benötigen, ist uns immer wieder aufgefallen. Durch das Studium an der Hamburger Universität ist es auf neue Weise in unser Blickfeld gerutscht. Auch Studenten, junge Menschen also, die auf ihrem Lebensweg sind und gefestigt erscheinen, sind doch häufig überfordert, wenn es um ihre eigene Gesundheit geht. Nicht mehr zu Hause wohnend, aber ohne Ideen, wie sie nun selbst gut mit sich umgehen, werden sie bei der täglichen Ernährung und verstärkt in einer Krankheitssituation an ihre Grenzen gebracht. Sie liegen bei Krankheit manchmal hilflos in ihrem Zimmer oder schleppen sich krank zur Uni, weil sie dann wenigstens nicht alleine sind. So zielt die Beratung bei jungen Erwachsenen sowohl auf einen gesunden Weg durch das tägliche Leben, um präventiv zu wirken, als auch wie bisher auf Krankheitszustände.
Nebenbei gibt es kleinere Aktionen, die auf schnelle Weise Hilfe bringen und auch an die Delfinbotschaft mit ihrem Angebot erinnern sollen:
Im Jugendzentrum Buchholz wurde, in Kooperation mit dem Jugendzentrum, ein Bookcrossing-Regal eröffnet. Einerseits, um die Jugendlichen dort niedrigschwellig und unentgeltlich an Bücher heran zu führen, andererseits, um weitere Jugendliche, die Bookcrossing bereits kennen, zum Jugendzentrum zu führen. Plakate an der Wand daneben erklären Bookcrossing aber auch die Arbeit der Delfinbotschaft, damit Kinder und Jugendliche damit vertraut werden und sich im Notfall trauen zu kommen.
Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war erfolgreich. Allerschönste warme, weiche Socken in allen Größen sind angekommen! Sie konnten an Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie einerseits Zuwendung und Aufmerksamkeit, andererseits Wärme im wörtlichen Sinne gebrauchen konnten.

Auch unsere Briefaktion an die deutschen EU Ratsmitglieder wurde weiter fortgeführt, in der es hauptsächlich um Natur- und Klimaschutz geht.

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher aufsuchende Arbeit durchgeführt und auch Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen.
Auch wird nach passenden Grundstücken gesucht, um das Konzept: „Ein Garten für Kinder“ baldmöglichst umzusetzen.

Das Projekt „ich seh’ mein Leben wieder vor mir“ steht nach wie vor in den Startlöchern, hat aber bisher durch mangelnde Geldmittel noch nicht stattfinden können. Nichtsdestotrotz haben wir es in der Praxis immer wieder mit traumatisierten jungen Menschen zu tun und arbeiten mit ihnen auf bestmöglichste Weise.

Wie bisher setzen wir uns auch politisch ein:
Schulsozialpädagogen sind dort, wo die meisten Kinder sind, in der Schule. Und sie könnten Fehler in der Familie bei den Kindern ausgleichen. Doch welche öffentliche Hand wird das bezahlen? Obwohl die Klärung schon geraume Zeit andauert, müssen für die Kinder doch sofort Maßnahmen ergriffen werden. Erste Übergangsmaßnahmen haben wir durch zähes Nachhaken in Buchholz bewirken können.
Auch für die Nachmittagsbetreuung behinderter Kinder im Rahmen der Inklusion setzen wir uns ein.
Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Das Jahr 2015 hat begonnen und wir machen mit Freude weiter. Wir hoffen, Euch schon bald weitere Erfolge und Ergebnisse unserer Arbeit in 2014  bekannt geben zu können.

Wir bedanken uns für jegliche Hilfe! Sovieles ist nur durch Euer “unter-die-Arme-greifen”möglich.

Danke Danke Danke
Cornelia Cornels-Selke Buchholz, den 10.2.2015

Jahresbericht 2013

Entschuldigung, der fehlte ja noch:

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2013

 

Das Jahr 2013 brachte der „Delfinbotschaft“ nicht sehr viele Spenden. Dennoch wurde die Arbeit mit guten Ideen und viel Enthusiasmus weiter entwickelt.

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind auch in 2013 gewesen:

  • Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Schulen, Polizei usw.)
  • Aktionen, um Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen bzw zur Bewusstmachung der Texte in der Musik und deren Wirkung.
  • Schülersprechstunden, Telefonsprechstunden

Näheres dazu:

Am Anfang des Jahres wurden 80 kleine Rotbuchen, passend für die Landschaft in und um Buchholz, bestellt. Bei ihrer Ankunft mussten sie allerdings wegen neuerlichen Kälteeinbruchs noch einmal in die Erde eingeschlagen werden und warteten dort auf ihre Pflanzung.

Die Idee einer Baumpflanzaktion zusammen mit Schulkindern wurde dem Grünamt in Buchholz, dem Forstverband Jesteburg und der Revierförsterei Klecker Wald vorgestellt und es ergaben sich Tipps und eine Planung für weiteres Vorgehen, die Bäumchen wurden auf Tauglichkeit geprüft und ein geeigneter Pflanzplatz festgelegt. Der Forstverband Jesteburg spendete dazu spontan noch 25 Wildapfelsetzlinge, der Baum des Jahres 2013, worüber wir uns heute immer noch freuen. Die Delfinbotschaft fand in der Schulleiterin der Heideschule jemanden, der Spaß an der Idee hatte und so wurde mit den Lehrerinnen von mehreren Klassen und Kooperationsklassen (d.h. dass behinderte Kinder mitpflanzen würden) das Vorgehen besprochen und ein Pflanztag festgelegt. Der Stadtrat wurde eingeladen, die Presse benachrichtigt. Am Pflanztag waren gute Pflanzbedingungen und direkt nach dem Pflanzen fing es an zu regen. Die Kinder waren von der Schule herangewandert und hatten Picknick, Schaufel und Wasser für das Bäumchen im Gepäck. Sie waren im Unterricht gut auf Bäume, Klima, Naturschutz, Wasserspiegel und Biodiversität vorbereitet worden und hatten außerdem Namenswimpel gestaltet, die nach dem Pflanzen als Girlanden aufgehängt wurden und für eine Weile am Pflanzort verblieben. Letztlich hat eine große Gruppe von großen und kleinen Menschen für eine liebevolle und fachgerechte Pflanzung gesorgt. Sowohl Grünamt, wie Kinder, wie Delfinbotschaft haben inzwischen mehrfach die wachsenden Bäumchen begutachtet.

Zur Dokumentation wurden Fotobücher hergestellt, sowohl für die Delfinbotschaft, wie für die Heideschule, wie auch zur Beantragung des Umweltpreises der Stadt Buchholz, Ende August, der diesmal unter dem Motto Biodiversität stand. Dieses Projekt ist hunderprozentig gelungen und hat allen viel Freude gmacht.

Das Projekt „ich seh’ mein Leben wieder vor mir“ steht nach wie vor in den Startlöchern, hat aber bisher durch mangelnde Geldmittel noch nicht stattfinden können.

Es wurden in 2013 weitere Spendenaufrufe geschrieben und besonders an Musiker versandt, die teilweise sogar Stiftungen unterhalten, die aber, bis auf Katja Ebstein, Absagen sandten. Doch auch bei Ihr hat sich bisher nichts ergeben.

Die Schülersprechstunde fand weiterhin statt, außerhalb der Ferienzeiten, mehrfach durch aufsuchende Arbeit in der Stadt ersetzt. Viele Gespräche, teilweise stundenlange, werden am Telefon geführt.  Der Delfinbotschaft wurde eine Vormundschaft angetragen, diese aber musste wegen mangelnder Kenntnis bei Gerichtssachen leider abgelehnt werden.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Weiter wurde eine AG („Sei Dein eigener Glückskeks“) für den Nachmittagsunterricht an Schulen entwickelt und zwei Schulen vorgestellt, die sie auch beide aufgegriffen haben und in ihrem Programm angeboten haben. Ein dazu nötiges erweitertes Führungszeugnis wurde beantragt und die Finanzierung durch die Schulen selbst ermöglicht. Leider verschob sich dann Schul-intern der Zeitplan und passte nicht mehr in unser vorhandenes Zeitfenster. So ist diese Arbeit vorerst ins nächste Schuljahr verschoben.

Für Öffentlichkeitsarbeit beim Stadtfest vom 6. bis 8. September wurde ein Gewinnspiel eingerichtet: Jugendlichen wurde ein Mut-machender Text vorgelegt und sie mussten Titel und Band erraten. So konnten sie eine CD-Single gewinnen. Die Band heißt „Die Ärzte“ und die Singles wurden auch gleich von Bela B von den Ärzten dazu gespendet. So wurde der Text, der von etlichen Jugendlichen laut mitgesungen werden kann teils zum ersten Mal richtig beschaut und verstanden.

Da vom Finanzamt die Vorgabe bestand, gewinnorientierte Praxis und gemeinnützige Sprechstunde räumlich zu trennen, die vorläufige Anerkennung zeitlich dem Ende entgegenging und somit endlich zwei kleine Räumlichkeiten die bisherige große Praxis ablösen mussten, wurde dies Ende September durchgeführt: Die Delfinbotschaft und die Heilpraxis zogen aus den Räumen in der Neuen Straße 9 aus.

Es wird für beide Parteien geeignete Räume gesucht.

Für die Delfinbotschaft mit dem bisher geringen Spendenaufkommen wären Räume gut, die als Spende bzw. auf Spendenbasis gegeben werden. Auch wäre es sinnvoll, Spenden für etwas anderes als für Miete auszugeben. Verschiedene Besitzer leerstehender Räume in Buchholz und auch in Lüneburg wurden angeschrieben oder persönlich angesprochen, bisher ergab sich noch nichts in dieser Art. Das Büro und damit die Postadresse ist nun an folgender Stelle: Reit 25A, 21244 Buchholz.

Seitdem sind die Sprechstunden nicht mehr in der Praxis. Es wird stattdessen aufsuchende Arbeit gemacht und Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen.

Seit Ende des Jahres wird an der Umsetzung eines neuen Konzeptes gearbeitet, es lautet: „Ein Garten für Kinder“

Die Stadt Buchholz hat eine Streuobstwiese, die als Ausgleichsfläche dient. Diese Wiese ist sehr schön gelegen und gut mit Bus und zu Fuß oder dem Fahrrad zu erreichen. Sie sollte den Kindern, die selbst vielfach keinen Garten haben, ein Stück Gartenleben vermitteln. Dort ist die Stimmung anders als auf öffentlichen Plätzen, im Park oder im Schwimmbad, – ein Garten bietet eine ganz andere Ruhe, man kann außerdem an die Natur herangeführt werden, sprich pflanzen, pflegen und ernten und erlebt die natürlichen Gartenbewohner. Und natürlich kann man dort auch spielen.

Reso Fabrik und Jugendzentrum sind bereit, an dieser Idee mitzuwirken, sodass die Beaufsichtigung aufgeteilt wäre. Und außerdem können Gespräche und Hilfen gut während der Ruhe oder Arbeit im Garten stattfinden, bzw. gegeben werden.

Schulen sollen eingeladen werden, mit ihren Klassen hierher zu wandern und zu pflanzen und dabei den Garten und seine Möglichkeiten kennen zu lernen.

Kleiner Ausblick auf das Jahr 2014:

Zum dem Gartenkonzept hat sich bisher ergeben, dass sich nun ein weiterer Bewerber um die Fläche eingefunden hat, der leider auch die Pflege übertragen bekommen hat. Da dies der NaBu ist, der auch Jugendarbeit macht, ist es natürlich trotzdem eine gute Wahl der Verwaltung und es ist eventuell möglich, mit ihm zusammen zu arbeiten, sodass alle Kinder etwas davon haben und der Garten erstens gepflegt wird und gleichzeitig mehreren Jugendgruppen Gutes tut.  Es wurde bereits einmal geschrieben und auch ein persönliches Gespräch geführt. Sollte diese Möglichkeit der Zusammenarbeit tatsächlich nicht gelingen, werden wir andere Flächen für die Kinder finden.

Zu unserem Wettbewerb in Sachen Biodiversität, habt Ihr sicher schon gelesen: Wir haben den Preis gewonnen und stolz im Rathaus entgegen genommen!

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 30.3.2014

Was man tun kann

Buchholz, den 8. April 2013

Liebe Freunde,

die Frankfurter Allgmeine Sonntagszeitung hat in ihrer vorletzten Ausgabe sowohl die Titelseite, wie die zweite, wie auch die dritte Seite einem einzigen Thema gewidmet:

Was geschieht mit Kindern in Chatrooms, die extra für Kinder ausgewiesen sind?

Und man wies in diesem langen, langen Text immer wieder daraufhin, dass IMMER – SOFORT – und DEUTLICH, die Kinder auf Sex angesprochen und dazu gedrängt wurden. So wurden Testpersonen, die z.B. als zehnjährige Kinder auftraten, bei Knuddels.de, Toggo.de, ICQ, usw. immer, sofort und sofort eindeutig zu sexuellen Praktiken aufgefordert und mit sexuellen Bildern überfordert.

Und auch in der gestrigen Folgeausgabe der FAS war es WIEDER AUF DER TITELSEITE: Es habe bei Knuddels.de eine Reaktion auf diesen Artikel gegeben, eine Umstellung in den Sicherheitseinstellungen, aber diese waren reine Kosmetik. Der Schutz der Kinder ist nicht gewährleistet! Fahnder sind jetzt auf der Spur der aggressiven Kinderabgreifer.

Außerdem auch in dieser Zeitung von gestern war unter POLITIK ein Bericht darüber, wie ein Junge von seinen „Freunden“ zu Tode gequält wurde.

Also, ich habe das nicht alles gelesen, dann wäre ich ja gleich wieder krank … Drei, vier Sätze haben völlig gereicht, mir zu zeigen, wie heftig das Ganze ist.

Auch so, bei den kurzen Absätzen, die ich Euch gerade schreibe, ist ausreichend zu erkennen, dass unsere Kinder ERNSTHAFT in Gefahr sind, in dieser Welt aus falschen Gefühlen und falschen Werten und falschen Freunden – und anscheinend fehlenden Eltern. Nicht nur in Chatrooms, sondern täglich in der Schule. Und zwar so sehr, dass wir es nun alle hören müssen – die FAS gibt sich deutlich Mühe, es an uns heranzutragen (deshalb auf den vollen ersten drei Seiten der Zeitung, deshalb am Sonntag, wo man in der Familie Zeit hat, Zeitung zu lesen, deshalb noch einmal zusätzlich ausgerechnet im Politikteil).

Da ich schon vor einer Weile von bereits erfolgten Ereignissen um mich herum und von der wachsenden Bedrohung im Allgemeinen erfahren habe, habe ich, wie Ihr wisst, vor einer Weile dadurch reagiert, dass ich sowohl die Delfinbotschaft gegründet, wie auch (ein bisschen später) ein Ratsmandat angenommen habe. –

  • Gerade habe ich mit meiner Freundin Ute telefoniert und ihr in groben Zügen berichtet, worüber ich Euch im Moment schreibe, nämlich meine Vorgehensweise und Maßnahmen, um hier in Buchholz und im Landkreis Harburg für weniger Kinder- und Jugendkriminalität und gleichzeitig mehr Jugendschutz zu sorgen. Wir haben einen dreiviertel Stunde telefoniert und sie ist kaum zu Wort gekommen…

Das kann man also niemandem zumuten, alles darüber zu hören oder zu lesen, (obwohl ich gar nicht viel tue und dabei noch ein Großteil fachlicher Arbeit von Sozialpädagogen und politischer Arbeit von meinem Mann getan wird).

So werde ich Euch all dieses erst an das Ende dieser Nachricht packen und Ihr entscheidet, wie viel Ihr davon lesen mögt, ja? Es ist schon spannend und muss auch einmal aufgeschrieben werden, damit Ihr wisst, DASS ich etwas tue und DASS es langsam auch Fortschritte gibt.

Mir ist jedenfalls mal wieder überdeutlich geworden, dass ich mit der „Delfinbotschaft“ sehr viel Gutes tun kann und wie sehr ich das auch will!

Außerordentlich dankbar bin ich für jede Hilfe, die Ihr uns spendet! Ich bin auch dankbar über große Spenden, aber im Prinzip wäre es schon einfach wundervoll, wenn jeder der Leser einfach nur 20€ spenden würde! Dann käme so leicht soviel zusammen, dass ich das Projekt für die traumatisierten Kinder (Durch Schock, Mobbing, Gewaltakt, Krankheit, Unfall, Verlust eines Elternteil etc.) sofort beginnen könnte, weil für alle Kosten gesorgt wäre.

Dass ein dreizehnjähriger Teenager von seinen Klassen-„kameraden“ zu sexuellen Handlungen gezwungen wird und dieses auch noch gefilmt und auf Youtube gestellt wird, sodass nun alle Welt ihn in seinem Elend zusehen kann, ist furchtbar, aber kein Einzelfall! Das Kind fühlte sich der Klasse komplett ausgeliefert und hat seinen Eltern nichts gesagt… Als die Geschichte endlich von einem Erwachsenen erkannt wurde, haben die Eltern glücklicherweise richtig reagiert. Aber es gibt dann keine Chance mehr auf Befriedung der Situation, das Kind kann nur überleben und geheilt werden, wenn es diese Schule und das gesamte Umfeld verlässt, also die Familie umzieht. Dennoch ist so ein Kind meist für sein Leben gezeichnet. Gott sei Dank ist es überhaupt entdeckt worden!!!!

Ich kann Euch viele ähnliche Fälle aus dem Buchholzer Umfeld bzw. aus dem Landkreis Harburg berichten – ein Landkreis, dem es sogar recht gut geht – heile Welt gewissermaßen …

Jedenfalls müssen wir, wollen wir Hilfe geben! Bitte helft uns, dass wir überhaupt helfen können!

Und nun zu all dem, was ich so tue, um ein bisschen zu bewirken:

Ich habe mich erkundigt, was man tun kann, was auch wirklich Verbesserung verspricht. Was muss man also tun, um irgendwie geeignete Hilfe zu bringen? Natürlich biete ich schon die Schülersprechstunde an, aber es wäre gut, zusätzlich direkt zu den Kindern und Jugendlichen zu gehen. Je mehr Menschen dies täten, umso mehr Kinder sind zu erreichen.

Eine befreundete Sozialpädagogin berichtete mir von Nürnberg. Dort war die J ugendsituation bis vor ein paar Jahren noch überaus schlecht. Dann hat Nürnberg reagiert, indem die Stadt in großer Anzahl Schulsozialpädagogen eingestellt hat. 2011, als ich recherchierte, waren schon 85 Schulsozialpädagogen an 60 Schulen beschäftigt (mit steigender Tendenz – inzwischen hat Nürnberg anscheinend schon an die 140 Sozialpädagogen an Schulen aller Schultypen verteilt). Die Auswirkungen sind deutlich. Ich habe mir die Kriminalstatistik angesehen: Schon von August 2009 (als man mit dem Projekt begann) bis Anfang 2010 ist die KINDERkriminalität bereits um ein Viertel zurück gegangen. Auch bei den Jugendlichen und den jungen Erwachsenen sah man schon eine Auswirkung auf die Kriminalitätsrate, nicht ganz so hoch, wie bei den Kindern, aber deutlich. Es fällt also auf, dass Aufmerksamkeit auf die Schüler, denn das sollen Schulsozialpädagogen auf geeignete Weise ja geben, verhindert, dass diese kriminell werden. Und natürlich ist so ein Ansprechpartner auch gut, um Kindern Unterstützung zu geben, wenn diese selbst bedroht sind – im Elternhaus, im Internet oder in der Schule. Ich rief in Nürnberg an, um mit der Polizei und dem Jugendamt zu sprechen und man bestätigte mir:

  • Das Hauptmerkmal der Schulsozialarbeit ist die schnelle Auswirkung, der schnell sichtbar werdende und messbare Erfolg, weil sie so nah am Menschen und zwar am jungen, noch positiv beeinflussbaren, Menschen, arbeitet.
  • Das zweite Merkmal ist, dass sie zusätzlich zu diesem schnellen Erfolg außerdem eine Präventivmaßnahme ist, die also auch langfristig in den nächsten Jahrzehnten Erfolge bringt.
  • Ich möchte ergänzen, dass auch die Kinder aus liebevollem Elternhause sicherer sind, wenn es den auffälligen oder vernachlässigten Kindern besser geht.

So kam dieses Thema also in das Wahlprogramm der Grünen für die Kommunalwahl in Buchholz 2011, wo ich parteilos mit auf der Liste stand.

Nach der Wahl war ich selbst erst noch nicht im Stadtrat, aber ich habe sowohl beim Schulausschuss im Buchholzer Stadtrat, wie bei zwei verschiedenen Ausschüssen im Landkreis Fragen gestellt und jeweils auf die Nürnberger Vorgehensweise und Erfolge hingewiesen.

Dazu muss ich berichten, dass das Amt für Jugend und Familie im Kreis über den Bund 2,3 Millionen Euro zum Verteilen bekommen hatte, insbesondere auch für Schulsozialpädagogen. Anscheinend sollte dieses Geld aber nur projektbezogen vergeben werden. Ich habe den bereits vorhandenen Kontakt zu den Schulen genutzt, um sie auf dieses Thema und ihre Möglichkeiten hinzuweisen (sie mussten ja ihrerseits erneut Anträge schreiben, damit Stadt und Kreis und Land auf ihre prekäre Lage aufmerksam wurde).

Außerdem habe ich sowohl die Politiker im Kreistag, wie im Stadtrat bewegen können, jeweils einen Antrag auf Schulsozialpädagogen für die Schulen zu stellen. Die gestellten Anträge auf Schulsozialpädagogen wurden aber leider von den Politikern an beiden Stellen wieder zurückgezogen. Immerhin wurde das Thema einmal angedacht und öffentlich besprochen und die Anträge der Schulen wurden mit etwas mehr öffentlicher Aufmerksamkeit betrachtet.

Ich machte zum Beispiel auf den Umstand aufmerksam, dass für 6 (sechs) Schulverweigerer 100.000€ im Landkreis ausgegeben werden, um diesen einen Ersatzunterricht anzubieten und sie hinzubringen. Im Gegensatz dazu wünschte sich ein Schulleiter für eine weiterführende Schule mit 1600 Kindern NUR EINEN Schulsozialarbeiter. Das macht das finanzielle Ausmaß, das entsteht, wenn wir uns nicht rechtzeitig kümmern, schon ein bisschen deutlicher.

Dann bin ich selbst in den Stadtrat gekommen und es wurde nun über einen Antrag abgestimmt (das war nun schon Mai 2012), ein Konzept zu entwickeln, wie man Schulsozialarbeit an Buchholzer Schulen bringen könne. Ich plädierte für ALLE Buchholzer Schulen, um wenigstens unseren Teil des Landkreises schon komplett zu versorgen, aber die Mehrheit der übrigen Politiker empfanden den Landkreis als „zuständig“ für die weiterführenden Schulen (mit anderen Worten, dort solle das Geld herkommen) und man einigte sich auf ein Konzept für die Grund- und Hauptschulen. Dieses Konzept sollte nach den Herbstferien 2012 fertig gestellt sein, ist es aber bis jetzt noch nicht.

Nebenbei: „Zuständig“ wäre eigentlich das Land Niedersachsen, aber von dort war keine Hilfe zu erwarten, da der Landkreis Harburg einer der reichsten im Lande ist. Außerdem wird vom LK Harburg KEINE Statistik über Jugendkriminalität oder Gewalt an Jugendlichen geführt (ich glaube eher, diese wird nur nicht veröffentlicht) und so kann man nicht darauf pochen, dass Hilfe nötig wäre.

Also, so dachte ich mir, weiß der Buchholzer Rat einfach nicht genug über die Lage der Kinder und habe (genau wie Christoph) diverse Anfragen gestellt,

wie viele Mobbingfälle es gebe (dazu muss man aber nach anderen Straftaten fragen, denn Mobbing ist keine gültige Straftat, man muss nach „übler Nachrede“, Körperverletzung usw. fragen)
wie viele Inobhutnahmen es durch das Jugendamt gegeben habe
wie viel Geld durch Vandalismus verloren gehe
Aber auch dort, angeblich  gibt es keine Aufzeichnungen….

Ich machte auf das Kinderschutzgesetz aufmerksam, bat um Offenlegung der Korrespondenz der beantragenden Schulen mit dem zuständigen Bereich (Abteilung Jugend und Familie) im Landkreis, um zu wissen, warum das Amt Hilfen ablehnt , ich stellte einen Antrag, dass man sich in dem Ausschuss, der sich mit den sozialen Themen beschäftigt, in dem ich auch sitze, regelmäßig die Jugendhilfeträger und Organisationen einlädt, um zum Stand der Jugendsituation Berichte zu erhalten. Auch diese Anträge wurden von der Mehrheit der anderen Politiker abgelehnt …

Indirekte Reaktionen aber gab es, insofern war das ganze Aufmischen wohl doch irgendwie förderlich: Es wurden die Bund-Gelder, die vorher nur in Projekte fließen sollten, nun doch vom Landkreis Harburg in (leider zeitlich befristete) Stellen für Schulsozialpädagogen umgewandelt. Diese werden jetzt gerade peu a peu eingestellt.

Das Buchholzer Konzept, das noch nicht begonnen wurde, soll nun mit Hilfe dieser Sozialpädagogen aufgestellt werden.

Im Jahr 2010 hatte Christoph im Rat einen Antrag auf Medienkompetenzunterricht in den Schulen gestellt. Das hat sich sehr bewährt, denn lernen die Kinder verantwortungsvoll mit dem Internet, mit Facebook und in Chatrooms usw. umzugehen und bei Cybermobbing Hilfen einzuholen. Das finde ich großartig und an dieser Stelle scheint es auch jetzt zu gelingen, dass alle Fraktionen eine weitere Erleichterung für die Schulen zumindest für dieses Jahr befürworten. Nebenbei, schon die 5.Klässler haben in großer Zahl schlechte Erfahrungen mit dem Internet…

Als nächstes bin ich also wieder als Fragensteller im Jugendhilfeausschuss im Kreistag, um für Schulsozialpädagogen zu werben, schreibe ans Land, um da einen alten Antrag wieder aufzurollen und werde, wenn das Konzept fertig gestellt ist, wieder aufgreifen, dass die weiterführenden Schulen es genauso nötig hätten (übrigens gibt es bei uns gar keine Hauptschulen mehr, sie wurden zwischenzeitlich umgewandelt in IGS und Oberschule – das wusste man eigentlich schon bei der Abstimmung zum Konzept).

Ich habe natürlich, um alles zu untermauern noch ein bisschen im Internet recherchiert und bin auf viel zu viel Material gestoßen, das aber EINHEITLICH beweist, dass frühe Unterstützung der Kinder und Jugendlichen die richtige Vorgehensweise ist, um späteren Schaden abzuwenden – und nebenbei, um dem Staat sehr, sehr viel Geld zu sparen…

Die Studien kommen gleich am Schluss, falls Ihr sie für irgendetwas selbst nutzen wollt.

Natürlich haben wir auch bei der „Delfinbotschaft“ direkt, also in der Praxis und nicht politisch, fleißig weitergemacht. Es wissen längst noch nicht alle Kinder von uns, so machen wir auf uns aufmerksam, erzählen auch, was es überhaupt an Hilfen hier gibt. Wir stehen in der Schülersprechstunde zur Verfügung, wir geben auch telefonisch Rat und demnächst werde ich bei gutem Wetter auch beim Emporeteich in der Stadtmitte sitzen, damit mich die Kinder oder Jugendlichen direkt ansprechen können, falls sie Sorgen haben.

Als nächstes ist übrigens eine Baumpflanzung mit Schulkindern geplant, unter dem Motto „Eine Buche für Buchholz“ , auch Naturschutz als Lernziel steht ja in der Satzung…

Liebe Freunde,

to make a long story short:

Es ist Hilfe nötig! Sie lohnt sich! Denn sie bringt Erfolge! Das ist viele Male bewiesen worden.

Wir sind fleißig, aber wir benötigen Hilfe, um helfen zu können (und helfen bedeutet bei uns: Unterstützung der Eigenverantwortlichkeit und des Selbstbewusstseins und der eigenen Fähigkeit ein selbstbestimmtes, gesundes Leben zu führen).

Das betrifft alles Deutschland, also uns, also unsere Zukunft. Denn auch unsere Zukunft hängt von dem inneren Frieden, von der sozialen Lage hier in Deutschland ab. Wenn wir in zwanzig Jahren, da sind wir dann ja auch älter und evt. schwächer, auf friedfertige Mitmenschen treffen wollen, dann müssen wir den jetzigen 14jährigen auch die Chance auf eine gute Entwicklung geben.

Und noch einmal: Auch die Kinder „aus gutem Hause“, mit den besten Anlagen und dem besten Willen sind sicherer, wenn wir uns um die auffälligen oder vernachlässigten Kinder liebevoll kümmern!

Ich grüße Euch sehr herzlich, auch im Namen der Delfinbotschaft, für die ich Euch heute geschrieben habe! Ich freue mich über jede Unterstützung, probiert es vielleicht doch mal mit den 20€, bitte!

Eure Cornelia Cornels-Selke

Nun zu den Studien:

Da gibt es den Sherman Report

Basierend auf der Auswertung vorhandener Forschungsergebnisse von 500 verschiedenen Evaluationen wird in der Metaevaluation der Frage nachgegangen, wie sich die berücksichtigten Programme auf Jugendgewalt ausgewirkt haben, welche Beeinflussungsfaktoren sich im Hinblick auf Jugendkriminalität als wesentlich erwiesen haben und welche Risikofaktoren sich daraus ableiten lassen. Das ist ein Riesentext, spricht aber deutlich aus, wie sehr es sich lohnt.

Der Sherman Report ist sehr bekannt. Manchmal wird aber dagegen gesagt, das sei eine amerikanische Studie und wir seien hier in Deutschland.

Hier in Deutschland haben wir aber zum Beispiel das „Düsseldorfer Gutachten“.

Das Gutachten basiert auf 61 Studien zur Kriminalprävention. Bei der Analyse des Gesamtgeschehens ist schnell zu erkennen, dass die Erziehung im Elternhaus sowie in Kindergärten und Schulen erheblichen Einfluss auf Kriminalitätsentwicklungen haben.

Zu bemerken ist dabei das 5% Problem. Nicht „die“ Kinder, Jugendlichen oder bestimmte Gruppen von Menschen sind intensiv sozial auffällig, sondern vornehmlich die relativ wenigen Intensivtäter mit dem kriminologisch bekannten Syndrom der sozialen Bindungslosigkeit: funktional gestörte Familie; fehlende Kontrolle und Zuwendung in der Familie; wechselndes oder gewaltorientiertes Erziehungsverhalten der Eltern; wechselnde Aufenthaltsorte; erhebliche Auffälligkeiten wie Schwänzen und Aggressivität in der Schule; kein Schulabschluss und keine Lehre; negative Arbeitseinstellung; unstrukturiertes Freizeitverhalten; keine tragenden menschlichen Beziehungen; Unfähigkeit zur emotionalen Kommunikation.

Die Forschung zeigt, dass die Risikofaktoren durch Resilienzfaktoren ausgeglichen und neutralisiert werden können. Schutzfaktoren in der Schule und außerfamiliären Bindungsbereichen können tatsächlich für Ersatz sorgen. Natürlich kann die Schule im Rahmen des sozialen Normenlernens die Rolle der Eltern und der engen familiären Umgebung nicht ersetzen. Andererseits ist die Schule aus den genannten Gründen jedoch immer noch besser geeignet zur erfolgreichen normativen Sozialisation als die erst später und mit weniger sozialer Nähe und intensivem Personenbezug wirkenden Institutionen wie Vereine, kommunale Einrichtungen oder gar das Recht.

Die Beteiligten sind oft überrascht, dass eine Problematik wie Gewalt in der Schule, die sich in Erpressungen, Bedrohungen und Körperverletzungen meist jüngerer und unterlegener Schüler äußert, auch andere Institution betrifft und nur eine Vernetzung und Abstimmung von Gegenmaßnahmen wirklich Erfolg bei der Eindämmung dieser schädlichen Verhaltensweisen mit sich bringt.

In all diesen Sozialbereichen bedarf es freilich mutiger Menschen, die hinsehen und soziale und individuelle Schädigungen nicht hinnehmen. Eine Kultur des Wegsehens (Schwind u.a. 1998) verhindert schon die Thematisierung der Kriminalitätsprävention, was sich in relativ geschlossenen sozialen Räumen fatal auswirkt.

Nicht der Überbringer, d. h. Anzeigeerstatter, einer Straftat darf als Störer der Gemeinschaft verurteilt werden, sondern es geht um die Nachricht und deren Realitätsgehalt. Wer in einem rechtsstaatlichen System aus moralischen Gründen eine Straftat offenkundig macht – z. B. im Bereich der Schule oder häuslicher Gewalt – ist kein Denunziant sondern ein verantwortlicher Bürger, dem es um den Schutz von Opfern geht. Der entscheidende Präventionsfaktor der Aufdeckung strafbaren Verhaltens ist nur durch eine Kultur des Hinsehens und Interessierens zu aktivieren.

Und so geht es immer weiter in all den Studien, die ich auch noch beschaut habe.

Diese Studien wurden ja nicht umsonst gemacht, sie sollten klarstellen, dass Hilfe benötigt wird und dass sie auch tatsächlich Nutzen bringt.

Bertelsmannstudie von 2010 – Unzureichende Bildung: Folgekosten durch Kriminalität

Wäre es im Jahr 2009 gelungen, die unzureichende Bildung um

50 Prozent zu reduzieren, hätte es in Deutschland mindestens 416 Fälle von Mord und Totschlag, 13.415 Fälle von Raub und Erpressung sowie 318.307 Fälle von Diebstahl weniger geben können. Dadurch hätten neben dem persönlichen Leid, das vielen Betroffenen erspart geblieben wäre, insgesamt 1,42 Milliarden Euro an Kosten der Kriminalität „eingespart“ werden können

Besonders eindringlich ist die Perry Studie:

Die Kosten-Nutzen-Analyse der Perry-Studie im Alter von 27 – nachdem die Teilnehmer als Kinder eine Frühprävention von nur zwei Jahren erhalten hatten:

Nur ein Auszug: Die durchschnittlichen Kosten pro Teilnehmer am Programm betrugen

$14.716. Der aus dem Programm erzielte Gewinn betrug jedoch – pro Teilnehmer – $105.324. (Bis zum 40.Lebensjahr sogar 195.000 $ pro Kind)

Das Anti-Bullying-Programm des Norwegers Dan Olweus
Es handelt sich um eines der wenigen Programme gegen Aggressivität und Gewalt (was wir Mobbing nennen heißt im internationalen Sprachgebrauch häufig: Bullying), das in mehreren Ländern erprobt wurde und deutliche gewaltreduzierende Effekte (Rückgang um bis zu 50 %) zeigen konnte. Die Untersuchungen zeigen, dass Opfer sich allein gelassen fühlen und selbst andauernde Opferwerdungen verschweigen. Sie erfahren sehr selten Unterstützung durch Mitschüler, Eltern und Lehrer.

Auf Täterseite zeigt sich ein Zusammenhang zwischen aggressiven Auffälligkeiten in der Schule und späterer Straffälligkeit: Etwa 30 – 40 % der Täter wurden später 3- oder mehrfach verurteilt.

 

 

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Aushang und Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

Mitglied im Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH)

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten: 2105820200, Volksbank Nordheide, Blz. 24060300 und

90209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, Blz. 20750000

Neue Straße 9 · 21244 Buchholz i. d.N. · Tel. 04181/217877

delfinbotschaft@yahoo.de

www.Delfinbotschaft.de

Jahresbericht 2012

Das Jahr 2012 brachte der „Delfinbotschaft“ vor allen Dingen am 4. April endlich die ersehnte vorläufige Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Die Zeit davor war durch stetigem Briefwechsel mit dem Finanzamt gekennzeichnet und führte noch eine Namensänderung mit sich: Um zu vermeiden, dass die Arbeit der „Delfinbotschaft“ mit den Gewinn erzielenden Heilpraxen verwechselt werde, wurde der Name geändert in:

„Delfinbotschaft gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen (insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)“

 

Seitdem sind die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft in 2012 gewesen:

  • Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Weißer Ring, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Polizei usw.)
  • Aktionen, um Kindern und Jugendlichen Hilfen und Unterstützung in Buchholz kenntlich zu machen und nahe zu bringen.
  • Schülersprechstunden

 

Näheres dazu:

Über Rundbriefe und gezielte Anschreiben wurde z. B. die Firma Vorwerk erreicht, die anregte, ein besonderes Projekt zu entwickeln. Das Projekt lautet „Ich seh’ mein Leben wieder vor mir – ein besonderes Jahr für traumatisierte Jugendliche“ und soll Jugendliche mit traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit (Schock, Krankheit, Unfall, Gewalt, Mobbing) unterstützen. Dieses Projekt wurde erarbeitet und sowohl der Vorwerk Stiftung, wie auch der Politik, wie auch der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Firma Vorwerk hat 1000,00€ als Unterstützungsspende zur Verwirklichung des Projektes dazu gegeben. Die Politik (Kreistag) empfand sich leider nicht als zuständig oder Ihr war das Thema noch zu fremd oder die „Delfinbotschaft“ noch zu unbekannt (Stadtrat Buchholz). Frau Cornels-Selke hat aber die Gelegenheit genutzt, in den Räten für die Projekte zu sprechen und die „Delfinbotschaft“ bekannt zu machen.

Das Projekt steht, kann aber erst mit ausreichenden Mitteln in die Tat umgesetzt werden.

Dementsprechend werden jetzt bei Spendenanschreiben sowohl das Grundkonzept, wie das Projektkonzept zur Information beigelegt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen gefunden zu werden.

Schulen wurden besucht. Im Jahr 2011 wurden sie bereits angeschrieben und nun telefonisch nachbearbeitet. Es stellt sich dabei heraus, dass die Schulen, die Lehrer, die Vertrauenslehrer und evt. vorhandenen Schulsozialpädagogen mit ihrer Situation teilweise völlig überfordert sind und sich kaum in der Lage sehen, die Schüler auf solche Hilfen wie die „Delfinbotschaft“ aufmerksam zu machen. Zeitmangel, für die vorhandene Zeit zu große Schülerzahlen, große Krankenstände der Lehrer und Pädagogen, interne andere Widrigkeiten und  das Sozialverhalten der Schüler selbst machen Probleme und lenken immer wieder ab von weiterführenden Vorhaben. Dennoch konnte sich die Delfinbotschaft bei einigen Schulen persönlich vorstellen und nahm auch einen Emailkontakt auf. Der postalische Schriftverkehr stellte sich als zu teuer heraus, außerdem ging die Post auf den Schreibtischen verloren und in Vergessenheit. Die Schulleiter haben häufig andere Themen als den individuellen Schüler, Schulsozialpädagogen sind noch nicht genügend vorhanden. Die „Delfinbotschaft“ würde eine erhebliche Verbesserung für die Schüler und ihre Entwicklung darin sehen, dass vermehrt Schulsozialpädagogen in Schulen eingestellt werden.

 

Für Öffentlichkeitsarbeit unter den Schülern und Jugendlichen wurde für das Buchholzer Stadtfest eine Standidee entwickelt und umgesetzt. Ein Quiz „Wo finde ich Hilfe?“ wurde von an den Stand kommenden Kindern ausgefüllt. Als Sofortbelohnung gab es frischgebackene belgische Waffeln, als Gewinn wurden Kinokarten verlost. Auf diese Weise erfuhren die Teilnehmenden sowohl, was es alles an Hilfsangeboten in der Stadt Buchholz gibt, es wurde ihnen außerdem der Film „Ziemlich beste Freunde“ als Beispiel von einer guten Lebensorientierung gezeigt und sie lernten am Stand sowohl Frau Cornelia Cornels-Selke kennen, die in der „Delfinbotschaft“ die Sprechstunden durchführt, wie auch Frau Monika Wandrowski und Frau Silke Scheiderer, beide Sozialpädagoginnen in Buchholz, die die „Delfinbotschaft“ mit Zeit und Know How ehrenamtlich unterstützen. Durch die vielen Telefonate zur Gewinnbenachrichtigung bei den Kindern zu Hause wurden nebenbei auch die Eltern auf die „Delfinbotschaft“ aufmerksam gemacht.

Außerdem kam es bei der Zusammenstellung des Fragebogens zu einer sehr erwünschten Vernetzung von Kinderschutzbund, Reso Fabrik, Jugendsozialarbeit in Buchholz, Jugendzentrum, Diakonie, Sozialpsychatrischer Dienst, Polizei und Jugendamt. Das Kino war sehr entgegenkommend und auch Privatpersonen und ein Ratsherr haben Kinokarten gespendet.

 

Schülersprechstunden werden seit Anfang des Jahres 2012 durchgeführt. Zunächst einmal im Monat, dann mehrfach im Monat und jetzt wöchentlich.

Die Kinder kommen noch vereinzelt, die Sprechstunde spricht sich langsam herum. Die Kinder, die uns kennen, sind nicht unbedingt diejenigen, die uns brauchen. Es muss noch deutlicher herauskommen, dass Kinder nicht nur selbst kommen dürfen, sondern mit  einer Empfehlung an Mitschüler diesen eventuell helfen können.

 

Kleiner Ausblick auf das Jahr 2013:

 

Zur Zeit wird eine Baumpflanzung unter dem Motto „Eine Buche für Buchholz“ geplant, bei der Schüler, gerne zusammen mit Ratsherren der Stadt Buchholz, ihren persönlichen Baum pflanzen. Dabei soll gleichzeitig etwas symbolisch zum Klimaschutz getan werden (die Stadt Buchholz hat ein Klimaschutzkonzept entwickelt) wie auch die Beziehung Baum – Mensch bei den Jugendlichen (gerne auch den Ratsherren und – damen) gefördert werden.  Dafür stehen 80 Rotbuchen (auch die Mutter des Waldes genannt) bereit.

Weitere Aktionen werden noch bei der Entwicklung des Jahresprogramms geplant.

 

Zur Spendengewinnung werden zur Zeit insbesondere deutsche Musiker angeschrieben, da sie über ihre Musik und Ihr Publikum einen sehr direkten Kontakt zu Jugendlichen haben.

Weitere Spenden und Sponsorenfindung wird gerade entwickelt.

 

Finanziell steht die „Delfinbotschaft“ noch nicht auf eigenen Füßen. Die Miete der Räumlichkeiten wird noch aus dem Praxisbetrieb der eigenen Heilpraxis bestritten. Insofern stehen sowohl die Räume, wie auch die Arbeitszeit von Cornelia Cornels-Selke noch nicht komplett (oder nur indirekt) für die gemeinnützige Arbeit zur Verfügung.

Weitere Maßnahmen sind angedacht und werden weiter entwickelt.

 

 

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 23.2.2013