Eine Petition: Sofortiger Baustop für Bauvorhaben, die klimaschützende Grundsätze missachten

Ich habe an ein paar #Petitionen gearbeitet. Hier ist die dritte. Mögt Ihr mitmachen? Ihr könnt mit am Text arbeiten, oder etwas dazu schreiben. Und dann, bald, stellen wir das Ganze ein.

Wald gerodet für neue Bebauung

Wortlaut der Petition

Bauvorhaben (gemeint sind Neubauten, neue Straßen, Erschließung neuer Wohngebiete, privat oder gewerblich), die nicht zumindest zu einem Drittel fertiggestellt sind, werden sofort gestoppt. Es werden ab sofort nur noch die neuen Bauvorhaben zugelassen, die: 1. klimaneutral bauen 2. klimaneutrale Bauvorhaben realisieren, 3. Bodenversiegelung durch Bodenentsiegelung im selben Ort kompensieren, 4. nach einer strengen Baumschutzsatzung um vorhandene Bäume herum planen.

Begründung

Warum Baustop? Den Wert von lebendiger Landschaft können wir kaum hoch genug schätzen. Dennoch gehen täglich rund 90 Hekter Acker und Grünland durch Überbauung und Versiegelung verloren. Dort würde sonst der Jahresbedarf des Grundnahrungsmittels Brot für 10.000 Menschen jährlich wachsen.

Boden ist überaus wichtig für ein intaktes Klima und eine endliche Ressource! Sehr wohl könnte man bestehende Gebäude umfunktionieren, sanieren, weiter nutzen, auch so würden arbeitsplätze erhalten bleiben. Doch Privatgebäude wie auch, zur Zeit besonders, Gewerbegebiete werden permanet neu gebaut, Hallen groß wie Weizenfelder entstehen neu und alte Gewerbebrache bleibt zurück. Das Baugewerbe hätte auch mit der Sanierung alter Straßen über genug zu tun und kommt nicht hinterher. Doch neue Straßen entstehen, sie fördern noch mehr Verkehr und an ihnen entlang entstehen sofort neue Bauten. Aber jeder neue Raummeter, der umbaut wird, benötigt Baumaterial und Heizwärme, erhöht also den Energieverbrauch,wodurch die CO2 Bilanz steigt.

Wir müssen umdenken: Beim Neubau sind Ausrichtung, Kompaktbauweise, Passivhausbauweise, die Nutzung erneuerbarer, ökologisch verträglicher Energien, Bodenerhalt, Baumerhalt, Bepflanzung etc. im Bebauungsplan vorzugeben.

Beton z.B. ist gänzlich als Baustoff zu meiden, er ist eine große Klimabelastung, Es wird außerdem Sand dafür gebraucht, obwohl der inzwischen Mangelware ist und großes Konfliktpotenzial in anderen Teilen der Erde birgt.

Versiegelung darf nur in dem Maße stattfinden, wie entsiegelt wird. Das ist das Mindestmaß der Vorgabe, denn wir wissen, dass wir eigentlich vermehrt entsiegeln und pflanzen müssen, um das Klima zu retten.

Warum sofort und kein Stichtag in der Zukunft? Weil sonst von manchen Leuten in höchster Eile bis zu diesem Stichtag neu geplant und nun sogar vermehrt gebaut wird. Tatsächlich aber müssen bereits angefangenee Bauvorhaben, auch Straßen, neu, nun mindestens klimaneutral, geplant werden, bevor sie weiter gebaut werden dürfen. Um einem Klimawandel, den wir nicht überleben würden, entgegen zu wirken, müssen wir überall sofort handeln.

Warum muss die Baumschutzsatzung streng sein? Gerade heute werden die Gärten in natürlicher Form gebraucht. Sie stellen  Über-lebensinseln für Insekten, Vögel und Kleingetier dar, da der Landbau schon lange zu industriell betrieben wird und die Tiere dort kaum noch Lebensraum finden. So ist jeder bestehende Baum zu schützen, er ist Teil unserer Mitwelt, bester Klimaheld und nicht nur quasi grünes Gartenmöbel. Bisher durfte man fällen, nur wenige Bäume waren geschützt, dies muss genau anders herum sein. Alle Bäume sind zu schützen, nur wenige darf man nach vorheriger Besichtigung mit wichtigen Gründen fällen. 80% des Waldes auf der Welt sind schon vernichtet, Wir bewegen uns, wenn wir so auch nur kurz weiter machen, auf den Kollaps zu. Nur die Pflanzen stellen Sauerstoff her, Tiere und Menschen und alle Maschinen, Behausungen etc., die der Mensch benutzt, verbrauchen Sauerstoff.

Außerdem sind Orte ohne Bäume und Grün armselig und das soziale Leben der Menschen verelendet dort.

Weiterführendes:
inzwischen werden viele Menschen wach, ein Beispiel

Die Wichtigkeit der Wälder

Sandkrieg