Eine Wiesenpatenschaft und Seedbombtauschbox

Eine Wiese ist ein Biotop. Wir wollen dem Rechnung tragen und die Zusammenhänge zwischen Pflanzen, Insekten und Kleintieren bei der Anlage und Pflege berücksichtigen.

Wir freuen uns jetzt schon darauf zu sehen, wie sie gedeiht,

und wir wünschen uns viele Nachahmer.

Finnja Hoffmann Dennis Lorenzen

Cornelia Cornels-Selke

Sommer 2018

 

“Eine Wiesenpatenschaft”

 

So heißt eine Buchholzer Initiative von drei Hamburger Studenten in Verbindung mit der Delfinbotschaft, die für heimische Insekten Lebensraum zurück gewinnen will.

“Wir haben uns bewusst gegen eine einmalige Aktion und für eine dauerhafte Wiesenpatenschaft entschieden, weil sie nachhaltiger ist. So können wir für diese Wiese dauerhaft planen, anlegen und sie langfristig begleiten.”

Lage: Die Wiese befindet sich direkt an der Ecke vom Steinbecker Mühlenweg und dem Spazierweg, der in den Buchholzer Stadtwald hinaufgeht, schräg gegenüber vom Tannenbogen.

Die Fläche war vormals eine Pferdeweide, gesäumt mit Bäumen und Büschen, dann wurde sie zur Lagerung von Baumaterial benötigt.

Nun sind ca. 400 Quadratmeter innerhalb dieser Fläche für eine Wiesenpatenschaft von uns in Pflege genommen worden.

Die Idee: Wir trafen uns im Studium, wir sprachen über Themen, die uns bewegen, und wir alle empfanden Unterschriftenaktionen für Bienen, Wildbienen, Schwebfliegen, Hummeln, Schmetterlinge und andere Mitglieder der Insektenfauna als wichtig, aber kaum ausreichend. Wir wollten mehr tun, praktisch tun, sofort tun und nachhaltig tun! So sind wir auf die Idee einer Wiesenpatenschaft gekommen.

Die Beschaffenheit der Wiese am Anfang: Der Boden der ungefähr dreieckigen Fläche gleicht Heidesand, er ist grau/schwarz und hat in ca. zwanzig Zentimetern Tiefe eine sehr harte, dunkle (Ton-?) Schicht. Bewuchs gibt es kaum, aber dennoch finden wir hier Spitzwegerich vor, der auch jetzt schon Bienen anlockt (wie man unscharf auf dem rechten unteren Bild erkennt).

Grundsätzliches zu Boden:

Boden ist Lebensraum. Bodenpartikel liegen je nach Bodenart unterschiedlich dicht gepackt. Die Hohlräume dazwischen machen oft ca. die Hälfte des Volumens aus. Sie sind mit Luft oder Wasser gefüllt und werden von vielen Lebewesen bewohnt (z.B. Einzellern, Würmern, Ameisen, Spinnen, – aber auch Maulwürfe leben in der Tiefe der Erde). Ihre Arbeit ist unersetzlich im Kreislauf des Lebens.

Man kann intakte Böden nicht neu schaffen. Boden stellt eine endliche Ressource dar.

Wussten Sie, dass Boden

  • auch zur Aufnahme und Versickerung von Niederschlagswasser und für die Entlastung der Abwasserkanäle wichtig ist?
  • eine Bremswirkung auf die Abflussgeschwindigkeit bei Starkregenereig- nissen hat?
  • wenn er unversiegelt, aber bewachsen ist, für eine Anhebung des Grund- wasserspiegels sorgt?
  • das Kleinklima verbessert? Weil er unter anderem Rückstrahlungsflächen reduziert und weil Boden die Fähigkeit hat, bei feuchter Witterung Feuchtigkeit aufzunehmen, sie zu halten und bei trockener Witterung durch Verdunstung wieder abzugeben?
  • Dass außerdem der Boden damit einen Beitrag zum globalen Klimaschutz leistet?

Steine:

Oft kommen Steine, wenn sie nicht, z.B. durch Erosion, freigelegt wurden, in den tieferen Bodenschichten vor. Doch auch über der Erde, als Steinhaufen, können sie guten Lebensraum spenden. Sie bieten einigen Tieren und Pflanzen die besten Bedingungen. Flechten und Moose besiedeln die Steine und anspruchslose Pflanzen die Spalten. Eidechsen, Schlangen, Insekten wärmen sich in der Sonne auf den Steinen. Kleintiere, wie zum Beispiel Erdkröten und Zwergspitzmäuse, verstecken sich darunter.

 

 

 

 

Reisighaufen

Es wäre schön, wenn es in jedem Garten eine unaufgeräumte Ecke gäbe. Ein Haufen aus Zweigen, Ästen, Rinde und Blättern ist wertvoller Lebensraum. Kaum aufgeschichtet, wird er sofort besiedelt. Insekten, Spinnen, Schnecken, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere suchen im Gewirr aus Zweigen, sichtgeschützt durch die Blätter von oben, Schutz, Schatten, Versteck, Nistplatz und Überwinterungsstätte. Auch von dem Verrottungsprozess leben Tiere und später wird der Haufen zu natürlichem Dünger.

Viele der Tiere, die in einem Reisighaufen leben, vertilgen große Mengen an pflanzenschädigenden Insekten und deren Raupen, das dient auch dem Gartenbesitzer. Auch die Ringelnatter ist ein Nützling, sie fängt beispielsweise Mäuse. Sie ist völlig ungiftig, lebt in Gewässernähe und auch sie zieht sich gerne in so einem Haufen zurück. Genauso verbirgt sich hier der Igel. Für ihn wollen wir außerdem noch ein kleines Extrahäuschen bereitstellen.

 

Achtung!

– Für Osterfeuer o.ä. Holz immer frisch aufschichten, sonst verbrennt man viele Tiere mit dem Anzünden!

– Besonders in der Setz- und Schonzeit sind immer Nester, zum Beispiel von den Gesangeskünstlern Zaunkönig und Rotkehlchen, im Reisighaufen. Deshalb vom 15. März bis 30. September Reisighaufen bitte unbedingt in Ruhe lassen!

 

Die Pflanzenwelt

Die Wiese bietet einige schöne Voraussetzungen. Wie erwähnt, gibt es bereits reichlich Spitzwegerich und auch einige Brennnesseln. Diese haben wir stehen gelassen, denn es war zu sehen, dass sie Bienen anlockten. Auch befindet sich ein kleiner Apfelbaum am linken Rand, während hinten und rechts Brombeersträucher das Gelände säumen. Damit ernähren sich kleine Säugetiere und Vögel. Und auch menschliche “Naschkatzen” finden hier etwas. Vielleicht sehen sie sich dann gleich unsere kleinen Holzschilder und einiges mehr auf der Wiese an und werden dazu angeregt, Zuhause Ähnliches anzulegen.

Durch den heißen und vor allem trockenen Sommer 2018 haben wir uns für Saaten entschieden, die mit Trockenheit und auf schwierigen Standorten zurechtkommen. Sie werden erst durch die zu erwartenden herbstliche Niederschläge richtig ins Wachsen kommen.

Folgende Wild- und Kulturkräuter (natürlich für die norddeutsche Landschaft geeignet) haben wir ausgewählt:

 

Wildblumen 40%
Achillea millefolium Gewöhnliche Schafgarbe 1,00
Centaurea cyanus Kornblume 7,00
Centaurea jacea Wiesen-Flockenblume 2,00
Cichorium intybus Gewöhnliche Wegwarte 1,50
Daucus carota Wilde Möhre 2,50
Echium vulgare Gewöhnlicher Natternkopf 2,00
Hypericum perforatum Echtes Johanniskraut 1,50
Isatis tinctoria Färber-Waid 0,50
Knautia arvensis Acker-Witwenblume 0,20
Leucanthemum ircutianum/vulgare Wiesen-Margerite 2,50
Malva moschata Moschus-Malve 0,70

 

Malva sylvestris Wilde Malve 2,50
Melilotus albus Weißer Steinklee 0,50
Melilotus officinalis Gelber Steinklee 0,50
Papaver rhoeas Klatschmohn 2,00
Plantago lanceolata Spitzwegerich 2,80
Potentilla argentea Silber-Fingerkraut 0,30
Raphanus raphanistrum Hederich 2,20
Reseda luteola Färber-Resede 1,00
Silene dioica Rote Lichtnelke 1,00
Silene latifolia ssp. alba Weiße Lichtnelke 1,00
Silene vulgaris Gemeines Leimkraut 2,50
Sinapis arvensis Ackersenf 1,00
Solidago virgaurea Gewöhnliche Goldrute 0,20

 

Tanacetum vulgare Rainfarn 0,10
Verbascum densiflorum Großblütige Königskerze 0,50
Verbascum nigrum Schwarze Königskerze 0,50
40,00

 

Dazu 60% Kulturpflanzen
Allium fistulosum Winterzwiebel 2,00
Calendula officinalis Garten-Ringelblume 4,00
Camelina sativa Saat-Leindotter 3,00
Coriandrum sativum Koriander 5,00
Foeniculum vulgare Fenchel 4,00
Lepidium sativum Kresse 3,00
Lotus corniculatus Hornschotenklee 2,00
Medicago sativa Luzerne 2,00
Pisum sativum Futtererbse 12,00
Petroselinum crisp. Petersilie 3,00
Rucola selvatica Salat-Rauke 2,00
Trifolium incarn. Inkarnatklee 5,00
Vicia faba Winterackerbohne 13,00
60,00
Gesamt Gesamt 100,00

 

Extra für die Wildbienen haben wir zusätzlich beigemischt: Anethum graveolens – Dill • Anthemis tinctoria – Färberkamille • Aquilegia vulgaris – Akelei • Barbarea vulgaris – Barbarakraut • Betonica officinalis – Heilziest • Calendula officinalis – Garten-Ringelblume • Campanula patula – Wiesenglockenblume •  Crepis biennis – Wiesenpippau • Dianthus deltoides – Heidenelke • Echium plantagineum – Wegerichblättriger Natternkopf •  Hieracium pilosella – Kleines Habichtskraut • Knautia arvensis – Wiesenwitwenblume • Leonurus cardiaca – Herzgespann •  Linum grandiflorum – Großblütiger Lein • Lotus pedunculatus – Sumpf-Hornklee • Onobrychis arenaria – Sand-Esparsette • Origanum vulgare – Wilder Majoran / Dost • Pimpinella saxifraga – Bibernelle • Primula veris – Wiesen-Schlüsselblume • Prunella grandiflora – Große Braunelle • Salvia pratensis – Wiesensalbei • Thymus vulgaris – Gartenthymian • Trifolium medium – Mittlerer Klee • Verbena officinalis – Eisenkraut •

Auch diese Wildkräuter haben wir noch hinzu gemischt.

Alliaria petiolata – Knoblauchsrauke • Anthemis tinctoria –Buphthalmum salicifolium – Ochsenauge •  Ecchinacea purpurea – Sonnenhut • Echinops sphaerocephalus – Kugeldistel Echium plantagineum – Wasserdost • Galium verum – Echtes Labkraut • Hieracium pilosella – Kleines Habichtskraut • Hypericum perforatum – Echtes Johanniskraut •  Leontodon autumnalis – Herbst- Löwenzahn •  Papaver rhoeas – Klatschmohn • Pastinaca sativa – Pastinake • Pimpinella saxifraga – Bibernelle • Plantago lanceolata – Spitzwegerich •Tragopogon pratensis – Wiesenbocksbart • Verbascum nigrum – Schwarze Königskerze •

Insgesamt haben wir jetzt bunte Vielfalt, die für Wildbienen, Hummeln, Schmetterlinge, aber auch für Schwärmer attraktiv ist.

Bald schon genießen wir duftende Nektar- und Nährpflanzen für Schmetterlinge wie z. B. Königskerze oder Dost. Auch der Nachwuchs der bunten Schwärmer findet in dieser Wildblumenwiese ein Zuhause – das schont die Nutzpflanzen in Nachbars Garten und wir können uns dennoch am bunten Schwärmen erfreuen.

Etliche Pflanzen sind außerdem Bodenentgifter. Sie befreien die Erde von Schwermetallen und Schadstoffen. Beispielsweise die Arabidopsis halleri, die Hallersche Schaumkresse, aber auch Senfsaaten und Weidelgras, genauso wie Pappeln. Das gewonnene Schwermetall kann dann wieder verwertet werden (Phytomining). Dies ist so eine außergewöhnliche und nutzbringende Entdeckung, dass es bereits Patente darauf gibt. Wir bedanken uns bei den Pflanzen, die uns wieder einmal Hilfe geben.

Teilweise halten unsere gesäten Pflanzen auch Saaten, die direkt von den Vögeln verspeist werden, bereit.

Und natürlich kommt als Sofortmaßnahme ein kleines Futterhaus in einen Baum (Verschiedene Saaten und Mehlwürmer)

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Heister sollte mit dazu. Also haben wir auch gepflanzt. Drei kleine regionale Buchen werden, wenn sie denn etwas zusammen gewachsen sind, einen weiteren schönen Schutzplatz für Vögel bilden. Sie sollen mannshoch bleiben und eine kleine, grüne, kugelige Insel auf der Wiese bilden.

 

 

Biotop Wiese – Unsere bisherigen Maßnahmen:

Grundzustand des Geländes erkennen und erhalten.

Überaus dominante Wildstauden entfernen, Spitzwegerich (Bienenweide) und Brennessel (für die Raupen des Tagpfauenauges) haben wir stehen gelassen.

Boden vorbereiten.

Säen (als Saatbeimischung haben wir Tonkügelchen gewählt, um auch bei leichter Feuchtigkeit diese etwas länger am Samen zum Keimen bereit zu stellen).

Feststampfen (es muss Bodenschluss erzeugt werden, deshalb haben wir uns hier gegen Seedbombs entschieden).

Bienenhäuser an geeigneten Plätzen anbringen.

Igelhotel aufbauen und an einem geeigneten Platz aufstellen.

Steinhaufen (Steine sammeln und abrollsicher aufstapeln).

Schildchen herstellen und jeweils einstecken/-graben.

Ein großes Schild am Spazierweg aufstellen (Es soll etwas mehr Erklärung für Interessierte bereithalten, als die kleinen Holzschilder dies können und es soll zum Nachmachen anregen).

Reisighaufen bestehend aus großen und mittleren Ästen und Birkenreisig, Rinde und Blättern schichten.

Heister pflanzen (der Boden war bis in die Tiefe quasi nur Staub, der unser mitgebrachtes Wasser sehr, sehr schwer aufnahm, das gibt uns einen Eindruck über den Gesamtzustand des Untergrundes zur Zeit).

Futterhaus aufhängen und füllen.

Wildpflanzensaat sammeln.

Saatkugeln herstellen.

Seedbox anbringen, kennzeichnen und füllen.

Diese Tauschbox im Internet bekanntgeben, damit sie leichter gefunden wird. Text dafür schreiben.

Als Textquellen haben wir Rieger-Hofmann, “Netzwerk blühende Landschaften”, Neudorff, “vegan und froh” und frühere Texte von Cornelia Cornels-Selke benutzt. Die Fotos sind von uns selbst.

Aktuelles Handeln

Bäumchen regelmäßig wässern (1,5 Liter pro Buchensetzling und Tag).

Futterhaus nachfüllen.

Sehr flache Wasserschale aufstellen, mit Zweigen für trinkende Insekten sicher machen und auch regelmäßig befüllen.

Anwuchs beobachten, evt. nachsäen.

Beobachten ob sich Trampelpfade von Besuchern entwickeln, hier könnte später Rindenmulch den Pfad verdeutlichen.

Grundsätzlich darf man nicht zuviel bei einer natürlichen Wiese eingreifen, da diese mit sich selbst im Gleichgewicht sein soll.

Da wir keine Möglichkeit haben, genügend Wasser für die zur Zeit sehr trockene Situation auf der Wiese bereit zu stellen, müssen die Pflanzen es alleine schaffen, anzuwachsen und zu gedeihen. Am vorhanden Spitzwegerich sehen wir, wie wundersam es den Pflanzen gelingt, auf diesem staubtrockenem Boden zu überleben und außerdem zu blühen.

Ende August hat es einmal tüchtig über Nacht geregnet, das haben wir genutzt, um anschließend nachzusäen.

Planung

Als Insektenfresser benötigen Fledermäuse nachtaktive Insekten zu ihrem Überleben.

Geißblatt, Leimkraut, Maiglöckchen, Mondwinde, Nachtkerze sind einige Pflanzen die nachtaktive Insekten anlocken und damit auch die Fledermäuse. In einem Streifen der Wiese soll auch dies beachtet werden.

Genauso wird ein Fledermauskasten angebracht, damit die Fledermäuse einen Unterschlupf am Tage finden.

Bei regelmäßigem, auch gemeinsamen Begehen soll das natürliche Gedeihen beobachtet und gesichert werden.

Seedbombs / Saatkugeln

Hiermit haben wir ein Extrathema eingebaut: Wir wollen, wie bereits erklärt, das Nachahmen fördern. Eine einzige Wiese von ca. 400 Quadratmetern umzugestalten, ist schön und bringt uns sehr viel Freude. Doch wäre es natürlich gut, wenn dies mehr und mehr Menschen tun würden.

Mit Seedbombs oder Saatkugeln wollen wir das Nachahmen erleichtern.

Der Erdknödel oder tsuchi django wurde bereits im antiken Japan benutzt. 1930 wurde Honululu in Teilen mit Seedbombs wieder aufgeforstet. Und aktuell stellt Thailand per Seedbomb-Abwurf aus Flugzeugen entwaldete Gebiete auf diese einfache Weise wieder her. Die Erfolgsrate liegt bei 70%.

So wird bei unserer Wiese, direkt neben dem Eingangsschild, eine Saatkugel-Tauschbos bereit stehen. Auf diese Weise können wir diese Saatkugeln verschenken, aber andere interessierte Menschen können auch dazu spenden. Zum weiteren Lesen ist eine Internetadresse angegeben, die den richtigen Umgang mit ihnen erklärt:

Samenbomben (Seedbomb) einfach selber machen

Wir haben unsere Tauschbox und ihren Standort außerdem im Internet bekanntgegeben: www.freiessaatgut.de.

Warum das Ganze?

In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation nicht nur für Honig- und Wildbienenarten, sondern für alle Nektar und Pollen sammelnden Insekten, in unserer Landschaft enorm verschlechtert.

Beispielsweise sind im Jahr 2003, welches dem Jahr 2018 im Hinblick auf die Temperaturen sehr ähnlich war, auch wenn es damals etwas mehr Niederschläge gab, deutschlandweit ca. 30 Prozent der Bienenvölker gestorben. In absoluten Zahlen betrachtet, starben mehr als 300.000 Bienenvölker. Die Verknappung der Nahrungsgrundlage der Bienen, also der Rückgang von Nektar und Pollen spendenden Pflanzen, war eine der entscheidenden Ursachen für diese Verluste. Wildbienen finden außerdem immer weniger natürliche Nistmöglichkeiten. Darüber hinaus sind all diese Insekten einer zunehmenden Belastung durch Gifte in Boden, Wasser, Luft und auf den Pflanzen ausgesetzt.

 

Die Honigbienen haben, zusammen mit allen anderen Blüten bestäubenden Insekten, eine entscheidende Funktion im Ökosystem. Sie sichern und steigern nicht nur die Erträge von Kulturpflanzen (Obst, Gemüse, etc.), sondern erhalten auch die von Insekten bestäubte Wildvegetation.

Diese ist die Lebensgrundlage vieler anderer Tiere und sorgt für weitere Ökosystemdienstleistungen, wie Grundwasserneubildung oder Erosionsschutz.

Die Insekten selbst dienen wiederum Insektenfressern (z.B. Vögeln) als Nahrung. Der Rückgang vieler Vogelarten kann mit der Dezimierung der Insekten in Zusammenhang gebracht werden.

 

Wir befinden uns mit unserem bisherigen Tun in einer Sackgasse, aber durch die schleichende Veränderung gewöhnt sich der Mensch an die Situation, die auch seine Gesundheit bedroht.

Wir möchten also aufmerksam machen: Eine Sackgasse ist der ideale Punkt zur Umkehr!

Aber wir wollen, statt nur zu reden und zu mahnen, auch gleich etwas tun und natürlich dem natürlichen Leben Unterstützung geben, statt auf die Taten anderer zu warten.

Und damit wollen wir anstecken.

Der Standpunkt der Wiese ist ideal, um andere Menschen zu erreichen und zum Nachahmen anzuregen.

Mit unseren Maßnahmen tun wir etwas für die Wildkräuter und – blüten, die Insekten- und Vogelwelt und für anderes Kleingetier. Wir tun also etwas für die Biodiversität, zur Bodenverbesserung und für das Klima. Wir regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Nebenbei verschönern wir Buchholz.

Und außerdem haben wir sehr viel Freude bei diesem Tun, miteinander und sind beglückt durch das Wachsen und Gedeihen.

 

Danke: Wir bedanken uns sehr herzlich für die freundliche Unterstützung bei der Rieger-Hofmann GmbH, Blaufelden-Raboldshausen, für die großzügige Gabe von wertvollem Saatgut und die weitreichende, fachliche Beratung, beim mediaHOUSE, hier in Buchholz, für die Unterstützung durch das große gedruckte Schild, bei der Stadt Buchholz, insbesondere bei Herrn Köster, für die schöne Fläche, die wir bearbeiten dürfen, und die guten Tipps und beim JUZ, für die tolle Hilfe bei den Holzschildchen!

Wir freuen uns sehr darüber. Danke!

z

Finnja Hoffmann (Theologie auf Pfarramt), Dennis Lorenzen (Musikwissenschaft)

Cornelia Cornels-Selke (Theologie auf Diplom und Delfinbotschaft gUg)

 

Jahresbericht 2017

 

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2017 gewesen:

 

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte, Beendung des Projektes.
  • Projektentwicklung.
  • Projekt One Less Car.
  • Weiteres Sockenstricken, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln.
  • Dazu eine Sammlung gut erhaltener Kleidung.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit.

 

Näheres dazu:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dies ist einerseits eine Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot.

Doch da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums in diesem Jahr verschiedene Praktika durchgeführt werden mussten, wurde in diesen Zeiten (Februar und November) keine Jugendarbeit angeboten. Allerdings nutzte sie die Chance, sich in der anderen Gemeinde über deren Jugendarbeit zu informieren und dort vor Ort mitzuhelfen und praktisch dazu zu lernen.

Die Beschäftigung im Studium ging diesmal unter anderem um den Koran, seinen Inhalt und seine Umsetzung in der Bundesrepublik, eine Moschee wurde dazu besucht, damit ein Verständnis für die jugendlichen Flüchtlinge verbessert werden konnte. Die Delfinbotschaft hat hier verschiedene junge Menschen, die sich beraten lassen. Und auch die Seelsorge wurde vertieft.

Frau Cornels-Selke ist außerdem seit Anfang des Jahres mit in den Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz berufen und arbeitet hier daran, in Buchholz für Menschen mit Behinderungen für Verbesserungen und mehr Aufmerksamkeit zu sorgen. Dies schult auch ihren Blick für ihre Arbeit bei der Delfinbotschaft.

Auch in diesem Jahr bestand ein Teil unserer Arbeit darin, eine Hütte mit Jugendlichen und inzwischen jungen Erwachsenen zu bauen. Das Dach musste noch einmal verbessert werden. Ansonsten gab es dieses Jahr nur noch Abschlussarbeiten, die wir hauptsächlich Ende des Sommers und Anfang Herbst durchgeführt haben. Ein Einweihungsfest wurde noch nicht gefeiert. Das hing aber eher mit der Zeit der beteiligten jungen Menschen zusammen, sie sollen alle daran teilnehmen können – und die Idee, dort Beratungen zu erhalten, auch weiter tragen.

Es wurden im Jahr 2016 recht wenig Spenden gesammelt und dies wurde auch in einem Rundbrief Anfang des Jahres kommuniziert, woraufhin am 19. Januar mit Herrn Donald Vogel ein Gespräch stattgefunden hat. Er hatte verschiedene Vorschläge und sich deshalb für dieses Gespräch angeboten. Diese Ideen sind allerdings recht zeitaufwendig und konnten aus den oben erwähnten Gründen 2017 nicht durchgeführt werden.

Im Prinzip hat sich die Delfinbotschaft davon verabschiedet sehr viel Zeit in Spendenrekrutierung zu legen. Es wird nicht Geld gesammelt, um daraus Gutes zu machen. Sondern bei guten Projekten wird dafür gezielt gesammelt. Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen finden auch ohne diese Spenden statt. Naturheilkundliche Firmen senden auf Anfrage Muster zu, die weiter gegeben werden können, ohne dass dafür Geld ausgelegt werden muss. Die aufsuchende Arbeit hat sich bewährt. Und wird ein Raum benötigt, kann jetzt die Hütte zur Verfügung gestellt werden.

Ein neues Projekt wurde entwickelt. Es trägt den Namen „One Less Car“ und soll im weitesten Sinne der Klimaverbesserung dienen, bzw. dazu aufrufen. Die Delfinbotschaft will für die Zukunft der jetzt jungen Menschen Förderliches tun und Umweltschutz ist ein dazugehöriger Punkt. Das Projekt wurde Ende 2017 initiiert, wird aber erst 2018 richtig gestartet.

Ganz nebenbei wurden wieder Socken gestrickt, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden. Es war eine kleine Menge, aber sie konnte doch ein paar Kindern Freude bereiten. Es wurden dazu noch gut erhaltene Kleider, bzw. Kleidungsstücke gesammelt, so war es doch eine große Menge an Säcken, die Ende Oktober weiter gegeben werden konnten.

Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) wurden 2017 gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.05.2018

Jahresbericht 2016

 

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2016 gewesen:

 

  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte
  • Eine weitere Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen.

 

Näheres dazu:

Auch in diesem Jahr bestand ein Teil unserer Arbeit darin, eine Hütte mit Jugendlichen zu bauen, dieses Jahr war der Innenausbau dran. Die Arbeit mit der unangenehmen Isolierung hat sich lange hingezogen, aber mit der engagierten Hilfe der jungen Menschen, ist sie schließlich geschafft worden. Danach ging es an den „Kleinkram“, wie Fensterumrahmung, der erstaunlich viel Zeit einnimmt und tatsächlich noch nicht ganz geschafft ist. Am Ende des Jahres hätten wir die Hütte als Schuppen bereits nutzen können, aber da wir es im Innenraum auch schön haben wollen, ist noch einiges zu tun. Trotzdem: Man kam zusammen, war gemeinsam erfolgreich und sah unter den eigenen Händen etwas entstehen, dass auch später von Nutzen sein wird. Nebenbei wurde immer die Chance, Gespräche zu führen, aber auch zu lachen und gemeinsam zu essen, genutzt.  Ein Sachverständiger kam, der für einen Nutzungsänderungsantrag für die Hütte begutachtet hat.

Ein schon länger schwelendes Thema für die Delfinbotschaft ist die Wohnungsnot junger Erwachsener: Das Jugendamt ist nur bis zum 18. Lebensjahr zuständig, der Herbergsverein erst ab 21. Es wurde jetzt verstärkt Kontakt mit dem Herbergsverein, der Reso-Fabrik, der Stadt Buchholz und dem Landkreis Harburg aufgenommen. Es gab verschiedene Schwierigkeiten in der Buchholzer Verwaltung, die aber Ende des Jahres behoben werden konnten. Erste Hilfe konnte gegeben werden, es sind ein paar Konzepte in Aussicht. Hier will die Delfinbotschaft sich weiter engagieren, wobei wir eher diejenigen sind, die aufmerksam machen, Anträge stellen und Verknüpfungen initiieren, da wir selbst keine Gebäude zur Unterbringung haben.

Eine engere Zusammenarbeit wird außerdem mit dem NaBu angestrebt, da auch die Umweltthemen wichtig für die Zukunft der Kinder und Jugendlichen sind. Es kam zu verschiedenen Treffen mit Herrn Wiesmaier, dem Vorsitzenden des NaBu.

Genauso gab es verschiedene Treffen mit dem Jugendrat der Stadt Buchholz, um auch mit ihm über das Thema der Wohnungslosigkeit junger Erwachsener zu sprechen. Außerdem über die Idee einer neuen Jugendherberge in Buchholz.

Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war wiederum erfolgreich. Auch in diesem Jahr kamen viele warme Socken in allen Größen! Sie konnten an Mütter, Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie genau diese gut gebrauchen konnten.

 

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dieses Semester war verstärkt dem Thema Inklusion gewidmet. Die Zeiten, die sie an der Uni verbringt, sind immer auch aufsuchende Arbeit. Ob auf dem Gang, in den Unicafes oder in der Mensa: Es wurden Gespräche geführt, Tür-und-Angel-Seelsorge durchgeführt, Behandlungen und Beratungen gegeben, manchmal wurden die Studenten in die Mensa eingeladen. Diese kleine Hilfe stellt für sie manchmal genau die Unterstützung dar, die sie benötigen. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Unterstützung mehr und mehr bekannt und immer leichter auch angenommen. Die Studenten nehmen inzwischen weitere Wege auf sich, um zur Beratung zu kommen.

 

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher auch Telefonberatung gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

 

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 20.05.2017

Energydrinks

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Foto von Silke Scheiderer

Danke an Edeka Subey in Buchholz!

Hier geht ein Lebensmittelhändler mit sehr gutem Beispiel vorneweg.

Das finden wir gut und möchten uns bedanken!

Wer mehr zu dem Thema Energydrinks wissen möchte und warum sie zur bleibender Ermüdung führen können, der kann auf dem folgenden Link sehr viel mehr dazu finden. Das ist in Englisch, aber sehr interessant und außerdem ausfühlich: http://www.theenergyblueprint.com/energy-drinks-cause-fatigue/

Wir wünschen uns, dass noch mehr Händler dazu kommen.

Cornelia Cornels-Selke

für die Delfinbotschaft

Cyber Warnungen von Silke

Wir möchten Euch warnen. Bitte achtet auf Eure Kinder, Eure Freunde und auf Euch selbst:

Im Moment grassieren mindestens zwei „neue“ besorgniserregende Trends in den sozialen Medien:

Einmal die „Blue Whale Challange“

Bei der handelt es sich anscheinend noch um ein eher in Russland auftretendes Phänomen, das aber jederzeit zu uns “rüber schwappen” kann. Wir wurden deshalb um Aufmerksamkeit gebeten.

Es geht um das Spiel “Blue Whale Challenge”, bei dem es offensichtlich um Selbstverstümmelung bis hin zum Suizid geht.
(Auszug)

“`Blue Whale Challenge’ heißt der neue gefährliche und unbegreifliche Trend, der sich insbesondere in Russland verbreitet. Der Sinn dieses perversen Spiels ist, dass sich Menschen innerhalb von 50Tagen selbst verstümmeln und sich bis an die Grenzen des eigenen seelischen und auch körperlichen Zustandes bringen…. Am Ende werden die Teilnehmer dann aufgefordert, sich das Leben zu nehmen. Mehrere Hundert Todesfälle soll das Spiel bereits gefordert haben, berichtet die ‘Siberian Times’. Die Anweisungen bekommen die Teilnehmer in den sozialen Medien.”

Daneben gibt es Warnungen über alle möglichen Challanges hier auch nach zu lesen:

http://www.mimikama.at/?s=challenge

 

Und für alle Youtube Nutzer, vor allem die ,leider unbeschränkt Guckenden, aus jüngeren Altersstufen: Es ist hier gerade damit zu kämpfen, dass Leute normale Kinder Videos, vor allem Zeichentrick Filme, verändern und extreme Szenen von Gewalt einkopieren.

Hier nachzulesen:

https://motherboard.vice.com/de/article/irgendjemand-traumatisiert-kinder-auf-youtube-mit-brutalem-content-in-ihren-lieblings-cartoonvideos

 

Informiert Euch, bitte, und habt auch ein Auge auf die anderen.

Viele Grüße aus Buchholz,

Silke Scheiderer

Gute Nachrichten

Buchholz, den 10.9.2016

Dieser Beitrag ist zuerst auf meiner Seite: www.cornels-selke.de erschienen, aber hier gehört er wirklich auch hin. Wir alle brauchen gute Nachrichten. Und die gibt es:

Ich weiß: Es geschieht vieles in dieser Zeit und manches scheint in die komplett falsche Richtung zu gehen. Da radikalisiert sich ein Teil dieser Welt – Menschen müssen flüchten, um ihr Leben davor zu retten – und als Antwort darauf radikalisiert sich nun auch das Land, in das sie kommen und eigentlich Schutz suchen wollten. Sind wir denn zum Guten nicht mehr fähig? Weder da noch dort? Und die Zeitungen geben jedem dieser Irrwege auch noch Stimme und Publikum?

Doch ich weiß auch: Es geht anders. Die Zukunft ist noch nicht geschrieben und

  1. wir schreiben daran mit und
  2. macht die nächste Generation schon jetzt manches wieder gut, wo wir noch meinen, ihnen zeigen zu müssen, wo es langgeht.
  3. gibt es schon jetzt viel, viel Gutes, dass wir schließlich auch mal bewusst beschauen und achten sollten, statt einzig auf die schlechten Nachrichten zu starren.

Albert Schweitzer hat „GUT“ einmal definiert:

„Gut ist, was Leben schützt, was Leben rettet und entwicklungsfähiges Leben entwickelt.“ Genauso will ich es auch meinen, wenn ich Euch nun von „Gutem“ schreibe.

Boyan Slat, ein 17 jähriger Niederländer, hatte eine Idee, wie man die Weltmeere reinigen und vom Plastikmüll befreien könnte. [i]Wissenschaftler erklärten dazu vielfach, so sei das nicht möglich. Doch Boyan hat es mit Sponsoren, die er überzeugt hatte, einfach versucht und sich von Zweiflern nicht abhalten lassen. Inzwischen wurde eine Pilotanlage gebaut und – es funktioniert.

Boyan ist jetzt 21 Jahre alt und hat eine Gemeinnützige Gesellschaft gegründet, „The Ocean Clean Up“. Schaut mal, hier ist die Seite: http://www.theoceancleanup.com/ . Sie brauchen Helfer und Spenden, falls Ihr meint, Ihr würdet auch gerne etwas zur Rettung der Weltmeere tun. Eine Pilotanlage ist in der Nordsee 23 Kilometer vor der niederländischen Küste und wird dort jetzt ein Jahr bleiben und arbeitet schon jetzt gegen den (auch unseren) ganzen Müll! Beeindruckend!

In diese Kategorie trifft vielleicht auch diese Neuigkeit: Präsident Obama will den Meeresnaturpark, das [ii] Papahānaumokuākea Hawaii Monument vervierfachen. Damit hätten wir dann den weltgrößten geschützten Meerespark.

Auch hier könnt Ihr helfen: Am 17.9.2016 findet ein weltweites Aufräumen statt, denn Strände werden gemeinsam gesäubert. In Hamburg ist das zum Beispiel der Övelgönner Strand. Aber es gibt eine Karte, da findet Ihr den für Euch nächstgelegenen Strand zum Sammeln. http://www.oceanconservancy.org/our-work/international-coastal-cleanup/clean-up-locations.html Macht mit, das ist eine tolle Aktion, die so in dieser Form auch Spaß bringt. Macht viele Fotos dabei und steckt andere an.

Und in die Kategorie „Tolle Jugend“ passt sicherlich die Erfindung von einer 17-jährigen, Cynthia Sin Nga Lam, die Wasser reinigt und währenddessen Strom erzeugt. [iii]

Genauso der Amerikaner, Joe Landolina, der als 17-Jähriger eine Möglichkeit zur sekundenschnellen Stoppung von innerer und äußerer Blutung entdeckt hat. [iv] Nächstes Jahr soll sie zunächst für Tiere erhältlich sein.

In Sachen globale Veränderungen gab es Ende letzten Jahres die Überschrift: Was macht eigentlich das Ozonloch? Und es stand dort eine wirklich gute Nachricht, die fast überhaupt nicht zur Kenntnis genommen und auch kaum von den Zeitungen verbreitet wurde. „Rund drei Jahrzehnte nach dem Verbot von ozonzerstörenden Chemikalien gebe es Hinweise darauf, dass ein Regenerationsprozess eingesetzt habe und sich die Ozonschicht stabilisiere, berichten Forscher aus Großbritannien und den USA im Fachblatt “Science”[v].“ Der Vertrag von Montreal zeigt seine Wirkung. „Es wurde – auch weil es immer wieder verschärft wurde – zum “vielleicht erfolgreichsten internationalen Vertrag überhaupt”, wie der frühere Uno-Chef Kofi Annan einmal sagte.“[vi]  Und es zeigt sich, dass es sich lohnt, nach Erkenntnissen zu handeln, gemeinsam zu handeln.

Äthiopien – Abgeholzte Steppen verwandeln sich in grüne Wälder. Dies ist eine lokale Nachricht mit großer Auswirkung auf das Weltklima, denn was hier gelungen ist, das wird gerade weiter getragen und wächst so schnell, wie ein Baum wachsen kann. Zunächst hatte der Australier Tony Rinaudo in Niger seine Methode ausprobiert, wodurch dort bereits 200 Millionen Bäume nachgewachsen sind.[vii]  Dann half er mit Erfolg in Äthiopien. Und nun sind es bereits mehr als 5000 Mitglieder, die diese Methode unterstützen.

Die Firma Otto aus Hamburg ist, soweit ich weiß, auch wenn ich die Quelle nicht wiedergefunden habe, mit all seinen Tochterfirmen zweitgrößter Versandhandel im Internet nach Amazon. Im September 2014 erhielt die Otto Group den CSR-Preis der Bundesregierung. Dieser würdigt innovative Unternehmen, die ihre gesamte Geschäftstätigkeit sozial und ökologisch gestalten. Es gibt zum Lesen über die verschiedenen Tätigkeitsbereiche den Nachhaltigkeitsbericht. Den empfehle ich, wenn Ihr weiter recherchieren wollt. Besonders in Sachen Baumwolle und Holz wird bei Otto viel gebraucht und verbraucht und der Konzern erhöht jedes Jahr den Anteil der nach FSC (Forest Stewardship Council) zertifizierten Materialien. Vielleicht eine Alternative zu Amazon?[viii]

Etwas aus der Vogelwelt, man sieht aber sofort die Verknüpfung mit anderen Bereichen: Als zuviel Schwefeldioxid in die Luft geriet und der dadurch entstehende saure Regen einen Großteil des Flechtenbewuchses der Bäume zerstörte, 1960er bis 1980er Jahre, wurden die Schwanzmeisen selten, denn sie verkleiden ihre Kugelnester mit Flechten. Seit die Luft, insbesondere in den Städten, wieder besser wurde, nahmen auch die Schwanzmeisen wieder zu – weil die Flechten sich erholten. [ix]

Ein Beispiel für gelungenen Vogelschutz: „Seit nunmehr rund einem halben Jahrhundert genießen die Kraniche auch in weiten Teilen Europas und Nordwestasiens Schutz. Zunächst langsam, dann immer schneller nahmen daraufhin die Bestände des ( „unseres“) Graukranichs zu. Sogar neue Flugrouten entstanden.“[x]

Auch weiß man inzwischen, dass die Vogelrouten – weil die Vögel auf den Balkanrouten stark bewildert wurden, deshalb auf dieser Strecke weniger überlebten und deshalb die Vögel der Gibraltarroute eher die Chance hatten, lebend zurück zu kehren – sich von Osten nach Westen verlagert haben und nun ein Großteil der Vögel die sicherere Gibraltarroute nimmt. So erholen sich auch die gejagten Bestände bereits teilweise.

In Niedersachsen finden heute die Kommunalwahlen statt. Tatsächlich ist auch das etwas Gutes. Wir dürfen wählen. Wie lange hat die Menschheit – und sie tut es noch – dafür gekämpft, in Freiheit wählen zu können, wer regieren und die Geschäfte führen soll. Immer wieder stellen sich auch Parteien zur Wahl, die die Demokratie und die Freiheit, wie auch die Gleichheit in möglichst kurzer Zeit abschaffen wollen. Aber wir können uns informieren und können lieber die wählen, nicht nur Parteien, auch Parteilose, die unseren Zielen entsprechen und damit die Richtung mit bestimmen. In der Kommunalwahl, können wir uns sogar recht einfach und schnell selber wählen lassen, wenn wir aktiv mehr tun wollen. So habt Ihr hoffentlich Eure Stimmzettel ausgefüllt, nicht wahr?

Was mich selbst gerade beglückt, ist, dass in Buchholz die Schulsozialarbeit (deswegen bin ich 2011 in den Rat gegangen) ab sofort auf Dauer in den Schulen fortgeführt wird. Das war jetzt am Ende der Ratsperiode noch ein Grundsatzbeschluss (und ich bin so was von erleichtert, eigentlich ist es nicht zu beschreiben). Denn es ist ja erwiesen, wie sehr sich die Anwesenheit von Menschen, die gezielt Anwalt für die Kinder sind, deren Wohl und Entwicklung verbessert. Dafür bin ich sehr dankbar!

Noch etwas: Neulich waren Christoph und ich baden in einem bayrischen See und da sind mir Jugendliche aufgefallen, hellhäutige und dunkelhäutige, Jungen und Mädchen, alle am Springen und Spritzen und Lachen und Albern – und ich habe gedacht: Es gibt doch wirklich kaum ein Land, oder auch Kontinent, in dem es so gleichberechtigt zugeht, wie hier in Deutschland, bzw. Europa. Wir müssen sicherlich die Löhne, z.B. für Frauen fairer kriegen. Aber dass wir überhaupt davon reden, ist ein Zeichen, dass uns Gleichberechtigung etwas wert ist. Ich bin sehr dankbar hier, in dieser Zeit, in dieser Ecke der Welt zu leben und agieren zu können.

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Während ich hier schreibe (ich habe diesen Text auf dem Laptop vorgeschrieben), fährt übrigens Christoph gerade links neben mir den Wagen und ich blicke auf, weil er über den Storebelt fährt. „Oh, wie schön!“ muss ich rufen, weil der Blick gerade weit über das Wasser geht, während wir über die Brücke zur nächsten Insel fahren. Auch das können wir immer wieder entdecken – diese Schönheit rings um uns herum.

Dazu fällt mir adhoc ein, dass, weil die Elbe und Weser sauberer geworden sind, jetzt wieder Stintschwärme die Flüsse hoch kommen – und dadurch die Population der Schweinswale in Deutschland zugenommen hat. Wenn man im Mai an der Elbe steht, kann man tatsächlich das Glück haben, ganze Schulen flussaufwärts ziehen zu sehen.

Irgendein kluger Mensch sagte neulich einmal: Es stören mich gar nicht die satten Zufriedenen, es stören mich eigentlich immer mehr die Satten, die immer unzufrieden sind.“ Ja, er hat wohl recht, in so vielem geht es uns gut, besser als einem Großteil der Menschen auf dieser Welt, aber wir sind alles- haben-Woller und nichts-geben-Woller geworden…

Schade, wie häufig könnten wir einen Augenblick genießen oder auch nutzen und tun es nicht, sondern sitzen unzufrieden herum, meckern und machen damit alles schlechter, egal, ob es vorher gut oder nicht so gut war….

Das grüne Band: „Entlang des ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens konnte sich die Natur über Jahrzehnte ungestört entwickeln. Dies betraf nicht nur den eigentlichen Grenzstreifen, sondern aufgrund der Abgeschiedenheit häufig auch große angrenzende Bereiche. Das Grüne Band durchzieht wie eine Perlenschnur im Wechsel großräumig wertvolle Gebiete und ausgeräumte, intensiv genutzte Agrarlandschaften wie z.B. die Börden.“[1] „Im Jahr 2012 wurden 63,3 % der Fläche des Grünen Bandes und sogar 76,4 % der Offenlandfläche im Grünen Band von gefährdeten Biotoptypen eingenommen (Kategorien 1-3 der Roten Liste der Biotoptypen Deutschlands von 2006).“  Das Grüne Band ist damit Lebensraum von über 1.200 gefährdeten Tier und Pflanzenarten. Der Schutz des grünen Bandes lohnt sich also und wird von allen Seiten angestrebt! „150 Naturschutzgebiete liegen im bzw. grenzen an das Grüne Band an.“[2] Schritt für Schritt kommt es voran. [xi]

Und seht mal, wie weit es geht![3]

Mir fällt noch mehr ein, aber Ihr seht auch so, es sind gute Nachrichten zu finden, die Jugend macht Gutes, die Welt ist nach wie vor schön.

Und nun können wir mithelfen, dass es so bleibt oder auch schöner wird. Wir haben die Wahl. Unser Tun entscheidet über die Zukunft. Und es wird gut, wenn wir denn wollen.

Ich grüße Euch sehr, sehr herzlich hier aus dem ganz warmen und sonnigen Norddeutschland!

Ganz herzlich!

 

Cornelia Cornels-Selke

 

 

ISBN 978-3-00-044257-5

[1]Zitat: https://www.bfn.de/0311_gruenes_band_de.html.

[2] Zitat: http://pfullendorf.bund.net/themen_und_projekte/naturschutz/gruenes_band/gruenes_band_deutschland/.

[3] Vgl: http://www.bfn.de/0310_steckbrief_gruenesband.html?&0=.

[i] http://futurezone.at/science/ozeane-koennen-sich-mit-muellbarrieren-selbst-reinigen/68.719.655.

[ii] https://secure.oceanconservancy.org/site/Advocacy?cmd=display&page=UserAction&id=1183&s_src=16WAXAWXXX&s_subsrc=16AWAPMHI2.

[iii] http://motherboard.vice.com/de/read/17jaehrige-entwickelt-ein-geraet-das-gleichzeitig-sauberes-wasser-und-strom-erzeugt.

[iv] Vgl.: http://www.n24.de/n24/Wissen/Gesundheit/d/7225706/17-jaehriger-erfindet-die-sekundenschnelle-wundheilung.html.

[v] Zitat: http://www.tagesschau.de/ausland/ozonloch-103.html.

[vi]Zitat: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/was-wurde-eigentlich-aus-dem-ozonloch-a-1047081.html.

[vii] Vgl.: http://www.gute-nachrichten.com.de/2016/05/erfolgsgeschichten/aethiopien-abgeholzte-steppen-verwandeln-sich-in-gruene-waelder/.

[viii] Vgl.: http://www.ottogroup.com/media/docs/de/Nachhaltigkeitsbericht/0001-Otto-Group-CR-Report-2015.pdf.

[ix] Vgl.: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.31.

[x] Zitat: Reichholf, Josef H., Ornis, Das Leben der Vögel, 2014, Beck Verlag, S.81f.

[xi] http://apps.thueringen.de/de/publikationen/pic/pubdownload1015.pdf.

Auf ein Neues

Unbenannt

 

Liebe Freunde

Das Jahr 2017 bringt mir schon einmal eine echte Freude:

Die Delfinbotschaft wird fünf Jahre alt.

2009 habe ich begonnen, sie aufzubauen, Im April 2012 wurde ihre Gemeinnützigkeit anerkannt und sie hat die Prüfung im Jahr 2015 bestanden, sodass ihre Gemeinnützigkeit offiziell und grundsätzlich bestätigt wurde.

Sie steht also auf gesunden Füßen.

Aber – Ich habe einen Fehler: Ich kann nicht gut „bitte-bitte“ sagen. Ich bin zu stolz (und natürlich auch so erzogen, möglichst alles alleine, perfekt und auch gegen Widerstände komplett durchzuführen). Das ist für eine gemeinnützige Gesellschaft, die die Auflage hat, sich rein aus Spenden zu finanzieren, nur ganz am Anfang das Richtige. So eine Person kann etwas aufbauen und einführen, aber letztlich braucht man statt einem, der fleißig und bescheiden alles alleine macht, jemanden, der Spenden generieren kann, also jemanden, der immerzu die Werbetrommel rührt. Das kann ich nicht.

Zurzeit bin ich diejenige, die die Arbeit macht, seien es die Beratungen und Behandlungen, sei es am Schreibtisch oder seien es die zu erstellenden Bilanzen. Und auch diejenige, die die meisten Spenden gibt. –

Das will ich ändern. Eine gemeinnützige Organisation kann klein anfangen, sie sollte auch kompakt bleiben, statt sich zu sehr aufzublasen, aber dennoch muss sie wachsen. Sie soll ja Gutes tun und das kann nie genug sein!

Ich möchte also:

  1. mich von Herzen für alle Spenden, mit denen Ihr die Delfinbotschaft so liebevoll und großherzig unterstützt, bedanken! Und auch für jede andere Unterstützung! Ohne das wäre es gar nicht gegangen – und ich hätte sicherlich auch den Mut verloren.
  2. mich an dieser Stelle einmal wirklich überwinden und sehr herzlich um finanzielle Hilfe für diese gemeinnützige Sprechstunde bitten. Es ist so: Ohne Unterstützung geht es nicht!

Wenn ich es dieses Jahr nicht schaffe, deutlich mehr Spenden für die Arbeit der Delfinbotschaft zu sammeln, dann muss ich mir einen neuen Vorsitzenden / eine neue Vorsitzende suchen, der oder die das besser kann als ich. Entweder also lerne ich das oder ich gebe den Stab weiter.

Ich mache neben der direkten Arbeit für die Sache auch noch so dies und das zum Flankieren der gemeinnützigen Arbeit. Seit 2012 war ich im Rat der Stadt Buchholz und Stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss Schule, Kinder, Jugend, Familie und Senioren und habe auch auf diesem Wege etwas für einen guten Start der Kinder und Jugendlichen tun können.

Jetzt bin ich im Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz und bemühe mich einmal mehr auf dieses Thema zu schauen und Förderliches zu initiieren.

In der Universität Hamburg habe ich deshalb auch verschiedene Seminare und zur Zeit noch mal Vorlesungen zu diesem Thema belegt.

Ansonsten bin ich seit ein paar Jahren und weiter dabei, für obdachlose junge Erwachsene einen Platz zu schaffen. Ihr müsst wissen, dass die Zuständigkeit des Jugendamtes nur für die unter 18-Jährigen besteht und der Herbergsverein sich für die über 21-Jährigen zuständig fühlt und die jungen Menschen dazwischen, also die Achtzehnjährigen, die Neunzehnjährigen, die Zwanzigjährigen, die nur durch Notsituationen und schlechte familiäre Verhältnisse in die Lage der Obdachlosigkeit hineingeraten, völlig bloß dastehen und durch sämtliche Versorgungsnetze fallen, wenn die Stadt oder Gemeinde sie übersieht. Für das notwendige Hingucken tue ich etwas und, dass Taten seitens der Gemeinde und des Landkreises folgen, genauso.

Mir ist also die Gesundung des Umfeldes ebenfalls wichtig – damit die Kinder, Jugendlichen und jungen Leute gar nicht erst in Nöte kommen.

Außerdem bin ich gut vernetzt mit den anderen Organisationen und kann dadurch immer weiterreichen bzw. weitergehenden Rat einholen, wenn wir hier an die Grenzen der Befugnisse kommen.

Es tut sich also schon manches, durch die direkte Arbeit in der gemeinnützigen Sprechstunde, wie auch Drumherum, auch mit einem kleinen, vollkommen ehrenamtlichen Team. Aber das darf wachsen.

Unterstützt Ihr mich darin?

Unten in der Signatur findet Ihr die Kontonummern für Spenden und wir sind herzlich dankbar, wenn wir auf den Konten Eure Spenden, gerne klein, gerne groß, finden! Das wäre ein Mut machender Jahresanfang für alles.

Ich grüße Euch und bedanke mich – beides sehr, sehr herzlich!

Ein frohes neues Jahr!

Eure Cornelia

Cornelia

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten:

IBAN: DE75240603002105820200, Volksbank Nordheide, BIC: GENODEF1NBU und

Iban: DE54207500000090209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, BIC: NOLADE21HAM

Büroadresse: Reit 25A · 21244 Buchholz i.d.N.

Tel.: 04181/217878

Mobil: 01522/8595480

www.Delfinbotschaft.de

Meine Hütte – Dankeschön

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Aktive Helfer und Helferinnen

Ein Rundbrief an Thanksgiving:

 

 

 

 

 

 

 

Liebe Freunde

Heute ist ein Tag, an dem man sich wunderbar bedanken kann. Heute morgen bin ich vollkommen beglückt los gegangen, habe die letzten goldenen Birken bewundert, die Sonne genossen, die Menschen beobachtet. Und das macht mich froh und macht mich dankbar.

Ich mache das, was ich so alles tue, sehr, sehr gerne. Es bringt mich mit wunderbaren Menschen zusammen, es hält mich wach, es macht mir Freude, ich lerne dabei, ich darf wundervolle Erlebnisse miterleben, ich erlebe das Leben in sehr lebendiger Form, ich kann von all dem Schönen weitergeben, immer wieder sehe ich Entwicklungen, sehe ich Träume und Ideen wahr werden.

Besonders schön ist es, wenn ich etwas mit anderen gemeinsam tun kann (und für die gemeinnützige Kinder-, und Jugendsprechstunde, die Delfinbotschaft, geht es tatsächlich auch nur so).

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Neben Beratungen und Behandlungen haben wir ja auch noch den Hüttenbau: Aktive Mithilfe, liebe Spenden, nützliche Gutscheine, Holz, Rigipsplatten, Spachtelmasse, gute Tipps, Interesse an unserem Fortkommen – Es tut mir unendlich gut. Ich fühle mich eingewoben in die Gemeinschaft.

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Manchmal gehe ich auch alleine in die Hütte und säge oder schraube was, manchmal sitze ich da auch nur und stelle mir vor … ich habe ja so viel vor mit dieser Hütte … und freue mich.

ich hatte mich eine Weile doll auf das Graecum konzentrieren müssen, ich erzählte schon davon. Wir sind also noch nicht fertig – wann werde ich je mit meinen Ideen fertig? – aber doch viel weiter.

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Ich bin total begeistert, wie es doch, ja tatsächlich, vorankommt, obwohl die Arbeit immer mal wieder wochenweise ruht (Das Isolieren zum Beispiel habe ich weiter und weiter hinausgeschoben, mit Mundschutz usw. zu arbeiten, habe ich als ganz schön anstrengend empfunden).

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Aber meine Familie, junge Leute, liebe Freunde haben dann einen Schupps gegeben, der Korken war raus und es ging wieder voran.

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Also, vielmehr will ich heute gar nicht sagen als:

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DANKE – DANKE – DANKE!

Mit Unterstützung kommt man soviel weiter – DANKE an Euch ALLE!

Cornelia Cornels-Selke

Diesmal für die Delfinbotschaft.

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Danke für dieses wunderschöne Bild dazu, liebe Ute!

 

Delfinbotschaft

Gemeinnützige Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt)

Sprechstunde für notleidende und gefährdete Mitmenschen

(insbesondere Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene)

Sprechzeiten nach Aushang und Vereinbarung

Gesellschafterin/Geschäftsführerin: Cornelia Cornels-Selke, Heilpraktikerin

Mitglied im Verband Deutscher Heilpraktiker (VDH)

AG Tostedt Handelsregister B 203019, Steuernummer: 15/203/07419

Spendenkonten:

IBAN: DE75240603002105820200, Volksbank Nordheide, BIC: GENODEF1NBU und

Iban: DE54207500000090209602, Sparkasse Harburg-Buxtehude, BIC: NOLADE21HAM

Büroadresse: Reit 25A · 21244 Buchholz i.d.N.

Tel.: 04181/217878

Mobil: 01522/8595480

delfinbotschaft@yahoo.de

www.Delfinbotschaft.de

 

 

 

 

Jahresbericht 2015

 

 

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2015

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2015 gewesen:

 

  • Projektentwicklung
  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz usw.)
  • Bau einer Hütte
  • Eine Kooperation mit Jugendzentrum Buchholz und Paulus Kirche
  • Eine weitere Sockenstrickaktion, um sowohl symbolisch wie auch wortwörtlich Wärme zu vermitteln. Selbstgestrickte Socken, die an die Delfinbotschaft gespendet wurden, wurden gezielt an Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene vergeben, die Zuwendung wie Wärme nötig hatten.
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, Behandlungen für Geflüchtete, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen.
  • Wir haben dieses Jahr weniger Zeit in die Beschaffung von Spendengeldern gesteckt. Es geht sehr viel Zeit und Porto und Tinte dabei verloren, ohne, dass wir einen echten Spendeneingang zu verzeichnen hätten. Nach wie vor sind die Spenden eher aus dem Kreis von Menschen gekommen, die die Delfinbotschaft schon länger kennen und sich persönlich angesprochen fühlen oder durch die Rundbriefe entstanden. Wir haben unsere Kraft stattdessen mehr in unsere Projekte und deren Dokumentation gebracht und sind dort gut voran gekommen.

 

Näheres dazu:

2015 waren sowohl in Hamburg an der Uni wie auch in Buchholz die Lebenssituationen der Flüchtlinge in ihren Heimatländern wie auch in Deutschland große Themen. Die Delfinbotschaft hat sich ebenfalls verantwortlich gefühlt. Sowohl durch Behandlungen für Geflüchtete, wie auch durch ein Projekt in Kooperation mit dem Jugendzentrum und der Pauluskirche haben wir dem Rechnung getragen: Auch dieses Jahr ist vom Jugendzentrum Buchholz ein weiterer Teil der „Weltreise“ durchgeführt worden. Dabei wurden durch Basteln, Kochen, Tänze, Spiele andere Länder und ihre Sitten nahe gebracht, aber auch die Kinder miteinander vertraut gemacht.

So wollten wir, durch die steigende Anzahl der Flüchtlinge im Ort angeregt, einen weiteren Baustein hinzuzufügen, indem am Ende der 3-wöchigen „Weltreise“ ein Fest der Kulturen stattfindet. Bei diesem Fest der Kulturen sollte es nach dem gemeinsamen Essen einmal um die Themen gehen, die nicht nur ein einziges Land sondern eine Vielzahl von Ländern, wenn nicht die ganze Erde betreffen, so z.B. Klima, Umweltverschmutzung, Krisen und Kriege.

Dementsprechend haben wir zu den Themen Flucht und Migration bewusst Zeitzeugen zur Sprache kommen zu lassen. Einmal durch Interviews und zweitens durch persönliche Erzählungen direkt bei dem Fest im Kreise aller. Und zwar aus den verschiedenen Zeitabschnitten, in denen Flucht verstärkt zur Geschichte dazu gehörte. Es sollte deutlich werden, dass es immer wieder Flüchtlinge gab und dass sie inzwischen mitten unter uns leben. Sie sollten zu Wort kommen dürfen (aus dem 2. Weltkrieg, aus der ehemaligen DDR, aus dem Iran, auch aus dem Kosovo und Syrien), ihre Erlebnisse erzählen und die Kinder und Jugendlichen auf die Schwierigkeiten aufmerksam machen, wie auch auf die Machbarkeit und die Chancen, sodass es zu weiterem Verständnis untereinander kommt. Im Anschluss an diese offenen Worte haben wir miteinander Wünsche ausgesprochen, die die Jugendlichen selbst formuliert haben.

Das Ganze wurde dokumentiert durch eine Arbeit im Proseminar „Flucht und Migration als Thema für Schule und Gemeinde“, einen Vortrag in der Hamburger Rathauspassage im Rahmen der „Montagsgespräche“ und ein Plakat.

Ein weiterer großer Teil unserer Arbeit in diesem Jahr bestand darin, eine Hütte mit Jugendlichen zu bauen, diese Arbeit hat viel Zeit gekostet und ist noch nicht abgeschlossen. Das gemeinsame Arbeiten mit den jungen Leuten (zwischen 17 und 26) war eine Freude, die sich auf jeden übertrug. So wurde nicht nur eine Hütte gebaut, die demnächst als Büro und für Gespräche dienen kann, sondern man kam zusammen, war gemeinsam erfolgreich und sah unter den eigenen Händen etwas entstehen, dass auch später von Nutzen sein wird. Nebenbei wurde immer die Chance, Gespräche zu führen, aber auch zu lachen und gemeinsam zu essen genutzt.

Der Aufruf, Socken zu stricken, um Kindern und Jugendlichen Wärme zu spenden, war wiederum erfolgreich. Allerschönste warme, weiche Socken in allen Größen sind angekommen! Sie konnten an Kinder und Jugendliche verteilt werden, bei denen bekannt war, dass sie einerseits Zuwendung und Aufmerksamkeit, andererseits Wärme im wörtlichen Sinne gebrauchen konnten. Insbesondere eine Mutter hat fleißigst gestrickt und viele Kinder glücklich gemacht.

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Die Zeiten, die sie an der Uni verbringt, sind immer auch der aufsuchenden Arbeit gewidmet. Ob auf dem Gang, in den Unicafes oder in der Mensa, es wurden Gespräche geführt, Tür-und-Angel-Seelsorge durchgeführt, Behandlungen und Beratungen gegeben. Auf diese Weise wird die Möglichkeit der Unterstützung mehr und mehr bekannt und immer leichter auch angenommen.

Ansonsten wird zu den Behandlungen wie bisher auch Telefonberatung gegeben. Beides ist niedrigschwelliger als die Sprechstunde in den Praxisräumen. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Rundbriefe, die auch als Blog auf der Website (www.delfinbotschaft.de) erscheinen, wie Facebook Account (http://www.facebook.com/pages/Delfinbotschaft/120246031356509) werden gepflegt, um aktuell und im Gespräch zu bleiben und auf diese Weise von Bedürftigen und Spendern gefunden zu werden.

 

Cornelia Cornels-Selke

Demo und Gegendemo in Buchholz

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Wir wissen inzwischen, dass Menschen, die nichts zu verlieren haben, radikaler sind, als Menschen, die von sozialen Bindungen gehalten werden.

Und so können wir beobachten, dass junge Menschen, deren Familienbande unzuverlässig oder gestört sind, leichter von der rechtsradikalen Seite eingefangen werden – sie bekommen dort einen Platz zum Schlafen, “Freunde” und Arbeit (z. B Flyer gegen freiheitlichdemokratische Werte verteilen etc) …

Unsere Arbeit in Buchholz legt deshalb auch Augenmerk darauf, dass die Stadt Buchholz bezahlbare Wohnungen für junge Leute bereit stellt, bzw. sich um ihr Unterkommen kümmert.

Erst, wenn ein Mensch weiß, dass sein Überleben gesichert ist, z.B.  wo er leben kann, kann er sich dauerhaft auf Arbeit und echte Beziehungen einlassen.

Und wir möchten jungen Menschen, die sich in die rechtsradikale Szene verlaufen haben, und nun die Schwierigkeit haben, dort unbeschadet wieder heraus zu kommen, Mut machen: Es gibt Aussteigerprogramme. So auch hier in Niedersachsen.

Deshalb habe ich bei der Veranstaltung “Gesicht zeigen” heute in Buchholz das obige Plakat getragen. Die Aktion Neustart in Niedersachsen hält so manches bereit, um jemandem zu helfen, der aussteigen möchte und es alleine nicht kann. Aktion_Neustart_-_Flyer  (Hilfe bei der Wohnungssuche, Hilfe um neue Kleidung zu kaufen, um Tätowierungen loszuwerden, usw). Ihr könnt es schaffen, Ihr könnt  in Frieden leben, Ihr bekommt Hilfe, damit Ihr sicher seid. 0172/4444 300 (Vorwahl /vier mal die vier, dreihundert – ganz leicht zu merken). Die Nummer ist rund um die Uhr besetzt!

Und für uns ist es wieder einmal ein Aufruf, mehr für die Jugend zu tun. Was wir in Kinder- und jugendjahren für sie unternehmen, wird sie positiv ihr ganzes Leben begleiten. Die gesamte Zukunft sieht besser aus!