Eine Petition: Strenger Baumschutz geltend in ganz Deutschland

#Klimaschutz: Ich habe an ein paar #Petitionen gearbeitet. Hier ist die erste. Mögt Ihr mitmachen? Ihr könnt mit am Text arbeiten, oder etwas dazu schreiben. Und dann, bald, stellen wir das Ganze ein.

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Wortlaut der Petition

Strenger Baumschutz wird für ganz Deutschland eingeführt, unabhängig von den politischen Mehrheiten in Ländern und Kommunen, sodass zunächst einmal jeder Baum geschützt ist und nur nach vorheriger Besichtigung und mit gewichtigen Gründen (z.B. Verkehrssicherheit, nicht mehr zu rettende Substanz oder Krankheit des Baumes) gefällt werden darf. Ziel ist es, echten, gesunden, vielfältigen Wald und ebensolche Einzelbäume und Baumgruppen zu pflegen, zu bewahren und zu mehren.

Begründung

Atmen Sie gerne? Wir wissen, dass zunächst über Jahrmillionen Pflanzen den Sauerstoff auf der Erde erzeugen mussten, bevor Sauerstoffverbraucher, wie Tiere und Menschen, hier überhaupt auf Erden leben konnten. Wir müssen also in einem Gleichgewicht mit den Pflanzen dieser Erde sein, um überleben zu können. Doch in den letzten Jahrzehnten ist dieses Gleichgewicht zunehmend gekippt, da wir Menschen immer mehr Sauerstoffverbraucher in Form von Verbrennungsmotoren, Heizung etc, nutzen.

Der deutsche Wald krankt – an unserer Art zu pflanzen, zu fällen und die Umwelt zu verschmutzen.  Die Bäume verschwinden zusehends. Dabei sind sie die Klimaschützer Nummer 1. Es geht in dieser Petition kaum um die Beschneidung der Rechte der Menschen. Doch muss den Bäumen das Recht auf Leben genauso zugestanden werden, wie jedem anderen Lebewesen.

  • Es muss von der Praxis, Bäume zu fällen und nur manche stehen zu lassen, abgekehrt werden zu einer Praxis, die Bäume grundsätzlich schützt und wo nur manche gefällt werden dürfen.
  • Dies auch erst nach vorheriger Besichtigung und erteilter Erlaubnis aus gewichtigem Grund (nicht zu reparierende Krankheit des Baumes, Verkehrssicherheit).
  • Davon ausgenommen sind grundsätzlich: Bäume mit einem Stammumfang von mindestens 80 cm, gemessen in einer Höhe von 100 cm über dem Boden,
  • Eibe, Rotdorn, Weißdorn und Stechpalme mit einem Stammumfang von mindestens 30 cm.
  • Mehrstämmig ausgebildete Bäume, wenn die Summe ihrer Stammumfänge mindestens 80 cm aufweisen,
  • Bäume mit einem geringeren Stammumfang, sowie Hecken in freier Landschaft von weniger als 10 m Länge, wenn sie aus landeskulturellen Gründen, insbesondere als Ersatzpflanzung nach der Baumschutzsatzung in der jeweils geltenden Fassung des Naturschutzgesetzes gepflanzt wurden.
  • Wird die Beseitigung geschützter Bäume oder freiwachsender Hecken dennoch genehmigt, so sind standortgerechte, angemessene Ersatzpflanzungen zur nächstmöglichen Pflanzperiode auf eigene Kosten, entsprechend den Vorgaben der zuständigen Naturschutzbehörde anzupflanzen.
  • Eine Ersatzpflanzung ist einer Ausgleichzahlung immer vorzuziehen.
  • Ersatzpflanzungen für Bäume

              Stammumfang              Ersatzpflanzung Stück

              80 – 120 cm               2

              120 – 160 cm              3

              160 – 200 cm              4

              > 200 cm                     5

  • Einen Baum ohne vorheriger Erlaubnis zu fällen, stellt eine Ordnungswidrigkeit dar. Diese kann mit einer Geldbuße von 500,00 € bis zu 5.000,00 € geahndet werden. Wurden mehrere nach dieser Satzung geschützte Bäume entfernt, zerstört, geschädigt oder in ihrer Gestalt wesentlich verändert, so ist für jeden Baum eine Geldbuße zu verhängen.

Weiterführendes: https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/feinstaub-urteil-buerger-haben-recht-auf-saubere-luft-1462984.html

Nur ein Baum