Jahresbericht 2021

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2021 gewesen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsarbeit mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirchen, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz, Inklusionsbeirat, Stadt Buchholz, Bienenbotschafter, Fridays for Future, Parents for Future, Klimateams des Klimaforums, usw.)
  • Projektentwicklung.
  • Fridays for Future
  • Projekt One Less Car.
  • Projekt Eine Wiesenpatenschaft
  • Sprechstunde für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden und Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit, waren aber durch Corona stark behindert.

Näheres zu 2021:

Die Delfinbotschaft hat eine Erweiterung ihrer Gemeinnützigkeit erfahren. Das Finanzamt hatte darauf hingewiesen, dass dies nötig sein, und so hatte sich ein Notar und Rechtsanwalt damit beschäftigt. Anfang Juni 21 ging die Satzung an das Finanzamt und am 18. Juni 2021 gab es nun einen erweiterten Bescheid:

(Kopie aus dem Bescheid)

Nach erfolgtem Bescheid ist die Satzungsänderung beim Amtsgericht eingetragen worden. Es war sehr hilfreich, dass das Finanzamt hier unterstützend eingegriffen hat.

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums nun in der Examensphase war, außerdem wegen der teilweise wieder aktiven Coronawelle, musste die Jugendarbeit sehr eingeschränkt laufen. Gemeinsame Arbeit auf der Wiese und Gespräche währenddessen, telefonische Beratung und Weiterleitung zur Reso-Fabrik fanden weiterhin statt.

Fridays for Future: In Hinsicht auf Seelsorge und naturheilkundlicher Behandlung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist es bei den Klimademonstrationen (möglichst jeden Freitag in Hamburg und manchmal in Buchholz), vermehrt zum Einsatz gekommen. Einerseits wissen die jungen Menschen sehr klug, was wichtig ist, ihr Mut ist bewundernswert, andererseits sind sie eigentlich mit der Thematik und ihrer Ohnmacht überfordert. Ihre seelische und körperliche Gesundheit leidet unter der Situation. Deshalb erscheint eine Unterstützung weiterhin und vermehrt als wichtig und sinnvoll.

Insofern wurde die Aktivität von Fridays for Future aktiv als Teamleiterin unterstützt, dabei war Frau Cornels-Selke, wie der Name sagt, jeweils für ein Team von Ordner*innen zuständig, wobei es vorrangig um deren Unterstützung in psychischer und physischer Gesundheit ging.

In Zusammenarbeit mit den Parents for Future Buchholz wurde 1. ein Banner gedruckt und mithilfe der Schützen für zwei Wochen über der Poststraße aufgehängt. 2. Ein Wunschbaum, später noch einer, wurde aus Holz gebaut und aufgestellt als Wanderbaum, der an verschiedenen Stellen (Volksbank, Bücherei, Kirchen) um Wünsche für die Zukunft bat, die auf Blätter aufgeschrieben werden konnten. Bis Ende Mai 2022 wanderten diese Bäume durch Buchholz. Die aufgeschriebenen Wünsche werden dem Rat 2022 übergeben. 3. Es wurden Postkarten zum Verteilen und Plakate gedruckt, die innerhalb der Familien für Kommunikation zu wichtigen Themen sorgen sollten („Keine Angst vor großen Fragen“). 4. Es wurde ein Marktstand über mehrere Tage zum Verteilen und interaktiven Kennenlernen der Klimasituation in Buchholz gehalten, gemeinsam mit den Parents for Future Buchholz, Greenpeace, NaBu u.a. Das Ganze wurde gut durch die Presse kommuniziert.

Während der Examensphase hat sich Frau Cornels-Selke von dem Klimateam Bauen beurlauben lassen. Es fällt außerdem jetzt schon auf, dass die Kräfte und Mitarbeit der Teilnehmenden nicht genutzt werden, um in Buchholz etwas zum Klimaschutz in Gang zu bringen, sondern um deren Fachwissen in eine Richtung zu bündeln, die dann ins Aus führt, was also tatsächlich die Vielzahl und Kraft der Aktivitäten behindert. Es werden zwar Lösungen in den Teams erarbeitet, dann aber im Rat oder durch Intervention des Bürgermeisters ausgebremst oder jeweils mit den Mehrheiten verhindert. Es bleibt abzuwarten, ob sich die Mitarbeit tatsächlich lohnt oder nur zur Erschöpfung und auf ein Abstellgleis führt.

Das Projekt „Eine Wiesenpatenschaft“, zusammen mit Studenten der Uni Hamburg und jungen Menschen aus Buchholz, wurde durch das Jahr hindurch weiter gepflegt. Ab Februar wurde an einer Benjeshecke gearbeitet, alle, die Zeit hatten, haben stundenweise mitgeholfen. Diese wird immer noch weiter ausgeweitet. Sie wird einen natürlichen Schutzwall der Wiese darstellen und bringt Schutz für Tiere und neuwachsende Schößlinge. Es wurde weiter nachgesät und gepflanzt. Geklaute Steine von dem Eidechsenhügel wurden ersetzt durch neugesammelte. Das Pflanzenwachstum auf der Wiese geht nach wie vor sehr langsam voran, der Boden wird deshalb gelockert, auch durch die Auswahl der Pflanzen, gießen geht natürlich nicht, nur an ausgewählten Stellen, wie einer neugepflanzten Pflaume u.a. Außerdem wird Müll entfernt. Gespräche mit Spaziergänger*innen werden gesucht und aufgenommen, um sie teilhaben zu lassen. Jugendliche helfen sehr bei der Arbeit, das bringt auch allen Beteiligten Freude und Zeit für Gespräche. Ganz langsam entwickelt sich die Wiese zu dem, was sie sein soll, also einem Miteinanderleben von großer Diversität.

Interessant ist, dass Spaziergänger sehr wünschen, dass die Wiese und der Wald erhalten bleiben, aber nicht interessiert sind, z.B. den Wald unter Schutz stellen zu lassen und sich diesbezüglich zu engagieren. Sie haben Angst, dass sie dann ihre Hunde nicht mehr laufen lassen dürfen. Dass dies in der Setz- und Schonzeit sowieso nicht erlaubt ist, scheinen sie zu ignorieren.

Die aufsuchende Arbeit und die Beratungen fanden während Corona unregelmäßig statt. Der Raum in der vormals gemeinschaftlich gebauten Hütte steht zur Verfügung für Gespräche, Beratung und Seelsorge. Sie musste an einigen kleinen Stellen bearbeitet werden (Veranda rutschfest machen etc.) Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt. Es fand verschiedentlich Erste Hilfe statt.

Um Weihnachten herum wurden Segenskarten verteilt, die Hoffnung machen sollen.

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.6.2022