Jahresbericht 2012

Das Jahr 2012 brachte der „Delfinbotschaft“ vor allen Dingen am 4. April endlich die ersehnte vorläufige Anerkennung der Gemeinnützigkeit.

Die Zeit davor war durch stetigem Briefwechsel mit dem Finanzamt gekennzeichnet und führte noch eine Namensänderung mit sich: Um zu vermeiden, dass die Arbeit der „Delfinbotschaft“ mit den Gewinn erzielenden Heilpraxen verwechselt werde, wurde der Name geändert in:

„Delfinbotschaft gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) – Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen (insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene)“

 

Seitdem sind die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft in 2012 gewesen:

  • Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Weißer Ring, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Polizei usw.)
  • Aktionen, um Kindern und Jugendlichen Hilfen und Unterstützung in Buchholz kenntlich zu machen und nahe zu bringen.
  • Schülersprechstunden

 

Näheres dazu:

Über Rundbriefe und gezielte Anschreiben wurde z. B. die Firma Vorwerk erreicht, die anregte, ein besonderes Projekt zu entwickeln. Das Projekt lautet „Ich seh’ mein Leben wieder vor mir – ein besonderes Jahr für traumatisierte Jugendliche“ und soll Jugendliche mit traumatischen Erlebnissen in der Vergangenheit (Schock, Krankheit, Unfall, Gewalt, Mobbing) unterstützen. Dieses Projekt wurde erarbeitet und sowohl der Vorwerk Stiftung, wie auch der Politik, wie auch der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Die Firma Vorwerk hat 1000,00€ als Unterstützungsspende zur Verwirklichung des Projektes dazu gegeben. Die Politik (Kreistag) empfand sich leider nicht als zuständig oder Ihr war das Thema noch zu fremd oder die „Delfinbotschaft“ noch zu unbekannt (Stadtrat Buchholz). Frau Cornels-Selke hat aber die Gelegenheit genutzt, in den Räten für die Projekte zu sprechen und die „Delfinbotschaft“ bekannt zu machen.

Das Projekt steht, kann aber erst mit ausreichenden Mitteln in die Tat umgesetzt werden.

Dementsprechend werden jetzt bei Spendenanschreiben sowohl das Grundkonzept, wie das Projektkonzept zur Information beigelegt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen gefunden zu werden.

Schulen wurden besucht. Im Jahr 2011 wurden sie bereits angeschrieben und nun telefonisch nachbearbeitet. Es stellt sich dabei heraus, dass die Schulen, die Lehrer, die Vertrauenslehrer und evt. vorhandenen Schulsozialpädagogen mit ihrer Situation teilweise völlig überfordert sind und sich kaum in der Lage sehen, die Schüler auf solche Hilfen wie die „Delfinbotschaft“ aufmerksam zu machen. Zeitmangel, für die vorhandene Zeit zu große Schülerzahlen, große Krankenstände der Lehrer und Pädagogen, interne andere Widrigkeiten und  das Sozialverhalten der Schüler selbst machen Probleme und lenken immer wieder ab von weiterführenden Vorhaben. Dennoch konnte sich die Delfinbotschaft bei einigen Schulen persönlich vorstellen und nahm auch einen Emailkontakt auf. Der postalische Schriftverkehr stellte sich als zu teuer heraus, außerdem ging die Post auf den Schreibtischen verloren und in Vergessenheit. Die Schulleiter haben häufig andere Themen als den individuellen Schüler, Schulsozialpädagogen sind noch nicht genügend vorhanden. Die „Delfinbotschaft“ würde eine erhebliche Verbesserung für die Schüler und ihre Entwicklung darin sehen, dass vermehrt Schulsozialpädagogen in Schulen eingestellt werden.

 

Für Öffentlichkeitsarbeit unter den Schülern und Jugendlichen wurde für das Buchholzer Stadtfest eine Standidee entwickelt und umgesetzt. Ein Quiz „Wo finde ich Hilfe?“ wurde von an den Stand kommenden Kindern ausgefüllt. Als Sofortbelohnung gab es frischgebackene belgische Waffeln, als Gewinn wurden Kinokarten verlost. Auf diese Weise erfuhren die Teilnehmenden sowohl, was es alles an Hilfsangeboten in der Stadt Buchholz gibt, es wurde ihnen außerdem der Film „Ziemlich beste Freunde“ als Beispiel von einer guten Lebensorientierung gezeigt und sie lernten am Stand sowohl Frau Cornelia Cornels-Selke kennen, die in der „Delfinbotschaft“ die Sprechstunden durchführt, wie auch Frau Monika Wandrowski und Frau Silke Scheiderer, beide Sozialpädagoginnen in Buchholz, die die „Delfinbotschaft“ mit Zeit und Know How ehrenamtlich unterstützen. Durch die vielen Telefonate zur Gewinnbenachrichtigung bei den Kindern zu Hause wurden nebenbei auch die Eltern auf die „Delfinbotschaft“ aufmerksam gemacht.

Außerdem kam es bei der Zusammenstellung des Fragebogens zu einer sehr erwünschten Vernetzung von Kinderschutzbund, Reso Fabrik, Jugendsozialarbeit in Buchholz, Jugendzentrum, Diakonie, Sozialpsychatrischer Dienst, Polizei und Jugendamt. Das Kino war sehr entgegenkommend und auch Privatpersonen und ein Ratsherr haben Kinokarten gespendet.

 

Schülersprechstunden werden seit Anfang des Jahres 2012 durchgeführt. Zunächst einmal im Monat, dann mehrfach im Monat und jetzt wöchentlich.

Die Kinder kommen noch vereinzelt, die Sprechstunde spricht sich langsam herum. Die Kinder, die uns kennen, sind nicht unbedingt diejenigen, die uns brauchen. Es muss noch deutlicher herauskommen, dass Kinder nicht nur selbst kommen dürfen, sondern mit  einer Empfehlung an Mitschüler diesen eventuell helfen können.

 

Kleiner Ausblick auf das Jahr 2013:

 

Zur Zeit wird eine Baumpflanzung unter dem Motto „Eine Buche für Buchholz“ geplant, bei der Schüler, gerne zusammen mit Ratsherren der Stadt Buchholz, ihren persönlichen Baum pflanzen. Dabei soll gleichzeitig etwas symbolisch zum Klimaschutz getan werden (die Stadt Buchholz hat ein Klimaschutzkonzept entwickelt) wie auch die Beziehung Baum – Mensch bei den Jugendlichen (gerne auch den Ratsherren und – damen) gefördert werden.  Dafür stehen 80 Rotbuchen (auch die Mutter des Waldes genannt) bereit.

Weitere Aktionen werden noch bei der Entwicklung des Jahresprogramms geplant.

 

Zur Spendengewinnung werden zur Zeit insbesondere deutsche Musiker angeschrieben, da sie über ihre Musik und Ihr Publikum einen sehr direkten Kontakt zu Jugendlichen haben.

Weitere Spenden und Sponsorenfindung wird gerade entwickelt.

 

Finanziell steht die „Delfinbotschaft“ noch nicht auf eigenen Füßen. Die Miete der Räumlichkeiten wird noch aus dem Praxisbetrieb der eigenen Heilpraxis bestritten. Insofern stehen sowohl die Räume, wie auch die Arbeitszeit von Cornelia Cornels-Selke noch nicht komplett (oder nur indirekt) für die gemeinnützige Arbeit zur Verfügung.

Weitere Maßnahmen sind angedacht und werden weiter entwickelt.

 

 

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 23.2.2013