Klima: Eine Recherche. 3.Teil Handeln

Klima: Eine Recherche

Inhalt:Klima: Eine Recherche. 1

3. Handeln. 4

Die Verpackung: 5

Mehr zum Wasser: 8

Unser Essverhalten hat enorme Auswirkungen: 11

Verknüpfung zu weiteren Punkten: 15

Die Energie: 19

Geldströme umleiten: 22

Unsere Mobilität: 24

Raus aus dem eigenen Klein-Klein, wir fragen mal die Stadt/ die Gemeinde: 26

Wählen und wählen lassen. 29

Der große Schritt – Die Klage: 30

Der ganz große Schritt: Die Verfassungsbeschwerde: 31

Darüber noch  hinaus : Wir gehen an die EU.. 33

Klage vor den UN.. 35

Hier kommen die Fragen an Gemeinde/ Stadt, Kirche und Landwirte: 36

A. An die Gemeinde / Stadt. 37

1. Zum Transport und Verkehr: 37

2. Energie. 40

3. Bauen und Wohnen / Arbeiten und Leben. 41

4. Wasser. 42

5. Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsschutz. 43

6. Geld / Plan. 46

7. Katastrophenschutz. 47

B. An die Kirche. 48

1. Zum Transport und Verkehr: 49

2. Energie. 50

3. Bauen und Wohnen / Arbeiten und Leben. 51

4. Wasser. 52

5. Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsschutz. 52

Geld / Plan. 53

C. An die Landwirt*innen. 54

So, und jetzt möchte ich mich bedanken! 55

Zum Weiterforschen, zur Untermauerung, als Hilfe – Meine Quellen: 56

Buchholz, den 07.02.2020

Wir schreiben ein neues Jahr und 2020 klingt doch irgendwie nach einem guten Anfang. Meine allerbesten Wünsche sende ich Euch dafür!

Jahresanfang, gute Vorsätze, also perfekt für den dritten Teil der angefangenen Recherche. Und man höre und staune: In einem Land, in dem vor kurzem noch Klimademonstranten festgenommen wurden, sagt der Präsident nun, der Klimawandel habe Priorität Nr 1. Viele Städte in seinem Land seien auf Permafrostböden gebaut und man könne sich vorstellen, was für eine Gefahr das Auftauen dieser Böden für das Leben der Menschen habe.[i] Und in Davos 2020 sagte Angela Merkel, wir bräuchten eine Transformation![ii]

Das ist der richtige Ausdruck – Transformation. Höher, schneller, besser, weiter, ich bin der Beste, ich hole mir schnell noch alles, bevor du es dir holst, das ist ALTE WELT. Miteinander, zufrieden, im Frieden leben, das ist das NEUE. Und wir alle hätten gut davon.[iii]

  • Kopenhagen will 2025 klimaneutral sein und sie sind schon weit vorne, dazu haben sie zum Beispiel ihre alten Kohlekraftwerke umgebaut (das kann man also auch). „Die Europäische Kommission verlieh Kopenhagen schon im Jahre 2014 den Titel der Umwelthauptstadt Europas. Darüber hinaus führt Kopenhagen den euopäischen Green City Index an und Dänemärk rangiert häufig auf Platz 1 des World Happiness Report. Die Stadt will nicht nur bis zum Jahr 2025 klimaneutral sein, sondern wird auch generell von ihren Bewohnern als höchst lebenswert empfunden.“ [iv]
  • Und die Stadt Reykjavik nutzt vollständig erneuerbare Energien: Wasserkraft und Geothermie. Ganz Island ist energieautark, also unabhängig von Erdöl als Energiespender. Dort haben sie als einziges Problem noch die Autos.
  • Auf der französischen Insel Réunion benutzt man das Obere von Gewächshäusern für Solarmodule, das untere für die Pflanzen, grob gerechnet versorgen 12 Gewächshäuser jeweils 600 Haushalte mit Elektrizität.[v]

Dennoch, vorher bei der COP25 in Madrid wurde wieder nicht viel Wertvolles entschieden.[vi] Der Countdown aus dem Klimaschutzabkommen in Paris für 2020 läuft ja weiter, auch wenn wir 2020 schon erreicht haben (und wenn die Politik längst auf 2030 verschoben hat): Wenn wir ganz viel Zeit geben wollen, bis Ende 2020, dann haben wir noch 328 Tage, um die Ziele zu erreichen, die damals auch von der Bundesrepublik in Paris (12. Dezember 2015) beim Klimaschutzübereinkommen formuliert wurden. 309Tage, wenn wir bis zum Jahrestag des Übereinkommens rechnen, – wenn wir bis Anfang 2020 gerechnet haben, dann ist diese Zeit abgelaufen.[vii]  

Wir haben also wieder einmal viele Jahre verstreichen lassen, auch hier in Deutschland, ohne etwas Entscheidendes für die Rettung der Lebensgrundlagen unserer Kinder und Enkelkinder zu tun, und das obwohl eine Studie zeigt, dass z.B. die Mehrheit der deutschen Wähler*innen eindeutig einen Kohleausstieg zu 2025 wünschen.[viii]

  • An vielen möglichen Stellen wurde zu wenig getan, an diesen Stellen sind die Werte gleich schlecht geblieben, dort haben wir also nur einen Stillstand auf einem zu schlechten Wert erreicht. Hier stehen wir quasi an einer Kreuzung, an der wir jetzt endlich ganz bewusst unsere Wahl für das Leben treffen sollten.
  • Dort, wo sogar weiterhin gedankenlos in der falschen Weise einfach weiter gemacht wurde, haben sich die Werte auch weiter verschlechtert, da sind wir schlicht auf dem falschen Weg unterwegs. Letztlich muss die Reaktion darauf heißen, dass wir hier nur noch umkehren können, stoppen und wirklich konsequent ANDERS handeln müssen als bisher.
  • An manchen Stellen wurde zwar tatsächlich verbessert. Aber dadurch, dass wir an anderen geschlafen haben, werden die Erfolge aufgezehrt. So sind wir zu langsam in die richtige Richtung unterwegs. Auf den richtigen Wegen müssen wir mehr tun, auf den falschen wirklich umkehren.

Und deshalb geht es heute, wie ja schon in manchen, vorherigen Rundbriefen von mir, um das eigene Handeln.[ix] Wenn ich mich für das Leben entscheide, meines und das anderer Lebewesen und unserer Nachkommen, dann muss ich irgendwie Ideen haben für das richtige Handeln, guter Wille alleine ist jetzt längst zuwenig. Deshalb heute:

3. Handeln

Hier kommt hauptsächlich Neues zu dem Thema. Es ist in diesem Brief deshalb wieder eine Unmenge an neuen Links, hinter denen Ihr weiterforschen könnt. Ich verweise auch manchmal auf ältere Mails von mir, in denen ich auch schon Ideen weiter gegeben hatte. Ich bemühe mich aber, möglichst selten Wiederholungen vorzunehmen.

Kurze, notwendige Erklärung noch einmal dazu:

 ! Achtung: Dieser Rundbrief ist voller Links. Mittendrin und auch am Ende gebe ich Euch meine Quellen an, um zu untermauern, was ich behaupte. Diese Links führen fast alle auf fremde Seiten und ich verweise mit ihnen also nur auf deren inhaltlichen Stand zum Zeitpunkt meiner Erstveröffentlichung. Ich gebe zu den Links die Daten an, an denen ich die Seiten besucht habe und den entsprechenden Inhalt gefunden habe, aber ich kann keine Garantie oder gar Haftung dafür übernehmen, was in Zukunft auf diesen Seiten geschieht, da sie nicht mir gehören. So ist, Ihr habt das im zweiten Teil dieser Recherche gesehen, die XR Business Seite nicht mehr im Netz zu finden. Damit es uns also für die Zukunft dieser Rechercheschrift erspart bleibt, wieder einmal eine Seite zur Nachforschung aufsuchen zu wollen und diese aus dem Netz genommen wurde, habe ich an ganz vielen Stellen Screenshots gemacht, um Euch auch später noch zeigen zu können, es gab sie wirklich, diese Nachrichten und wer dabei unterschrieben hat etc.

Das Ganze soll zu Euch passen und leicht in Euer Leben einzubauen sein, deshalb bemühe ich mich jetzt gleich ganz stark in unterschiedliche Bereiche einzuteilen. Dann könnt Ihr etwas vor und zurück scrollen, oder auf die entsprechenden Punkte im Inhaltsverzeichnis tippen, um schneller Passendes für Euch zu finden. Dann, hoffentlich bald schon, habt Ihr bestimmt auch einmal die Zeit, alles zu lesen und findet dann evt. noch mehr für Euch.

Das Interessante und Großartige ist, dass Ihr, egal an welcher Stelle Ihr anfangt, eine Auswirkung auf alle anderen Bereiche erleben könnt. Weil die Dinge systematisch zusammenhängen.[x]

Ich beginne ganz kurz im eigenen Zuhause, gehe von dort weiter nach draußen, in die Landschaft, in die Gemeinde, den Staat. Kommt doch mit und schaut, was wir alle tun können, wenn wir wollen. Und dann lasst uns anfangen.

Ihr könnt Euch vorher kurz diesen Film ansehen, quasi als Einstimmung: https://www.youtube.com/watch?time_continue=212&v=-Q0xUXo2zEY&feature=emb_logo  , 01.02.2020. Lohnt sich.

Ganz kurz zu dem  Argument: Das geht ja nicht von heut auf morgen. Das braucht Zeit.

Oder:

Bald haben wir Technologien entwickelt, die das wieder gerade rücken. Wir müssen uns jetzt nicht kümmern.

Mit diesen Ausweichsätzen drückt man sich vor der Verantwortung und will die Lösung in die Zukunft und auf andere schieben. Das kennen wir von der Atomenergie, wo man auch davon träumte, dass es irgendwann eine Lösung für die „Entsorgung“ geben würde – die es bis heute nicht gibt und weshalb wir auf dem gemeingefährlichen Atommüll herum sitzen.[xi]

Alles was jetzt verzögert, verknappt die Zeit, in der wir letztlich handeln müssen.

Außerdem haben wir diese Zeit gehabt: Als ich ca. acht war, haben mein Vater und ich über eine Nutzwasseranlage im Haus nachgedacht, um das Dusch- und Badewasser für die Toilette zu nutzen. Das gab es damals noch nicht. Aber fünf Jahre später, als ich dreizehn war, da hatte er schon eine Wärmepumpe im Gebrauch, um auf diese Weise weniger Heizöl zu benötigen und auf der Schönheitsfarm im Sommer die Heizung ganz abstellen zu können.  Die Ideen und auch Lösungen sind also bereits sehr lange vorhanden, es gab ja die Ölkrise in den Siebzigern, man hat sich im Folgenden nur nicht mehr genug darum gekümmert und SO die Zeit verknappt. Jetzt ist weiteres Aufschieben verboten.

Also, zunächst einmal klein-klein zu Hause, immer nur Beispiele, Ihr findet sicherlich noch mehr oder Besseres:

Die Verpackung:

  • Wir bemühen uns Gläser, statt Plastik zu kaufen. Gläser können wir waschen und wieder verwerten, immer wieder, oder auch recyceln. Darin sind ganz nebenbei keine Weichmacher enthalten (die z.B. im Verdacht stehen, Kreidezähne zu verursachen). [xii] Da Gläser schwerer sind als Plastik und der Transport dadurch eventuell teurer, aber auch wegen des Transportweges überhaupt, achten wir dementsprechend möglichst auf regionale Ware.[xiii]

Plastikmüll                                                                     in Portugal am Strand

Gläser kaufen                                                                und wieder benutzen

Wollt Ihr etwas dazu hören?

  • Reinhard Schneider, er leitet das Unternehmen Werner und Mertz, z.B. die Marke Frosch gehört dazu, ist gerade mit dem Umweltpreis ausgezeichnet worden, wegen seiner unternehmerischen Rundum-Nachhaltigkeitsstrategie.

Rundum bedeutet, dass die Reinigungsmittel, die Kosmetik, also der Inhalt, genauso wie außen herum die Verpackung, umweltgerecht und abbaubar sein müssen, die Herstellung energiearm. Das Waschmittel selbst ist z.B. vegan (sehr häufig werden sonst Tiere zu Seife gemacht). Für die Verpackung wird dort teils zu 100% Recyclat genutzt.[xiv] Schneider berichtet dazu in einem Interview, dass man dies optisch gar nicht mehr von neu hergestelltem Plastik unterscheiden kann (früher war es graubraun). Außerdem spart es im Vergleich zu normalem Plastik 60% der Herstellungsenergie. Je mehr Firmen daran teilnehmen würden, umso günstiger wäre dies Verfahren und dann wäre es endlich so, wie vormals gedacht, dass eben wirklich das gesammelte Plastik wiederverwertet wird. Interessantes Interview:

https://www.hr1.de/programm/podcasts/talk/oekonomie-und-oekologie-koennen-zueinander-finden–reinhard-schneider-unternehmer-und-traeger-des-deutschen-umweltpreise,podcast-episode-62766.html , 12.01.2020.

Bei der Produktion des vielfach wirklich überflüssigen Stoffes Plastik, entsteht erstens  z.B. in Form von Abgasen, ein Schaden für die Umwelt und es wird Energie verbraten, die wir für anderes dringender benötigen.[xv] Und am Ende der Produktionskette haben wir den gigantischen Plastikberg, der sich über die Erde ausbreitet (und damit meine ich auch die Ozeane) und Mikroplastik allüberall…

  • Ganz ohne fremde Verpackung könnt Ihr auf dem Wochenmarkt kaufen, oder bei manchen Läden, in denen sie für Eure mitgebrachten Schalen eine extra Wanne auf den Tresen stellen. Es gibt auch immer mehr Unverpackt-Läden, man kann übrigens selbst einen aufmachen (dazu habe ich im Rundbrief http://www.cornels-selke.de/news/?p=513  geschrieben).[xvi]
  • Um Verpackung von Shampoos, Duschgel etc. zu sparen, kann man sich stattdessen, wie früher, wieder mit Seife waschen. Die ist einfach in Papier eingewickelt oder lose zu Kaufen.
  • Damit man am Ende nicht diese Winzseifenreste hat, kann man Seifenbeutel/-säckchen benutzen.[xvii]
  • Man kann Shampoo auch selbst machen und in Nachfüllspender geben.
  • Auch von früher kennt man Wachstücher. Mit denen können wir Klarsichtfolie sparen.
  • Ach, unsere eigene Verpackung, die Kleidung (ich erwähnte sie schon im 2. Teil), ist so ein Riesenthema, dass ich sie hier nicht mit hinein genommen habe. Dieses Thema beinhaltet die Umwelt, das Klima und in großem Maße die Menschenrechte. Es ist schon sinnvoll, dies zu bedenken. Es gibt ein Buch dazu: „Wieviele Sklaven halten Sie?“ von Eva Hartmann und diese informative Seite: www.slaveryfootprint.org ,01.02.2020 (es geht über die Kleidungsindustrie hinaus, denn auch bei Kaffee, Schokolade, Schmuck, Fleisch etc. müssen wir uns immer wieder diesem Thema stellen). 
  • Kurz etwas zu Plastiktellern: Ein Bekannter von uns, der im Finanzamt arbeitet, hat dafür gesorgt, dass im ganzen Amt auf Festen kein Plastikgeschirr/-besteck mehr verwendet wird. Es wurde schlicht Porzellan für solche Fälle angeschafft.
  • Eine Dame hat allüberall Geschirr etc. zusammen gesammelt und stellt es, in ihrer Garage in großen Jutesäcken vorsortiert (beschriftet mit 6 Teller, 6 Becher, 10 mal Besteck etc),  jedem zur Verfügung, der ein Fest feiert. Süße Idee.

Mehr zum Wasser:

“Mikroplastik zieht wie ein Magnet chemische Stoffe und Hormone an, die im Wasser treiben“ “Die Partikel geraten in den Blutkreislauf der Fische, die wir essen. Das ist dann schlicht toxisch für uns.” Zitat von der Taucherin Ross in der Ägäis.

Also: Wie hole ich Mikroplastik aus dem Meer?[xviii] 

Der 18 Jährige Ire Fionn Ferreira hat sich Gedanken dazu gemacht und eine bereits ausgezeichnete Methode entwickelt. Und es sind schon diverse Menschen aktiv, das Plastik wieder aus dem Wasser zu fischen: Ob in den Grachten von Amsterdam, beim großartigen Ocean Clean up von dem jungen Niederländer Boyan Slat, oder durch dessen neues Projekt, dem Interceptor, der das Plastik gleich aus den Flüssen sammelt,[xix] durch Taucher im Mittelmeer (“Aegean Rebreath”), durch Absammlung der Strände, um Armbänder daraus zu machen (4Ocean) und Einsammlung von, so genannten, Geisternetzen im Meer, auch um Armbänder oder Socken daraus zu machen, oder die Idee von der Aachener Architektin Marcella Hansch, das  Pacific Garbage Screening oder genauso das erfundene Seabin von den zwei australischen Surfern Andrew TurtonundPete Ceglinski .[xx]  Es hat sich übrigens auch jemand eine Trinkwassergewinnung/-reinigung ganz ohne Strom, direkt aus dem Fluss/See, ausgedacht.[xxi] : Guckt doch mal, das macht schon Spaß zu entdecken, was es für Lösungsversuche gibt.

Wir können helfen:

  • Zum Beispiel indem wir Mikroplastik im Inhalt vermeiden. Teilweise ist es nämlich im Inhalt des Produktes verborgen (auch bei solchen Firmen wie Bodyshop, die den Nimbus haben, naturschonend zu arbeiten). Einen Screenshot dazu hattet Ihr im 2. Teil gesehen. Damit Ihr diese Sachen gleich vermeiden könnt, kommt die ganze Broschüre, um welche Produkte es sich handelt, zum Downloaden:  https://www.bund.net/fileadmin/user_upload_bund/publikationen/meere/meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf  .
  • Zum Beispiel, indem wir selbst beim jährlichen coastal clean up mitmachen: https://oceanconservancy.org/trash-free-seas/international-coastal-cleanup/ ,25.01.2020.
  • Es wurde darauf hingewiesen, dass Konzerne, die Wasser abfüllen und verkaufen, ganze Landschaften trocken legen.[xxii] Dann wurde das Wasser auch immer mehr in Plastikflaschen abgefüllt. Der Getränkehändler Hans-Peter Kastner hat deshalb verkündet, bei ihm gebe es nur noch Glasflaschen. Sein Beispiel kam in die Presse und verbreitete sich. Schon so ein mutiges Statement kann helfen!
  • Außerdem entwickelte sich beim Verbraucher vermehrt die Idee, das Wasser aus dem Hahn zu nehmen. Dieses Wasser wird in den Wasserwerken täglich untersucht und damit häufiger, als die Wasser-abfüllenden Firmen überprüft werden, insofern finde ich das ganz sinnvoll. Mit Sodastream (1993 bei Hobbythek vorgestellt) kann man es aufsprudeln (Wie bitte? CO2 extra in die Flasche quirlen? Wollten wir das Zeug nicht vermeiden? Na ja, bei der fertigen Brause ist es auch drin) und dann Geschmack zusetzen. Aber jetzt ist Nestlé auch auf diesem Markt, bitte guckt bei dem Produkt, das Ihr kaufen wollt mal hintendrauf, woher es kommt, also wohin Euer Geld geht.

Kleine Mineralbrunnen, die ordentlich arbeiten, werden teilweise zusammen mit den großen Konzernen gemeinsam abgestraft. Guckt doch mal, wer hinter Eurem Lieblingsmineralwasser steht (das kann man im Internet finden) und entscheidet dann bewusst.[xxiii]

  • Und was ist mit dem Nitrat im Trinkwasser (kommt durch Düngen ins Trinkwasser, ins Gemüse etc.)? Es gibt Teststäbchen, die Ihr kaufen könnt, um Euer Essen und Trinken auf Nitrat und Nitrit zu testen. Oder man kann hier mal lesen und schauen:

  https://www.wassertest-online.de/blog/nitrat-im-wasser/ ,26.01.2020. 

  • Um Waschmittel zu sparen und damit wiederum Wasser zu sparen und die Umwelt zu entlasten, könnt Ihr auch einfach mit Efeublättern waschen (kleine Wiederholung aus http://www.cornels-selke.de/news/?p=549 ):

Efeu sammmeln,                                                         in einen Gazebeutel geben

                Knoten drum                                                und mitwaschen,

die Blätter kommen danach auf den Kompost.

  • Übrigens, wenn die Wäsche stinkt, liegt das meist nicht am Waschmittel, sondern an der Temperatur: Manche Kleidung kann man nicht heißer als 30°C. waschen, damit tötet man Bakterien nicht ab. Es gibt zum Beispiel eine Sorte Bakterien, die lebt vom Schweiß der Träger dieser Kleidung. Sobald man das T-Shirt wieder anzieht und die Bakterien wieder in Kontakt mit Schweiß kommen, stinkt es deshalb sofort wieder. Hier muss man zusätzlich zum Waschmittel auch Desinfektionsmittel in die Waschmaschine tun, oder eine Silberionenkugel.[xxiv]
  • Beim Putzen sparen die Microfasertücher Euch das Putzmittel.
  • Oder Ihr nehmt dazu Kaffeesatz. Das hilft auch beim Händewaschen, besonders wenn Ihr vorher Zwiebel etc. geschnitten habt.
  • Oder Ihr sammelt ausgepresste Zitronen in einem Glas und bedeckt sie mit Essigessenz. Das sieht ganz schön aus und damit kriegt man Vieles gut gereinigt.[xxv]

Ganz vieles, nicht nur Reinigungsmittel, können wir selbst machen,

oder zusammen mit Freunden und Nachbarn, und dann den Nutzen teilen.

Unser Essverhalten hat enorme Auswirkungen: [xxvi] 

Lasst uns darüber mal nachdenken und überlegen, wie wir damit die Landschaft um uns herum retten können:

Das, was wir an Landschaft um uns herum sehen, ist normalerweise kein Naturschutzgebiet oder Landschaftsschutzgebiet, sondern fast immer Land, das im Besitz von Landwirten ist. Sie halten uns die Landschaft vor, durch die wir spazieren gehen. Oftmals ist diese seit Generationen in der Hand von Familien, die dieses Land auch gerne halten und bestellen würden. Das wird ihnen jedoch zusehends schwerer. Das, was beispielsweise an Gurken erzeugt wird, muss den Hof mit allen Leuten und Kosten ernähren. Deshalb versuchen sie die Erträge zu steigern, um in der heutigen Wirtschaft mitzuhalten. Doch exponentielles Wachstum gibt es nicht in der Natur. Häufig genug geht eine Steigerung der Ernte auf Kosten der Qualität. Sowohl die häufige Antibiotikagabe, wie auch das Düngen, wie das Güllen, wie das Spritzen bringen Gifte in Boden, Luft und Wasser.[xxvii] Dies geschieht tatsächlich auch auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit: Menschen, die in landwirtschaftlichen Betrieben arbeiten, sind mit am häufigsten von allen Personengruppen von resistenten Keimen betroffen.[xxviii]

Ich bin sicher, kein Bauer, keine Bäuerin will ihr Land oder sich selbst vergiften. Aber sie müssen die Chance erhalten, ihren Hof derartig umzustellen, dass sie wieder fähig sind, frei von all den Stoffen, die sie zur Ertragssteigerung einsetzen und die fast immer Wasser gefährdend sind, eben ökologisch wertvoll zu arbeiten und gleichzeitig davon leben zu können.

Wenn die Landwirt*innen aufgeben und ihr Land verkaufen (im Osten der Republik gibt es gerade sehr deutliches Landgrapping und ich sprach neulich schon von den überall wachsenden Gewerbegebieten)[xxix], ist das auch ein Schaden für uns und die Natur.  

  • Etliche Verbraucher wollen deshalb eine Agrarwende.[xxx] Ich glaube, wir können etwas dazu tun, dass den Landwirt*innen der Wechsel möglich wird. Meine Idee dazu ist folgendermaßen: Man sichert den Landwirt*innen ein Grundeinkommen pro Person zu und auf der anderen Seite werden ökologische Grundsätze als obligatorisch betrachtet. Es gibt dazu schon viel Material aus der Schweiz und das klingt sehr überzeugend.  Da die ökologische, naturnahe Bearbeitung des Bodens aber sehr selten kontrolliert werden kann (zuwenig Personal in den Ämtern), müssten bei jedem Bodenverkauf oder jeder Verpachtung aussagekräftige aktuelle Bodenproben verpflichtend genommen werden. Dieses müsste in einem Kataster festgehalten werden. Auf diese Weise wird jemand, der seinen Boden vergiftet hat, diesen nicht verkauft oder verpachtet bekommen. Bodenvergiftung wird öffentlich und  vergifteter Boden wird einen Preisverfall erleben. Dies führt i. A. sehr schnell zu einer gewissenhaften Arbeit mit dem Land. [xxxi] Auch werden sich biologische Entgiftungsmöglichkeiten (siehe Rundbrief vom September 2017 oder http://www.cornels-selke.de/news/?p=513 ) bezahlt machen.
  • Ich sprach aber oben schon vom Einkauf regionaler Waren. Für den Nutzer frisch und lokal, für Landwirt*innen eine Sicherheit und fair: Ihr könnt zum Beispiel die solidarische Landwirtschaft mit Eurem Kauf unterstützen.[xxxii] 
  • Auch durch das Kaufen von ökologischer Ware unterstützt Ihr den Trend „Weg von den Giften“ und diejenigen, die schon so arbeiten oder zumindest damit begonnen haben.
  • Richtig deutlich sieht (und schmeckt) man dies auch am Kaffee: Während konventionell angebauter Kaffee in Plantagen, an in Reihen gepflanzten Büschen wächst, die gespritzt, gedüngt und gewässert werden müssen, wodurch immer mehr Humus verloren geht und der Boden zwischen den Pflanzen austrocknet und durch maschinelles Stripping geerntet wird, wächst biologisch angebauter Kaffee unter hohen Bäumen, die Schatten spenden, also direkt im Regenwald. Hier muss nicht gerodet, nicht gegossen werden, der Boden trocknet durch die hohen Schattenspender auch nicht aus, Dünger, Insektizide werden nicht benutzt, es gibt Pflanzen und Insektenvielfalt, hier wird von Hand gepflückt, Picking. Der Kaffee schmeckt völlig anders und ist nicht belastet.

Wenn das auch noch fair bezahlt werden soll, dann müsst Ihr bitte beim Kauf auf das Bio und das Fairtrade Siegel achten. Auch hier gibt es solidarische Landwirtschaft, zum Beispiel Teiki.[xxxiii] Kleiner Film dazu und mehr in der Fußnote: https://www.youtube.com/watch?time_continue=31&v=sNr6yHZxetA&feature=emb_logo ,01.02.2020.

  • Ihr könntet Euch auch mit Freunden zusammentun und im ökologischen Großhandel größere Mengen kaufen/bestellen, das kann auch helfen, den Preis herunter zu bekommen und weniger Verpackung zu benutzen und Wege zu vermeiden. Bitte auch lokal.

Ich berichtete im 1. Teil der Recherche, dass jedes Jahr 13,6 Millionen Schweine weggeworfen werden, noch bevor sie überhaupt verkauft werden. [xxxiv] Dies ist im Jahr 2019 quasi die Hälfte aller gehaltenen Schweine (das sind nämlich 25,9 Millionen Tiere im Jahr 2019)[xxxv]. Noch einmal: Es wird immer wieder behauptet, dass die Verbraucher*innen das meiste Essen wegwerfen, in diesem Falle Schweinefleisch.  Aber rechnet einmal nach: Ein ausgewachsenes Schwein wiegt ca. 200 Kg, 13.600.000 Schweine mal 200Kg durch 80.000.000 Bundesbürger = 34 Kilogramm an Schweinefleisch, die angeblich  jede Bundesbürger*in – also auch jedes Baby und jede Veganer*in – pro Jahr wegschmeißen würde. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Schweine schon als Jungtiere mit ca. 130 Kilogramm geschlachtet werden, ist es deutlich, wie irrwitzig diese Behauptung ist (das wären dann immer noch 22,1 Kilogramm pro Person und Jahr, ich müsste also in unserer Familie von 6 Personen 132,6 Kilogramm Schweinefleisch im Jahr wegwerfen, wenn das stimmen würde, – obwohl wir drei Veganer haben). Diese Behauptungen sollen von dem wahren Dilemma, nämlich der Art und Weise, wie mit den Tieren umgegangen wird, ablenken. Das ist nicht die Verbraucher*in!

  • Es wäre sinnvoll und sofort möglich, von vornherein nur die Hälfte der Tiere zu halten (auf gleicher Fläche natürlich, also bei besseren Lebensbedingungen, sodass sie nicht erkranken oder sich verletzen)[xxxvi], das spart den Tieren unfassbares Leid, den Bauern Geld, – tatsächlich müsste er/sie doppelt soviel Geld für die gleiche Menge Fleisch erhalten, während der Verbraucher den gleichen Preis für das Stück zahlt wie vorher. Milchmädchenrechnung? Je länger ich nachdenke, umso deutlicher wird mir, dass hier etwas falsch laufen muss, wenn so viele Tiere verenden bzw. sinnlos getötet werden.[xxxvii]

Deshalb gibt es in Deutschland auch jeden Tag 22 Menschen mehr, die sich entschließen, Veganer*in zu werden – und grob 100, die Vegetarier*innen werden. Sie kehren der ganzen Tötungsmaschine den Rücken zu.[xxxviii] Hier ist eine aktuelle Petition zumindest für eine Verbesserung der Zustände:https://www.foodwatch.org/de/mitmachen/das-halbe-leben-zwangsfixiert-schweinequal-beenden/?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=03-02-2020+Kastenstand+NL&utm_content=Mailing_13549781  ,03.02.2020.

  • Was essen wir dann? [xxxix]  Im Netz gibt es eine Unmenge von Seiten mit vegetarischen und veganen Rezepten (Bücher gibt es sowieso dazu, zum Beispiel „Deliciously Ella“), Ihr tippt die Frage in der Suchmaschine ein, z.B. „Lasagne, vegan“ und, schwupps, findet ihr verschiedenste Rezepte. Bitte esst auch hier möglichst vollwertig.[xl]
  • Damit im Verkauf grundsätzlich weniger Lebensmittel weggeworfen werden, gibt es die Möglichkeit, Lebensmittelretter*in zu werden.[xli] Dazu lernt man, nachdem man sich angemeldet hat, erst einmal, wie das genau geht und begleitet jemanden, der dies schon länger macht und dann ist es irgendwann soweit, dass man wirklich große Mengen an gutem Gemüse, aber auch anderem Essen abholen kann (kostenlos).

Kennt Ihr das Lebensmittelretten?

  • Wer dies selbst aus Zeitgründen nicht schafft, kann aber die örtlichen  Lebensmittelretter anrufen, so dass man von ihnen etwas bekommt. Sie erhalten häufig soviel, dass sie großzügig weiter verteilen können.

Für jedes hergestellte Lebensmittel (gesät, gepflegt, geerntet, transportiert) fällt im Allgemeinen auch Energieverbrauch und Wasserverbrauch an. Deshalb ist das Bewahren von Lebens- und Nahrungsmitteln auch ein Bewahren von Ressourcen.

Verknüpfung zu weiteren Punkten:

  • Billiges Fleisch durch Massentierhaltung hat, wie schon angedeutet, eine Vergiftung des Grundwassers im Gefolge (durch Güllen), nicht umsonst klagt die EU gegen Deutschland. Das heißt verkürzt ausgedrückt: Billiges Fleisch macht das Trinkwasser teuer, weil dieses besonders entgiftet werden muss, was aber nicht 100%ig gelingt. Weniger Fleisch zu essen, verbessert also auch die Trinkwasserqualität bei günstigerem Preis des Wassers.[xlii]
  • Dass weniger-Fleisch-essen auch dem Klima hilft, dazu gibt es inzwischen sehr, sehr viel Wissen.[xliii] Da die heutigen, veränderten Klimabedingungen auch die Landwirtschaft trifft, hilft es, etwas weiter gedacht, auch den Landwirt*innen, wenn wir weniger Fleisch verzehren.[xliv]
  • Ein Blatt, welches die Fleischkennzeichnung erklärt: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/i04601_siegel-check_detailliert_haehnchen_rind_schwein.pdf , 26.01.2020.
  • Wenn Ihr statt Mastvieh lieber die Tiere von Wald und Feld esst, dann esst Ihr Pestizide wie z.B. Glyphosat (durchs Spritzen), denn die Rehe oder Wildschweine essen dies von den Wiesen und Feldern und es reichert sich in ihrem Fleisch an, dies ist also erheblich belastet.

Wenn Ihr Gemüse aus konventionellem Anbau esst, esst Ihr damit Pestizide, z.B. Glyphosat und es reichert sich in Euch an.

Essen aus ökologischem Landbau hält Euch sehr viel gesünder.

Also vermeidet es bitte zumindest, auch noch selbst zu spritzen. Denkt an Euch, und an die Tiere und die Insekten. Und genauso vermeidet Hybridpflanzen, die Samen daraus taugen nichts mehr, teilweise sind sie sogar giftig.

Bienenfreundliche Pflanzen – eine Broschüre: https://www.bmel.de/SharedDocs/Downloads/Broschueren/Bienenlexikon.pdf?__blob=publicationFile

  • Kauft Torf-freie Erden für den Garten! Moore speichern sehr viel CO2, sie werden für den Klimaschutz sehr benötigt. Wenn man Torf haben möchte, werden Moore dafür trocken gelegt. „Moore wachsen sehr langsam, die Torfschicht wächst pro Jahr nur um etwa 1 mm. Damit ein Meter Torf entsteht, dauert es also 1000 Jahre!“ Torf für kurzfristige Zwecke abzubauen, ist echte Umweltsünde. In der Schweiz ist Torfabbau deshalb bereits seit 1987 verboten.[xlvi]

Hier ist übrigens eine wichtige, aktuelle Petition: Das  Daimler Werk in Hamburg will sich erweitern, 58 Hektar sollen für ein Logistikzentrum (noch mehr Verkehr) weichen, dadurch würde unter anderem wertvolles Niedermoor verloren gehen. Bitte unterschriebt: https://www.regenwald.org/petitionen/1209/daimler-haende-weg-vom-moor?mtu=471449545&t=6142 .03.02.2020.

  • „Terra Preta“ ist ein portugiesischer Begriff und meint „schwarze Erde“. Diese Erde entstand unter Einflussnahme des Menschen im Amazonasbecken in einem Zeitraum, welcher etwa 500 bis mehrere 1000 Jahren zurück datiert. Der daraus entstandene Boden ist noch heute fruchtbar. Vermutlich hat die indigene Bevölkerung des Amazonasgebietes diverse Kompostmaterialien zusammen mit Holzkohle in die Regenwaldböden eingebracht, um diese für die Nahrungsmittelproduktion urbar zu machen.“ [xlvii]  
  • Wenn Ihr ein Grundstück habt und wollt viel Sonne, dann pflanzt bitte Büsche statt Bäume, Ihr vermeidet damit späteres Kappen und Fällen.
  • Übrigens zur bestehenden Setz- und Schonzeit: Die Vögel und Kleintiere sind dabei ihre Nester zu bauen, die ersten Störche in Niedersachsen habe ich im Januar gesehen. Und es gilt tatsächlich, was ich bisher nicht wusste und mir deshalb schon Sorge um die nistenden Vögel etc gemacht habe: Liegen konkrete Naturschutzrelevanz/Nist-/Ruhestätten vor sind Pflegemaßnahmen, Fällen oder Sondermaßnahmen unzulässig. Insofern ist die Setz- und Schonzeit dann sofort gültig sobald es Brutgeschäft gibt. Das nützt aber den Tieren nichts, wenn es von den Menschen keiner weiß oder nicht auf Tiere achtet. Deshalb schreibe ich es hier.
  • Wenn Ihr Wärme im Winter und Kühle im Sommer haben wollt, weniger Staubsaugen möchtet und geschützt vor Witterungseinflüssen sein wollt, dann pflanzt Ihr Bäume. Ihr könnt Euch ja eine Wiese und einen  Sonnenplatz erhalten. Mit dem Pflanzen von Bäumen betreibt ihr aktiven Klimaschutz!
  • Gemüse vom Balkon? Geht ja auch.Hier ist reichlich zum Lesen:https://green-lifestyle-magazin.de/fruehjahrstipp-gemuese-auf-dem-balkon-anbauen/ , 01.02.2020. 
  • Kennt Ihr die Humustoilette? Sie wurde vor Jahren mal bei Hobbythek vorgestellt und spart sehr viel Wasser. Da staunt Ihr, wie die Natur aus allem wieder guten Humus macht. [xlviii] Vielleicht für Euren Garten? Es gibt Varianten für das Haus, die Wohnung.
  • Wenn Ihr gerne Baden geht, in Seen, Bächen, im Meer, hier ist ein Test zur Wasserqualität der Ostsee. Auch dort geht es allen besser, wenn weniger Fleisch gegessen wird und daher weniger Gülle produziert und ausgebracht wird, wenn die Tiere besser behandelt werden, dadurch weniger Antibiotika gegeben werden, (die sonst auch in der Gülle landen), wenn weniger gedüngt wird und wenn weniger Pestizide gegen Befall und weniger Insektenkiller gespritzt werden.  https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/tote-zonen-strandnaehe ,26.01.2020.

Hartsee in Bayern

  • Auch bei Pilzen, die Ihr evt. selbst im Wald sammelt, könnt ihr etwas nachprüfen lassen, nämlich bezüglich radioaktiver Strahlung:

www.umweltinstitut.org/themen/radioaktivitaet/messungen/pilze-und-waldprodukte.html?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+23.08.2019_oIA&utm_content=Mailing_7361703 , 25.01.2020.

Die Energie:

Zur Energie habt Ihr viele Fragen weiter unten an die Gemeinden und Städte. Bitte gebt die Fragen weiter an die richtigen Stellen.

Auch Pestizide verschlechtern, neben allem eben genannten, erheblich die Energiebilanz.

Glyphosat z.B. (Bayer, Leverkusen/Monsanto) enthält Phosphor. Dies muss mit 1800°C aus dem Gestein gepresst werden, hier wird also eine Unmenge an Energie verbraucht und CO2 Ausstoß erzeugt.[xlix]  

Sulfuryldifluorid z.B.  (ein geruchsloses, farbloses, giftiges Gas, Dow Chemicals) befördert die Erderwärmung so stark wie 4090Moleküle Co2 und  wird zum Beispiel, steigend, im Hamburger Hafen eingesetzt, um Holz zu begasen (2015-17 Tonnen, 2018-203,7 Tonnen), das aus dem Ausland kommt. Deshalb bitte möglichst auf Holzpellets verzichten, denn damit fördert Ihr die Begasung und so kommt es in Eure Wohnungen.[l]

Die Energie zu Hause

Klar verbrauchen wir alle irgendwie Energie zu Hause: kochen, bügeln, waschen, heizen, kühlen etc. Das können wir tun:

  • Verringern – Sonne statt Trockner, bügeln möglichst weglassen (gebügelt hat man früher sogar die Unterwäsche, weil man damit die Wäsche keimarm bis keimfrei gemacht hat, dafür habt Ihr weiter oben schon etwas gefunden), harken statt Laubbläser, Thermoskanne statt Heizplatte, Haus oder Wohnung gut dämmen, Bäume ums Haus kühlen im Sommer und wärmen im Winter etc.
  • Von einem ökologischen Stromanbieter erhalten, möglichst regional, sonst muss der Strom transportiert werden (wir wollen ja Stromtrassen vermeiden). 92% der Jugendlichen wollen Ökostrom.[li]
  • Die Gewinne für notwendigen Stromverbrauch umleiten (z.B. Ecosia Suchmaschine statt Google benutzen, die pflanzen Bäume von dem Gewinn – 80.800.000 Bäume haben sie schon gepflanzt – und ihr Strom kommt von der Sonne.)[lii]
  • Selbst Strom oder Wärme herstellen:

„Ein Watt Solarstrom hatte 1970 66US Dollar Produktionskosten, heute sind es noch 66 Cent und es geht gegen Null. Ist die Solarzelle einmal bezahlt, scheint die Sonne gratis. Sie schickt keine Rechnung.  Auch der Wind stellt keine Rechnung, die Windturbine braucht nur etwas Wartung. Aber die Kosten sind minimal. Dasselbe gilt für Geothermie: Das ist eine Revolution von ungeheurer Tragweite. Wie sollen fossile und atomare Energie bestehen, wenn jeder Einzelne seine eigene Energie produzieren kann, -zu minimalen Kosten? In Deutschland wird der Großteil des Ökostromes von Kleinanbietern hergestellt (Beispiel: Ökologisches Viertel Vauban in Freiburg im Breisgau), demokratisch geführten Unternehmen. Sie erhalten billige Bankkredite. Und die vier großen Anbieter? Sie produzieren weniger als 7%  dieses neuen Stroms. Sie können das nicht.  Weil sie vertikal strukturierte Riesen sind und zentral gesteuert werden. Ihre Wirtschaftsstruktur ist vertikal. Do die neue Energie ist überall. Sonne, Wind Geothermie sind überall. Also braucht es Kleinanbieter, die kleine Mengen produzieren, lagern und verteilen. Wenn Millionen von Keinanbietern die Sonne nutzen, Geothermie, Biomasse, wenn das alles eine laterale Wirtschaftsstruktur bietet, sticht das die Atomkraftwerke aus.“[liii]

„Knapp die Hälfte des Strombedarfs (rund 43 Prozent) 2019 wurde über erneuerbare Energien gedeckt. Im Norden der Republik kommt der saubere Strom vor allem aus Windkraftanlagen.“[liv]

  • So genannte „Plug and Play“ Solarmodule sind halbwegs bezahlbar, man investiert, sagen wir mal €500, und schließt diese Kleinstanlage an eine Steckdose an, stellt sie auf den Balkon oder hängt sie ans Haus und schon läuft Euer Verbrauch rückwärts. Das geht auch in Mietwohnungen, man muss es den Stadtwerken und dem Vermieter mitteilen, dann ist alles geregelt.[lv]
  • Kleinstwindkraftanlagen: Die gibt es ja auch für Boote, sie sind also wirklich klein und bringen an windigen Stellen eine ganze Menge Strom.[lvi] Hier braucht man (in einigen Bundesländern und je nach Größe) evt. eine Baugenehmigung, die es aber problemlos geben soll.[lvii]  Aber es gibt Qualitätsunterschiede, guckt doch mal in den Link in der Fußnote. [lviii]
  • Wärmepumpen, Geothermie.[lix] „Eine Wärmepumpe produziert im Gegensatz zu einer Gasheizung ca. die Hälfte an CO2. In der Kombination mit bspw. einer PV(T) Anlage läuft die Wärmepumpe nahezu neutral. Viele Energieversorger bieten übrigens extra Wärmepumpentarife und Ökostrom an.“[lx] Benutzt wird die Wärme außen, in der Luft, im Wasser oder in der Erde. Wir hatten damals eine Luftwärmepumpe, also außen ein Gerät und im Heizungsraum ein Gerät. Zur Geothermie hat das Bundesumweltamt eine Broschüre für Schüler herausgegeben, also ein auch  für uns leicht verständliches PDF, das Ihr hier herunterladen könnt. https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/publikation/long/3627.pdf  .[lxi]

Diese merkwürdigen eigenen, teils kleinen Schritte sollen dazu führen, dass anders produziert wird, Anderes produziert wird, weniger Energie verbraucht wird, ja, sogar auf recht saubere Weise Energie erzeugt wird.

Mit unserem anderen Kaufverhalten, das ist ja das Alltagsverhalten von Millionen, können wir z.B. bewirken, dass die Plastikindustrie, die Tierindustrie, die Öl/Kohleindustrie weniger angekurbelt wird. Denn vermeiden ist das Beste.

Wenn wir und andere fleißige Menschen den Müll sammeln, so ist das eine Reinigung im Moment, wenn aber in gleicher Form immer weiter produziert wird (locker weiter produziert wird, weil ein anderer ja den Müll sammelt), dann kommen wir kaum voran. Deshalb haben sich längst verschiedene Leute darüber Gedanken gemacht und Ihr könnt viel dazu im Netz finden.[lxii]

Kurz zu dem Einwand, dass klimaneutral zu leben, sehr teuer sei. Bisher seien hauptsächlich gebildete und begüterte Menschen für das Thema offen. Klimaschutz könne sich niemand leisten, der/die aus einfachen Verhältnissen sei und deshalb zum Beispiel Billigfleisch esse und ein altes Auto fahre.

Die Antwort dazu lautet: „Machen Sie sich keine Sorgen, im Zweifelsfalle verbrauchen weniger begüterte Menschen erheblich weniger CO2 als wohlhabende“.[lxiii]

Geldströme umleiten:

  • Wir wechseln die Bank:

Ein Freund von mir fragte kürzlich bei seiner Bank/Sparkasse, ob es ökologische Anlageobjekte gebe. Die gab es nicht…

Fragt mal nach, was mit Eurem Guthaben dort gemacht wird, in welche Projekte investiert die Bank oder Sparkasse, wohin verleiht sie? Sind da Waffen bei? Atomwaffen, Kampfpanzer, Drohnen  (mit Waffen werden Milliarden-Geschäfte gemacht, außerdem arbeiten Militär und Rüstungsindustrie sehr unökologisch). Nahrungsmittelspekulationen? Bremsen sie die Energiewende? Gentechnik, Tierversuche, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen?  Haben sie Schattenfinanzplätze? Die Postbank zum Beispiel ist jetzt eins mit der Deutschen Bank und damit wird dort auch dementsprechend investiert…[lxiv]  Oder schaut bei den grünen Banken nach ihren Ausschlusskriterien, dann wisst Ihr, was die nicht tun.[lxv]

  • Es gibt grüne Versicherungen (die legen Euer Geld ja auch an, um es zu vermehren), hier könnt Ihr Gutes tun oder Schaden anrichten, je nachdem, wie Eure Versicherung arbeitet.[lxvi]
  • Spenden:  

Eine Karte zeigt uns das Ausmaß aller Feuer auf der Erde zum Beispiel genau heute. Dies ist eine interaktive Karte der NASA und da seht Ihr es ganz genau: https://firms.modaps.eosdis.nasa.gov/map/#z:3;c:0.0,0.0;d:2020-01-27..2020-01-28 28.01.2020.

Bitter! Wie haben wir auf dem Laternenumzug in Hamburg gerufen? „Advent, Advent, die Erde brennt!“ Wie fürchterlich wahr ist das. Jetzt gerade, wenn ich auf die Karte schaue, ist es deutlich, wie viel in Afrika und Indonesien, in Südamerika und immer noch Australien brennt, durch diese vielen teils riesigen Feuer ist wiederum die Erderwärmung weiter unterstützt worden. Es gibt dazu viel Hintergrundwissen, nicht jedes Buschfeuer ist ein Klimawandelfeuer. Aber vieles hängt zusammen: Die letzten beiden Jahre hatten wir zum Beispiel große Brände ganz in unserer Nähe, in der Heide, weil das Militär dort Übungen durchgeführt hat. Die dadurch entflammten Feuer sind durch die vorhandene Dürre kaum wieder einzudämmen gewesen und gingen wochenlang. Auch in Brandenburg gab es Feuer, weil beim Ernten mit Mähdreschern usw. Funkenflug entsteht, dadurch hatte sich das trockene Getreide entzündet…. Es finden diese Brände also auch in Deutschland statt.

 

Unsere Mobilität:

In etwa: „Jedes Mal, wenn ich einen Erwachsenen auf einem Fahrrad sehe,

habe ich Hoffnung für die Zukunft der Menschen“

Darüber habe ich schon sehr viel geschrieben, aber klar ist, dass ich dort, wo ich in Straßen investiere, mehr Verkehr haben werde. Wenn ich in Fahrradwege und deren Infrastruktur investiere, werde ich mehr Fahrradfahrer*innen erhalten und wenn ich in Grünanlagen und öffentliche Plätze investiere, werde ich dort mehr Fußgänger vorfinden. Außerdem wächst mit Gemeinschaftlichen Anlagen ein Gefühl der Sicherheit und die Gemeinde/Stadt entwickelt mehr Lebenswert. An die schönsten Ecken kommt man eh nur zu Fuß.

  • Bitte vermeidet Palmfett/-öl. Es ist in jedem zweiten Produkt, das wir essen, aber in besonders großem Stil im Biosprit E10 verborgen, denn sogenannte „Bio­kraft­stoffe“ werden aus Bio­masse (Raps, Weizen, Palmöl) gewonnen. In den letzten 20 Jahren sind 80% der Lebensgrundlagen der Orang Utans abgeholzt worden für Ölpalmenplantagen (man sieht das von den Satteliten aus!)[lxvii] „Über zehn Jahre lang hat die EU mit der vorherigen Richtlinie (RED I) den Verbrauch von Palmöl als Energiequelle gefördert, mit dem Resultat, dass heute zwei Drittel des in die EU importierten Palmöls verbrannt werden: Verarbeitet zu Biodiesel in Auto- und Lkw-Motoren und als Brennstoff in Kraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung. Damit hat die EU eine beispiellose Vernichtung der Regenwälder, besonders in Indonesien, in Gang gesetzt. Millionen Hektar Regenwald verschwanden und verschwinden allein für Biosprit.“[lxviii] 
  • Was ist eigentlich so schlimm am SUV? Dazu hier ein Zitat aus dem Spiegel, der an dieser Stelle einen ADAC Test beschreibt: „Den SUVs werden in dem Artikel pauschal “praktische Eigenschaften” bescheinigt, Länge und Breite der Fahrzeuge aber teilt der ADAC in der Regel nicht mit. Beides verwundert etwas, wenn man einmal zugesehen hat, wie jemand versucht, einen Volvo XC90 (über zwei Meter breit und fast fünf Meter lang) in einem Parkhaus abzustellen. Die eigentlich interessanteste Zahl fehlt beim ADAC-SUV-“Faktencheck” seltsamerweise: der CO2-Ausstoß. Der von einem schlechten Gewissen geplagte potenzielle SUV-Käufer muss also selbst ausrechnen, dass zum Beispiel der Mazda CX-3, legt man den ADAC-“Testverbrauch” von 6,6 Liter Super pro 100 Kilometer zugrunde, gut 2,13 Kilogramm CO2 pro 100 Kilometer mehr ausstößt als das Vergleichsmodell, ein Mazda 2. Das macht, legt man eine jährliche Fahrleistung von 20.000 Kilometern zugrunde, satte 426 Kilogramm CO2 pro Jahr aus. 426 Kilogramm MEHR. … Legt man die österreichischen Emissionsfaktoren zugrunde, erzeugt das Mazda-SUV sogar 520 Kilogramm CO2 mehr als der Mazda 2 pro Jahr. …

Eigentlich darf jeder Erdenbürger nicht mehr als etwa drei Tonnen CO2 pro Jahr produzieren, wenn wir die Klimakatastrophe verhindern wollen. Da sind 426 oder gar 520 Kilogramm mehr oder weniger durchaus relevant.“[lxix]

Hier in Buchholz sind das Heizen und der Verkehr tatsächlich die größten Klimakiller.

  • Ach, übrigens, witzige Idee: Neulich waren wir in Thüringen, ich schlage da eine Zeitung auf und lese in einer Kleinanzeige unter Rubrik Ferienunterkünfte von einem B&B in Hanstedt, hier in der Heide, Folgendes: „Wenn Sie nicht mit dem PKW anreisen geben wir Ihnen einen Rabatt von 10%“. Das nenne ich engagiert. So kann man toll dazu beitragen, dass die Gäste umweltschonend reisen.
  • Ich habe Skepsis bezüglich der E-Pkws, deren Strom kann ja schließlich aus Kohlemeilern kommen (kurze Anmerkung und Aufruf dazu: Gerade wird Tesla dadurch auf schlimme Weise berühmt, weil sie zum Landgrapping und zur Abholzung in Brandenburg beitragen wollen. Hier ist eine Petition dagegen: https://www.regenwald.org/petitionen/1210/es-eilt-tesla-will-152-hektar-wald-roden?mtu=473575214&t=6186 ,03.02.2020.), dann nützen sie gar nichts (ich schrieb schon mehr dazu im 1. Teil).
  • Aber Pedelecs finde ich persönlich  ganz gut, denn mit ihnen wird wirklich viel mehr Fahrrad gefahren, sogar von Menschen, die quasi unsportlich sind und damit wieder in Bewegung kommen. Auch E-Roller finde ich besser als Autos  (ihr könnt sie ja mit einer Plug and Play Station laden), schon weil sie weniger Platz auf den Straßen und beim Parken benötigen, also uns mehr Lebensraum lassen. Aber dazu könnten wir jetzt mal bei der Gemeinde nachfragen, was die in Zukunft tun will.
  • Zum Fliegen sagte neulich Carsten Spohr, der Chef der Lufthansa, dass die Kunden nicht bereit seien,  Kompensationsleistungen zu zahlen. Dass die Firma selbst, die ja an all dem verdient, Ausgleichzahlungen erbringen könnte, darauf kommt er nicht.[lxx]

Raus aus dem eigenen Klein-Klein, wir fragen mal die Stadt/ die Gemeinde:

  • Wenn ihr der Endnote folgt, findet Ihr zum Beispiel ein Handbuch für die Wende von unten (bezüglich Energie). [lxxi] Da ist ein Beispiel aus Hamburg genannt und dazu habe ich neulich interessanterweise in einer Podiumsdiskussion gehört, wie die Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete Anne Krischok sagte,[lxxii] man könne die Kohlemeiler nicht abstellen, es gebe ja noch gar kein ordentliches Alternativnetz. Man könnte nun gegenfragen, warum denn dieses nicht gefördert worden sei, aber Rebecca Froese vom Institut für Umweltwissenschaften und der Friedensakademie Rheinland-Pfalz an Universität Koblenz-Landau hat ganz einfach dazu kommentiert, dass diese beiden Kohlemeiler sofort, jeweils im Sommer, abgeschaltet werden könnten, da sie auch zum Heizen benutzt würden und dies sei im Sommer völlig überflüssig. Es geht also doch viel mehr, wenn man genauer hinsieht.
  • Dazu können wir jeweils nachfragen: Es wird normalerweise bei jeder Ratssitzung, egal ob in Gemeinde oder Stadt oder auch Kreis, die üblicherweise öffentlich ist, eine öffentliche Einwohnerfragestunde eingefügt. In Buchholz z.B., wo ich wohne, kann man einmal am Anfang der Sitzung seine Fragen stellen und einmal am Ende. Die Presse ist meist nur am Anfang da, deshalb kommt Ihr mit Euren Fragen besser in die Öffentlichkeit, wenn Ihr am Anfang sprecht (zumindest bei uns ist das so).

Dazu sucht Ihr im Internet unter Eurer Gemeinde einmal den Sitzungskalender und dort die Ratssitzung hervor. Dann wisst Ihr, wann die nächste ist, und geht dahin. Dort liegt eine Tagesordnung aus und darauf findet Ihr den Punkt der Einwohnerfragestunde zwischen zwei Tagungsordnungspunkten eingebaut. In Buchholz sind an dieser Stelle wirklich nur Fragen erlaubt, im Landkreis Harburg konnte ich auch immer mal ein paar sachliche Begründungen nennen, also länger sprechen. Weiter hinten komme ich mit den Fragen, die Ihr nehmen könnt, um bei Euch in der Gemeinde/Stadt nachzufragen. Letztlich müssen alle Entscheidungen der Bundesebene auf kommunaler (Gemeinde-) Ebene durchgeführt werden, deshalb kann man in seiner Gemeinde auch meist recht viel erreichen. Eine innovativ arbeitende Gemeinde macht Schule und alle profitieren davon.

Allerdings: In Buchholz z.B. werden die Fragen der Einwohnerfragestunde nicht ins Protokoll aufgenommen, man rührt also höchstens die Räte etwas auf, aber es wird nicht öffentlich. Es sei denn man erreicht die Presse. Deshalb wäre es sinnvoll, Eure Fragen auch bei einer Fraktion Eurer Wahl abzugeben, damit sie diese als Fragen unter §17 einreichen, dann werden sie schriftlich beantwortet und kommen ins Sitzungsprotokoll. Auf diese Weise ist Eure Aktion festgehalten.

  • Genauso können wir die Kirchengemeinden fragen, denn sie haben auch Grund und Boden, sie haben Gebäude, sie legen Geld an und haben Versicherungen. Sowohl die Evangelische Kirche in Deutschland, wie auch die katholische, positionieren sich klar zum Umwelt- und Klimaschutz und betonen die Wichtigkeit. Aber was wird in Wirklichkeit getan?[lxxiii]
  • Wenn Ihr Euch nicht traut, öffentlich vor dem Rat zu sprechen, also zu fragen, könnt ihr die Fragen auch an die örtliche Presse senden, mit der Unterstreichung, Euch würde interessieren, wie das nun in der Gemeinde/ in der Stadt in Zukunft gehandhabt wird.[lxxiv]
  • Oder Ihr geht zum NABU/BUND/Greenpeace und gebt die Fragen dorthin, damit die Verbände die Fragen stellen. Vielleicht fällt ihnen auch noch mehr dazu ein.

Gute Idee: Key West schließt am Wochenende für zwei Tage die meist befahrene Straße in der Innenstadt, sehr gemütlich geht es dann zu, die Restaurants stellen ihre Stühle dann weit hinaus auf die Straße,

es kommen Palmenkübel dazu, der Ort wird zurück erobert.

  • Ihr könnt die Fraktionen in den Landtagen anschreiben (zum Beispiel: die Gülleverordnung liegt beim Land, die Setz- und Schonzeit liegt beim Land), entweder die Fraktionen, die die Mehrheit haben oder die, die Euch am sympathischsten ist, und da Fragen oder Forderungen stellen (mögliche Fragen kommen unten).
  • Wir reden mit den Landwirt*innen bei uns im Ort, das kann man am Telefon beginnen (das ist z.B. eine mögliche Aktion für diejenigen, die nicht aus dem Haus können). Hier kommt eine Seite, die genau zeigt, welcher Hof welche Förderungen erhalten hat. Ihr gebt eure Postleitzahl ein und dann seht Ihr die Finanzströme zu den Höfen. Jetzt könntet Ihr dort anrufen und mal fragen: Würde es Ihnen und Ihrem Hof helfen, wenn…? Die Fragen kommen alle weiter unten. Damit soll ihnen verdeutlicht werden, dass sie und ihr Verhalten, aber auch ihr Wohlergehen uns nicht egal sind.

https://www.agrar-fischerei-zahlungen.de/Suche;jsessionid=57478AAE841F7630FE6B88AC383D10DB

Wählen und wählen lassen

  • Alle Fragen kann man, wie erwähnt, auch den Fraktionen vor Ort oder im Kreis oder im Land vorlegen und darauf dringen, dass diese Punkte mit ins nächste Wahlprogramm kommen, beziehungsweise sofort, vor der nächsten Wahl in Anträge umgesetzt werden. Wenn Ihr kurz darauf nachfragt, dann merkt Ihr, ob sie darauf eingegangen sind und Dementsprechendes eingeleitet haben oder nicht. Dann geht Ihr notfalls zur nächsten Fraktion.
  • Genauso könnt Ihr natürlich Wahlprogramme vergleichen und überlegen, was Ihr davon wählen wollt. Wo tauchen die nächsten Generationen auf, wo nicht, wo tauchen Umwelt-, Klima-, Tierschutz auf, wo nicht? Wo tauchen Katastrophensicherungen auf, wo nicht?
  • In Buchholz gibt es übrigens auch einen Jugendrat. Auch der kann Anträge stellen, die dann im Rat verabschiedet werden. An den könnte man sich also auch wenden.
  • Ihr könnt Euer Interesse bekunden und Euch aufstellen lassen (ich selbst bin parteilos, aber trotzdem aufgestellt worden, das ist bei manchen Parteien möglich). Und dann arbeitet Ihr höchstpersönlich am Wahlprogramm mit.

Kurz zu dem Argument,  wenn wir alle so leben würden, dann gingen Arbeitsplätze verloren. Meine Antwort ist dazu: Tatsächlich hat sich schon immer die Gesellschaft gewandelt, schon immer gingen Arbeitsplätze verloren und an anderer Stelle entstanden welche. Bei dem heutigen vegetarischen, veganen Trend entstehen tatsächlich sehr viele Arbeitsplätze. [lxxv] Auch hat man festgestellt, dass Gütesiegel, denen die Verbraucher*innen trauen eindeutig den Umsatz erhöhen[lxxvi]

Und wenn wir einmal in die nahe Vergangenheit schauen:  Als man bemerkte, dass FCKW die Ursache für das Ozonloch ist, gab es Proteste, dann wurde von Greenpeace der erste FCKW freie Kühlschrank vorgestellt, FCKW wurde verboten und dann gab es die Wende zu den FCKW freien Kühlschränken und Produkten. Freiwillig hätte die Industrie kaum etwas geändert. Und wie einfach war der Wandel dann: Kein Mitarbeiter musste dafür entlassen werden, es gibt immer noch Kühlschränke, andere als vorher und das Ozonloch ist geschlossen. Dies ist ein gutes Beispiel dafür, dass mit vereinter Entschlossenheit Erstaunliches erreicht werden kann – und der Vorwand des Arbeitsplatzverlustes hat sich in keiner Form bewahrheitet, war schlicht nur ein Vorwand.

Der große Schritt – Die Klage:

Warum wird denn immer noch sowenig im Klimaschutz etc. getan?  

Weil es kaum rechtliche Grundlagen gibt. Neue Gesetze, Rechte wurden häufig erst durch schlimme Ereignisse, die einem Erkenntnisse bezüglich der Notwendigkeit gegeben hatten, eingeleitet. Nun also kommen wir überhaupt erst zum Umweltschutz.

Ganz kurz zu dem Argument, Klimaschutz sei so teuer und für den Staat nicht realisierbar: Die Antwort lautet, in der vergangenen Zeit ist für die Rüstung 43,2 Milliarden Euro ausgegeben worden, für den Klimaschutz nur 2,3 Milliarden Euro. Da ist also noch Luft nach oben. Außerdem ist das Militär für sehr großen CO2 Ausstoß verantwortlich. Nebenbei war das Militär für die von mir erwähnten Brände in der Heide in Niedersachsen verantwortlich, weil dort trotz Hitze und Dürre militärische Übungen durchgeführt worden sind, die das Gebiet in Brand legten. Das dort investierte Geld geht also nicht nur dem Klimaschutz verloren sondern arbeitet ihm entgegen. Durch exportierte Waffen wird zudem Schaden in anderen Regionen angerichtet, auch Klimaschaden.[lxxvii]

Wenn nun beim Umwelt-/Klimaschutz über neue Gesetze verhandelt wird, könnte Folgendes geschehen: Die Lobbyisten werden sich bemühen, die Rechte der Firmen zu stärken und die des Bürgers und der Mitarbeiter zu schwächen. Umgekehrt aber muss es sein: Rechte für die Bürger, Angestellten und Arbeiter*innen, Pflichten für die Firmen. Unsere Lebensgrundlagen müssen erhalten bleiben. Man könnte meinen, dass man jemanden verklagen kann, der das Grundwasser entzieht oder vergiftet, aber das ist , wie man sieht, heutzutage noch sehr, sehr schwierig.

Wie ist da eigentlich die Rolle der Bundesregierung? In der Handelspolitik hat sie es bislang versäumt, die Rolle von Menschenrechten zu stärken. Deutsche Unternehmen sind bislang bei ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit nicht gesetzlich verpflichtet, die Menschenrechte zu achten (das ist in einigen europäischen Nachbarländern anders). So muss endlich (aufgrund des schlechten Abschneidens deutscher Unternehmen beim Monitoring ihrer menschenrechtlichen Sorgfalt) die Bundesminister für Arbeit und Soziales sowie für Entwicklung ein deutsches Lieferkettengesetz erarbeiten.[lxxviii]

Gerade am 22.1.2020 wurde klar, dass die Bundesregierung Gesetze entwickelt, die sich an der Industrie und nicht am Wohl der Menschen orientieren: Beschlossen hat sie ein Gesetz, dass deutlich mehr Emissionen zulässt, als wir uns noch leisten können, sie ist dadurch vom Kohlekompromiss und den Empfehlungen der Kohlekommission abgerückt und hat damit sehr große Teile der Zivilgesellschaft und Wissenschaft entsetzt und enttäuscht.  

Auf die jetzige Mehrheit in der Bundesregierung und ihre Gesetzgebung zu vertrauen, ist also eine Täuschung.[lxxix] Was darauf folgen muss, ist die Verfassungsbeschwerde.

Der ganz große Schritt: Die Verfassungsbeschwerde:

  • „Weil “geeignete gesetzliche Vorschriften zur Bekämpfung des Klimawandels” fehlten, würden mehrere Grundrechte verletzt: auf Leben und körperliche Unversehrtheit, auf Handlungsfreiheit, auf den Schutz des Eigentums sowie auf ein von den Beschwerdeführern behauptetes Grundrecht auf ein “ökologisches Existenzminimum”“[lxxx] So also wird seit November 2018 schon versucht, mit dem Instrument der Verfassungsbeschwerde neue Gesetze zu bewirken, die nun endlich eine Grundlage für die Unversehrtheit des Lebens bewirken und garantieren sollen.
  • Und seit November 2019 ist eine weitere Klage dazu gekommen. Neun junge Menschen haben sich zusammengetan und sind vor das Verfassungsgericht in Karlsruhe gezogen (Greenpeace und Germanwatch unterstützen sie dabei).[lxxxi] Sie halten das Klimaschutzgesetz und die bisher angekündigten Klimaschutzmaßnahmen für unzureichend und ziehen vor das Bundesverfassungsgericht. Für das Recht auf Zukunft!

„Mit dem zu wenig ambitionierten Klimaschutzgesetz kommt der Staat seiner Schutzpflicht für meine Mandantinnen und Mandanten nicht ausreichend nach. Sie werden in ihrem Leben dramatische Einschränkungen durch die Klimakrise erfahren. Der Gang zum Verfassungsgericht nach Karlsruhe ist deshalb die logische Konsequenz aus dem Klimaklage-Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts.“ So sagt die Rechtsanwältin dazu.[lxxxii]

St Michael auf dem rechten Giebel des Hamburger Rathauses

  • Die Organisation PETA will auch nicht länger auf den Gesetzgeber warten und wendet sich an das Bundesverfassungsgericht.[lxxxiii] Ausgelöst wurde dies durch die erneute Aufschiebung der Pflicht, Ferkel vor der Kastration zu betäuben. Die Anwältin sagt dazu, die Grundrechtsfähigkeit von Tieren lasse sich aus den bestehenden Gesetzen ableiten. Denn die Rechtsordnung schütze Tiere um ihrer selbst willen – etwa durch das Tierschutzgesetz und das Grundgesetz, das den Staat zum Tierschutz verpflichte (Artikel 20a). Das Bundesverfassungsgericht müsse Tiere als klagefähige “nicht-humane Rechtspersonen” anerkennen, andernfalls sei ein wirksamer Tierschutz nicht möglich.

Tatsächlich ist das heutige Recht „anthropozentrisch“, also Menschenorientiert. Davon müssen wir fortkommen zu einem Denken an unsere Mitwelt. Für einige Menschen ist das logisch, für andere wäre das eine grundsätzliche Umkehr in ihrem Denken.

Aber es würde uns zu mehr Gerechtigkeit und Frieden führen. Und mit Gerechtigkeit ist in diesem Falle eine restaurative Gerechtigkeit gemeint, also eine, die darauf abzielt, die Beziehungen zwischen den Gruppen zu heilen. Sie soll Unrecht und Schaden wieder in Ordnung zu bringen, statt einseitig zu strafen.

Darüber noch  hinaus : Wir gehen an die EU

Heutzutage ist es nötig, dass viele Staaten am selben Strang ziehen, sonst können die Firmen insbesondere die internationalen Konzerne, in andere Länder mit weicheren Vorschriften ausweichen. Wie funktioniert die EU? Hier findet Ihr mehr dazu: https://ec.europa.eu/info/index_de 30.01.2020.

 Und das EU Recht? https://ec.europa.eu/environment/basics/benefits-law/eu-environment-law/index_de.htm ,30.01.2020.

  • Es gibt die ECI (European Citizen’s Initiative)[lxxxiv] Das ist eine Europäische Bürgerinitiative (das ist etwas anderes als eine allgemeine Petition), die folgendermaßen funktioniert: Zu einem bestimmten Thema muss man 1Mio Unterschriften sammeln, dabei müssen es unterschiedlich viele aus den verschiedenen Mitgliedsstaaten sein (aus Deutschland mindestens 67 680 Stimmen), dann verpflichtet so eine ECI die Europäische Kommission gesetzlich, unseren Anspruch als Bürger*in zu beachten, zu untersuchen und darauf einzugehen.

Schaut mal hier, was gerade alles anhängig ist: https://europa.eu/citizens-initiative/find-initiative_de .30.01.2020. Darunter sind auch diese Beispiele:

  • „End the cage age“ [lxxxv] Hunderte Millionen von Nutztieren in der EU werden für den größten Teil ihres Lebens in Käfigen gehalten. Das verursacht großes Leid. Hier wird die Europäische Kommission aufgefordert, diese unmenschliche Behandlung von Nutztieren zu beenden..
    • „Eat original“[lxxxvi] Die Europäische Kommission wird aufgefordert, eine obligatorische Ursprungserklärung für alle Lebensmittel vorzuschreiben, um Betrug zu verhindern, die Gesundheit der Bevölkerung zu schützen und das Recht der Verbraucher auf Information zu garantieren.
    • „Abschaffung der Steuerbefreiung für Flugzeugtreibstoff“ Die Europäische Kommission wird aufgefordert, den Mitgliedstaaten die Einführung einer Steuer auf Flugzeugtreibstoff (Kerosin) vorzuschlagen. Der Luftverkehrssektor genießt Steuervorteile, obwohl er eine der am schnellsten wachsenden Ursachen von Treibhausgasemissionen ist. [lxxxvii]

Und es wird auch bei der EU geklagt.  Und das ist Erfolg versprechend. Verantwortung lässt sich nicht wegdiskutieren. Und so kam es, allerdings erst nach vielen zähen Verfahren auf deutscher und europäischer Ebene 2017 zu einer Gesetzesnovelle (ausgegangen von der Aarhus Konvention von 2001) und einem einigermaßen wirksamen Zugang für Umweltvereinigungen, gegen Umweltverstöße gerichtlich vorgehen zu können.

  • Auf dieser Grundlage klagte zum Beispiel der BUND NRW gegen die Fortführung des Hambacher Tagebaus – zum Schutz des angrenzenden Waldes. Dabei beriefen sie sich auf die Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie – kurz FFH-Richtlinie – der Europäischen Union. „Die Komplexität der Sachlage veranlasste die Richter dazu, den vorläufigen Rodungsstopp zu veranlassen. Auch weil RWE und die zuständige Behörde in Arnsberg nicht nachweisen konnten, dass eine sofortige Rodung im Interesse des Gemeinwohls nötig ist, weil andernfalls die Energieversorgung gefährdet sei.“[lxxxviii] Es hat geklappt.
  • „Ott, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der Grünen, leitet das Berliner Büro der international tätigen Umweltrechtsorganisation ClientEarth – Anwälte der Erde. In Deutschland unterstützt ClientEarth vor allem die Klagen der Deutschen Umwelthilfe für saubere Luft in deutschen Großstädten. Auch hier geht es um die Einhaltung europäischer Umwelt- und Gesundheitsrichtlinien in Bezug auf Stickoxide. Wie sich das Autoland Deutschland lange der Einhaltung europäischer Richtlinien verweigert hat und zum Teil noch immer verweigert, stößt bei Ott auf großes Unverständnis.“ [lxxxix]
  • Schon Mitte 2018 haben sich Familien (sie leben auf Langeoog, Fidschi, in Portugal oder Kenia) zusammengetan  und ziehen gemeinsam gegen die EU vor Gericht. Der Vorwurf: Die Europäische Gemeinschaft unternimmt zu wenig gegen den Klimawandel.  [xc]
  • Bei all dem könnt Ihr Euch beteiligen oder helfen. Indem Ihr Mitkläger werdet, indem Ihr die Klagenden unterstützt, in dem Ihr spendet, indem Ihr zu solchen Initiativen Eure Unterschrift gebt und davon weiter erzählt.

Vor kurzem wurde gesammelt zum Thema Bauern und Bienen retten: http://www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/pestizide/europaeische-buergerinitiative-bienen-und-bauern-retten-eingereicht.html .30.01.2020.

Und es gibt Erfolge: Gerade wurde eine Gemeinde in Michigan von Spendern in einem Berufungsverfahren unterstützt, in dem sie ihr Trinkwasser vor Nestlé verteidigen mussten. „Ein Gericht hatte die kleine Gemeinde Osceola in Michigan, USA, dazu verdonnert, Nestlé den Bau einer riesigen Wasserpumpstation zu erlauben, die verheerende Auswirkungen auf die Wasserversorgung gehabt hätte.“ Sie haben gewonnen. Insofern können wir doch auch weltweit unterstützen.

Klage vor den UN

Ja, tatsächlich wurde auch schon vor den vereinten Nationen geklagt. „Ein Mann aus dem pazifischen Inselstaat Kiribati hatte 2015 gegen die Ausweisung seiner Familie aus Neuseeland geklagt. Als Grund nannte er damals die Bedrohung seiner Existenz durch die Folgen des Klimawandels. Steigende Meeresspiegel und Wetterextreme machen dem Inselvolk im Pazifik zu schaffen. Auf den vielen kleinen Kiribati-Inseln, die nur wenige Meter über dem Meeresspiegel herausragen, leben rund 120.000 Menschen. Finanzielle Mittel und Möglichkeiten, um sich gegen den steigenden Wasserspiegel und Sturmfluten zu schützen, gibt es kaum. Klimaforscher gehen davon aus, dass Kiribati in den nächsten drei bis sechs Jahrzehnten vom Meer verschluckt werden könnte.“[xci] Es kam dabei zu einem Grundsatzurteil: „Wer seine Heimat aufgrund des Klimawandels verlassen muss, weil das Leben in Gefahr ist, dem kann das Recht auf Asyl nicht verweigert werden.“[xcii]

Die Bundesregierung sieht das bisher noch anders, aber natürlich ist uns deutlich, dass eine überflutete Insel kein Lebensraum mehr ist.  

Kurz zu der Frage (diese Frage wurde in der Form tatsächlich auf dem Menno-Forum gestellt): Was machen wir denn, dass nicht alle diese Flüchtlinge zu uns kommen, was kann man ihnen nahe bringen, beibringen, damit sie in ihren Ländern/ Kontinenten wohnen bleiben können? Die Antwort lautete: Wenn wir zum Beispiel an Afrika denken, dann müssen wir erkennen, dass dort viele Länder schon erheblich weiter sind als wir (Plastikverbot etc.) Tatsächlich wird dort pro Person erheblich weniger CO2 frei. Eine Person in Mali erzeugt beispielsweise nur 27 g pro Tag, das sind 9,8kg im Jahr, das ist so unfassbar wenig im Vergleich zu uns. (Solltet Ihr ein Auto haben: Da muss man nur 10 Liter Benzin/Diesel am Tag verfahren, dann hat man nur durch den Treibstoff alleine, ganz ohne das Fahren, das Jahresergebnis eines Menschen in Mali erreicht). Wir müssen erkennen, dass wir nur dann dafür sorgen können, dass es den Menschen dort so gut geht (und als Antwort auf den Frager: „dass sie zu Hause bleiben“), wenn wir uns verändern. Ihr findet in den Quellen einen CO2 Rechner, das ist schon sehr interessant, einmal genauer hinzuschauen.[xciii]

Hier kommen die Fragen an Gemeinde/ Stadt, Kirche und Landwirte:

 (Ihr findet die Briefe voller fragen als eigene Dokumente auch im Attachement)

  • Fügt oben den Namen des Bürgermeisters, der Bürgermeisterin ein, streicht jeweils das Unpassende (z.B. bei  die Stadt/die Gemeinde) im Text, unterschreibt und reicht es ein, im Gemeindebüro, im Rathaus, bei den Naturschutzverbänden  und in der Presse.
  • In diesen Fragen sind meine eigenen Denkansätze und sehr viele Anregungen aus dem Buch: Decken, O. und Herrman, R. (Hrsg.), Kommunale Klimapolitik von der Heinrich Böll Stiftung, Bielefeld, 2018.
  • Meine Erfahrungen in Buchholz waren gerade: Ich konnte zwei/drei Fragen beim Umweltausschuss stellen, nichts wurde bejaht, ich konnte sie in der Form nicht ans Protokoll anhängen („Bürgerfragestunde wird nicht protokolliert“). Da ich damit gerechnet hatte, habe ich die Fragen einer mir nahe stehenden Fraktion gegeben und diese hat den gesamten Fragenkatalog unter §17 eingereicht, sie werden jetzt schriftlich beantwortet.

Es waren viele Menschen quasi jeden Alters da, die kritische Fragen stellten. Sie haben auch die Ablehnung eines guten Antrags durch die Mehrheit der anwesenden Fraktionen ausgebuht (die richtige Reaktion!). Der Antrag lautete in Ungefähr, man müsse von der Verwaltung in Zukunft vor/zu anstehenden Entscheidungen die jeweiligen Co2 Auswirkungen erfahren, um klimagerecht entscheiden zu können. Die Mehrheit der anwesenden Fraktionen will dies nicht wissen und hat den Antrag  abgelehnt (5:4).

  • Ich bin gespannt, was Ihr erlebt! Unter den Aktiven, die sich dieser Mühe stellen, möchte ich also gerne den Film „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ verlosen.  Legt möglichst bald los, schreibt mir Eure Erfahrungen, bitte, und es geht los.

A. An die Gemeinde / Stadt

Sehr geehrte Damen und Herren der Verwaltung, des Rates und auch der Presse

Sehr geehrte/r Herr/Frau Bürgermeister*in.

Dieser offene Brief an Sie ist voller Fragen, unsere Gemeinde/Stadt betreffend.

Wir bitten Sie dringend um Antworten, die uns verdeutlichen können, wie unsere nächsten Schritte aussehen sollten. Nur Klarheit darüber, wie wir alle unseren gemeinsamen Weg in Richtung Klimagerechtigkeit, in Fairness zu unserer Mitwelt und damit in eine lebenswerte Zukunft beschreiten können, wird Ängste, genauso Leugnen und Abwehr verhindern und damit den Transformationsprozess, wie Frau Angela Merkel es genannt hat, erleichtern.

1. Zum Transport und Verkehr:

1.1 In welcher Form werden sie den öffentlichen Nahverkehr vereinfachen, für die Nutzer*in verbilligen, inklusiv gestalten und damit letztlich im Verhältnis zum Individualverkehr erhöhen?

  1. Sind kostenlose Jahreskarten für Haushalte ohne PKW geplant? – Wer sich mit dem Gedanken trägt auf das Auto ganz zu verzichten, hat darin einen großen Anreiz.
  2. Inwieweit intensivieren Sie noch einmal das Herangehen ans Carsharing? – Jedes Carsharing-Auto ersetzt vier bis sechs individuelle PKW. Auch auf dem Land haben sich inzwischen die Grundlagen verändert.
  3. Wird eine Innenstadtmaut für PKW eingeführt? Oder wann werden die Parkgebühren für den Individualverkehr genauso teuer wie die Bustickets in die Innenstadt oder umgekehrt? – Solange es günstiger ist, mit dem PKW in die Innenstadt zu fahren und dort zu parken, wird der Bus nicht ausgelastet sein und die Stadt muss immer mehr Parkplätze vorhalten, evt. weitere Parkhäuser bauen. In vielen Großstädten wurde dies schon begonnen, in Kleinstädten ist das Parken häufig kostenfrei, während der Bus selten fährt und teuer ist.
  4. Werden die Bereiche um die Schulen, die zu einer Buskartenberechtigung für die Schüler*innen führen, erweitert? – Insbesondere im Winter werden dadurch Mamitaxis vermieden.
  5. Wird es PKW freie Zonen um die Schulen herum geben? – Die Autos und damit ausgerechnet die Mamitaxis sind die größte Bedrohung für die Schüler*innen.
  6. Gibt es autofreie Tage? – Man könnte zu einem CO2 Spartag aufrufen.
  7. Wird die Stadt autofrei (Sondergenehmigungen muss es natürlich zum Beispiel für Taxen, Krankenwagen etc. geben)?
  8. Wenn sie weiterhin auf Individualverkehr setzen, inwieweit fördern Sie den Aufbau von Wasserstofftankstellen? – Diese müssen vorbereitet sein, damit Wasserstoffantrieb möglich ist. Es ist dabei auf Bio-Wasserstoff zu achten.
  9. Wenn Sie weiterhin auf E-PKW setzen, ist der Strom in den Tankstellen dafür ökologisch verträglich? – Wenn E-PKW mit Kohlestrom angetrieben werden, bedeutet dies, dass sie genauso klimaschädlich sind, wie Benzin/Diesel/Gas-angetriebene PKW. Wird dafür Atomstrom genutzt, bereiten sie eine Altlast, die über Jahrtausende bestehen bleibt.
  10. Müllabfuhr, Stadtwerke, Feuerwehr, Busse etc – Inwieweit sorgen Sie bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen für saubere Antriebsenergie?
  11. Wäre es z.B. eine Überlegung wert, ein nächtliches Tempolimit von 30km/h, oder eines in der Innenstadt einzurichten?

1.2 In welcher Form fördern Sie den Fahrradverkehr?

  1. Wann werden die Ampeln für Fahrradfahrer*innen mit den Ampeln für PKW an Kreuzungen gleichgeschaltet? (Zur Zeit muss man erst absteigen und auf den Knopf drücken, bevor die Ampel auf Grün springt, dies verzögert sehr den Fluss auf Fahrradwegen.)
  2. Wann werden Sie die jährlichen Investitionen für Fahrradwege/-straßen und Abstellmöglichkeiten, auf die Höhe der Investitionen in Straßen für PKW und LKW bringen?
  3. Wann/Wo gibt es Fahrradschnellwege?

1.3 In welcher Form fördern Sie die Aufenthaltsqualität in der Stadt/Innenstadt für Fußgänger*innen?

  1. Wann werden Sie mit einer intensiven Begrünung von Plätzen, Fassaden, Dächern beginnen? – Diese vermitteln Lebendigkeit und damit ein Sicherheitsgefühl, senken die Feinstaubbelastung, reduzieren CO2 und produzieren Sauerstoff.
  2. Inwieweit haben Sie inzwischen die Straßenlaternen auf LED umgestellt und auf biologisch verträgliche Wellenlängen des Lichts? – Fußgänger sollen sich sicher fühlen, aber die Einflüsse auf die Tierwelt (Anziehen nachtaktiver Insekten, Störung des Vogelflugs bei Zugvögeln) und die allgemeine Aufhellung der Erdatmosphäre (Lichtverschmutzung, die astronomische Beobachtungen infolge Streuung des Lampenlichts in der Atmosphäre des Nachthimmels behindert) verhindert werden. Eine Beleuchtung für Bürger*innen auf Kosten der Mitwelt ist zu meiden.
  3. Welche Maßnahmen haben Sie ergriffen, damit Lebensräume für die Bürger*innen, die zur Zeit noch von Autos besetzt sind, wieder für den Menschen und seine Lebensqualität erschlossen werden?

Inwieweit reduzieren Sie Lastkraftverkehr auf ein Minimum?

  1. Wie stellen Sie sicher, dass Logistikunternehmen in und um den Ort vermieden werden? Wann werden Sie diesbezüglich eine Vorgabe verabschieden?
  2. Werden Sie tägliche Zeiten ausweisen, in denen der Lastkraftverkehr aus dem Ort ausgeschlossen ist (Sondergenehmigung für Lebensmittel, Umzüge)?

2. Energie

Wie weit sind wir mit unserer Stadt/Gemeinde auf dem Weg der Dekarbonisierung? Inwieweit ist die Energie dezentral? Inwieweit sind wir als Gemeinde unabhängig in Sachen Energie? Inwieweit haben Sie für unsere Stadt/Gemeinde eine Doppelstrategie aus Energie-Einsparung und Energie-Wende?

  1. Könnten Sie den Klimaschutzbericht stärker kommunizieren, bitte? – Deutliche Klärung hilft gegen Unsicherheiten und Ängste.
  2. Inwieweit bekommen Bürgerenergiegenossenschaften politische Unterstützung von der Stadt / der Gemeinde oder können ihre Anlagen zu günstigen Pachtkonditionen auf kommunalen Grund errichten? – Bürgerenergiegenossenschaften investieren in die dezentrale Energieversorgung mit Geld, das die Kommune oft nicht hätte.
  3. Ab wann ist der eigene Strommix der Stadtwerke komplett frei von Kohle- und Atomstrom, wie ist der Ausstieg geplant? – Transparenz hilft gegen Fehlinvestitionen der Bürger*innen.
  4. Inwiefern ist der Strom für die kommunalen Gebäude (Rathaus/Gemeindehaus, Schulen, Sporthallen etc.) zum heutigen Zeitpunkt schon aus erneuerbaren Energien? Ab wann ist er es komplett?
  5. Inwieweit erschließt ein systematisch betriebenes Energiemanagement weitere wirtschaftliche Potenziale? Z.B. dass Wärmequellen und Wärmeabnehmer zusammen finden, die Energiebeschaffung optimiert, Fördermittel genutzt, Heizungen und Lüftungsanlagen laufend optimiert werden, Monitoring, Einsparprojekte in Kindergärten, Schulen, Dienststellen durchgeführt werden, Sanierungsfahrpläne aufgestellt und umgesetzt werden, genauso gesetzliche Vorgaben etc. – Gerade bei knapper Kasse lohnt es sich, auf erneuerbare Energie umzusteigen.
  6. Inwieweit lernen die zuständigen Verwaltungsbeamt*innen wie die Energiewende im eigenen Planungsamt voranzubringen sind? – Die zuständigen Verwaltungsangestellten, können bei den Klimaschutz- und Energieagenturen lernen, in Niedersachsen und Baden-Württemberg ist das kostenfrei.
  7. Sind bei der Veräußerung gemeindeigener/städtischer Grundstücke im Kaufvertrag ökologische Energienutzungen vorgeschrieben? Ist dies für den Weiterverkauf bindend festgelegt?
  8. Gibt es fortschrittliche Pionierunternehmen, Change Agents? Werden Sie in irgendeiner Form gefördert, öffentlich geehrt, ausgezeichnet?
  9. Ist auf den Dächern in den Gewerbegebieten Platz für Solaranlagen, die den Firmen zur Nutzung angeraten oder von der Stadt/Gemeinde genutzt werden können? Kann die Stadt darauf Einfluss nehmen?
  10. Haben Sie ein Gründachkataster?
  11. Gibt es ein Wärmekonzept für die Zukunft?
  12. Wann wird der eigene Gebäudestand saniert sein?
  13. Inwieweit ist die energetische Sanierung für Eigentümer und Mieter sozialverträglich, wird dieses verifiziert und wird dies für die Zukunft eingehalten? – Langfristig entlastet der Umstieg auf saubere Energie und Wärme private wie kommunale Haushalte erheblich.
  14. Ist der Ort Mitglied im Netzwerk 100%-Erneuerbare-Energie-Regionen?

3. Bauen und Wohnen / Arbeiten und Leben

  1. Wann gibt es einen Baustop? – Jeder neue Raummeter, der umbaut wird, benötigt Baumaterial und Heizwärme, erhöht also den Energieverbrauch, wodurch die CO2 Bilanz des Ortes steigt.
  2. Wenn dies nicht geplant ist, inwieweit ist beim Neubau Ausrichtung, Kompaktbauweise, Passivhausbauweise, die Nutzung erneuerbarer, ökologisch verträglicher Energien, Bepflanzung im Bebauungsplan vorgegeben?
  3. Inwieweit ist der Bau von Gebäuden selbst klimaneutral? Inwieweit haben Sie dazu verpflichtende Anforderungen aufgestellt? – Beton ist eine große Klimabelastung, Sand wird beim Bau gebraucht, ist aber inzwischen Mangelware auf der Erde und birgt großes Konfliktpotenzial in anderen Teilen der Erde.
  4. Inwieweit ist der Klimaschutz seitens der Gewerbe, auch der Gewerbegebiete sichergestellt. Gibt es Anreize und Ausschlüsse?
  5. Wieviel Boden (Fläche) wurde in den letzten 15 Jahren versiegelt und durch neue Bauten/Straßen verbraucht?
  6. Wieviel Boden wurde/wird im Gegenzuge entsiegelt?
  7. Wo haben Sie im Ort Hitzeinseln und wie steuern Sie gegen?
  8. Haben Sie einen Hitzeaktionsplan?
  9. Inwiefern werden im Ort Schadstoffkonzentrationen in der Luft gemessen und im Folgenden angemessen zu ihrer Verringerung vorgegangen?
  10. Wie sehen die Messergebnisse des Parameters AOT40 (kumulierte Ozonbelastung) aus?
  11. Entsprechen die Flächennutzungspläne, Bebauungspläne dem neuesten Stand des Klimaschutzes?
  12. Inwieweit gibt es Beratung und Unterstützung für ältere Mitbürger mit Eigenheimen eine Einliegerwohnung für mögliche Mieter*innen abzutrennen? Inwiefern wird dieses bekannt gegeben? – Ältere Bürger*innen legen Wert auf Selbständigkeit, sie leben in ihren Eigenheimen mietfrei, aber oft mit geringer Rente. Auch sind sie mit steigendem Alter verstärkt mit der Haus- und Gartenpflege überfordert. Eine Mieter*in  bringt eine finanzielle Erleichterung, könnte bei Gartennutzung auch in der Gartenpflege integriert werden und stellt einen Sozialkontakt dar. Einer Übernahme des Hauses durch Immobilienspekulanten wird entgegen gearbeitet und damit einer Verarmung der älteren Bürger*innen. Außerdem wäre der umbaute und zu heizende Wohnraum nun mit mehr Personen genutzt, das ist energieeffizient und klimaschützend. Es entsteht Wohnraum ohne Neubau und die damit verbundene Umweltbelastung wird vermieden.

4. Wasser

  1. Wie energieeffizient sind die Wasserwerke? Sind die mittelbar oder unmittelbar genutzten Kläranlagen energieautark?
  2. Wird Regen konsequent aufgefangen? Wird Regenwasser vom Schmutzwasser getrennt gesammelt? – Lässt sich so einfacher nutzen und überfordert die Kläranlagen weniger.
  3. Gibt es Konzepte für Starkregenereignisse? Retentionsräume? Sind Bach- und Flussläufe renaturiert? – Es gibt Fördertöpfe für Entschädigung der Landwirt*innen, wenn das Wasser auf Felder ausweicht, ausweichen darf.
  4. Inwieweit nutzt die Gemeinde / die Stadt Regenwasser beim Bewässern, in privaten wie öffentlichen Toiletten, bei der Fuhrparkreinigung, in Waschkellern von Gemeinde/Stadt-Wohnungen
  5. Inwieweit nutzt der Ort die Abwärme in den Kanälen mittels Wärmepumpen oder Wärmerückgewinnung? – Siehe in Hamburg Jenfelder Au.
  6. Inwieweit hat der Ort auf wasserdurchlässiges Pflaster umgestellt? – Bei Starkregenereignissen , aber auch für das Kleinklima sehr wichtig.
  7. Sind Quellen/ Ist das Grundwasser geschützt? Vor Pestiziden und Dünger ebenso wie vor Hochwasser?
  8. Gibt es inzwischen einen Güllekataster?
  9. Inwieweit ist das Wasser im Ort belastet und wie groß ist der Aufwand, es aufzubereiten?
  10. Wie ist dafür gesorgt, dass z.B. in der Landwirtschaft auf wassergefährdende Stoffe  verzichtet wird?
  11. Die EU-Wasserrahmenrichtlinie schreibt die Phosphorelimination vor, inwieweit halten Sie dieses ein oder planen Sie Phosphor sogar zu recyceln? – Phosphor ist Problemstoff und endlicher Rohstoff, er muss sehr energieaufwendig gewonnen werden und trägt zur Überdüngung der Gewässer bei, muss also energieaufwendig wieder entfernt werden.
  12. Hat das Wasser bei Hochwasserereignissen genügend Platz? – Retentionsraum ist wichtig und kann, auch bei einer Deicherstellung/-sanierung, geschaffen werden.

5. Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsschutz

  1. Gibt es Unterstützung für Landwirtschaftliche Betriebe in und um den Ort herum, damit diese ihre Höfe und ihr Land erhalten können und eine Umstellung auf ein ökologisches Arbeiten erleichtert wird? Sind Sie diesbezüglich im Gespräch?
  2. Inwieweit unterstützt Die Stadt durch die Verpflegung in Schulen etc den ökologischen Anbau im Ort? – Das Biostädte-Netzwerk gibt einen Leitfaden heraus, wie die Kommunen sich rechtssicher Bio-Produkte im kommunalen Kontext besorgen.
  3. Gibt es eine Förderung für Produkte aus der Region für die Region?
  4. Ist es verpflichtend, bei Land- und Grundstücksverkauf aktuelle, aussagekräftige Bodenproben nehmen zu lassen? Gibt es ein Monitoring dazu? Gibt es dazu öffentlich einsehbare Karten? Wie wird dies kommuniziert? – Vergifteter Boden muss erkannt werden, um Schäden für die darauf oder in der Nähe lebenden Menschen, Tieren und Pflanzen zu verhindern oder die Ursache für Schäden erkennen zu können. Auch rechtlich ist dies wichtig. Gesunder Boden ist eine wertvolle und endliche Ressource und muss erhalten bleiben.
  5. Inwieweit haben Sie Flächen in der Stadt/Gemeinde und Landschaft biologisch/ökologisch aufgewertet, inwiefern sind Sie dabei?
  6. Ist der kommunale Forst, die Landschaft auf naturnahe, nachhaltige Bewirtschaftung ungestellt? Wieviel Prozent der Fläche ist dem Naturschutz und Landschaftsschutz gewidmet? Wieviel Prozent des Waldes ist Naturwald? – Es gibt finanzielle Unterstützung beim Waldklimafond des Bundes.
  7. Sind Landschaftsschutzgebiete und Naturschutzgebiete tatsächlich für die Zukunft geschützt? – Es wurde teils Interesse bekundet, im Landschaftsschutzgebieten Gewerbegebiete zu bauen, ist das zuverlässig unterbunden? 
  8. Gibt es inzwischen ein Fällverbot (Ausnahmen nur mit geprüften und berechtigten Sondergenehmigungen)? –  Die jetzige Baumschutzsatzung ist nicht ausreichend, Bäume und Pflanzen sind die einzigen Landlebewesen, die CO2 verringern und Sauerstoff erzeugen.
  9. Inwiefern unterstützen Sie in diesem Jahr Initiativen, die für Landschaftsschutz, Tierschutz, Insektenschutz aktiv sind? Inwiefern erhalten Sie das von diesen Initiativen bereits Erreichte oder inwiefern geht es wieder verloren?
  10. Hat die Stadt / Gemeinde Biodiversitätsbeauftragte?
  11. Sind Sie Mitglied oder hat sich aus der Mitgliedschaft bei dem Bündnis Kommunen für biologische Vielfalt irgendeine Handlung seitens der Stadt/Gemeinde ergeben?
  12. Inwiefern wird dafür gesorgt, dass die Landschaften um die Wanderwege herum natürlich und ökologisch wertvoll sind? Schönheit macht sich auch bezahlt: Die Wanderwege bringen erheblich mehr Geld durch Tourismus in die Kassen, als noch 2015 zu erwarten war. Hier entsteht regionale Wertschöpfung durch Natur- und Klimaschutz.
  13. Inwiefern verbessern Sie die Standorte der hiesigen Bäume?
  14. Inwieweit verbessern Sie in der Kommune die Bedingungen für heimische Wildtiere, z.B. indem Sie die Setz- und Schonzeit regelmäßig ab 1. Februar eines Jahres kommunizieren, dabei verdeutlichen, dass bestehende Nist- und Ruhestätten Pflegemaßnahmen und Fällungen unzulässig machen. und setzen die Einhaltung verlässlich durch? – Veränderte Vegetationsperioden führen zu sehr viel früherem Nestbau, früherer Laichzeit. Wenn in der bisher ausgeübten Praxis weiter gefällt wird, dann trifft das in erheblicher Weise die Aufzucht der Tiere, für die wir eine Fürsorgepflicht haben, solange sie bei uns sind.
  15. Inwieweit sind die Grüngebiete, in denen sich Tiere leben, so miteinander verbunden, dass die Fußgänger unter den Tiere gefahrlos von einem Gebiet zum nächsten kommen? – Dies vermeidet Inzucht und Krankheiten.
  16. Inwieweit wird die Klimaschutzfunktion der Böden, insbesondere moor- und humusreiche Oberböden, bedacht? Werden Sie gesondert geschützt und aufgebaut? – Moore zum Beispiel machen nur 3% des weltweiten Bodens aus, speichern aber 30%  des  in der Pedosphäre gespeicherten Kohlenstoffs.
  17. Verpachtet die Stadt Land an Landwirt*innen? Sind Pachtbedingungen und Preise der kommuneneigenen Flächen für ökologischen Landbau günstiger?
  18. Inwieweit gibt es schon Kombinationen von Solardach und  Gemüse-Anbau?
  19. Wie stark ist der Wald durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt worden, inwieweit musste gefällt werden und wie wird dies ausgeglichen?
  20. Sind groß angelegte Baumpflanzaktionen geplant? Inwieweit gibt es Unterstützung für private Pflanzungen?

6. Geld / Plan

  1. Ist die Stadt / Gemeinde ein Vorbild in ihren Handlungen im Sinne des Klima-/Umweltschutzes, der Klimagerechtigkeit, im Ressourcenverbrauch, im Sinne der Lebensqualität der kommenden Generationen? Hat sie einen Plan /ein Konzept wie dies gelingen kann? Inwieweit folgt sie diesem Plan / Konzept?
  2. Inwieweit erkennen Sie den Schutz der Bürger*innen als Notwendigkeit und Ihre Verantwortung? Wann werden Sie für unseren Ort eine öffentliche Selbstverpflichtung erklären? – Leistungen der Daseinsvorsorge werden den Pflichtaufgaben zugeordnet.  In das Gebot der Wirtschaftlichkeit fällt die CO2 Einsparung, die auch eine Entlastung des kommunalen Haushaltes einhergeht.
  3. Inwieweit stellt die Stadt/Gemeinde sicher, dass die Banken, mit denen sie arbeitet, Gerechtigkeit und Erhaltung der Lebensgrundlagen fördern? in welche Projekte investiert die Bank oder Sparkasse, wohin verleiht sie? Sind da Waffen bei? Atomwaffen, Kampfpanzer, Drohnen  (mit Waffen werden Milliarden-Geschäfte gemacht, außerdem arbeiten Militär und Rüstungsindustrie sehr unökologisch). Nahrungsmittelspekulationen? Gentechnik, Tierversuche, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen? Bremsen sie gar die Energiewende? Haben sie Schattenfinanzplätze? Das müsste recherchiert werden, die aktuellen Nachrichten dazu beachtet werden.
  4. Inwieweit nutzt die Stadt/Gemeinde grüne Versicherungen / ist die Pensionskasse klimafreundlich?  – Auch Versicherungen  investieren, aber ist ihr Handeln ethisch vertretbar?
  5. Gibt es Kommunikation bezüglich dieser Themen zwischen Bank/Sparkasse und dem Ort, fragen Sie nach, bzw. wird dem Geldinstitut, der Versicherung nahe gelegt, sich ethisch und im Sinne einer Gerechtigkeit, z.B. Klimagerechtigkeit, zu verhalten?
  6. Hat die Stadt selbst einen grünen Fond, oder mit anderen Kommunen zusammen, in den die Bürger investieren können?
  7. Wieviel Geld ist für diese vielfältigen, alle hier genannten, Aufgaben im jetzigen Haushalt, genauso im mittelfristigen und im langfristigen?
  8. Ist für all diese Themen ein Umweltmanager/-beauftragter eingestellt oder wer koordiniert? Oder hofft die Stadt/Gemeinde noch, das ginge kosten- und Personalneutral? – In der Regel ist der Personalbestand schon ausgedünnt und solche Großbaustellen Energiewende und Natur/Klimaschutz lassen sich erfahrungsgemäß nicht nebenher erledigen.
  9. Wer hat die Verantwortung?
  10. Nutzen Sie die Energieagentur des Landes? Erhalten Sie schon die Förderinformationen des Difu (Deutsches Institut für Urbanistik)?
  11. Inwieweit nutzen Sie den Konvent der Bürgermeister, den Deutschen Städtetag, das Klimabündnis, um die kommunale Stimme aus Buchholz hören zu lassen und Unterstützung zu bekommen?
  12. Sind schon Mittel aus der Nationalen Klimaschutzinitiative oder aus anderen Programmen in unseren Ort geflossen, ins Rathaus oder zu lokalen Akteuren?
  13. Gibt es ein Controlling / Monitoring  zusätzlich zum Nachhaltigkeitsbericht, Klimaschutzbericht, sodass die Erfolge oder Nichterfolge der Maßnahmen erkannt werden, dass man Entwicklungen und Tendenzen sieht und fördern oder umleiten kann? – Ein Nachhaltigkeitsbericht als Muster wird vom Land Baden-Württemberg zur Verfügung gestellt.
  14. Nutzt man die Multiplikatoren wie Vereine, soziale Organisationen, Gewerke, Handel, Netzwerke, Zeitung etc, um Maßnahmen für Natur-/Klimaschutz, Klimaanpassung und Klimagerechtigkeit in die Bevölkerung zu tragen und zum Mitmachen zu bewegen? Gibt es dazu weitere Öffentlichkeitsarbeit?
  15. Ist der Stadt/Gemeinde klar, dass wir in einer Gründerzeit leben, in der neue Ideen und Lösungen gebraucht werden und schnell Erfolg haben können und fördert solcherlei Ideen im Ort/für den Ort?
  16. Gibt es Veranstaltungen wie „So halbiere ich meine Stromrechnung“, „Wir entrümpeln unser Haus von Stromfressern“ oder „Ich dusche mit der Sonne“ von der Gemeinde/Stadt oder werden von ihr gefördert?
  17. Inwieweit wollen wir im Ort Prioritäten setzen, um die Fülle der Maßnahmen zu strukturieren?

7. Katastrophenschutz

  1. Inwieweit wird der Klimawandel wahrgenommen? Welches Handlungsfeld, welcher Ortsteil ist wie betroffen?
  2. Haben Sie neben dem Klimaschutz Anpassungsstrategien an den Klimawandel? – Vom Bund gibt es schon seit 2008 den politischen Rahmen durch die Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS). Dieser wendet sich gezielt an die Kommunen. Oder es gibt das Webtool Stadtklimalotse. Es gibt Fördermöglichkeiten.
  3. Inwieweit bekommt die Feuerwehr gezielte Unterstützung? – Wald- und Vegetationsbrände benötigen ein anderes Know How als Gebäudebrände, werden beispielsweise Fortbildungen diesbezüglich von der Stadt finanziert?

Wir danken Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit! Wir wissen, dass sich vielleicht noch nicht alle Fragen beantworten lassen. Für manches benötigt es sicherlich erst Beschlüsse. Doch kann die Verwaltung auch eigenverantwortlich an Themenfelder gehen bzw. notfalls Anträge stellen.

Wir bitten Sie dringend, diesen Fragenkatalog  als eine Art Ideenfundus zu betrachten, so dass sich im Sinne von Natur- und Klimaschutz / Klimagerechtigkeit  und Lebenserhalt / Lebensgrundlage auch für die anderen Teile dieser Erde möglichst schnell und ebenso für die kommenden Generationen messbare Verbesserungen ergeben.

Herzlichen Dank  (Eure Unterschrift und Datum)

 

B. An die Kirche

Dazu nutzt Ihr erst einmal Ecosia zum Auffinden der Kirchenkreise um Euch herum, also in Eurer Landeskirche, bei mir ist das https://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/wir-ueber-uns/sprengel-kirchenkreise. Dort suchen wir unseren eigenen Kirchenkreis heraus, bei mir ist das Kirchenkreis Hittfeld, und dort finden wir die Verantwortlichen und meist auch noch eine Pressesprecher*in dazu. Beiden senden wir die Fragenliste mit höflichen Begleitworten zu. Je mehr schreiben, umso besser!

Sehr geehrte/r Frau/Herr Superintendent

Sehr geehrte/r Herr/Frau Presseprecher*in

Dieser offene Brief an Sie ist voller Fragen, den Klima-, Umweltschutz und die Klimagerechtigkeit unseres Kirchenkreises betreffend.

Wir bitten Sie dringend um Antworten, die uns verdeutlichen können, wie unsere nächsten Schritte diesbezüglich aussehen sollten. Wenn die Kirche und wir als Mitglieder in diesem Thema auch praktisch vorangehen, ist das ein großes Zeichen an die übrige Bevölkerung.

Nur Klarheit darüber, wie wir alle unseren gemeinsamen Weg in Richtung Klimagerechtigkeit, in Fairness zu unserer Mitwelt und damit in eine lebenswerte Zukunft beschreiten können, wird Ängste, genauso Leugnen und Abwehr verhindern und damit den nötigen Transformationsprozess erleichtern.

1. Zum Transport und Verkehr:

1.1 In welcher Form werden Sie den öffentlichen Nahverkehr fördern und damit letztlich im Verhältnis zum Individualverkehr erhöhen?

  1. Sind kostenlose Jahreskarten des Öffentlichen Nahverkehrs für Mitarbeiter ohne PKW geplant? – Wer sich mit dem Gedanken trägt auf das Auto ganz zu verzichten, hat darin einen großen Anreiz.
  2. Inwieweit gibt es innerhalb der Kirche ein Carsharingangebot oder wird dieses gefördert? – Jedes Carsharing-Auto ersetzt vier bis sechs individuelle PKW.
  3. Propagieren Sie autofreie Tage im Kirchenkreis?
  4. Fördern Sie Wasserstoff-PKW für Mitarbeiter/ den Fuhrpark?
  5. Wenn Sie im Kirchenkreis auf E-PKW setzen, ist der Strom, den Sie bei der Kirche vorhalten, dafür ökologisch verträglich? – Wenn E-PKW mit Kohlestrom angetrieben werden, bedeutet dies, dass sie genauso klimaschädlich sind, wie Benzin/Diesel/Gas-angetriebene PKW. Wird dafür Atomstrom genutzt, bereiten sie eine Altlast, die über Jahrtausende bestehen bleibt.
  6. Können Sie sicherstellen, dass die in unserem Kirchenkreis fahrenden E-PKW und deren Batterien frei von Sklavenarbeit hergestellt sind?

1.2  In welcher Form fördern Sie den Fahrradverkehr?

1.3 In welcher Form fördern Sie die Aufenthaltsqualität im Kirchenumfeld für Fußgänger*innen?

  • Inwiefern investieren Sie in Begrünung von Plätzen, Fassaden, Dächern? – Diese vermitteln Lebendigkeit und damit ein Sicherheitsgefühl, senken die Feinstaubbelastung, reduzieren CO2 und produzieren Sauerstoff.
  • Inwieweit haben Sie inzwischen die Außenbeleuchtungen auf LED umgestellt und auf verträgliche Wellenlängen des Lichts geachtet? – Fußgänger sollen sich sicher fühlen, aber die Einflüsse auf die Tierwelt (Anziehen nachtaktiver Insekten, Störung des Vogelflugs bei Zugvögeln) und die allgemeine Aufhellung der Erdatmosphäre (Lichtverschmutzung, die astronomische Beobachtungen infolge Streuung des Lampenlichts in der Atmosphäre des Nachthimmels behindert) verhindert werden. Eine Beleuchtung für Bürger*innen auf Kosten der Mitwelt ist zu meiden.

2. Energie

  1. Wie weit sind wir mit unserem Kirchenkreis auf dem Weg der Dekarbonisierung?
  2.  Inwieweit ist die Energie dezentral?
  3. Inwieweit sind die Kirchengemeinden unabhängig in Sachen Energie?
  4. Inwieweit haben Sie eine Doppelstrategie aus Energie-Einsparung und Energie-Wende?
  5. Wo finden die Bürger einen öffentlichen Sachstandsbericht?
  6. Ab wann ist der genutzte Strommix komplett frei von Kohle- und Atomstrom, wie ist der Ausstieg geplant?
  7. Inwieweit erschließt ein systematisch betriebenes Energiemanagement weitere wirtschaftliche Potenziale? Z.B. Wärmequellen und Wärmeabnehmer finden besser zusammen, die Energiebeschaffung wird optimiert, Fördermittel genutzt, Heizungen und Lüftungsanlagen laufend optimiert, Monitoring, Einsparprojekte in Kindergärten, Schulen, Dienststellen werden durchgeführt, Sanierungsfahrpläne werden aufgestellt und umgesetzt, genauso gesetzliche Vorgaben etc. – Gerade bei knapper Kasse lohnt es sich, auf erneuerbare Energie umzusteigen.
  8. Inwieweit lernen die zuständigen Personen wie die Energiewende im eigenen Bereich voranzubringen ist? – Die zuständigen Verwaltungsangestellten, können bei den Klimaschutz- und Energieagenturen lernen, in Niedersachsen und Baden-Württemberg ist das kostenfrei.
  9. Sind bei der Veräußerung kircheneigener Grundstücke im Kaufvertrag ökologische Energienutzungen vorgeschrieben? Ist dies für den Weiterverkauf bindend festgelegt?
  10. Gibt es ein Wärmekonzept für die Zukunft?
  11. Wann wird der eigene Gebäudestand saniert?

3. Bauen und Wohnen / Arbeiten und Leben

  1. Wann gibt es einen Baustop? – Jeder neue Raummeter, der umbaut wird, benötigt Baumaterial und Heizwärme, erhöht also den Energieverbrauch, wodurch die CO2 Bilanz des Kirchenkreises steigt.
  2. Wenn dies nicht geplant ist, inwieweit ist beim Neubau Ausrichtung, Kompaktbauweise, Passivhausbauweise, die Nutzung erneuerbarer, ökologisch verträglicher Energien, Bepflanzung vorgegeben?
  3. Inwieweit ist der Bau von Gebäuden selbst klimaneutral? Inwieweit haben Sie dazu verpflichtende Anforderungen aufgestellt? – Beton ist eine große Klimabelastung, Sand wird beim Bau gebraucht, ist aber inzwischen Mangelware auf der Erde und birgt großes Konfliktpotenzial in anderen Teilen der Erde.
  4. Wieviel kirchlicher Boden (Fläche) wurde in den letzten 15 Jahren versiegelt und durch neue Bauten/Zuwegung verbraucht?
  5. Wieviel Boden wurde/wird im Gegenzuge entsiegelt?
  6. Inwieweit gibt es seitens der Kirche Beratung und Unterstützung für ältere Mitbürger mit Eigenheimen, eine Einliegerwohnung für mögliche Mieter*innen abzutrennen? Inwiefern wird dieses bekannt gegeben? – Ältere Bürger*innen legen Wert auf Selbständigkeit, sie leben in ihren Eigenheimen mietfrei, aber oft mit geringer Rente. Auch sind sie mit steigendem Alter verstärkt mit der Haus- und Gartenpflege überfordert. Eine Mieter*in  bringt eine finanzielle Erleichterung, könnte bei Gartennutzung auch in der Gartenpflege integriert werden und stellt einen Sozialkontakt dar. Die Selbständigkeit der älteren Mitglieder könnte länger erhalten bleiben. Einer Übernahme des Hauses durch Immobilienspekulanten wird entgegen gearbeitet und damit einer Verarmung der älteren Bürger*innen. Außerdem wäre der umbaute und zu heizende Wohnraum nun mit mehr Personen genutzt, das ist energieeffizient und klimaschützend. Es entsteht Wohnraum ohne Neubau und die damit verbundene Umweltbelastung wird vermieden.

4. Wasser

  1. Wird Regen konsequent aufgefangen? Wird Regenwasser vom Schmutzwasser getrennt gesammelt?
  2. Gibt es Konzepte für Starkregenereignisse? Retentionsräume? Es gibt Fördertöpfe für Entschädigung der Grundbesitzer, wenn das Wasser auf Felder ausweicht/ausweichen darf.
  3. Inwieweit nutzen die Gemeinden Regenwasser beim Bewässern, in privaten wie öffentlichen Toiletten, bei der Fuhrparkreinigung, in Waschkellern von Kirchen-Wohnungen – Das Bundesverwaltungsgericht hat 2011 entschieden, dass Waschmaschinen mit Regenwasser betrieben werden dürfen (BVerwG 8 C 44.09).
  4. Inwieweit hat der Kirchenkreis / die Gemeinden auf Wasser-durchlässiges Pflaster umgestellt? – Bei Starkregenereignissen , aber auch für das Kleinklima sehr wichtig.
  5. Sind evt. vorhandene Quellen auf kircheneigenem Grund geschützt? Vor Pestiziden und Dünger ebenso wie vor Hochwasser?
  6. Wie ist dafür gesorgt, dass z.B. in der Landwirtschaft auf gepachtetem Kirchenland auf Wasser-gefährdende Stoffe  verzichtet wird?
  7. Hat das Wasser bei Hochwasserereignissen genügend Platz? – Retentionsraum ist wichtig.

5. Landschaft, Landwirtschaft, Landschaftsschutz

  • Inwieweit unterstützt der Kirchenkreis durch die Verpflegung in Schulen etc den ökologischen Anbau im Ort?
  • Inwieweit haben Sie kircheneigene Flächen ökologisch aufgewertet, inwiefern sind Sie dabei?
  • Ist der Forst, die Landschaft auf Kirchenboden auf naturnahe, nachhaltige Bewirtschaftung ungestellt? Wieviel Prozent der Fläche ist dem Naturschutz und Landschaftsschutz gewidmet? Wieviel Prozent des Waldes ist Naturwald? – Es gibt finanzielle Unterstützung beim Waldklimafond des Bundes.
  • Inwiefern unterstützen Sie in diesem Jahr Initiativen, die für Landschaftsschutz, Tierschutz, Insektenschutz aktiv sind? Inwiefern erhalten Sie das von diesen Initiativen bereits Erreichte oder inwiefern geht es wieder verloren?
  • Inwiefern verbessern Sie die Standorte der hiesigen Bäume?
  • Wie stark ist der Wald durch Dürre und Borkenkäfer geschädigt worden, inwieweit musste gefällt werden und wie wird dies ausgeglichen?
  • Sind groß angelegte Baumpflanzaktionen geplant? Inwieweit gibt es Unterstützung für private Pflanzungen?

Geld / Plan

  1. Ist der Kirchenkreis ein Vorbild in seinen Handlungen im Sinne des Klima-/Umweltschutzes, der Klimagerechtigkeit, im Ressourcenverbrauch, im Sinne der Lebensqualität der kommenden Generationen? Hat er einen Plan, wie dies gelingen kann?
  2. Inwieweit stellt der Kirchenkreis sicher, dass die Banken, mit denen er arbeitet, evt. eine kircheneigene Bank, Gerechtigkeit und Erhaltung der Lebensgrundlagen fördern? in welche Projekte investiert die Bank oder Sparkasse, wohin verleiht sie? Sind da Waffen bei? Atomwaffen, Kampfpanzer, Drohnen  (mit Waffen werden Milliarden-Geschäfte gemacht, außerdem arbeiten Militär und Rüstungsindustrie sehr unökologisch). Nahrungsmittelspekulationen? Gentechnik, Tierversuche, Kinderarbeit oder Menschenrechtsverletzungen?  Bremsen sie die Energiewende? Haben sie Schattenfinanzplätze?
  3. Inwieweit nutzt der Kirchenkreis grüne Versicherungen / ist die Pensionskasse klimafreundlich?  –  Auch Versicherungen  investieren, aber ist ihr Handeln ethisch vertretbar?
  4. Hat der Kirchenkreis selbst einen grünen Fond, oder mit anderen Kreisen zusammen, in den die Bürger*innen investieren können?
  5. Gibt es Kommunikation bezüglich dieser Themen zwischen Bank/Sparkasse und dem Kirchenkreis, wird dem Geldinstitut, der Versicherung nahe gelegt, sich ethisch und im Sinne einer Gerechtigkeit, z.B. Klimagerechtigkeit, zu verhalten?
  6. Wieviel Geld ist für die vielfältigen Aufgaben des Klimaschutzes im jetzigen Haushalt, genauso im mittelfristigen und im langfristigen?
  7. Ist dafür ein Umweltmanager/-beauftragter eingestellt oder wer koordiniert? Oder hofft der Kirchenkreis noch, das ginge kosten- und personalneutral? – In der Regel ist der Personalbestand schon ausgedünnt und solche Großbaustellen Energiewende und Natur/Klimaschutz lassen sich erfahrungsgemäß nicht nebenher erledigen.
  8. Wer hat die Verantwortung?
  9. Gibt es dazu Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis?
  10. Gibt es Unterricht dazu?
  11. Inwieweit unterstützt der Kirchenkreis die im Klima- und Umweltschutz bereits aktiven Jugendlichen?

Sowohl die Evangelische Kirche in Deutschland, wie auch die katholische, positionieren sich klar zum Umwelt- und Klimaschutz und betonen die Wichtigkeit. Darüber sind wir sehr glücklich und hoffen natürlich auf praktische Umsetzung. 

Sollte diese schon stattfinden, dann wünschen wir uns, dass dies kommuniziert wird, denn an den Handlungen der Kirche orientieren sich sehr viele Menschen. Es würde sicherlich eine Welle von weiteren Handlungen bei den Mitgliedern, aber auch bei anderen Menschen, nach sich ziehen, wenn bekannt wird, was die Kirche alles praktisch für den Umwelt-, Klimaschutz tut und damit für die nächsten Generationen auf den Weg bringt.

In diesem Sinne verabschiede ich mich hoffnungsvoll und mit besten Grüßen.

C. An die Landwirt*innen

Die Landwirt*innen würde ich telefonisch kontaktieren, mich persönlich vorstellen und dann die Fragen stellen. Das Umfrageergebnis, anonymisiert,  gebt ihr an Eure Presse, an Eure Lieblingsparteien, an Umweltschutzverbände. Es wäre gut, wenn möglichst viele wissen, was der Landwirtschaft helfen würde, zu überleben und ökologischer zu werden. Wenn Ihr möchtet, sammele ich alles und sende es an den Bundestag.

Gut wären am Telefon persönliche Fragen wie:

  • Würde es Ihnen helfen, wenn Sie pro Person ein Grundeinkommen besäßen?
  • Wir denken uns, dass es Zeit und Sicherheit braucht, damit man nach und nach die Landwirtschaft so umstellt, dass man von Jahr zu Jahr weniger Stoffe benötigt, die beispielsweise das Grundwasser und das Klima belasten oder resistente Keime fördern.
  • Würden Sie sagen, ein Grundeinkommen könnte so eine Hilfe sein?

 

So, und jetzt möchte ich mich bedanken!

Ihr habt gelesen und gelesen, Ihr seid, wenn Ihr es bis hierin ausgehalten habt, wirklich interessiert und willens etwas zum Schutz der Erde zu tun! Ich bedanke mich von Herzen und wünsche sehr, dass wir alle zusammen eine gesegnete Zeit erleben werden. Gott sei Dank gibt es Menschen wie Euch, mit denen man etwas bewegen und verändern kann.

Ihr seid großartig! Vielen, vielen Dank!

Und nun geht es erst richtig los.

Herzliche Grüße

von Eurer Cornelia Cornels-Selke

 

Zum Weiterforschen, zur Untermauerung, als Hilfe – Meine Quellen:

Last but not least (Nicht alphabetisch, sondern an der Reihenfolge im Textverlauf orientiert). Hier findet Ihr unglaublich viel und könnt daran entlang sicherlich weiterforschen, was es an Hintergründen gibt und was Ihr tun könnt. Vieles geht viel schneller, einfacher und kostengünstiger, als wir glauben.


[i] Zu Putin, der allerdings im Permafrostbereich auch sehr viel Industrie hat, um die er sich sicherlich auch Sorgen macht: https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/internationale-politik/id_86011586/putin-russland-will-pariser-klimaabkommen-umsetzen.html , zur Vorgeschichte der Klimabewegung in Russland: https://de.rbth.com/lifestyle/82548-greta-thunberg-oekologische-bewegung-umwelt-klimawandel-russland , Auswirkungen auf Russland: https://de.rbth.com/wissen-und-technik/81006-globale-erwaermung-russland , 24.01.2020.

[ii] Angela Merkel hält Transformation für notwendig. Vgl.: https://mobil.stern.de/politik/deutschland/davos-2020–merkel-setzt-auf-internationale-zusammenarbeit-gegen-klimawandel-9103436.html. 24.01.2020.

[iii] Professor Dr. Jürgen Scheffran im Menno Forum in Hamburg. „Wir benötigen Zufriedenheit, darin ist das Wort Frieden enthalten, unsere Zufriedenheit sorgt für Frieden.“ 10.1.2020.

[iv] Zu Kopenhagen: https://www.sueddeutsche.de/geld/daenemark-schoen-sparsam-1.3321999 , Das Zitat ist von hier: https://www.wimdu.de/blog/gruenes-kopenhagen-entdecken-sie-die-nachhaltigste-stadt-europas , 24.01.2020.

[v] Zu Kopenhagen, Island und Réunion: Dion, Laurent, „Tomorrow“ Die Welt ist voller Lösungen, Film aus Frankreich, 2015.

[vi] Genaueres zu der Klimakonferenz in Madrid: https://correctiv.org/aktuelles/klimawandel/2019/12/19/die-klimakonferenz-hinter-den-kulissen , https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-luisa-neubauer-madrid-klimademo-un-fridays-for-future-rede-klimakonferenz-spanien-zr-13264583.html  ,  https://www.merkur.de/politik/greta-thunberg-klimakonferenz-klimagipfel-madrid-neubauer-debakel-gruene-greenpeace-zr-13284936.html  , Gretas Rede dort:  https://www.youtube.com/watch?v=0qNoTC71S74 , die ganze Rede der wirklich tollen jungen Menschen aus den verschiedensten Regionen der Erde: https://twitter.com/i/broadcasts/1BRKjqvaWMoxw   ,  die Aktivitäten und viel Wissenswertes dazu von FfF, Germany: https://twitter.com/FridayForFuture?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1203020324834549764&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.merkur.de%2Fpolitik%2Fgreta-thunberg-luisa-neubauer-madrid-klimademo-un-fridays-for-future-rede-klimakonferenz-spanien-zr-13264583.html . 25.01.2020.

An die 100.00 Menschen haben dazu in Madrid demonstriert.

[vii] Zum Pariser Klimaschutzabkommen. Vgl.: https://www.bmu.de/fileadmin/Daten_BMU/Download_PDF/Klimaschutz/paris_abkommen_bf.pdf. , 15.11.2019.

[viii] Deutsche Wähler*innen für Kohleausstieg bis 2025, Studie dazu: https://www.nature.com/articles/s41560-019-0509-9 , 25.01.2020.

[ix]  Zum Handeln und Nichthandeln gibt es zwei Klimakarten: file:///C:/Users/Corne/AppData/Local/Microsoft/Windows/INetCache/IE/QCM43P59/Klimakrisekarte.pdf ,13.01.2020.

[x] Wieviel CO2 verbraucht der Mensch? https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/internet-rechner-co2-schleuder-mensch-a-470825.html , ein Filmchen dazu: https://www.bpb.de/mediathek/179357/wieviel-co2-hinterlaesst-du  und das Auto im Verbrauch? https://www.co2online.de/klima-schuetzen/mobilitaet/auto-co2-ausstoss/ . Hier ein CO2 Rechner: https://www.lfu.bayern.de/energie/co2_rechner/index.htm ,

So sieht zum Beispiel meine Berechnung heute aus (auch ständig gekippte Fenster sind darin enthalten), echt noch zu hoch, 02.02.2020. Wie ist es bei Euch?

Und wie viel filtern die Bäume wieder aus?

https://www.wissen.de/wie-viel-co2-filtern-baeume-aus-der-luft , 02.02.2020.

[xi] „Da gibt es später bestimmt industrielle Lösungen für“. –diese Aussage ist ein Verschieben in die Zukunft.“ So sagt auch Dr. Stefanie Baasch, Umweltpsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen auf dem Menno-Forum am 10.1.2020.

[xii] Kreidezähne durch Weichmacher? Vgl.: https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Kreidezaehne-durch-Weichmacher-im-Plastik,kreidezaehne102.html ,12.01.2020.

[xiii] Vio Bio hat Flaschen aus Recyclat und abbaubar. Aber:„Trink nicht aus Müll, nimm Glas“, so fordert Fritzcola seine Kund*innen auf.

[xiv] Mehr zu Recyclat. Vgl.: https://www.wir-fuer-recyclat.de/de/  oder  https://www.recyclate.de/recycling/   , 12.01.2020.

[xv] Wer sind die 20 größten Verursacher weltweit?  Vgl.:  https://de.blog.ecosia.org/20-unternehmen-verantwortlich-co2/  ,13.01.2020. 

[xvi] Ein Unverpacktladen in Hamburg:  http://www.stueckgut-hamburg.de/ ,01.02.2020.

[xvii] Mehr zum Seifensäckchen. Vgl. https://www.waschbaer.de/shop/foersters-seifensaeckchen-fein-27693 , 13.1.2020.

[xviii]  Erfindung zur Mikroplastikentfernung: https://www.jetzt.de/das-ist/fionn-ferreira-erfindet-mit-18-jahren-methode-zum-filtern-von-mikroplastik , Noch etwas mehr dazu:  https://utopia.de/ratgeber/plastikmuell-im-meer-diese-projekte-tun-was-dagegen/  , 27.01.2020. 

[xix] Der Interceptor ist das zweite Projekt des Ocean Clean up Teams.  https://theoceancleanup.com/rivers/  Er sammelt bis zu 100.000 Kilogramm Plastik am Tag! Hier ist ein Film, wie er funktioniert: https://www.youtube.com/watch?v=bm1rH70wfJo&feature=emb_logo , Hier seht Ihr einen Film, wie er in Malaysia gebaut wird und in Einsatz kommt – er funktioniert mit Solarstrom. https://www.youtube.com/watch?v=EkQLwcYhBu4 30.01.2020.

[xx] Bemühungen das Wasser wieder zu reinigen: https://www.tagesschau.de/ausland/grachten-reinigung-amsterdam-101.html  ,  https://www.tagesschau.de/ausland/plastik-muell-griechenland-101.html  ,  https://theoceancleanup.com/updates/the-ocean-cleanup-successfully-catches-plastic-in-the-great-pacific-garbage-patch/  ,  https://www.tagesschau.de/ausland/ocean-cleanup-107.html

https://4ocean.com/progress/  , https://bracenet.net/unsere-mission/ , https://seabinproject.com/the-seabin-v5/ , https://aiomag.de/plastik-im-meer-welche-losungen-gibt-es-6912 27.01.2020. 

Die Luft zu reinigen: https://photovoltaik.one/energie-luft-reiniger

[xxi] Trinkwassergewinnung ohne Strom, direkt aus einem Gewässer: https://www.brandeins.de/magazine/brand-eins-wirtschaftsmagazin/2019/qualitaet/die-schwimmende-pumpe?utm_source=pocket-newtab , 25.01.2020.

[xxii] Nestlé dörrt Landschaften aus:  https://www.stern.de/wirtschaft/news/nestl%C3%A9–vittel-doerrt-aus—das-lukrative-geschaeft-mit-dem-wasser-7986124.html 28.01.2020.

[xxiii]  Mineralwasser kaufen, aus Glasflaschen, ja, aber von welchem Anbieter, oder selber sprudeln? https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/umweltschutz-nestle-will-sodastream-konkurrenz-machen/25232496-2.html?ticket=ST-2707693-tIbLx6kVteVv1LUSQwE4-ap4 , 28.01.2020.

[xxiv] Beispiel für Silberionenball. Vgl:  https://www.waschbaer.de/shop/bluemagicball-fuer-160-waeschen-23437?fromPage=1&K=58135 , 12.01.2020.

[xxv] Putzmittel selbst gemacht, ein Rezept: https://www.avocadostore.de/wissenswert/inspiration/DIY-ALLZWECK-REINIGER?utm_source=DE+Newsletter&utm_campaign=NL-Trends-02-02-2020-DE&utm_medium=email ,02.02.2020.

[xxvi] Versuch für ein Jahr, wie war das. Vegan leben: Verschärfte Wahrnehmung, ZEITmagazin Nr. 32/2018 1. August 2018, 13.01.2020.

[xxvii]  Etwas zu Pestiziden, schon heftig:  https://correctiv.org/aktuelles/wirtschaft/agrarindustrie/2017/06/13/guelle-in-fuelle http://www.umweltinstitut.org/fileadmin/Mediapool/Druckprodukte/Landwirtschaft/PDF/Pestizide_flyer_web.pdf ,25.01.2020.

[xxviii] Resistente Keime aus der Landwirtschaft. Vgl.: https://www.greenpeace.de/sites/www.greenpeace.de/files/publications/2017-07-07_gpd_fs_antibiotika_und_multi-resistente_keime_in_der_tierhaltung_fleisch.pdf ,13.01.2020.

[xxix] Zum Landgrapping in Ostdeutschland: https://m.tagesspiegel.de/wirtschaft/landgrabbing-im-osten-investoren-kaufen-in-grossem-stil-bauernland-auf/25233532.html?utm_source=pocket-newtab , 25.01.2020.

[xxx] Die Agrarwende ist vom Verbraucher gewollt: www.umweltinstitut.org/aktuelle-meldungen/meldungen/2019/pestizide/die-mehrheit-der-deutschen-will-die-agrarwende.html?utm_source=CleverReach&utm_medium=email&utm_campaign=Newsletter+-+13.06.2019_oIA&utm_content=Mailing_7324954 ,25.01.2020. „Eine Mehrheit von 85 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher sprechen sich für Steuern oder Abgaben auf Fleisch und Wurst aus, wenn Landwirtinnen und Landwirten mit dieser staatlichen Hilfe die Tierhaltung verbesserten.“ Zitat und Studie: https://www.greenpeace.de/umfrage_tierwohlabgabe ,26.01.2020.

[xxxi]  Zum Grundeinkommen für Landwirte: https://www.zalp.ch/aktuell/suppen/suppe_2013_04/grundeinkommen.php , 07.02.2020.

[xxxii] Solidarische Landwirtschaft. Vgl.: https://www.solidarische-landwirtschaft.org/startseite/ ,12.01.2020.

[xxxiii] Solidarische Landwirtschaft bei Kaffee  https://teikeicoffee.org/  ,01.02.2020.

[xxxiv] 13,6 Millionen Schweine werden jährlich weggeworfen, bevor sie beim Kunden landen:

https://utopia.de/schweine-fleisch-animal-rights-watch-13-millionen-84312/ , 15.11.2019. Die Studie der Tierärztlichen Hochschule dazu:  https://www.tiho-hannover.de/aktuelles-presse/aktuelle-meldungen/aktuelle-meldungen/article/untersuchungen-an-verendeteng-1/ 13.01.2020.  Mehr dazu: https://www.spiegel.de/wirtschaft/nottoetungen-in-der-schweinemast-qual-fuer-den-profit-a-1290250.html 13.01.2020.

[xxxv]Wieviele Tiere sind in der Schweinemast in Deutschland? Vgl.: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/163424/umfrage/entwicklung-des-schweinebestands-in-deutschland/ ,13.01.2020. 

[xxxvi] Zum Mastschwein (Bilder verhältnismäßig erträglich): https://albert-schweitzer-stiftung.de/massentierhaltung/schweine/mastschweine ,25.01.2020.

[xxxvii] Zur Schweinemast: https://www.ariwa.org/horror-schweinemast/ 13.01.2020.

[xxxviii] Mehr zur Schweinemast:  https://www.ariwa.org/typische-schweinezucht/ 06.02.2020.

[xxxix] Was essen an Stelle von Fleisch?: Vgl.: https://www.zeit.de/zeit-magazin/essen-trinken/2019-11/fleischersatz-hafer-pulled-oats-pflanzenburger-vegetarisch-vegan/seite-2 , und  http://www.vheft.de/  , 13.01.2020.

[xl] So als Idee zum Vegan-essen:  https://www.taeglich-vegan.com/ , https://proveg.com/de/  ,  25.01.2020.

[xli] Lebensmittelretter*in werden. Vgl.: https://foodsharing.de/  12.01.2020.

[xlii] Auswirkungen der Agrarpolitik z. B auf das Wasser (also unser Trinkwasser)  Gülle macht das Trinkwasser teurer. https://correctiv.org/top-stories/2017/06/13/irrsinn-der-agrarpolitik/ , 15.11.2019. https://correctiv.org/aktuelles/wirtschaft/agrarindustrie/2017/06/13/die-grossen-brauchen-keine-hilfe ,25.01.2020.

[xliii]  Fleisch und Klima:  https://www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/fleisch/fleisch-frisst-land/ ,25.01.2020.  

[xliv] Landwirtschaft leidet unter verändertem Klima. Dazu gibt es viele Beispiel, hier nur ein/zwei Quellen: https://www.bmel.de/DE/Landwirtschaft/Nachhaltige-Landnutzung/Klimawandel/klimawandel_node.html , https://www.spiegel.de/panorama/hitze-wie-ein-obsthof-mit-sonne-und-hohen-temperaturen-umgeht-a-1221120.html  , 25.01.2020.

[xlv] Zitat zur Pestizidstudie: https://www.enkeltauglich.bio/?page_id=122 ,25.01.2020.

[xlvi]  Wissen zu den Mooren: https://physik.wissenstexte.de/moor.htm und https://www.bafu.admin.ch/bafu/de/home/themen/wirtschaft-konsum/fachinformationen/torfausstieg.html ,26.01.2020.

[xlvii] Zitat zu Terra Petra:  http://www.komposttoilette.com/ 26.01.2020. https://m.tagesspiegel.de/supererde-bindet-co2-ein-altes-verfahren-aus-dem-amazonas-elektrisiert-die-klimaschuetzer/25000952.html?utm_source=pocket-newtab 25.1.2020.

[xlviii] Zur Humustoilette:  https://humustoiletten.de/shop01/ . Man kann auch einfach einen Eimer mit ständiger Einstreuung von z.B. Sägemehl nehmen.  Nach Hundertwasser: http://www.hundertwasser.de/deutsch/werk/eco/oeko_humustoilette.php  ,  26.01.2020 Zur Komposttoilette und Terra Petra:  http://www.komposttoilette.com/

[xlix] Vgl.: Pehrke, Jan, Co“-Ausstoß: 5,45 Millionen Tonnen, Bayer heizt den Erdball auf, erschienen in Stichwort Bayer, 1.2020. S.8.

[l] Zu  Sulfurylfluorid, Sulfuryldifluorid, bzw. Profume:   Meyer-Wellmann, Jens, Klimakiller-Gas wird immer häufiger eingesetzt, Erschienen im Hamburger Abendblatt, 13.01.2020, S.9. und mehr zu  Profume von Dow Chemical etc: https://web.archive.org/web/20100202083503/http://www.agfdt.de/loads/mt05/ruebsabb.pdf  , 26.01.2020.

[li] Die Jugendlichen wollen Ökostrom, Zitat: https://www.greenpeace.de/themen/mitmachen/umweltbildung  ,26.01.2020.

[lii] Lasst uns zusammen eine Milliarde Bäume pflanzen! Zu Ecosia (Suchmaschine mit Baumpflanzung) siehe:  https://de.blog.ecosia.org/warum-co2-neutral-nicht-genug-ist-ecosia-hat-seine-eigenen-solaranlagen-gebaut/ ,14.01.2020.

[liii] Zitat zu den Kleinanbietern von Strom aus dem Film „Tomorrow- Die welt ist voller Lösungen“.

[liv]Zitat zu den besseren Zahlen beim Strom 2019 von: https://www.golem.de/news/energiewende-norddeutschland-wird-h-2001-145985.html?utm_source=pocket-newtab ,28.01.2020.

[lv] Zu den Mini-Solarmodulen „plug and play“: https://photovoltaik.one/mini-solaranlage , und der Wirtschaftlichkeit https://www.energieheld.de/solaranlage/photovoltaik/kosten/wirtschaftlichkeit-amortisation 24.01.2020.

[lvi] Zu Kleinwindanlagen:  https://www.klein-windkraftanlagen.com/news/kleinwindkraftanlage-fur-die-stromversorgung-auf-segelschiffen-und-yachten/ ,25.01.2020. 

[lvii] Braucht Ihr eine Baugenehmigung für eine Windkraftanlage? https://www.klein-windkraftanlagen.com/basisinfo/genehmigung-rechtliche-grundlagen/#tab-con-10 ,25.01.2020.

[lviii] Qualitätsunterschiede bei Windkraftanlagen:  https://www.klein-windkraftanlagen.com/kauf/marktbericht-kleinwindanlagen/ ,25.01.2020.

[lix] Zu Wärmepumpen:  https://www.kesselheld.de/waermepumpenheizung/ 26.01.2020.  

[lx] Zitat dazu von der Firma Nibe: https://www.youtube.com/watch?v=ENm_au0eHGA Film vom 10.7.13, Zitat vom 26.12.2019. zuletzt aufgerufen am 26.01.2020.

[lxi]  Mehr zur Geothermie: https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/erneuerbare-energien/geothermie#textpart-2 ,26.01.2020.

[lxii] Tipps zur CO2 Einsparung. Vgl.: https://parentsforfuture.de/de/node/729 .13.01.2020.

[lxiii] Beide Antworten gab Frau  Dr. Stefanie Baasch, Umweltpsychologin beim oben erwähnten Menno-Forum am 10.1.2020.

[lxiv] Postbank gehört zur Deutschen Bank: https://www.dw.com/de/deutsche-bank-schlie%C3%9Ft-postbank-fusion-ab/a-43960749 28.01.2020.

[lxv]Welche Bank für mein Geld? https://www.attac.de/kampagnen/bankwechsel/worum-geht-es/testimonials/?L=2%252527A%25253D0%252522%252527%252560–cHash%3D858c1e3691d9aab5c14fc07bbc087b2acHash%3D3d74182814b0e2aa042cef7e951bdf6bcHash%3Da964273d0dcf50025591d43ae93acf84

  oder https://utopia.de/ratgeber/alternative-gruene-bank/ ,28.01.2020. 

[lxvi] Eure Versicherung, wohin investiert sie? Waffen? Sklaverei? Fragt nach. Es gibt auch grüne Versicherungen:  https://utopia.de/ratgeber/nachhaltige-versicherung-gruene-rente-krankenkasse/ 28.01.2020.

[lxvii] Palmöl ist in Biosprit??? „Die Erde aus dem All“, Film zur Zeit in der ARD Mediathek,: https://www.ardmediathek.de/daserste/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3Vuc2VyZS1lcmRlLWF1cy1kZW0tYWxsLzZmZDM3MDA2LTRiZDctNGI0ZS1iY2U0LWI0MDc2ZmU2YzFlMg/   und vgl.: https://www.regenwald.org/news/8607/eu-parlament-stimmt-fuer-ende-von-palmoel-im-biosprit ,30.01.2020.

[lxviii] Zitat: https://www.regenwald.org/news/9607/pandorabuechse-palmoel-indonesien-klagt-gegen-die-eu .30.01.2020.

[lxix] Warum SUV für das Klima schädlicher sind als andere Autos: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/co2-in-produkten-der-konsument-kann-gar-nicht-lesen-kolumne-a-1292254.html ,04.02.2020.

[lxx] Ausgleichzahlungen für Flugreisen vom Kunden oder von der Airline? https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/klimaschaedliche-firmen-wir-machen-s-kaputt-und-ihr-bezahlt-kolumne-a-c8f0e3c3-2f5f-4817-b16e-36d6097e58d5?utm_source=pocket-newtab ,04.02.2020.

[lxxi] Handbuch für die Wende von unten: file:///C:/Users/Corne/AppData/Local/Microsoft/Windows/INetCache/IE/QCM43P59/Handbuch_Klimawende_von_unten%20(1).pdf ,13.01.2020.

[lxxii] Zum Mennoforum: https://mennoforum-hamburg.de/ 13.01.2020.

[lxxiii] Wie stehen die Kirchen zum Klimaschutz: https://www.zeit.de/kultur/2019-12/klimawandel-kirche-klimaschutz-positionierung-bischofskonferenz-rezo ,06.02.2020.

[lxxiv] Was ist der Klimanotstand? https://www.tagesschau.de/faktenfinder/kurzerklaert/klimanotstand-105~_origin-c384b9ae-cc9e-4d4b-a789-89fa7bb64ccd.html  , 28.01.2020.

[lxxv] Die Rügenwalder Mühle z.B., vormals Wurstwarenherstellung,  lebt auch von veganen Produkten: https://www.ruegenwalder.de/vegetarische-und-vegane-produkte 13.01.2020. FfF spricht mit Braunkohlearbeitern über die Zukunft.  https://taz.de/Fridays-for-Future-trifft-Braunkohlefans/!5644790/ , 13.01.2020.

[lxxvi] Gütesiegel sind gut für den Verkauf:  https://green-lifestyle-magazin.de/guetesiegel-und-ihr-einfluss/ ,01.02.2020.

[lxxvii] Etwas zu der Genehmigung von Rüstungsexporten: https://www.tagesschau.de/investigativ/hsb/ruestungsexporte-191.html ,04,02,2020,

[lxxviii] Deutsche Unternehmen auf dem Prüfstand, ein Bericht dazu: https://germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/Webansicht%20Bericht%202020%20Globale%20Agrarwirtschaft%20und%20Menschenrechte.pdf .30.01.2020.

[lxxix]  Ein Kommentar zum Verhalten der Gesetzgeber:  https://www.energiezukunft.eu/politik/der-kohleausstiegsplan-ein-energiewirtschaftliches-foulspiel/  , 30.01.2020.  

[lxxx]Zur Verfassungsklage: https://m.spiegel.de/wissenschaft/natur/umweltverbaende-verfassungsbeschwerde-wegen-klimaschutz-a-1240115.html , 30.01.2020.

[lxxxi] Zu der Verfassungsbeschwerde der jungen Leute: Die Schrift dazu: https://www.germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/Zusammenfassung%20der%20Beschwerdeschrift.PDF 30.01.2020.  https://www.germanwatch.org/de/17695 30.01.2020.

[lxxxii] Zitat und weitere Hintergründe zu der Verfassungsklage der jungen Menschen: https://www.germanwatch.org/sites/germanwatch.org/files/Hintergrund%20Klima-Verfassungsbeschwerde.pdf ,30.01.2020.

[lxxxiii] Zur Verfassungsklage der Peta: https://www.tagesschau.de/inland/ferkel-kastration-107.html ,30.01.2020.

[lxxxiv] Wie funktioniert die EU Bürgerinititive? https://europa.eu/citizens-initiative/how-it-works_de ,30.01.2020.
[2] https://www.euractiv.com/section/agriculture-food/news/choir-of-approval-over-new-eu-food-safety-transparency-rules/
[3] https://ec.europa.eu/food/safety/general_food_law/transparency-and-sustainability-eu-risk-assessment-food-chain_en 

[lxxxv] https://europa.eu/citizens-initiative/initiatives/details/2018/000004_de ,30,01,2020,

[lxxxvi] Deklarieren, woher das Essen kommt:  https://europa.eu/citizens-initiative/initiatives/details/2018/000006_de  ,30.01.2020.

[lxxxvii]Steuerbefreiung auf Kerosin stoppen:  https://europa.eu/citizens-initiative/initiatives/details/2019/000009_de ,30.01.2020.

[lxxxviii] Zitat und mehr zu dem Thema Klage für die Umwelt am Beispiel des Hambacher Forstes: https://www.energiezukunft.eu/umweltschutz/europaeisches-recht-wirkt/  ,30.01.2020.

[lxxxix] Ebenso das Zitat zur Klage gegen Deutschland auf EU Ebene: : https://www.energiezukunft.eu/umweltschutz/europaeisches-recht-wirkt/  ,30.01.2020.

[xc]  Artikel zu den, bei der EU klagenden, Familien: https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/klimaziele-zu-schwach-zehn-familien-verklagen-eu-a-1209310.html 30.01.2020.

[xci] Eine Klage bei der UN:  https://www.energiezukunft.eu/klimawandel/klimafluechtlinge-koennen-recht-auf-asyl-haben/ .30.01.2020.

[xcii] ebd.

[xciii] Antwort von Frau Dr. Stefanie Baasch, Umweltpsychologin, wissenschaftliche Mitarbeiterin am artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Universität Bremen, auf dem Menno-Forum am 10.1.2020.