Jahresbericht 2016

 

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2016 gewesen:

 

  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte
  • Eine weitere Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen.

 

Näheres dazu:

Auch in diesem Jahr bestand ein Teil unserer Arbeit darin, eine Hütte mit Jugendlichen zu bauen, dieses Jahr war der Innenausbau dran. Die Arbeit mit der unangenehmen Isolierung hat sich lange hingezogen, aber mit der engagierten Hilfe der jungen Menschen, ist sie schließlich geschafft worden. Danach ging es an den „Kleinkram“, wie Fensterumrahmung, der erstaunlich viel Zeit einnimmt und tatsächlich noch nicht ganz geschafft ist. Am Ende des Jahres hätten wir die Hütte als Schuppen bereits nutzen können, aber da wir es im Innenraum auch schön haben wollen, ist noch einiges zu tun. Trotzdem: Man kam zusammen, war gemeinsam erfolgreich und sah unter den eigenen Händen etwas entstehen, dass auch später von Nutzen sein wird. Nebenbei wurde immer die Chance, Gespräche zu führen, aber auch zu lachen und gemeinsam zu essen, genutzt.  Ein Sachverständiger kam, der für einen Nutzungsänderungsantrag für die Hütte begutachtet hat.

Ein schon länger schwelendes Thema für die Delfinbotschaft ist die Wohnungsnot junger Erwachsener: Das Jugendamt ist nur bis zum 18. Lebensjahr zuständig, der Herbergsverein erst ab 21. Es wurde jetzt verstärkt Kontakt mit dem Herbergsverein, der Reso-Fabrik, der Stadt Buchholz und dem Landkreis Harburg aufgenommen. Es gab verschiedene Schwierigkeiten in der Buchholzer Verwaltung, die aber Ende des Jahres behoben werden konnten. Erste Hilfe konnte gegeben werden, es sind ein paar Konzepte in Aussicht. Hier will die Delfinbotschaft sich weiter engagieren, wobei wir eher diejenigen sind, die aufmerksam machen, Anträge stellen und Verknüpfungen initiieren, da wir selbst keine Gebäude zur Unterbringung haben.

Eine engere Zusammenarbeit wird außerdem mit dem NaBu angestrebt, da auch die Umweltthemen wichtig für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen sind. Es kam zu verschiedenen Treffen mit Herrn Wiesmaier, dem Vorsitzenden des NaBu.

Genauso gab es verschiedene Treffen mit dem Jugendrat der Stadt Buchholz, um auch mit ihm über das Thema der Wohnungslosigkeit junger Erwachsener zu sprechen. Außerdem über die Idee einer neuen Jugendherberge in Buchholz.

Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war wiederum erfolgreich. Auch in diesem Jahr kamen viele warme Socken in allen Größen! Sie konnten an Mütter, Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie genau diese gut gebrauchen konnten.

 

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dieses Semester war verstärkt dem Thema Inklusion gewidmet. Die Zeiten, die sie an der Uni verbringt, sind immer auch aufsuchende Arbeit. Ob auf dem Gang, in den Unicafes oder in der Mensa: Es wurden Gespräche geführt, Tür-und-Angel-Seelsorge durchgeführt, Behandlungen und Beratungen gegeben, manchmal wurden die Studenten in die Mensa eingeladen. Diese kleine Hilfe stellt für sie manchmal genau die Unterstützung dar, die sie benötigen. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Unterstützung mehr und mehr bekannt und immer leichter auch angenommen. Die Studenten nehmen inzwischen weitere Wege auf sich, um zur Beratung zu kommen.

 

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher auch Telefonberatung gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

 

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.05.2017