Ein Urteil vom Internationalen Gerichtshof für Tierrechte

URTEIL WAL- UND DELPHINMASSAKER

vom 22. Februar 2010 in der Strafsache der
Wal- und Delphinmassaker in Japan, Norwegen, Island, Grönland und an den Färöer Inseln

gerichtet an

die Vertreter der Fischereiministerien der inkriminierten Länder :
Hirotaka Akamatsu, Japan
Lisbeth Berg-Hansen, Norwegen
Jón Bjarnason, Island
Ane Hansen, Grönland
Jacob Vestergaard, Färöer-Inseln

Das Gericht stellt fest

Weite Teile der Weltmeere, deren Reichtum noch bis vor kurzem für unerschöpflich gehalten wurden, sind heute leer gefischt, und trotz dem weltweiten Walfangmoratorium der Internationalen Walfang-Kommission (IWC), das seit 1986 in Kraft ist, werden Verfolgung und Vernichtung der letzten grossen Meeressäuger – Wale und Delphine – systematisch und mit äusserster Grausamkeit fortgesetzt. Jährlich werden über 2000 Grosswale gejagt und zusätzlich Zehntausende Kleinwale und Delphine getötet. Die Jagd auf Gross- und Kleinwale ist an Grausamkeit nicht mehr zu überbieten. Da Wale kaum natürliche Feinde haben, ist ihr Nervensystem nicht darauf eingerichtet, auf einen Angriff mit Schock oder Bewusstlosigkeit zu reagieren. Sie erleben deshalb ihre Tötung bewusst bis zum letzten Atemzug. Delphine werden zu Tausenden brutal eingefangen und gequält, unter anderem um die immer zahlreicher werdenden Delphinarien zu bestocken.

Die meisten Länder dieser Erde haben nie Walfang betrieben oder halten das Walfangmoratorium von 1986 der Internationale Walfangkommission ein. Einzig Japan, Norwegen, Island und Grönland betreiben ungeachtet des Moratoriums aktiven Grosswalfang. Die Japaner und die Färöer-Inseln betreiben zudem intensive Jagd auf Delphine. Read more