Jahresbericht 2018

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2018

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2018 gewesen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz, Inklusionsbeirat, Blindenverein, Stadt Buchholz usw.)
  • Projektentwicklung.
  • Projekt One Less Car.
  • Projekt Eine Wiesenpatenschaft
  • Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden, Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit.

Näheres dazu:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dies ist einerseits eine Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot. Doch da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums in diesem Jahr verschiedene Praktika durchgeführt werden mussten, wurde in diesen Zeiten (März und September 2018) keine Jugendarbeit in Buchholz angeboten. Telefonische Beratung und Weiterleitung zur Reso-Fabrik fanden in dieser Zeit statt. Allerdings nutzte sie die Chance, sich in der anderen Gemeinde über deren Jugendarbeit zu informieren und dort vor Ort mitzuhelfen und praktisch dazu zu lernen.

Die Beschäftigung im Studium ging diesmal unter anderem um Gewaltlosigkeit in Theorie und Praxis. Eine Prostituiertenseelsorge, Polizisten, die Gewalterlebnisse gehabt hatten, verschiedene kirchliche Gemeinden in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern wurden besucht und dazu befragt, Interviews von Soldaten durchgeführt etc. Das alles wurde bewusst für die Arbeit mit den jungen Menschen bei der Delfinbotschaft ausgewählt.

Frau Cornels-Selke ist weiterhin im Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz und arbeitet hier mit daran, in Buchholz für Menschen mit Behinderungen Verbesserungen und mehr Aufmerksamkeit zu erwirken. Der Blick für bauliche Notwendigkeiten, um Menschen mit Einschränkungen Zugang zu Orten und Gebäuden zu gewähren, wurde inzwischen sehr geschärft und hilft auch der Delfinbotschaft. Ein spezialisierter Architekt aus Kiel, Herr Axel Kreutzfeld, mit dem Frau Cornels-Selke seit längerem vernetzt ist, konnte uns in dieser Hinsicht viel beibringen. Die Teilname am Inklusionsbeirat hilft außerdem bei der Vernetzung mit Müttern betroffener Kinder, Blindenverein etc..

Das Projekt „One Less Car“ konnte durch einen erheblichen Schaden am Emailprogramm eine lange Zeit nicht weiter verfolgt werden. Alle Emailadressen waren verloren gegangen, mussten mühevoll wieder hervorgeholt werden, das Folgeprogramm verweigerte Rundbriefe an große Adressenlisten. Erst Anfang 2019 ergibt sich nun wieder die Möglichkeit Rundbriefe zu versenden. Damit kann die Idee von „One Less Car“ 2019 erst wieder richtig in Angriff genommen werden.

Es wurde aber aus gegebenem Anlass ein neues Projekt entwickelt. Es heißt „Eine Wiesenpatenschaft“: In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation nicht nur für Honig- und Wildbienenarten, sondern für alle Nektar und Pollen sammelnden Insekten, in unserer Landschaft enorm verschlechtert. Mit unseren Maßnahmen tun wir etwas für die Wildkräuter und – blüten, die Insekten- und Vogelwelt und für anderes Kleingetier. Wir tun also etwas für die Biodiversität, zur Bodenverbesserung und für das Klima. Und natürlich etwas für die Zukunft der jetzigen Jugend. Wir regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Nebenbei verschönern wir Buchholz.

Und außerdem hatten wir sehr viel Freude bei unserem bisherigen Tun miteinander und die Gespräche mit den mithelfenden Studenten kreisten um wichtige Zukunftsthemen. Weiter unten ist sehr viel mehr zu diesem Projekt, dass weiterhin andauert und dokumentiert wird.

Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen finden weiterhin regelmäßig statt. Durch Empfehlungen finden Mütter, Jugendliche und junge Erwachsenen, teils auch ältere Menschen zur Delfinbotschaft. Wenn ein Raum benötigt wird, steht das Büro in der vormals gemeinschaftlich gebauten Hütte zur Verfügung für Gespräche, Beratung und Seelsorge zur Verfügung. Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Der Facebookaccount, Whatts App und anderes wurde aus Datenschutzgründen gekündigt. Durch den zeitweisen Verlust der Emailadressen, der zusätzlich stattfand, konnten wir in diesem Jahr nicht gut Kontakt mit entfernteren Menschen pflegen. Der persönliche Kontakt aber war mit vielen vorhanden und wir wurden dennoch gefunden, sowohl an der Uni in Hamburg, wie auch in Buchholz.

Bei einem neuerlichen Start der Rundbriefe wird, ebenfalls aus Datenschutzgründen, zunächst um das Einverständnis der Adressaten gefragt werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Liste dadurch etwas verjüngt.

Ende des Jahres konnte die Delfinbotschaft noch einen Erfolg verzeichnen, da sie unter den Preisträgern des Umweltpreises der Stadt Buchholz 2018 war. Wir konnten ein Preisgeld in Höhe von 300€ entgegennehmen. Dies wurde aufgeteilt und deckt zum Teil die Kosten für dieses Projektes.

 

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 30.1.2019