Jahresbericht 2020

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2020

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2020 gewesen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsarbeit mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz, Inklusionsbeirat, Stadt Buchholz, Bienenbotschafter, Fridays for Future, Parents for Future, Klimateams des Klimaforums, usw.)
  • Projektentwicklung.
  • Fridays for Future
  • Projekt One Less Car.
  • Projekt Eine Wiesenpatenschaft
  • Sprechstunde für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden und Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit, waren aber durch Corona stark behindert.

Näheres zu 2020:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Belegte Kurse waren fördernd für die Delfinbotschaft (Das große Glück, christlich-muslimische Beziehungen und Religiöse Sprache sind Beispiele für belegte Kurse). Dies ist also einerseits eine wissenschaftliche Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot. Doch da Frau C.-S. die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums nun in die Examensphase tritt, außerdem wegen der teilweise aktiven Coronawelle, musste die Jugendarbeit sehr eingeschränkt laufen. Telefonische Beratung und Weiterleitung zur Reso-Fabrik fanden statt.

Fridays for Future: In Hinsicht auf Seelsorge und naturheilkundlicher Behandlung bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, ist es bei den Klimademonstrationen (möglichst jeden Freitag in Hamburg und manchmal in Buchholz), auch einmal im Dannenröder Forst (26.-29.11.2020) vermehrt zum Einsatz gekommen. Einerseits wissen sie sehr klug, was wichtig ist, ihr Mut ist bewundernswert, andererseits sind sie eigentlich mit der Thematik überfordert. Ihre seelische und körperliche Gesundheit leidet unter der Situation. Deshalb erscheint eine Unterstützung weiterhin und vermehrt als wichtig und sinnvoll.

Weiter wurde die Aktivität von Fridays for Future mit einer Plakataktion im April, in Zusammenarbeit mit den Bienenbotschaftern, den Parents for Future und der Reso Fabrik, unterstützt. Dafür wurden von den jeweils aktiv Teilnehmenden die Plakate für eine Weile demonstrierend hochgehalten und dann für den Zeitraum vom 22.4. – 29.4.2020 gehängt. Diese Aktion war angemeldet und wurde von der Presse begleitet.

Seit das Klimaforum der Stadt Buchholz initiiert wurde, ist Frau Cornels-Selke im Klimateam Bauen beim Klimaforum aktiv mitgestaltend.

Das Projekt „One Less Car“ wurde Anfang 2020 aktiv umgesetzt: Große Recherche, Erstellung eines Berichtes zu den Klimathemen (1. Erkennen und verdeutlichen 2. Anzeigen, Aufzeigen. 3. Handeln), Verteilung von Bändern an Fahrräder, die über QR Code zur Recherche führten und gleichzeitig als Armbänder getragen werden können. Dies wurde in Buchholz und verschiedenen Großstädten (Berlin, Bremen, München, Hamburg) begonnen, durch Corona ist dann die weitere Aktion gestoppt worden. Bevor es hier weitergeht, muss die Recherche aktualisiert werden.

Das Projekt „Eine Wiesenpatenschaft“, zusammen mit Studenten der Uni Hamburg, wurde durch das Jahr hindurch weiter gepflegt. Es wurde weiter nachgesät und gepflanzt. Das Pflanzenwachstum auf der Wiese geht nach wie vor sehr langsam voran, der Boden ist stark verdichtet und immer noch trocken. Außerdem wird das Gepflanzte natürlich regelmäßig gegossen, sowie Müll etc. aufgeräumt, Gespräche mit Spaziergänger*innen gesucht und aufgenommen, um sie teilhaben zu lassen, genauso die Nachbarn angeschrieben. Jugendliche helfen sehr bei der Arbeit, dies führt außerdem zu teils weitreichenden Gesprächen mit ihnen.

Da teilweise Pflanzen von Baufahrzeugen, bei Baumfällarbeiten der Nachbarn und durch Ablage einer Frontladerschaufel niedergefahren wurden und es außerdem an einem Tag Zerstörungswut am Rand der Wiese gab, wird jetzt zur Einfriedung, nach und nach, eine Weidenhecke gepflanzt. Auch musste das Schild ersetzt werden. Die Stadt wollte diese Kosten ersetzen, das ist bisher nicht geschehen.

Es wird weiterhin für die Delfinbotschaft gestrickt und es werden Kleider gesammelt, die dann später verteilt werden.

Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen fanden während Corona unregelmäßig statt. Das Büro in der vormals gemeinschaftlich gebauten Hütte steht zur Verfügung für Gespräche, Beratung und Seelsorge. Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Im November 2020 gab es einen neuen Freistellungsbescheid, der aber darauf hinwies, dass die Satzung der Delfinbotschaft erweitert werden müsse und zwar um die Bereiche Naturschutz, Landschaftspflege und Umweltschutz, da hier zahlreiche Aktivitäten stattfänden. Dieses wurde noch im Jahr 2020 bei einem Notar in Auftrag gegeben und 2021 umgesetzt.

Um Weihnachten 2020 herum wurden wieder Segensbänder verteilt.

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 10.7.2021

Jahresbericht 2018

Jahresbericht der Delfinbotschaft gUG für das Jahr 2018

 

Die Hauptaufgaben der Delfinbotschaft sind in 2018 gewesen:

  • Öffentlichkeitsarbeit, um bei sozialen Stellen, Erziehungsberechtigten, Schulen und natürlich den Kindern und Jugendlichen selbst bekannt zu werden.
  • Vernetzungsgespräche mit anderen Institutionen (Reso-Fabrik, Herbergsverein, NaBu, Jugendzentrum, Kirche, Schulen, Polizei, Jugendrat Buchholz, Inklusionsbeirat, Blindenverein, Stadt Buchholz usw.)
  • Projektentwicklung.
  • Projekt One Less Car.
  • Projekt Eine Wiesenpatenschaft
  • Sprechstunde für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, Seelsorge, Mutter-Kind-Behandlungen, aufsuchende Arbeit, Telefonsprechstunden und Notfallbehandlungen sind nach wie vor die Kernarbeit.

Näheres zu der Jugend in der Stadt Buchholz i.d.N. (ca. 41.000 Einwohner, Ausländer Anteil 2009 bei 3%. Aufnahme von derzeit 500 Flüchtlingen) und Umgebung: Hier gibt es finanziell und sozial vielfach gut situierte Familien.[1] Der gute finanzielle Durchschnitt ändert aber nichts daran, dass es Familien in prekärer finanzieller Lage gibt. [2] Nicht nur dadurch sind die Jugendlichen und jungen Erwachsenen (Anteil der unter 25 jährigen an Einwohnern 23%) eine sehr heterogene Gruppe.

In der Sprechstunde der Delfinbotschaft erscheinen sie in derselben Vielfalt. Natürlich gibt es in und um Buchholz viele intakte Familien mit sehr engagierten Eltern, wo es den Kindern gut geht und sie dementsprechend eine gute Entwicklung erleben. Um ein anderes Beispiele zu nennen, findet sich daneben fallweise auch „Wohlstandsverwahrlosung“, womit ich ausdrücken möchte, dass die davon betroffenen Kinder und Jugendlichen, zwar finanziell aber nicht emotional gut versorgt sind. Weiter habe ich es mit Jugendlichen zu tun, die intelligent, gesund und aktiv sind, die aber teilweise mit Terminen überladen und gestresst sind. Sehr oft erscheinen Kinder mit Problemen, die mit der Schule, den Lehrern und den Mitschülern zu tun haben. Wenn innerhalb der Schulzeit diese Problematik nicht erkannt oder gelöst werden konnte, setzt sie sich dementsprechend bei den jungen Erwachsenen fort, so finden sich hier vielfach ähnliche Themen.

[1]Statistik Niedersachsen,  www.statistik.niedersachsen.de/download/49176ww.unofluechtlingshilfe.de/fluechtlinge/fragen-antworten.html.

[2] Vgl.: Jahrersbericht Reso, S.4, Pkt. 3.1,  https://www.landkreis-harburg.de/allris/___tmp/tmp/45-181-136789575585/789575585/00149396/96-Anlagen/01/AnlagezurVorlageVA09262015-02.pdf ,27.02.2019,12:47.

Näheres zu 2018:

Frau Cornels-Selke hat weiterhin ihr Theologiestudium durchgeführt. Dies ist einerseits eine Bereicherung für das Angebot, genauso fördert es die Vernetzung mit der Kirche und ihrem Angebot. Doch da sie die Hauptarbeit bei der Delfinbotschaft leistet und im Rahmen des Studiums in diesem Jahr verschiedene Praktika durchgeführt werden mussten, wurde in diesen Zeiten (März und September 2018) keine Jugendarbeit von der Delfinbotschaft in Buchholz angeboten. Telefonische Beratung und Weiterleitung zur Reso-Fabrik fanden in dieser Zeit statt. Allerdings nutzte sie die Chance, sich in der anderen Gemeinde über deren Jugendarbeit zu informieren und dort vor Ort mitzuhelfen und praktisch dazu zu lernen.

Frau Cornels-Selke ist weiterhin im Inklusionsbeirat der Stadt Buchholz und arbeitet hier mit daran, in Buchholz für Menschen mit Behinderungen Verbesserungen und mehr Aufmerksamkeit zu erwirken. Der Blick für bauliche Notwendigkeiten, um Menschen mit Einschränkungen Zugang zu Orten und Gebäuden zu gewähren, wurde inzwischen sehr geschärft und hilft auch der Delfinbotschaft. Ein spezialisierter Architekt aus Kiel, Herr Axel Kreutzfeld, mit dem Frau Cornels-Selke seit längerem vernetzt ist, konnte uns in dieser Hinsicht viel beibringen. Die Teilname am Inklusionsbeirat hilft außerdem bei der Vernetzung mit Müttern betroffener Kinder, Blindenverein etc..

Das Projekt „One Less Car“ konnte durch einen erheblichen Schaden am Emailprogramm eine lange Zeit nicht weiter verfolgt werden. Alle Emailadressen waren verloren gegangen, mussten mühevoll wieder hervorgeholt werden, das Folgeprogramm verweigerte Rundbriefe an große Adressenlisten. Erst Anfang 2019 ergibt sich nun wieder die Möglichkeit Rundbriefe zu versenden. Damit kann die Idee von „One Less Car“ 2019 erst wieder richtig in Angriff genommen werden.

Es wurde aber aus gegebenem Anlass ein neues Projekt entwickelt. Es heißt „Eine Wiesenpatenschaft“: In den letzten Jahrzehnten hat sich die Situation nicht nur für Honig- und Wildbienenarten, sondern für alle Nektar und Pollen sammelnden Insekten, in unserer Landschaft enorm verschlechtert. Mit unseren Maßnahmen tun wir etwas für die Wildkräuter und – blüten, die Insekten- und Vogelwelt und für anderes Kleingetier. Wir tun also etwas für die Biodiversität, zur Bodenverbesserung und für das Klima. Und natürlich etwas für die Zukunft der jetzigen Jugend. Wir regen zum Nachdenken und Nachmachen an. Nebenbei verschönern wir Buchholz.

Und außerdem hatten wir sehr viel Freude bei unserem bisherigen Tun miteinander und die Gespräche mit den mithelfenden Studenten kreisten um wichtige Zukunftsthemen. Weiter unten ist sehr viel mehr zu diesem Projekt, dass weiterhin andauert und dokumentiert wird.

Die aufsuchende Arbeit, die Beratungen finden weiterhin regelmäßig statt. Durch Empfehlungen finden Mütter, Jugendliche und junge Erwachsenen, teils auch ältere Menschen zur Delfinbotschaft. Wenn ein Raum benötigt wird, steht das Büro in der vormals, gemeinschaftlich mit Jugendlichen, gebauten Hütte zur Verfügung für Gespräche, Beratung und Seelsorge seit Mitte des Jahres zur Verfügung (Vorher gab es noch Probleme mit der Elektrik). Ansonsten wurden zu den Behandlungen, wie bisher auch, Telefonberatungen gegeben. In Notfällen wurde auch an Sonn- oder Feiertagen beraten und behandelt.

Der Facebookaccount, Whatts App und anderes wurde aus Datenschutzgründen gekündigt. Durch den zeitweisen Verlust der Emailadressen, der zusätzlich stattfand, konnten wir in diesem Jahr nicht gut Kontakt mit entfernteren Menschen pflegen. Der persönliche Kontakt aber war mit vielen vorhanden und wir wurden dennoch gefunden, sowohl an der Uni in Hamburg von Studenten, wie auch in Buchholz.

Bei einem neuerlichen Start der Rundbriefe wird, ebenfalls aus Datenschutzgründen, zunächst um das Einverständnis der Adressaten gefragt werden. Es ist zu erwarten, dass sich die Liste dadurch etwas verjüngt.

Ende des Jahres konnte die Delfinbotschaft noch einen Erfolg verzeichnen, da sie unter den Preisträgern des Umweltpreises der Stadt Buchholz 2018 war. Wir konnten ein Preisgeld in Höhe von 300€ entgegennehmen. Dies wurde aufgeteilt und deckt zum Teil die Kosten für dieses Projektes.

 

 

 

Cornelia Cornels-Selke            Buchholz, den 30.1.2019