Jahresbericht 2014

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind (auch) in 2014 gewesen:
• Beschaffung von Spendengeldern, um die Gesellschaft lebensfähig zu machen.
• Projektentwicklung
• Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
• Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kinderschutzbund, Schulen, Polizei usw.)
• Aktionen, um Kinder und Jugendliche an das Lesen und das Medium Buch heranzuführen.
• Eine Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
• Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, Schülersprechstunden, Telefonsprechstunden

Näheres dazu:

Zunächst waren wir überglücklich, im Februar des Jahres den Umweltpreis der Stadt Buchholz für unsere Aktion „Eine Buche für Buchholz“ – in Kooperation mit der Heideschule – im Buchholzer Rathaus entgegennehmen zu dürfen! Wir fühlten uns belohnt und bestärkt in unserem Tun. Das Preisgeld wurde mit der Heideschule geteilt.

Ansonsten brachte das Jahr 2014 der „Delfinbotschaft“ insofern eine Veränderung, bzw. Vertiefung, als dass Frau Cornels-Selke sich Anfang des Jahres entschloss Evangelische Theologie zu studieren und dies seitdem auch durchführt. Da sie die Hauptarbeit der Delfinbotschaft leistet, ergaben sich dadurch verschiedene Veränderungen.
• Die Beratungen, die durchgeführt werden, haben nun einen zusätzlichen Schwerpunkt in Seelsorge.
• Behandlungen werden jetzt auch in Hamburg angeboten.
• Es kommen zu den kleinen Kindern und den Schulkindern, die meist mit ihren Müttern in die Beratung kommen, nun auch verstärkt junge Erwachsene zur Beratung.
Das junge Erwachsene gesundheitliche Unterstützung benötigen, ist uns immer wieder aufgefallen. Durch das Studium an der Hamburger Universität ist es auf neue Weise in unser Blickfeld gerutscht. Auch Studenten, junge Menschen also, die auf ihrem Lebensweg sind und gefestigt erscheinen, sind doch häufig überfordert, wenn es um ihre eigene Gesundheit geht. Nicht mehr zu Hause wohnend, aber ohne Ideen, wie sie nun selbst gut mit sich umgehen, werden sie bei der täglichen Ernährung und verstärkt in einer Krankheitssituation an ihre Grenzen gebracht. Sie liegen bei Krankheit manchmal hilflos in ihrem Zimmer oder schleppen sich krank zur Uni, weil sie dann wenigstens nicht alleine sind. So zielt die Beratung bei jungen Erwachsenen sowohl auf einen gesunden Weg durch das tägliche Leben, um präventiv zu wirken, als auch wie bisher auf Krankheitszustände.
Nebenbei gibt es kleinere Aktionen, die auf schnelle Weise Hilfe bringen und auch an die Delfinbotschaft mit ihrem Angebot erinnern sollen:
Im Jugendzentrum Buchholz wurde, in Kooperation mit dem Jugendzentrum, ein Bookcrossing-Regal eröffnet. Einerseits, um die Jugendlichen dort niedrigschwellig und unentgeltlich an Bücher heran zu führen, andererseits, um weitere Jugendliche, die Bookcrossing bereits kennen, zum Jugendzentrum zu führen. Plakate an der Wand daneben erklären Bookcrossing aber auch die Arbeit der Delfinbotschaft, damit Kinder und Jugendliche damit vertraut werden und sich im Notfall trauen zu kommen.
Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war erfolgreich. Allerschönste warme, weiche Socken in allen Größen sind angekommen! Sie konnten an Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie einerseits Zuwendung und Aufmerksamkeit, andererseits Wärme im wörtlichen Sinne gebrauchen konnten.

Auch unsere Briefaktion an die deutschen EU Ratsmitglieder wurde weiter fortgeführt, in der es hauptsächlich um Natur- und Klimaschutz geht.

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher aufsuchende Arbeit durchgeführt und auch Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen.
Auch wird nach passenden Grundstücken gesucht, um das Konzept: „Ein Garten für Kinder“ baldmöglichst umzusetzen.

Das Projekt „ich seh’ mein Leben wieder vor mir“ steht nach wie vor in den Startlöchern, hat aber bisher durch mangelnde Geldmittel noch nicht stattfinden können. Nichtsdestotrotz haben wir es in der Praxis immer wieder mit traumatisierten jungen Menschen zu tun und arbeiten mit ihnen auf bestmöglichste Weise.

Wie bisher setzen wir uns auch politisch ein:
Schulsozialpädagogen sind dort, wo die meisten Kinder sind, in der Schule. Und sie könnten Fehler in der Familie bei den Kindern ausgleichen. Doch welche öffentliche Hand wird das bezahlen? Obwohl die Klärung schon geraume Zeit andauert, müssen für die Kinder doch sofort Maßnahmen ergriffen werden. Erste Übergangsmaßnahmen haben wir durch zähes Nachhaken in Buchholz bewirken können.
Auch für die Nachmittagsbetreuung behinderter Kinder im Rahmen der Inklusion setzen wir uns ein.
Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Das Jahr 2015 hat begonnen und wir machen mit Freude weiter. Wir hoffen, Euch schon bald weitere Erfolge und Ergebnisse unserer Arbeit in 2014  bekannt geben zu können.

Wir bedanken uns für jegliche Hilfe! Sovieles ist nur durch Euer “unter-die-Arme-greifen”möglich.

Danke Danke Danke
Cornelia Cornels-Selke Buchholz, den 10.2.2015