Klima: Eine Recherche 1. Teil Erkennen und verdeutlichen

Hallig Hoge

Eine Recherche

Buchholz, den 17.11.2019.

Dieser Brief wurde herausgefordert durch mehrere Umstände, wie sie im Leben nun einmal auf einen zukommen, in diesem Falle auf mich zukamen, und sich teilweise so verdichten, dass man etwas lernt.

Ich selbst fange dann an herauszufinden, was wie zusammen hängt und immer will ich das auch mitteilen, um anderen diese Sucharbeit zu ersparen oder zu verkürzen und um Schaden zu vermeiden.

Weil das heutige Thema immer umfangreicher wurde, also wenn ich es ordentlich mitteilen möchte, habe ich es in drei Teile aufgeteilt.

Und, um das Ganze etwas aufzulockern, habe ich Euch Bilder dazu gestellt. Diese kommen aus unseren Touren per Fahrrad und zu Fuß in diesem Jahr. Wir haben für uns entdeckt, dass diese ganz wunderbare Möglichkeiten sind, Urlaub zu machen, Spaß zu haben oder einfach etwas Schönes zu erleben und wie nebenbei Kalorien statt Benzin zu verbrennen. Das passt zwar eigentlich mehr zum dritten Teil, aber da die Bilder damit schon ein bisschen auf das Ziel hinweisen und Euch anstecken könnten, nehme ich sie doch.

Irgendwo im Thüringer Wald

Heute kommt dran:

1. Erkennen und verdeutlichen.

Vor ein paar Tagen ist das Mobiltelefon unseres Sohnes kaputt gegangen. Glück gehabt: Es war eine Woche vor Ablauf der Garantiefrist. Nun aber schnell einsenden! So ähnlich haben wir es auch bei der Waschmaschine unserer Tochter erlebt.

Das gelingt nicht immer so. Sehr häufig müssen wir feststellen, dass kurz nach dem Ende der Garantiezeit das Gerät nicht mehr funktioniert und eine Reparatur meist auch noch teuerer als ein neues Gerät ist oder annähernd so teuer.

Ich muss davon schreiben, weil uns immer wieder von der „Wegwerfgesellschaft“ erzählt wird. Das seien wir selbst und damit seien wir alle schuld an der heutigen Klimamisere und an dem Raubbau an der Erde und auf der anderen Seite an dem Müll. Es seien doch zum Beispiel auch die Jugendlichen, die immer neue Handys wollten. Und nun fordern sie einen besseren Umgang mit dem Klima und mit den Ressourcen?

Einer meiner Kommilitonen sagte dazu sehr selbstkritisch: „Darf ich denn demonstrieren? Ich bin doch auch nicht perfekt.“

Ja, genau deshalb berichte ich. Unser Sohn wollte sein Handy sehr gerne noch behalten! Es war teuer, es war vom eigenen Geld bezahlt, vorher hatte er eigentlich nur abgelegte Modelle von anderen benutzt, es war ihm durchaus wertvoll und er wollte es durchaus nicht wegwerfen. Auch unsere Tochter wollte sehr gerne weiter waschen mit ihrer Maschine. Auch sie wollte nicht wegwerfen.

Oder wenn wir ein schönes Kleidungsstück haben, das uns gut steht und immer noch passt, gerne würden wir so ein Lieblingsstück behalten. Und wir ärgern uns, wenn es nur eine Saison hält.

Obersee

Genauso werden wir kritisiert, wie viel Essen wir, jeder durchschnittlich, wegwerfen würden. Tonnenweise soll ich angeblich in den Mülleimer tun. Ich kann Euch sagen: Das ist natürlich die auf jeden Kopf umgerechnete Durchschnittsmenge, aber das tut der normale Durchschnittsbürger deshalb trotzdem nicht.

Das sind nicht wir!

Oder dann die Plastikberge: Wir wollen unsere Gurken und gar das Bio Gemüse nicht in Plastik eingeschweißt kaufen und auf diese Weise etwas mitkaufen, was sofort nach dem Kauf weggeworfen wird, also von vornherein Müll ist. Wir müssen erst protestieren, damit wir etwas plastikfrei kaufen können…

Es ist die Industrie, die so handelt.

Und auch wenn wir persönlich ganz, ganz sorgsam mit allem umgehen, dennoch gibt es diese riesigen Mengen an Müll bei uns. Weil es nur so zu dem immensen Wachstum in jedem Jahr kommen kann und zu dem immer höheren Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren kommen kann: Wenn permanent das Alte fortgeworfen wird.

Bzw. bei der Verpackung, die ja nichts als ein Begleitstoff des Produktes ist: Da haben wir schon einmal gegen ihren immensen Einsatz protestiert. Heraus kam der „geniale“ Gedanke, dass die Industrie diese zurücknehmen und wieder verwenden müsse. Das hat sie aber nicht getan. Sie entledigte sich dieser Sache mit Zahlung an den gelben Punkt (über Umwege zahlt es also der Kunde) und machte genauso weiter wie bisher. „Entsorgt“ – was für eine Wortschöpfung…

Doch nichts ist es geworden mit: „daraus wird neues Öl oder neue Energie oder neues Verpackungsmaterial recycelt“. Die Tüten liegen überall auf der Welt herum.

Eine Klamm bei Berchtesgaden

Soweit ich weiß, gibt es sogar eine Forschung dazu, warum man so spät auf die Krisen reagiere. Mir ist klar: Zum Beispiel durch solche „Entsorgungsmechanismen“, die dann schon auf halbem Wege missraten. Aber, wie wir wissen, auch durch riesige Werbemaßnahmen, die berichten, es sei alles ganz harmlos. Und auch weil es noch immer nicht das Verursacherprinzip gibt, bzw. es verloren gegangen ist. Früher zum Beispiel gab es für „Brunnenvergifter“ höchste Strafen.

Und natürlich: Da stehen wir, gestern oder heute, vor einem riesigen Berg an Müll, Gift und den damit verbundenen Problemen, das wieder los zu werden – und es überfordert uns. Wir haben nicht das Know How (das die Firmen, die die Waschmaschinen herstellen, hätten), um alles in Gang zu halten, um das Plastik wieder los zu werden (das die Firmen hätten, die es herstellen), um die riesigen Mengen zum Beispiel an Schweinen, die weggeworfen werden, zu vermeiden (das die Firmen hätten, die die Schweinemast und die Schlachtung durchführen).

Wir könnten Angst bekommen und die Augen verschließen wollen. Denn das Alles, dieser gigantische Betrug, macht uns traurig und verzagt, mutlos und handlungsunfähig.

Aus Angst bemühen wir uns vielleicht sogar, es zu leugnen, denn das tut man gern in einer Krise, an der man sich mitschuldig fühlt.

Berchtesgadener Land

Aber das hilft uns ja nicht weiter. Jeder Krisenmanager sollte den ersten Schritt wissen, der in einer Krise zu tun ist: Schau, was ist! Wo stehe ich? Warum stehe ich hier? Wie geht es weiter? Oder aber zurück (eine Sackgasse ist der ideale Punkt zur Umkehr). Und dann handeln!

Und das tut die Industrie noch immer nicht. Bis zum Schluss wird sich geweigert, immer nur das Nötigste getan, lieber Lobbygelder verteilt, als der eigene Müll weggeräumt.

Ja, ich würde wünschen, die Macher*innen der Industrie lernten um. Dennoch traue ich ihnen nicht, wenn sie behaupten, sie würden es genau jetzt tun. Kann man neuen Wein in alte Schläuche füllen? Greenwashing nennt man das, wenn nur so getan wird, als ob alles umweltfreundlich ist, aber die Wahrheit anders aussieht.

(Es gibt hierzu eine Petition gegen Greenwashing: https://actions.sumofus.org/a/banken-greenwashing-1/?akid=63753.3674965.fBe0Nx&rd=1&source=fwd&t=7)

Boberger Düne, Hamburg

! Achtung: Dieser Rundbrief ist voller Links. Mittendrin und auch am Ende gebe ich Euch meine Quellen an, um zu untermauern, was ich behaupte. Diese Links führen alle auf fremde Seiten und ich verweise also nur auf deren inhaltlichen Stand zum Zeitpunkt meiner Erstveröffentlichung. Ich gebe zu den Links die Daten an, an denen ich die Seiten besucht habe und den entsprechenden Inhalt gefunden habe, aber ich kann keine Garantie oder gar Haftung dafür übernehmen, was in Zukunft auf diesen Seiten geschieht, da sie nicht mir gehören. So ist, Ihr werdet das im zweiten Teil dieser Recherche erkennen, die XR Business Seite nicht mehr im Netz zu finden. Damit es uns also für die Zukunft dieser Rechercheschrift erspart bleibt, wieder einmal eine Seite zur Nachforschung aufsuchen zu wollen und diese aus dem Netz genommen wurde, habe ich an ganz vielen Stellen Screenshots gemacht, um Euch auch später noch zeigen zu können, es gab sie wirklich, diese Nachrichten und wer dabei unterschrieben hat etc.

Man muss im Internet teilweise sehr suchen, aber dann findet man doch erhebliche Unterschiede vom Versprechen zum Handeln in der Industrie.[i] Ich denke z.B. an Unilever: Der letzte Konzernchef, Paul Polman, hat gesagt, er wolle sustainable, nachhaltig, produzieren. Zehn Jahre hat er den Konzern geleitet und es wurden von ihm ökologische Marken übernommen, der Gewinn damit verbessert, denn die Kunden belohnten diese Marken mit Kauf. Paul Polman hat auch öffentlich den Biosprit kritisiert, das würde die Getreidepreise künstlich verteuern. Er hört sich gut an. Aber gleichzeitig (also in seiner Zeit als CEO von Unilever) wurde aufgedeckt, dass Unilever große Flächen für Palmöl abholzen lässt.[ii]

Die Müllsammler an den Stränden können außerdem berichten, welche Marken sie dort finden: Unilever, ein Konzern, 10 % ist sein Anteil an der Müllverschmutzung der Erde.[iii] Folgendes hat Paul Polmanm über das Pariser Klimaschutzabkommen gesagt: „Wir haben eine enorme Beschleunigung erlebt, als dieses Signal gegeben wurde, (es) begann sich der Markt für grüne Anleihen zu bewegen, der Vestiture Markt[iv] begann sich zu bewegen, …“ Das klingt in meinen Augen eher so, als wolle er aus den Forderungen nach mehr Umweltschutz mehr Geld machen. Er sah die Geldströme in andere Richtungen fließen und dementsprechend investiert er heute auch (siehe weiter hinten in der Recherche).

Kurz vor Lüneburg

Außerdem wird uns noch immer nicht alles berichtet. Wer von Euch weiß, dass bis 2023 das Tankstellennetz für Wasserstoffautos flächendeckend in der Bundesrepublik fertig ist?

Ja, das steht nirgendwo. Manchmal findet man etwas zum Thema Wasserstoff, auch dass es den in Bio gibt. Aber von diesem schon stattfindenden Ausbau weiß ich nur, weil ich jemanden persönlich kenne, der damit beschäftigt ist. Meine Gedanken dazu: Es sollen wohl erstmal die Batterieautos verkauft werden (so wie die Sparbirnen nur ein Zwischenprodukt zwischen Glühbirne und LED waren). Diese Elektroautos sind immens teuer. Gleichzeitig aber lesen wir, dass ganz viele Menschen aus der Automobilbranche entlassen werden müssen, weil so ein Elektroauto viel einfacher herzustellen ist, als eins mit Diesel- oder Ottomotor und auch viel weniger Teile braucht.[v] Das passt alles recht wenig zusammen. Aber ich weiß, dass man für Batterien seltene Erden und Metalle benötigt, die irgendwo aus der Erde geklaubt werden, meist mit großem Umweltschaden und unter schlechten Arbeitsbedingungen. Und ich weiß, wie gefährlich Batterien bei einem Unfall sind.[vi]

Ich kann nicht alles durchschauen und begreifen und ich bin deshalb dabei, mich mehr und mehr zu informieren. Und jeder einzelne Mensch, der sich mit dem Gedanken an irgendeinen Kauf trägt, ist auch auf der Suche nach Informationen. Häufig genug bekommen wir stattdessen Meinungen zu hören. So fehlen beim ADAC Test der SUVs ganz einfach die jeweiligen CO2 Werte, damit man gar nicht erst vergleichen kann. [vii]

So, falls Ihr jetzt lieber hören als weiter lesen wollt, dann kann ich Euch „Tietjen talkt“ empfehlen. Dort ist gerade eben ein Interview mit Luisa Neugebauer, eine der bekanntesten Friday for Future Persönlichkeiten in Deutschland, gelaufen. Sie ist 23 Jahre alt und spricht in so kluger und verständlicher Form, dass ich das Interview 100% empfehlen kann. Es ist außerdem sehr hoffnungsgebend. Hier könnt Ihr das Gespräch noch einmal als Podcast anhören:

https://mediandr-a.akamaihd.net/download/podcasts/podcast2970/AU-20191113-1735-4600.mp3 .

Lüneburger Heide, bei Sudermühlen

Die Friday for Future Jugend (= FfF)will aufrütteln, erst einmal auch bekannt machen, worum es geht, mahnen. Und zunächst einmal haben sie damit recht,[viii] dass wir informiert sein müssen, sonst kann man uns bei unseren berechtigten Forderungen schnell mundtot machen und vom Tisch wischen.

Das Gute ist, dass die anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen von FfF, hier in Buchholz könnte ich Jannes Mittelbach und Jurek Meyer als Beispiele nennen, in breiter Front aufgestellt und engagiert sind, einander unterstützen und dabei überaus klug argumentieren und handeln. Sie stellen sich all den Fragen, die auftauchen und informieren sehr, sehr gut. Und Information ist ja zunächst das Wichtigste, damit wir aus unserer Paralyse, nämlich Angst haben und gelähmt sein und dadurch nicht handeln und nichts verändern (change nothing nothingchanges); heraus kommen.

Deshalb hänge ich zum Thema Klimawandel den Brief der Hamburger Uni an ihre Studenten an, „Klimawandel ist keine Glaubenssache“, der genau, kurz und klar erklärt, inwiefern es der Wahrheit entspricht, dass sich das Klima wandelt. Das trägt zur Klarheit und dementsprechend zur Sicherheit in der Argumentation in Diskussionen bei, denn tatsächlich wird von uninformierten (oder, wie oben erklärt, ängstlichen) Menschen das Fortschreiten eines längst begonnenen Klimawandels immer noch geleugnet und verharmlost. Andersherum aber wird, teils von denselben Leuten, jungen Menschen das Recht abgesprochen, gegen die Agonie der Gesellschaft aufzubegehren. Daher gibt es noch viele Jugendliche und junge Erwachsene, aber auch ältere Erwachsene, die sich (noch) nicht trauen, in der Öffentlichkeit eine lebenswerte Zukunft einzufordern.

  • Ganz kurz zum Argument: „Du tust ja auch nicht genug. Du bist doch mit schuld.“ Meine Antwort dazu ist, dass keiner von uns plötzlich heilig sein muss, um Missstände ansprechen zu dürfen. Ein Beispiel: Es ist sicher, dass auch ich schon mit meinen Kindern geschimpft habe, ich bin davon nicht frei gewesen, bei der Erziehung Fehler zu machen. Dennoch, obwohl ich nicht perfekt bin, dürfte ich einen Mann, eine Frau anzeigen, wenn ich miterlebte, dass sie ihre Kinder schlagen. Das ist eine Straftat, die einen Kläger braucht, damit sie vor den Richter kommt. Und da sollte jeder hinschauen und melden. Also auch, übertragen auf unseren Punkt, wenn ich als Privatperson nicht unfehlbar in Sachen Klimaschutz bin, so kann ich dennoch erkennen und dagegen aufbegehren, dass Einzelpersonen und Firmen oder Gesellschaften, das Wasser, den Boden, die Nahrung, die Tiere, die Luft vergiften und belasten. Wir erleiden hier auf vielerlei Weise Schaden und werden dann auch noch für schuldig erklärt…
  • Ganz kurz zum Argument: „Du hast doch keine Ahnung von Wirtschaft und/oder Politik, halt Dich da raus.“. Meine Antwort ist dazu, dass ich, auch wenn ich kein Dachdecker bin, dennoch fehlerhafte Arbeit eines Dachdeckers erkennen kann, weil nämlich Wasser durch das Dach kommt. Und das darf ich und muss es auch anzeigen, sonst wird das Haus durch das eindringende Wasser zerstört. Punkt. Es ist ganz einfach, da zu argumentieren. Ja, sogar anders herum: Gerade weil ich keine Ahnung vom Dachdecken habe, muss ich von dem, der es gelernt hat, verlangen können, dass es richtig gemacht wird. Der (oder die) hat es gelernt und der (oder die) muss es können. Er (oder sie) verdient daran. Und ich muss es kritisieren, wenn ausgerechnet der Fachmann (oder die Fachfrau) es verkehrt oder falsch oder gar vorsätzlich falsch macht.
  • Ganz kurz zu dem Argument: „Das ist Klimahysterie. Das ist Irrlehre“. Sowohl der EIKE Verein in Deutschland, wie das Heartland Institute international sind finanziert von anonymen Geldgebern z.B. hinter dem Donors Trust / Donors Capital und intensiv dabei, Pseudostudien und Pseudowissenschaft in die Politik und über Youtube / Influencer (z.B. Naomi Seibt[1]) unter die Leute, auch in die Schulen, zu bringen, um den Klimawandel zu leugnen, um die Menschen dahingehend zu verunsichern, dass im Sinne der anonymen Geldgeber weiterhin industriefreundlich und klimaschädlich gehandelt wird.[2] Ein verwirrter Bürger tut nämlich nichts mehr gegen den Klimawandel, er verharrt und wartet ab, er wählt falsch und dies ist im Sinne derjenigen, die durch Handlungen gegen den Klimawandel Geldeinbußen hinnehmen müssten.

Hier ist der Bericht dazu:  https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2020/02/04/das-heartland-institute-wie-us-klimaleugner-politik-in-europa-machen , 10.02.2020. https://correctiv.org/top-stories/2020/02/04/die-heartland-lobby/ ,09.02.2020. Hier ein Film: https://www.zdf.de/politik/frontal-21/undercover-bei-klimawandel-leugnern-100.html ,09.02.2020.

Auch die Studie über die angebliche Unschädlichkeit von Glyphosat ist von Monsanto selbst initiiert und bezahlt worden. So entstehen „wissenschaftliche“ Studien, die in Wahrheit zu einem bestimmten Zweck, in diesem Falle der Verharmlosung eines tödlichen Mittels, gezielt bei  „Wissenschaftlern“ eingekauft wurden:

https://www.lobbycontrol.de/2019/12/monsanto-glyphosatstudien/, 09.02.2020.    https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/glyphosat-studien-monsanto-101.html ,09.02.2020.


[1] Anm.: Laut eines Facebook-Posts des Landesverbandes Rheinland-Pfalz der „Junge Alternative“ ist sie Mitglied in der AfD-Jugendorganisation. 09.02.2020.

[2] „Sie nehmen wissenschaftliche Begriffe und missbrauchen sie für politische Zwecke. Die sind gar nicht an einer wissenschaftlichen Arbeit interessiert“, sagt die Potsdamer Nachhaltigkeits-Forscherin Mar über die selbst ernannten Klimaexperten.“. Zitat von https://correctiv.org/top-stories/2020/02/04/die-heartland-lobby/ ,09.2.2020.

 Es gibt gute Recherche Seiten, die sich mit normalem Journalismus nicht zufrieden geben. Dort erfahrt Ihr noch viel mehr, um erkennen zu können, überzeugt zu sein und in korrekter Form sprechen zu können – oder aber den Zweiflern die Seiten einfach als Link zu senden, statt mit ihnen immer wieder dasselbe besprechen zu müssen.  Unten deshalb auch ein Link, in dem es über die steigenden Wasserstände geht, die natürlich gemessen werden und hier zusammen getragen wurden. Und noch ein Link vom Spiegel über eine neue Studie zum Klimawandel, der deutlich macht, dass die Mittelmeerländer schon heute weit mehr betroffen sind.

Und dann können wir uns recht sicher bei den Demonstrationen der FfF Bewegung anschließen und von Industrie und anderen Herstellern und Politik fordern, dass es anders werden muss. Denn, wie oben erklärt, liegt das Handeln und wieder Gerade-Rücken natürlich besonders beim Verursacher.

Der Countdown für 2020 läuft jedenfalls weiter, auch wenn die Politik schon auf 2030 verschoben hat: Wenn wir ganz viel Zeit geben wollen, bis Ende 2020, dann haben wir noch 412 Tage, um die Ziele zu erreichen, die damals auch von der Bundesrepublik in Paris (12. Dezember 2015) beim Klimaschutzübereinkommen formuliert wurden. 393Tage, wenn wir bis zum Jahrestag des Übereinkommens rechnen, 47Tage, wenn wir bis Anfang 2020 rechnen.[ix]

Dass wir auch etwas tun können, ist klar, dafür habe ich auch in den früheren Briefen schon viele Beispiele gegeben[x] Natürlich kommen noch weitere Vorschläge, die dann im 3. Teil. Und, wenn ich mich umschaue, wird von ganz, ganz vielen Menschen längst sehr genau auf das eigenes Handeln geschaut. Ich persönlich sehe durchaus die Möglichkeit für gute Entwicklung.

Nun folgt in einer weiteren Mail der zweite Teil der Recherche, ich glaube an Textmenge reicht es gerade jetzt schon, oder?

Ich grüße Euch sehr herzlich und verbleibe bis zum nächsten Teil.

Cornelia Cornels-Selke

Zu Fuß im Berchtesgadener Land

Anhang:

  1. Brief von der Uni Hamburg an alle Studenten
  2. Zum Weiterforschen, zur Untermauerung, als Hilfe – Meine Quellen
  3. Und als Endnote, weitere Quellen zum Text

1. Der Klimawandel ist keine Glaubenssache

27. September 2019, von Christina Krätzig

Ausgetrocknetes Flussbett in Europa: Längst ist der Klimawandel auch bei uns angekommen

Die Auseinandersetzungen zwischen Klimaaktivistinnen und -aktivisten und Menschen, die den Klimawandel leugnen, werden schärfer. Die Universität Hamburg besitzt seit vielen Jahren besondere Expertise in der Klimaforschung, bereits zum dritten Mal konnte sie ein Exzellenzcluster auf diesem Gebiet einwerben. Hier finden Sie Fakten, die fünf häufig bemühte Mythen entkräften.

Mythos Nr. 1: Einen globalen Temperaturanstieg kann man gar nicht messen; es gibt nicht genug Messpunkte.

Stimmt nicht. Denn: Forschende greifen auf viele verschiedene Quellen zurück, um das Klima der Vergangenheit zu rekonstruieren. Verstreut über die ganze Welt haben Menschen die Temperaturen jahrhundertelang aufgezeichnet, häufig anhand von indirekten Indikatoren. Eine der längsten Zeitreihen über den Beginn der japanischen Kirschblüte reicht bis ins Jahr 800 n. Chr. zurück. Die Ausdehnung des Meereises in der Arktis lässt sich anhand von Logbüchern von Walfängern rekonstruieren. Eine weitere Quelle ist die Natur selbst: Baumringe, Sedimentablagerungen oder Fossilien spiegeln das Klima der Vergangenheit wider. „Dass es nicht ausreichend Daten gebe, ist eine unhaltbare Behauptung – für historische Zeiträume ebenso wie für die jüngere Vergangenheit. Allein aus dem Stadtgebiet Hamburg existieren für das 20. Jahrhundert neun Messreihen“, fasst Statistik-Experte Dr. Christian Franzke vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit der Universität Hamburg zusammen.

Mythos Nr. 2: Der derzeitige Klimawandel ist natürlich und nicht vom Menschen verursacht. Das Klima hat auch in der Vergangenheit geschwankt.

Tatsächlich hat das Klima schon immer geschwankt. Seit der letzten Eiszeit vor mehr als 10.000 Jahren ist die globale Temperatur um rund 5 °C gestiegen. Tiere und Pflanzen hatten also mehrere tausend Jahre Zeit, sich anzupassen. In den vergangenen 150 Jahren geht es plötzlich ganz schnell: Die globale Mitteltemperatur hat sich in diesem kurzem Zeitraum um etwa 1 °C erhöht. So schnell können sich Tiere, Pflanzen und Gesellschaften nicht anpassen. Zudem hat sich das Klima der Erde in den vergangenen zwei Jahrtausenden nie an so vielen Orten gleichzeitig erwärmt wie derzeit. Der aktuelle Temperaturanstieg betrifft 98 Prozent der Erdoberfläche. Fazit: „Die natürliche Erwärmung reicht nicht aus, um den starken und schnellen Anstieg der globalen Temperatur im vergangenen Jahrhundert zu erklären. Der ist nur durch die sogenannte anthropogene Erwärmung erklärbar – also durch die Erwärmung, die der Mensch verursacht“, so Franzke.

Mythos Nr. 3: Der Treibhauseffekt kann den Klimawandel nicht verursachen, weil er ein natürlicher Vorgang ist.

Der Treibhauseffekt ist tatsächlich ein natürlicher Vorgang. Ohne ihn wäre Leben auf der Erde unmöglich; er erhöht die globale Mitteltemperatur um 33 °C von minus 18 auf plus 15 °C. Zu den Treibhausgasen, welche die Temperaturen auf der Welt beeinflussen, gehören Kohlendioxid,  Methan und Wasserdampf. Aber: Es ist weiteres CO2 hinzugekommen. „Seit Beginn der Industrialisierung verbrennen die Menschen Kohle, Erdöl oder Erdgas. Diese enthalten Kohlenstoff, der als Treibhausgas Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt und den Treibhauseffekt in gefährlichem Maß verstärkt“, erklärt Prof. Dr. Detlef Stammer, Sprecher des Exzellenzclusters „Climate, Climatic Change, and Society“.

Mythos Nr. 4: Man weiß gar nicht genau, wie Treibhausgase wirken.

„Bereits vor hundert Jahren hat der schwedische Physiker und Chemiker Svante August Arrhenius theoretisch berechnet, wie sich die Erhöhung der Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre auswirken wird, und steigende Temperaturen vorhergesagt“, sagt Prof. Stammer. Heute ist die Wirkungsweise von Treibhausgasen nicht nur verstanden, sondern auch durch Satellitenmessungen nachweisbar: Die Sonne strahlt Energie in Form von Licht zur Erde. Die Erdatmosphäre lässt diese Strahlung größtenteils durch. Dann strahlt die Erde Energie in Form von Wärme zurück. Treibhausgase behindern diese Rückstrahlung ins All.

Und zum Abschluss noch eine gängige Vorstellung der Klimaskeptikerinnen und -skeptiker: Der Klimawandel betrifft nur andere Kontinente, nicht den eigenen – und das auch erst in ferner Zukunft.

Diese Vorstellung ist falsch. Der Klimawandel ist da; auch hier in Europa. So ist beispielsweise der Meeresspiegel seit 1880 im weltweiten Durchschnitt um 25 Zentimeter gestiegen. Das betrifft auch Hamburg: Die Hansestadt hat ihre Deiche gerade erst um 80 Zentimeter erhöht. Die Häufungen von Extremwettereignissen wie Starkregenfällen, Hitzewellen und Dürreperioden in den vergangenen Jahren sind ebenfalls Folgen des Klimawandels. Dass wir sie im Alltag vergleichswenig wenig bemerken, ist eine Folge unseres Wohlstands: Anders als ärmere Länder können wir uns schützen, indem wir Deiche bauen oder Ernteausfälle durch Lebensmittelimporte aus dem Ausland kompensieren.  

2. Zum Weiterforschen, zur Untermauerung, als Hilfe – Meine Quellen:


Klimawandel keine Glaubenssache, seht Ihr in Gänze ganz am Ende des Briefes:

https://www.uni-hamburg.de/newsroom/im-fokus/2019/09-27-klimaleugner.html , 29.10.19.

Weltklimarat. Link zum IPCC-Sonderbericht zu Ozean und Kryosphäre SROCC (Englisch, abrufbar ab 25. September 2019):

https://www.ipcc.ch/srocc/home/  , 29.10.19.

Artenvielfalt schwindet schneller als angenommen:

https://www.uni-hamburg.de/newsroom/presse/2019/pm56.html , 29.10.19.

Sehr, sehr gute Rechercheseite zu den Wasserständen:

https://correctiv.org/aktuelles/steigende-meere/2019/06/03/land-unter-das-meer-bedroht-drei-millionen-menschen-an-deutschen-kuesten ,15.11.2019.

Vom Spiegel über neue Erkenntnisse, besonders im Mittelmeerraum:

https://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/klima-studie-mittelmeerregion-stark-vom-klimawandel-betroffen-a-1291019.html ,15.11.2019.

Die Tagesschau zum Klimawandel und zum Wald.

https://www.tagesschau.de/ausland/klimawandel-regional-101~_origin-bcd186ab-0e1d-4119-a37a-fc0cd19e4325.html , 15.11.2019.

https://www.tagesschau.de/inland/waldgipfel-109.html , 15.11.2019.

Einiges zur Wasserqualität: https://taz.de/Karte-zur-Wasserqualitaet/!5621198/ , 15.11.2019.

Wasserqualität in Deutschland, wer leitet wo ins Wasser:

https://www.thru.de/karte/ ,15.11.2019.

Auswirkungen der Agrarpolitik z. B auf das Wasser (also unser Trinkwasser)  Gülle macht das Trinkwasser teurer. https://correctiv.org/top-stories/2017/06/13/irrsinn-der-agrarpolitik/ , 15.11.2019.

13 Millionen Schweine werden jährlich weggeworfen, bevor sie beim Kunden landen:

https://utopia.de/schweine-fleisch-animal-rights-watch-13-millionen-84312/ , 15.11.2019.

Zum Wasserstoff:

https://www.zeit.de/mobilitaet/2019-05/brennstoffzelle-wasserstoff-elektroautos-energiespeicher-mobilitaetswende-forschung?utm_source=pocket-newtab

vom 31.5.2019, 15.11.2019.

https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/verkehr/der-weltweit-erste-wasserstoff-zug-faehrt-im-regulaeren-linienbetrieb/ ,15.11.2019.

https://app.handelsblatt.com/unternehmen/energie/energie-hamburg-will-weltgroesste-wasserstoff-elektrolyse-im-hafen-bauen/24982532.html ,15.11.2019.

https://m.spiegel.de/wissenschaft/technik/wasserstoff-schweizer-entwickeln-wasserstoff-tankstelle-fuer-zuhause-a-1292625.html ,15.11.2019.

3. Und als Endnote, weitere Quellen zum Text:


[i] Vgl. zum Thema Greenwashing: https://www.wiwo.de/erfolg/management/fuehrungswechsel-sustainable-finance-mehr-regulierung-ist-wuenschenswert/25074078.html , 15.11.2019.

[ii]Zu Paul Polman , ehemaliger CEO von Unilever:
https://goexplorer.org/ceos-must-be-activists-paul-polman/ = Zeitungsbericht über Paul Polman vom 5.2.2019. 15.11.2019.
Das klingt alles sehr gut, Unilever hat durch Ökologischen Firmeneinkäufe ihre Zahlen sehr verbessert, aber halten sie sich an ihre Versprechen?

https://www.businessinsider.de/ein-erschuetterndes-video-bringt-nestl-unilever-und-co-in-erklaerungsnot-2018-5  = Unilever hält sich nicht an seine Versprechen. 2018 wurde der Regenwald in Papua Neuguinea gerodet für Nestlé, Mars, Unilever… Also zu der Zeit als Paul Polman dort Konzernchef war.
Wurde aufgedeckt von Greenpeace, die Firmen sagten, sie hätten das nicht gewusst und müssten nochmal genauer hinsehen. 15.11.2019.
 

[iii] Vgl.: https://m.bote.ch/nachrichten/wirtschaft/greenpeace-kritisiert-nestle-und-unilever;art46442,1040570 = 10%des Plastikmülls, der an den Stränden gefunden wird stammt von Unilever vom 22.9.2017. 15.11.2019.

[iv]  Anm.: Er meint Bekleidungsmarkt.

[v] Vgl.: https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/auto-zulieferer-krise-stellenabbau-1.4654232?utm_source=pocket-newtab ,15.11.2019.

[vi] Vgl.: https://tirol.orf.at/stories/3021270/?utm_source=pocket-newtab ,17.11.2019.

[vii] Vgl.: https://m.spiegel.de/wissenschaft/mensch/co2-in-produkten-der-konsument-kann-gar-nicht-lesen-kolumne-a-1292254.html ,16.11.2019.

[viii] Anm.: http://www.neue-rechtschreibung.net/2009/06/02/haben-sie-recht-oder-recht/ .28.10.19.

[ix] Vgl.: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/paris_abkommen_bf.pdf. , 15.11.2019.

[x] Anm.: Gute Tipps gibt es zum Beispiel bei www.smarticular.net , wie auch Bücher dazu: https://www.smarticular.net/buecher/psb/ 28.10.19.