Eine Petition: Mehr Platz für Tiere

Ich habe an ein paar #Petitionen gearbeitet. Hier ist die sechste. Mögt Ihr mitmachen? Ihr könnt mit am Text arbeiten, oder etwas dazu schreiben. Und dann, bald, stellen wir das Ganze ein. #Klimaschutz

Wir brauchen Platz

Wortlaut der Petition

Der Platz, der für Tiere in der Tierhaltung angeboten wird, wird so erhöht, mindestens auf das Doppelte, dass Tierwohl garantiert ist. Es wird durch Monitoring begleitet.

Begründung

  • Unfassbar: Jedes Jahr werden Tiere weggeworfen! Beispielsweise 13,6 Millionen Schweine jährlich, noch bevor sie überhaupt verkauft werden. Dies ist im Jahr 2019 quasi die Hälfte aller gehaltenen Schweine gewesen (denn das waren 25,9 Millionen Tiere im Jahr 2019) . 
  • Es wird immer wieder behauptet, dass die Verbraucher*innen das meiste Essen wegwerfen, in diesem Falle Schweinefleisch. Aber rechnet man einmal nach, erkennt man Folgendes: Ein ausgewachsenes Schwein wiegt ca. 200 Kg, 13.600.000 Schweine mal 200Kg durch 80.000.000 Bundesbürger = 34 Kilogramm an Schweinefleisch, die angeblich  jede Bundesbürger*in – also auch jedes Baby und jede Veganer*in – pro Jahr wegschmeißen würde. Selbst wenn man davon ausgeht, dass die Schweine schon als Jungtiere mit ca. 130 Kilogramm geschlachtet werden, ist es deutlich, wie irrwitzig diese Behauptung ist (das wären dann immer noch 22,1 Kilogramm pro Person und Jahr, ich müsste also in unserer Familie von 6 Personen 132,6 Kilogramm Schweinefleisch im Jahr wegwerfen, wenn das stimmen würde, – obwohl wir drei Veganer haben). Diese Behauptungen sollen also nur von dem wahren Dilemma, nämlich der Art und Weise, wie mit den Tieren umgegangen wird, ablenken.  
  • Es wäre sinnvoll und sofort möglich, von vornherein auf gleicher Fläche z.B.nur die Hälfte der Tiere zu halten (sprich: bei besseren Lebensbedingungen, sodass sie nicht erkranken oder sich verletzen), das spart den Tieren unfassbares Leid, den Bauern Geld, – tatsächlich müsste er/sie rechnerisch doppelt soviel Geld für die gleiche Menge Fleisch erhalten, während der Verbraucher den gleichen Preis für das Stück zahlt wie vorher.

Fazit: Alle Tiere, die gehalten werden, müssen soviel Platz erhalten und so behandelt werden, dass es ihnen gut geht, was man an den sinkenden Todesraten sofort erkennen kann.

Weiterführendes:
Schweine werden weggeworfen, Tierleid in hohem Maß

Typische Scheinezucht

Wieviele Tiere sind in der Mast

Eine Petition: Grundeinkommen für Landwirt*innen und Schluss mit dem Gift

Ich habe an ein paar #Petitionen gearbeitet. Hier ist die vierte. Mögt Ihr mitmachen? Ihr könnt mit am Text arbeiten, oder etwas dazu schreiben. Und dann, bald, stellen wir das Ganze ein. #Klimaschutz

Landschaft - Landwirtschaft - Landschaftsschutz

Wortlaut der Petition

Es möge beschlossen werden, dass Landwirt*innen pro Person ein regelmäßges, angemessenes Grundeinkommen erhalten, sodass sie fähig sind, ihre Landwirtschaft auf kontrolliert biologischen Anbau umzustellen und dies auch umsetzen. Aussagekräftige Bodenkontrollen sind zur Verifizierung der Umstellung erforderlich. Gleichermaßen sind bei jedem Bodenkauf, -verkauf, oder auch Verpachtung, Bodenproben zu nehmen. Ein Kataster dieser Bodenergebnisse wird angelegt und veröffentlicht.

Begründung

Das, was wir an Landschaft um uns herum sehen, ist normalerweise kein Naturschutz- oder Landschaftschutzgebiet, sondern fast immer Land, das im Besitz von Landwirt*innen ist. Sie halten uns die Landschaft vor, durch die wir spazieren gehen. Oftmals ist diese seit Generationen in Familien, die dieses Land auch gerne halten und bestellen würden – und uns damit ernähren. Das wird ihnen jedoch zusehends schwerer. Das, was bsw. an Gurken erzeugt wird, muss den Hof mit allen Leuten und Kosten ernähren. Deshalb versuchen sie die Erträge zu steigern, um in der heutigen Wirtschaft mitzuhalten. Doch exponentielles Wachstum gibt es nicht in der Natur. Häufig geht eine Steigerung nur auf Kosten der Qualität. Sowohl die Antibiotikagabe an Tiere, wie das Güllen, wie das Spritzen, wie das Düngen bringen Gifte in Boden, Luft und Wasser, auf Kosten unserer Gesundheit und der der Tierwelt. Die intensive landwirtschaftliche Nutzung ist der Hauptgrund für das heutige Artensterben. Wenn man seit Jahren Insektengifte einsetzt, ist das heutige Aussterben der Insekten kaum verwunderlich. Glyphosat ist außerdem ein Beispiel dafür, wie erheblich die Herstellung dieser Stoffe das Klima belasten.

Menschen in der Landwirtschaft wollen wohl kaum ihr Land, ihre Tiere und sich selbst vergiften. Aber die Bauern/Bäuerinnen müssen die Chance erhalten, ihren Hof derartig umzustellen, dass sie wieder fähig sind, ökologisch wertvoll zu arbeiten und gleichzeitig davon leben zu können. Wenn Landwirt*innen aufgeben und ihr Land verkaufen (Stichwort Landgrabbing, lebendiges Land wird z.B. zu Gewerbegebieten) ist das auch ein Schaden für uns und die Natur. Landwirt*innen sind systemrelevant! Deshalb sollte der Staat den Landwirt*innen ein Grundeinkommen pro Person zusichern und auf der anderen Seite müssen ökologische Grundsätze bei der Arbeit obligatorisch sein. Letztlich spart uns dies Geld: Weitere Strafzahlungen an die EU aufgrund zu hoher Güllebelastung wäre nur ein Teil der resultierenden Ersparnisse. Ganz zu schweigen von den Kosten im Gesundheitswesen durch die bisherige Giftbelastung, die endlich sinken muss.

Da die ökologische, naturnahe Bearbeitung, sehr selten kontrolliert werden kann (zuwenig Personal in den Ämtern) müssten zumindest bei jedem Bodenverkauf, jeder Verpachtung aussagekräftige, aktuelle Bodenproben verpflichtend sein. Diese müssen in einem öffentlichen Kataster festgehalten werden. Dadurch wird Bodenvergiftung öffentlich und vergifteter Boden einen Preisverfall erleben, guter Boden mehr geachtet. Dies führt i.A. sehr schnell zu einer gewissenhafteren Arbeit mit dem Land und mit der Natur. Auch würden sich biologische Entgiftungsmöglichkeiten bezahlt machen und endlich angewandt werden.

Weiterführendes: Vgl.:Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenen Stoffen (AwSV) DS77/14 Verordnung der Bunderegierung, Publikation des Bundesrates 2014.

Bodenentgiftung durch Pflanzen

Trinkwasser wird teurer durch Gülle

Grundeinkommen für Landwirte wird in der Schweiz schon diskutiert