Jahresbericht 2013

Entschuldigung, der fehlte ja noch:

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2013

 

Das Jahr 2013 brachte der „Delfinbotschaft“ nicht sehr viele Spenden. Dennoch wurde die Arbeit mit guten Ideen und viel Enthusiasmus weiter entwickelt.

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind auch in 2013 gewesen:

  • Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Schulen, Polizei usw.)
  • Aktionen, um Kinder und Jugendliche an die Natur heranzuführen bzw zur Bewusstmachung der Texte in der Musik und deren Wirkung.
  • Schülersprechstunden, Telefonsprechstunden

Näheres dazu:

Am Anfang des Jahres wurden 80 kleine Rotbuchen, passend für die Landschaft in und um Buchholz, bestellt. Bei ihrer Ankunft mussten sie allerdings wegen neuerlichen Kälteeinbruchs noch einmal in die Erde eingeschlagen werden und warteten dort auf ihre Pflanzung.

Die Idee einer Baumpflanzaktion zusammen mit Schulkindern wurde dem Grünamt in Buchholz, dem Forstverband Jesteburg und der Revierförsterei Klecker Wald vorgestellt und es ergaben sich Tipps und eine Planung für weiteres Vorgehen, die Bäumchen wurden auf Tauglichkeit geprüft und ein geeigneter Pflanzplatz festgelegt. Der Forstverband Jesteburg spendete dazu spontan noch 25 Wildapfelsetzlinge, der Baum des Jahres 2013, worüber wir uns heute immer noch freuen. Die Delfinbotschaft fand in der Schulleiterin der Heideschule jemanden, der Spaß an der Idee hatte und so wurde mit den Lehrerinnen von mehreren Klassen und Kooperationsklassen (d.h. dass behinderte Kinder mitpflanzen würden) das Vorgehen besprochen und ein Pflanztag festgelegt. Der Stadtrat wurde eingeladen, die Presse benachrichtigt. Am Pflanztag waren gute Pflanzbedingungen und direkt nach dem Pflanzen fing es an zu regen. Die Kinder waren von der Schule herangewandert und hatten Picknick, Schaufel und Wasser für das Bäumchen im Gepäck. Sie waren im Unterricht gut auf Bäume, Klima, Naturschutz, Wasserspiegel und Biodiversität vorbereitet worden und hatten außerdem Namenswimpel gestaltet, die nach dem Pflanzen als Girlanden aufgehängt wurden und für eine Weile am Pflanzort verblieben. Letztlich hat eine große Gruppe von großen und kleinen Menschen für eine liebevolle und fachgerechte Pflanzung gesorgt. Sowohl Grünamt, wie Kinder, wie Delfinbotschaft haben inzwischen mehrfach die wachsenden Bäumchen begutachtet.

Zur Dokumentation wurden Fotobücher hergestellt, sowohl für die Delfinbotschaft, wie für die Heideschule, wie auch zur Beantragung des Umweltpreises der Stadt Buchholz, Ende August, der diesmal unter dem Motto Biodiversität stand. Dieses Projekt ist hunderprozentig gelungen und hat allen viel Freude gmacht.

Das Projekt „ich seh’ mein Leben wieder vor mir“ steht nach wie vor in den Startlöchern, hat aber bisher durch mangelnde Geldmittel noch nicht stattfinden können.

Es wurden in 2013 weitere Spendenaufrufe geschrieben und besonders an Musiker versandt, die teilweise sogar Stiftungen unterhalten, die aber, bis auf Katja Ebstein, Absagen sandten. Doch auch bei Ihr hat sich bisher nichts ergeben.

Die Schülersprechstunde fand weiterhin statt, außerhalb der Ferienzeiten, mehrfach durch aufsuchende Arbeit in der Stadt ersetzt. Viele Gespräche, teilweise stundenlange, werden am Telefon geführt.  Der Delfinbotschaft wurde eine Vormundschaft angetragen, diese aber musste wegen mangelnder Kenntnis bei Gerichtssachen leider abgelehnt werden.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Weiter wurde eine AG („Sei Dein eigener Glückskeks“) für den Nachmittagsunterricht an Schulen entwickelt und zwei Schulen vorgestellt, die sie auch beide aufgegriffen haben und in ihrem Programm angeboten haben. Ein dazu nötiges erweitertes Führungszeugnis wurde beantragt und die Finanzierung durch die Schulen selbst ermöglicht. Leider verschob sich dann Schul-intern der Zeitplan und passte nicht mehr in unser vorhandenes Zeitfenster. So ist diese Arbeit vorerst ins nächste Schuljahr verschoben.

Für Öffentlichkeitsarbeit beim Stadtfest vom 6. bis 8. September wurde ein Gewinnspiel eingerichtet: Jugendlichen wurde ein Mut-machender Text vorgelegt und sie mussten Titel und Band erraten. So konnten sie eine CD-Single gewinnen. Die Band heißt „Die Ärzte“ und die Singles wurden auch gleich von Bela B von den Ärzten dazu gespendet. So wurde der Text, der von etlichen Jugendlichen laut mitgesungen werden kann teils zum ersten Mal richtig beschaut und verstanden.

Da vom Finanzamt die Vorgabe bestand, gewinnorientierte Praxis und gemeinnützige Sprechstunde räumlich zu trennen, die vorläufige Anerkennung zeitlich dem Ende entgegenging und somit endlich zwei kleine Räumlichkeiten die bisherige große Praxis ablösen mussten, wurde dies Ende September durchgeführt: Die Delfinbotschaft und die Heilpraxis zogen aus den Räumen in der Neuen Straße 9 aus.

Es wird für beide Parteien geeignete Räume gesucht.

Für die Delfinbotschaft mit dem bisher geringen Spendenaufkommen wären Räume gut, die als Spende bzw. auf Spendenbasis gegeben werden. Auch wäre es sinnvoll, Spenden für etwas anderes als für Miete auszugeben. Verschiedene Besitzer leerstehender Räume in Buchholz und auch in Lüneburg wurden angeschrieben oder persönlich angesprochen, bisher ergab sich noch nichts in dieser Art. Das Büro und damit die Postadresse ist nun an folgender Stelle: Reit 25A, 21244 Buchholz.

Seitdem sind die Sprechstunden nicht mehr in der Praxis. Es wird stattdessen aufsuchende Arbeit gemacht und Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen.

Seit Ende des Jahres wird an der Umsetzung eines neuen Konzeptes gearbeitet, es lautet: „Ein Garten für Kinder“

Die Stadt Buchholz hat eine Streuobstwiese, die als Ausgleichsfläche dient. Diese Wiese ist sehr schön gelegen und gut mit Bus und zu Fuß oder dem Fahrrad zu erreichen. Sie sollte den Kindern, die selbst vielfach keinen Garten haben, ein Stück Gartenleben vermitteln. Dort ist die Stimmung anders als auf öffentlichen Plätzen, im Park oder im Schwimmbad, – ein Garten bietet eine ganz andere Ruhe, man kann außerdem an die Natur herangeführt werden, sprich pflanzen, pflegen und ernten und erlebt die natürlichen Gartenbewohner. Und natürlich kann man dort auch spielen.

Reso Fabrik und Jugendzentrum sind bereit, an dieser Idee mitzuwirken, sodass die Beaufsichtigung aufgeteilt wäre. Und außerdem können Gespräche und Hilfen gut während der Ruhe oder Arbeit im Garten stattfinden, bzw. gegeben werden.

Schulen sollen eingeladen werden, mit ihren Klassen hierher zu wandern und zu pflanzen und dabei den Garten und seine Möglichkeiten kennen zu lernen.

Kleiner Ausblick auf das Jahr 2014:

Zum dem Gartenkonzept hat sich bisher ergeben, dass sich nun ein weiterer Bewerber um die Fläche eingefunden hat, der leider auch die Pflege übertragen bekommen hat. Da dies der NaBu ist, der auch Jugendarbeit macht, ist es natürlich trotzdem eine gute Wahl der Verwaltung und es ist eventuell möglich, mit ihm zusammen zu arbeiten, sodass alle Kinder etwas davon haben und der Garten erstens gepflegt wird und gleichzeitig mehreren Jugendgruppen Gutes tut.  Es wurde bereits einmal geschrieben und auch ein persönliches Gespräch geführt. Sollte diese Möglichkeit der Zusammenarbeit tatsächlich nicht gelingen, werden wir andere Flächen für die Kinder finden.

Zu unserem Wettbewerb in Sachen Biodiversität, habt Ihr sicher schon gelesen: Wir haben den Preis gewonnen und stolz im Rathaus entgegen genommen!

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 30.3.2014